Decent Espresso Maschinenbesprechung

Diskutiere Decent Espresso Maschinenbesprechung im Gewerbliche Angebote Forum im Bereich Ankauf, Verkauf, Tausch; Im größten Teil der Beiträge kann ich hier nicht erkennen, dass Haare in der Suppe gesucht würden. Auch ich wollte in meinem Beitrag nur darauf...

  1. Auchich

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    Im größten Teil der Beiträge kann ich hier nicht erkennen, dass Haare in der Suppe gesucht würden. Auch ich wollte in meinem Beitrag nur darauf hinweisen, dass über allen Diskussionen zu Pressure- und Flow-Profiling die Frage nach wie vor offen ist, ob die Maschine in der Lage ist, reproduzierbare Shots von konstanter Temperatur zu liefern bzw. die vorgegebenen Drücke tatsächlich einzuhalten. Ob diese dann in Profilen in Anlehnung an irgendwelche Maschinen verwurstet oder vom Nutzer frei programmiert werden, ist völlig egal.

    Drastisch ausgedrückt: Jeder könnte eine Website bauen, die die vermeintlichen Vorzüge einer Maschine bewirbt. Den Beweis für diese Fähigkeiten tatsächlich zu erbringen, ist eine ganz andere Sache.

    Um das Missverständnis gar nicht erst aufkommen zu lassen: ich unterstelle nicht, dass Decent hier das Blaue vom Himmel verspricht, obwohl die Maschine das gar nicht kann. Der Gegenbeweis steht aber - und hier ist der riesige Unterschied zum Xenia-Projekt - noch aus.

    Und eins stößt mir tatsächlich sauer auf: die Erklärung der mittelmäßigen Ergebnisse in Berlin ist nicht nachvollziehbar. An der Maschine arbeitet ein ganzes Team von Experten, seit längerer Zeit. Es wurde viel Zeit und Geld eingesetzt. Dann gibt es nach eigener Aussage 6 Gelegenheiten, das eigene Produkt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, verbunden mit hohen Logistik- und Reisekosten. Und dann schickt man eine Repräsentantin der Firma mit, die keine ausreichenden Kenntnisse bzw. kein ausreichendes Training hat, um die Vorzüge der Maschine auch tatsächlich demonstrieren zu können? Und das alles, "damit sie mal aus dem Büro rauskommt"? So naiv ist doch kein Mensch, oder? Ich hätte sehr gut mit der Erklärung leben können, dass es eben schwierig ist, aus jedem Shot einen Überflieger-Espresso zu machen. Dass auch aus einer Slayer nicht jeder Shot ein Godshot wird. Oder dass die Maschine halt noch nicht fertig ist und weitere Verfeinerung der Steuerung braucht. Bei der jetzt gezeigten Art der Argumentation bleibt bei mir leider der Eindruck zurück, dass Schwächen der Maschine eher schöngeredet denn eingestanden werden.
     
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  2. mat76

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    Auch wenn ich zum größten Teil die Meinungen von @Dale B. Cooper, @helges und @domimü teile, muss ich hier doch mal die Lanze brechen.
    Zum einem habe nur ich gesagt, dass der Espresso ok war. Zum einen ist das immer eine subjektive Aussage, wo ich das Gefühl habe, dass dieser viel zu viel Gewicht hier bemessen wird. Zum anderen kann ich Euch heute nicht mehr sagen, ob dieser Espresso aus einem der Presets oder aus unseren Spielereien bezogen wurde. Ich unterscheide auch noch mal zwischen "mittelmäßig" und "ok". Zum anderen aber stimme ich den kritischen Stimmen auch zu: Jemanden mitzuschicken, der die Maschine nicht von vorne bis hinten kennt (überspitzt gesagt: blind zusammenbauen kann ;)), ist zu diesem Zeitpunkt der Maschinenentwicklung suboptimal. Auf der anderen Seite finde ich es gut, wenn auch mal andere Personen als nur der Chef(entwickler) die Gelegenheit bekommt so etwas mitzumachen. Da spreche ich aus eigener Erfahrung aus meinem Job. Man hätte aber vielleicht noch jemanden mitschicken sollen, der Fragen beantworten kann wenn man selber an die Grenze stößt. Reisekosten hin oder her. Oder macht so was zu einem anderen Zeitpunkt, wenn die Maschine etabliert ist. Vielleicht hat man dem Coffee Festival auch nicht so viel Gewichtung bemessen. Ich kann ehrlich gesagt überhaupt nicht abschätzen, wie "wichtig" dieses Festival in der Kaffeewelt ist. Gefühlt hatte immer den Eindruck, dass so was wie die Host viieeelll repräsentativer ist (umso mehr wundert es mich, dass Decent dort nicht vertreten ist).
     
