Definition 1.Crack....

Diskutiere Definition 1.Crack.... im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo Röstgemeinde, mich würde Interessieren, ob irgendwo definiert ist, ab wann der 1. Crack beginnt und wann er endet. Wie bestimmt ihr die...

  1. #1 cafesolo, 20.06.2014
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    Hallo Röstgemeinde,

    mich würde Interessieren, ob irgendwo definiert ist, ab wann der 1. Crack beginnt und wann er endet. Wie bestimmt ihr die Zeit des Cracks ? Bei mir ist es meist so, dass sich der erste Crack durch ein, zwei kurze Knackgeräusche ankündigt, dann ist nochmal kurz Stille (10-20sek.) und dann beginnt er erst richtig. Das Ende ist ähnlich. Je nachdem ab wann ich den Beginn und das Ende zeitl. erfasse, ergeben sich da Differenzen von gut u. gerne 45'' und mehr. Eine zufriedenstellende Antwort konnte ich bisher nicht finden.

    Gruß Uwe
     
  2. blu

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    Hi,
    einzelne Knackgeräusche ignoriere ich. Der erste Crack beginnt bei meinem Huky in der Regel bei einer Bohnentemperatur von 200 °C und dann knacken viele Bohnen. für mich ist das Ende des FC, wenn dieses kollektive Gepoppe aufhört. Ich kenne aber keine Literatur, die dies genauer spezifiziert.

    lg blu
     
  3. #3 silverhour, 20.06.2014
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    Welcher Ketzer hinterfragt schon das kleine 1x1 ;)

    Die einzelnen Vor- und Nachknistereien habe ich auch meistens. Als Anfang des Cracks sehe ich es aber, wenn es beginnt mehr oder weniger kontinuierlich durchzuknistert, also die breite Masse der Bohnen aufbricht. Beim Ende handhabe ich es ähnlich, wenn das "Knisterorchester" aufhört, dann ist er zu Ende. Einzelne Nachzügler werden als solche betrachtet.

    Grüße, Olli
     
  4. #4 cafesolo, 21.06.2014
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    @olli, blu: Danke für Euer Feedback. Bisher habe ich die Zeit auch erst vom Beginn des Knackens der Gesamtmasse genommen u. nicht des Vorknackens. Doch die Endzeit habe ich bis zum letzten Knacken abgewartet. Werde dies auch jetzt verkürzen in dem ich wie ihr nur noch die Gesamtbohnenmasse sehe u. einzelne Vor- oder Nachzügler außer acht lasse.

    Gruß Uwe
     
  5. sumac

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  6. #6 Strombolino, 23.06.2014
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    Hallo Uwe,

    ich erfasse auf meinem Gene immer den Zeitpunkt der ersten paar Knisterer und dann lausche ich, wann das Maximum ist und notiere das auch. Der Abstand zwischen Beginn FC und Maximum ist je Bohnensorte stabil. Wenn man das Profil mit anderen Röstern vergleicht würde ich auch, wie schon geschrieben, auf das FC Max gehen.
    Ich habe eher das Poblem bei nicht eindeutigem FC (ein paar Bohnen knacken, aber es ist kein "Knistergewitter") das Ende des FC zu bestimmen. Meist knacken dann doch ein paar Bohnen weiter - welche ist jetzt noch FC und welche der erste Nachzügler?

    Grüße
    Stefan
     
  7. #7 UriStefan, 27.06.2014
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    Und was tun bei Bohnen, die so gut wie gar nicht akustisch knacken? Ich bin beim Santa Maria schon froh, überhaupt nur einen Knacks zu hören. Da ist dann Beginn = Ende.
    Dafür knistert der beim 2. Crack anständig und ja, der erste Crack ist fast immer genau bei 200°C. Ich als Greenhorn schaue mir dann eher die Bohnen und die Temperatur an. Wenn man Espresso röstet ist das ja fast Schnuppe mit dem 1.Crack, hauptsache man erwischt den Abbruch bzw. entwickelt für seinen Kaffee das richtige Abbruchkriterium, das man auch reproduzierbar erkennen kann.
    Was macht ihr denn mit den Zeiten des ersten Cracks? Wozu sind die wichtig bzw. was leitet ihr daraus ab?