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  3. #463 Neil.Pryde, 14.09.2017
    Neil.Pryde

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    @Mirjam_DecentEspresso

    Danke für die Erklärung zur "optimistischen " Verkaufsplanung ;)


    Ich find das Bild nicht,gibt es einen extra Rinse Button?

    Das Brühgruppensieb nach dem Shot zu spülen ist essentiell,Technik hin oder her.
     
  4. mat76

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    Wohl nicht in der DE1+ Maschine. Wird in Post #377 erklärt, da ist auch das Bild.
     
  5. embrya

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    Nee, das Bild ist das dritte von Dir vom Berlin Coffee Festival. Da ist unter dem Start-Button ein Rinse-Button.
    Das Feature war aber noch nicht programmiert und daher nicht verfügbar. So stand das hier mal im Thread. Die Flush-Funktion des oben zitierten Artikels bezieht sich m.E. auf Backflush...


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  6. mat76

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    Okay, dann habe ich die Rinse Funktion missverstanden. Dachte damit ist spülen gemeint?
     
  7. embrya

    embrya Mitglied

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    Nee, hast Du schon richtig verstanden - steht auch weiter unten in Beitrag 377.


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  8. #468 Mirjam_DecentEspresso, 14.09.2017
    Zuletzt bearbeitet: 14.09.2017
    Mirjam_DecentEspresso

    Mirjam_DecentEspresso Mitglied

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    Ich habe John mal etwas übersetzt, was im Forum so vor sich geht und komme hier mit seinen Antworten ;)

    "Ich behaupte nicht, dass ich *einen Espresso* nachahmen kann. Ich behaupte, die Espressomaschine nachahmen zu können. Es stimmt natürlich, dass alle Einflüsse wichtig sind. Jedwede Änderung verändert den Kaffee.

    Wenn ich ein Profil erstelle, dann bin ich im Café neben der Maschine, die ich nachahmen möchte, und alle anderen Parameter werden konstant gehalten (die selben Bohnen, Wasser, Mühle) ."

    "Ich habe grundsätzlich festgestellt, dass Nutzer mit weniger Erfahrung in der Espressozubereitung mehr Interesse am Nachahmen alter Maschinen haben (eine Voreinstellung auszuwählen ist einfach), während erfahrenere Nutzer die Möglichkeit wollen, bessere Kaffeegetränke zu brühen. Deswegen ist die Marketingbeschreibung der kostengünstigeren DE1 auch auf die Nachahmung älterer Maschinen zentriert, während bei der teureren DE1+ die „Einsichten und Kontrolle“ angepriesen werden."

    "Einige Maschinen haben das Thermometer im metallenen Brühkopf selbst, und einige Leute haben zum Beispiel diese Änderung zu ihren E61-Maschinen hinzu gefügt:

    61 machine.jpg

    Nach einer Suche im Internet diesen Morgen scheint es mir so, dass die Black Eagle tatsächlich den Boiler basierend auf einem Temperatursensor in der Gruppe anpasst, um so den Hitzerverlust vom Boiler bis zur Gruppe zu messen:

    http://www.victoriaarduino.com/V2.0-Test/wp-content/uploads/2015/03/hints4seattle.pdf
    VA388 Black Eagle machine is equipped with the new T3 technology, a pro active control of temperature. The WBC mandates that all competition machines are set to 93.5°C (200°F) brewing temperature. To your information this temperature will be verified on each machine installed every morning with a Scace Device by a commission composed by WBC and Nuova Simonelli –Victoria Arduino staff.

    (Übersetzung: die Black Eagle Maschine VA388 ist mit der neuen T3-Technologie ausgestattet, die eine proaktive Steuerung der Temperatur ermöglicht. Die WBC [World Barista Championship] ordnet an, das alle Wettbewerbsmaschinen auf eine Brühtemperatur von 93.5°C (200°F) eingestellt sein müssen. Diese Temperatur wird übrigens von einer Kommission bestehend aus Mitarbeitern von WBC und Nuova Simonelli – Victoria Arduino täglich vor dem Wettbewerb mit einem „Scace 2“-Gerät überprüft).​

    Das ist sehr beeindruckend, aber (a) ich bin nicht nur ein Bewunderer der Black Eagle, sondern auch mit ihnen befreundet, und (b) es ist nicht schlecht, wenn die Decent Espressomaschinen eine ähnliche Herangehensweise für Temperaturgenauigkeit haben, wie bei der Black Eagle benutzt werden, da (c) die Black Eagle als eine der absolut besten Espressomaschinen der Welt angesehen wird."

    "Meine Angaben sind Fakten, und sollten diese nicht korrekt sein, dann lasse ich mir gerne beweisen, dass sie falsch sind. Ich bin ein Ingenieur, kein Marketingmensch.

    Konzentrieren wir uns in diesem Bezug mal auf zwei Unternehmen: La Marzocco und Nuova Simonelli.

    Von Nuova Simonellis eigener Webseite mit Hinweisen für Teilnehmer an der World Barista Championship sind die folgenden Informationen ersichtlich:

    http://www.victoriaarduino.com/V2.0-Test/wp-content/uploads/2015/03/hints4seattle.pdf
    The water pressure is settled at 9 bar (130 PSI) on each group. It is verified all days before the competition time with a “Scace 2” Device by a commission composed by WBC and Nuova Simonelli – Victoria Arduino staff. The pressure indicated on the gauge has a different value, since it correspond at the pressure in the hydraulic system and not in the group head.

    (Übersetzung: Der Wasserdruck ist bei jeder Gruppe auf 9 Bar (130 PSI) eingestellt. Er wird von einer Kommission bestehend aus Mitarbeitern von WBC und Nuova Simonelli – Victoria Arduino täglich vor dem Wettbewerb mit einem „Scace 2“-Gerät überprüft. Der auf dem Messgerät angegebene Druck hat einen anderen Wert, da er dem Druck im Hydrauliksystem entspricht und nicht jenem im Brühkopf).​

    Ich habe diese Feststellung vor etwa einem Jahr auf HomeBarista.com gepostet und die Leute dort darum gebeten, ihre Espressomaschinen ohne Siebträger zu betreiben. Wenn die Druckmessung etwas Anderes anzeigt, als null Bar, dann wird der Druck an der Pumpe gemessen und nicht am Brühkopf. Bei diesen Tests haben wir herausgefunden, dass es ein Modell von La Marzocco gibt, ich glaube es war das Linea PB, das den Druck digital auf einem LCD anzeigte. Aber keine der anderen von HB-Nutzern verwendete Maschine zeigte den Druck in der Gruppe an.

    Ich fragte zudem auch Scott Rao, da meine Feststellung ihn schockierte. Und er bat mehere Baristas, die er kannte, diesen Test ebenfalls zu machen (den Druck ohne Siebträger zu messen) und alle diese Maschinen zeigten Druck an. Keine zeigte null Bar (mit Ausnahme der Linea PB).

    Ich glaube nicht, dass diese Tatsache ein Geheimnis ist, die Unternehmen wissen das. Nuova Simonelli erklärt das in der obigen Dokumentation. Das ist auch der Grund, weswegen dieses Änderungskit für die La Marzocco Strada erhältlich ist, um den Druck bei jeder Gruppe zu messen:

    multigroup machine.jpg
    Ich muss allerdings eine große Ausnahme zu meiner obigen Aussage machen: alle Hebelmaschinen mit einem Druckmesser geben die wirklichen Druckwerte an (da sie keine Pumpe haben). Das ist ein Grund mehr, weswegen ich Hebelmaschinen wirklich mag.

    Um also meine Aussage zu relativieren:

    1. die einzige mir bekannte Espressomaschine mit Pumpe, die den Druck bei der Brühgruppe angibt, ist die Linea PB (und die DE1+). Alle Hebelmaschinen geben die korrekten Werte.

    2. Ich kenne eine einzige Maschine (die Black Eagle), die die Temperatur bei der Brühgruppe misst und die Boilertemperatur anpasst, um zu kompensieren. Es gibt womöglich noch andere, aber ich bleibe bei meiner Aussage, dass die Mehrheit der Espressomaschinen die Temperatur im Boiler angeben und dann Wärme verlieren, wenn das Wasser zur Brühgruppe geht.
    Meine La Marzocco GS/3, die eine exzellente Temperaturstabilität hat, hat eine werkseitig eingestellte Kalibrierkonstante, die von einem Temperaturverlust von 6.5ºC vom Boiler zur Gruppe ausgeht. Wenn ich also Wasser von 90º will, dann heizt sie den Boiler in Realität auf 96.5º auf."

    "Ja, mit der DE1+ kann man entweder „druckgesteuerte“ oder „flowgesteuerte“ Kaffees zubereiten. Das nachfolgende Bild zeigt eine Kaffeezubereitung, die der deinigen ähnlich ist (aber mit kürzeren Zeitdauern).

    "Flowgesteuerte" Kaffees sind für die Espressowelt eine ziemliche Neuheit (meines Wissens nach ist die Mina die einzige Maschine, die das ebenfalls kann). Das hat also vielleicht zu etwas Verwirrung geführt.

    In Berlin haben sie mit „flowgesteuerten“ Profilen Kaffees gemacht, da (a) das eine neue Idee ist, die die Leute interessant finden und (b) da wir denken, dass das in besserem Espresso resultiert.

    Eine Abbildung der Benutzeroberfläche hilft vielleicht dabei, das zu verdeutlichen.

    Das nachfolgende Bild ist ein Druckprofil. Ihr habt vielleicht bemerkt, dass unten links eine Schaltfläche ist, mit der man statt dessen ein Flowprofil machen kann.

    Aber man muss das eine oder das andere auswählen: man zielt entweder auf einen bestimmten Druck oder einen bestimmten Flow ab."

    Benutzeroberfläche.jpg
     

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  9. #469 Mirjam_DecentEspresso, 14.09.2017
    Zuletzt bearbeitet: 14.09.2017
    Mirjam_DecentEspresso

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    "Wir messen die Temperatur 2mm über dem Kaffeepulver. Wenn man Wasser mit einer Temperatur von 90ºC mit trockenem Espresso von 20ºC mischt, dann sinkt die gemessene Temperatur.

    Auch wenn ein Scace-Gerät aus Metall ist (und nicht Kaffee), hat es dennoch denselben Kühlungseffekt auf das Wasser, und deswegen ist das, wie die „Temperatur im Siebträger“ sich normalerweise bei anderen Maschinen verhält.

    Temperaturmessungen.jpg

    Eine Anmerkung zu diesem Diagramm, die nichts damit zu tun hat aber trotzdem interessant ist:

    1. dass die Boilertemperatur auf 230.5ºF (110.27°C) eingestellt ist und das Scace-Gerät 200ºF (93.33°C) anzeigt.

    2. Das bedeutet, dass sich die Temperatur vom Boiler zur Gruppe um 30.5ºF (16.94°C) abkühlt

    3. Ich erwähne dies wegen der Diskussion von einigen Kommentaren zuvor, in der es um die Boiler und Gruppentemperatur ging
    Zurück zur Temperaturmessung....

    Wir haben unsere Brühgruppe so gestaltet, dass wir den Temperatursensor direkt hinter dem Duschsieb anbringen können, so dass wir so Espressos machen können, wie wenn wir ein Scace-Gerät verwenden würden.

    Hier ist ein Foto, in dem man den kleinen Temperatursensor sieht:

    group head.JPG

    Unserer Meinung nach ist die Brühtemperatur der wichtigste Temperaturwert, aber bei anderen Maschinen (die ich kenne), ist es nicht möglich, diesen Temperaturwert bei der Kaffeezubereitung zu sehen (das ist nur möglich, wenn man mit einem Scace-Gerät testet).

    Etwas, was bei den DE1-Maschinen neu ist, ist dass wir die Wassertemperatur dynamisch ändern, um so die Brühtemperatur so schnell wie möglich auf die Zieltemperatur bringen.

    So.... um alle Informationen zusammen zu bringen:

    1. Unsere Temperaturdiagramme zeigen die Temperatur 2 mm über dem Kaffeepulver

    2. Diese Temperatur ist eine Mischtemperatur, die sich aus dem Kaffeematerial (20°C) und dem Heißwasser ergibt

    3. Was wir also abbilden ist die tatsächliche Brühtemperatur

    4. Unser Ziel ist es, die Brühtemperatur so schnell wie möglich auf die Zieltemperatur zu bringen, was wir tun, indem wir die Wassertemperatur variieren"
    Und hier noch ein Kommentar von mir, Mirjam: Ich denke wirklich, dass Decent Espresso äußerst transparent ist, was die Entwicklung, Verzögerungen in der Produktion, Funktionsweise und alles sonst so anbelangt. Ganz ehrlich, das Team geht eher das Risiko ein, von manchen nicht gemocht zu werden, als irgendwo unehrlich oder sonstwie nicht transparent zu sein!
     
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  10. domimü

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    In deinem Zitat sehe ich besser als in meinem Post, dass ich da einen Tippfehler auf dem Nummernblock hatte, die Abweichung ist nicht mehr als 4°, sondern mehr als 1°, für eine Maschine dieser Preisklasse ist das sicher nicht schlecht. Und von da ausgehend muss halt jeder selbst entscheiden, wieviel mehr er ausgeben möchte, um diesen Wert weiter zu senken.
     
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  11. #471 Neil.Pryde, 15.09.2017
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    Welche Funktion hat der Advanced Button?

    [​IMG]
     
  12. #472 Mirjam_DecentEspresso, 15.09.2017
    Mirjam_DecentEspresso

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    Hallo Neil,

    Der "ADVANCED" Button ermöglicht es, jedes beliebige Espressoprogramm zu erstellen, zu der die Maschine fähig ist. Man muss dann allerdings etwas mehr darüber nachdenken, was man genau programmieren will.

    Im Gegensatz dazu ermöglichen es die Buttons für die DRUCK- und FLOWprofile, die häufigsten Espressoprofile einfacher und grafisch zu erstellen.

    Ein paar Beispiele für Profile, die mit dem ADVANCED Button erstellt werden müssen:

    1) wenn man mehr „Schritte“ im Espressoprogramm will, wie vielleicht (zum Beispiel) zum Nachahmen der Mina, die bei der Flowprofilierung maximal 6 Schritte hat.
    2) wenn man eine Pause einbauen will, um zum Beispiel die Vorinfusions-Pause der GS/3 zu imitieren.
    3) wenn man will, dass die DE1+ mit Pulsen von Wasser und verschiedenen Wassertemperaturen einen „Filterkaffee“ macht
    4) wenn man will, dass das Wasser bei jeder Etappe eine andere Temperatur hat
    5) wenn man den Stil einer Hebelmaschine nachahmen will, die den Druck am Ende der Zubereitung nicht ablässt.

    screen 2017-09-15 at 2.48.43 PM.png
     
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  13. #473 Neil.Pryde, 15.09.2017
    Neil.Pryde

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    Sehr gut,umso mehr Spielerei die Maschine bietet desto besser und jetzt fallen mir auch langsam keine Fragen mehr ein......doch,eine hab ich noch.
    Wird es irgendwann die Möglichkeit geben Druck oder Flow über ein imaginäres Paddle auf der Benutzeroberfläche nach Belieben während des Shots zu steuern?
    Eventuell kann man dazu auch die laut/leise Tasten verwenden.
     
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  14. #474 Mirjam_DecentEspresso, 19.09.2017 um 02:31 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 19.09.2017 um 20:43 Uhr
    Mirjam_DecentEspresso

    Mirjam_DecentEspresso Mitglied

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    Hiya Neil,

    Ja, das wird in einer künftigen Version der Software möglich sein.

    Eine frühere Version der DE1+-Tablettsoftware hat diese Funktion sogar gehabt (dieses Foto ist von der Zeitschrift „Sprudge” von der Zeit, als ich Portland in Oregon besucht habe. Man kann die "Kontrollleiste" als graues Rechteck auf dem Bildschirm sehen:

    pic.jpg

    Die Idee dahinter war, dass man auf eine dieser Darstellung zoomen (Druck, Flow oder Temperatur) und dann den Finger auf das graue Rechteck halten würde. Ein hoch- oder runter gleiten hätte dann die Parameter geändert.

    Das ist genau dieselbe Funktionsweise wie bei den Reglern bei klassischen Synthesizern:

    pic2.jpg

    Beim Testen habe ich jedoch festgestellt, dass an dieser Funktion noch mehr gearbeitet werden muss, bevor sie wirklich nützlich wird.

    Ganz spezifisch muss die DE1+ die „Echtzeit-Werte“, die man mit dieser Steuerung generiert, aufzeichnen und dann für spätere Kaffeezubereitungen identisch wiedergeben.

    Das ist eine Funktion der Synesso-Maschinen, die ich wirklich klasse finde, die sehr nützlich ist und die sie wirklich gut umgesetzt haben.

    Wir müssen zudem auch am Design einer Steuerung und der Analogsteuerung für Dampf und Heißwasser arbeiten. Das hier ist, wozu wir uns vor einem Jahr entschieden:

    pic3.jpg

    Wir produzieren das derzeit nicht, aber wir machen das vielleicht in der Zukunft.

    Woran wir arbeiten ist ein „Zubehöradapter“, der in den Anschluss auf der Rückseite der DE1+ eingesteckt werden kann und der es erlaubt, alle möglichen Analogsteuerungen zu verwenden.

    Unser anfängliches Ziel mit diesem "Zubehörsadapter" ist es, Cafés die Verwendung von Fußpedalen in medizinischer Qualität zum Einschalten der Kaffeezubereitung, des Dampfes oder des Heißwassers zu ermöglichen.

    Wir arbeiten derzeit an diesen unten stehenden, in Korea produzierten Schaltern.

    pic4.jpg

    Mir ist bewusst, dass sie hässlich sind. Aber für ein Café sind sie großartig, weil sie wasserdicht sowie sehr schwer zu verwechseln sind und zudem die Hände frei machen. Das Milch erhitzen oder aufschäumen mit einem Fußpedal ist richtig toll, da man so ganz einfach den Fuß herunter drücken und so Dampf produzieren kann. Und dann hebt man den Fuß ganz einfach wieder, um den Dampf zu stoppen.

    Man könnte auch ein „Klavierpedal“ verwenden, welches weniger hässlich ist. Oder.... mechanische Schalter, die mit der Maschine selbst verbunden sind (wie zum Beispiel ein Pedal oder Dampf an/aus).

    Ray, Ben und ich (die leitenden Ingenieure) kommen alle aus der Welt der „Handwerkler“ (oder Tüftler, Frickeler für engl. Maker), und wir wollen, dass die Leute unsere Espressomaschine ohne allzu viele Mühen erweitern (oder ändern) können.
     
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  15. #475 Mirjam_DecentEspresso, 23.09.2017 um 01:57 Uhr
    Mirjam_DecentEspresso

    Mirjam_DecentEspresso Mitglied

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    Nur so als kleines Update, da das Euch interessieren könnte!

    Wir haben vor kurzem eine Bluetooth-Waage an unsere Espressomaschine angeschlossen, und wir können nun sehen, mit welcher Geschwindigkeit der Kaffee in die Tasse fließt (Gramm pro Sekunde)



    Im Kaffee unten verwendet John einen relativ feinen Mahlgrad, eine Dosis von 18g, der Kaffee ist recht alt (4 Monate) und mittel-dunkel geröstet (nicht gerade lecker). Die zwei Grafiken sind vom selben Kaffee: eine ist mit einem „Zoom“ der anderen.

    Die folgenden Dinge sind interessant an dieser Kaffeezubereitung:
    - auch wenn die Vorinfusion definitiv vorbei ist (der Druck ist hoch),
    - absorbiert das Kaffeepulver weiterhin Wasser,
    - was man daran erkennen kann, dass das aus dem Siebträger heraus kommende Wasser (braune Linie) halb so schnell ist, wie das Wasser, das in den Siebträger hinein fließt (blaue Linie).
    - Und als das Kaffeepulver dann endlich gesättigt ist (gegen Ende der Zubereitung), sind die hinein gehende und die heraus fließende Flowrate dann endlich gleich groß.


    John glaubt, dass eine langsamere, längere Vorinfusion das beheben würde. Und ebenso wäre es mit grobkörnigerem Kaffee (die Bohnen könnten dann weniger Wasser aufnehmen).

    Das würde den Geschmack verändern. Und mit diesen neuen Angaben wäre es interessant zu sehen, ob man es schaffen würde, dass die Grafik gut aussieht und ob das auch bedeuten würde, dass der Espresso gut schmeckt.

    pic1.jpg
    pic2.jpg
     
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  16. Kudikaffee

    Kudikaffee Mitglied

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    Ja das verwundert mich auch, zumal es vor ein paar Monaten kommuniziert wurde "wir sind an der Host"; aber jetzt sollen andere Messen wichtiger sein. hmm

    Gute HH machen immer noch den besten Kaffee.;)

    Die Grafik gut aussieht? dass der 4 Monate alte Kaffee gut schmeckt? hab das nicht verstanden. Interessant, ob es mit altem Kaffee gelingt, gutschmeckender Espresso zu erziehlen.
     
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