    Gruß

    Stefan
     
  8. #8 nacktKULTUR, 27.06.2014
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    Nachdem der erste Crack voll eingesetzt hat, reduziere ich die Temperatur, um die Phase bis zum zweiten zu verlängern. Hier bilden sich die meisten Aromastoffe, und auch die Chlorogensäure wird in dieser Phase abgebaut. Aber das geht in der Tat nur bei einem wahrnehmbaren 1. Crack, wenn der fehlt, muss man sich die Zeit zurückrechnen, bei welcher man beim letzten Röstvorgang das Knistern des 2. Cracks vernommen hat.

    nK
     
  9. #9 UriStefan, 27.06.2014
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    Reduzierst Du wirklich die Temperatur oder nur die Energiezufuhr? Die Temperatur muß doch die ganze Zeit steigen, oder? Ich habe auch so ohne etwas zu reduzieren zwischen 1.Crack und 2.Crack ca. 6-7min. Das sollte doch zum Entwickeln reichen. Gebacken ist ja auch nicht gut aber das ist hier jetzt etwas ot

    Gruß

    Stefan
     
  10. #10 nacktKULTUR, 27.06.2014
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    Die Energiezufuhr wird nur soweit gedrosselt, dass die gewünschte (neue, niedrigere) Temperatur erhalten wird. Der erste Crack benötigt ordentlich Energie, weil durch das Aufplatzen Wasserdampf frei wird. "Gebackene Bohnen" sind ein ganz anderes Thema. Die entstehen, wenn der Temperaturanstieg vor dem ersten Crack zu langsam ist. Dann kann sich die angestrebte Volumenvergrößerung der Zellen nicht einstellen. Und nein, die Temperatur darf keinesfalls bis zum Abbruch ständig steigen. Das geht in Richtung Verkokelung unseres geliebten Stoffs.

    nK
     
  11. #11 cafesolo, 27.06.2014
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    @nK: Mir ging es wie bereits oben geschrieben eher um die zeitliche Bestimmung des 1.Cracks, weniger darum wie die Röstung danach weiter geht. Und das was du beschreibst ist auch nicht allgemein gültig, sondern bezieht sich auf das Rösten mit dem Gene oder besser eines Konvektionsrösters. Das sollte um keine Verwirrung für Röstanfänger zu stiften noch erwähnt werden. Deine Angaben über das absenken der Temperatur bezieht sich auch nicht auf die Bohnentemperatur (BT) sondern da der Gene ein reiner Konvektionsröster ist auf die ET. Die Bohnentemperatur muss natürlich noch steigen.

    Gruß Uwe
     
  12. #12 nacktKULTUR, 27.06.2014
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    @cafesolo: Äh nein, der Gene ist ein Umluftröster. Mit Ventilator. Konvektion wäre Austausch der Luft über Gravitation. Ansonsten einverstanden, die Temperatur in der Bohne steigt natürlich bis zum Abbruch. Die (kontrolliert) niedrigere Lufttemperatur führt natürlich zu einem langsameren Anstieg der Bohnentemperatur, was vor dem 2. Crack erwünscht ist. Sonst - wie gesagt, bester Weg zur Kohle.

    nK
     
  13. #13 cafesolo, 27.06.2014
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    @nK: Verstehe nicht ganz was du mit Umluftröster meinst. Für mich ist der Gene ein Konvektionsröster mit einem zu Beginn der Röstung kleinen Anteil an Kontaktröstung je nachdem wie hoch die Glastrommel aufgeheizt ist.
     
  14. Herb

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  15. #15 silverhour, 29.06.2014
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    In erster Linie ist es eine Orientierung "wo bin ich?" Dann ist ein Meilenstein des Röstverlaufs, an dem evtl. der ein oder andere Parameter geändert werden will, z.B. die Temperaturzufuhr. Bei hellen Röstungen für Filterkaffee oder szört-wäiff-Espresso gibt das Ende des 2. Crack an, wie lange die Bohnen noch brauchen könnten ...

    Grüße, Olli
     
  16. #16 be.an.animal, 30.06.2014
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    Olli, ist das die sued-italienische Version von szoert-waiff?
    Du machst mich neugierig auf das Ende des Satzes - nach dem Ende des 2.crack. :rolleyes:
    Grüße Peter
     
  17. #17 silverhour, 30.06.2014
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    Oh, ich habe mich vertippt - natürlich meinte ich 4rd-wäif, oder war es der 1. Crack?
    :)
     
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  18. Blunsi

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    Wenn nur bis zum 1. Crack geröstet wird und dann die Bohnen langsam abkühlen, wird die Chlorogensäure dann auch abgebaut ? Oder ist es dazu erforderlich, dass über den 1. Crack hinaus weiter geröstet wird ? Also ich möchte keinen "Schonkaffee", das Koffein sollte schon erhalten bleiben. ;)

    Danke schon mal und viele Grüße
    blunsi
     
  19. #19 nacktKULTUR, 07.10.2014
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    Wenn Du bis zum ersten Crack röstest, dürfte sich kaum brauchbarer Geschmack entwickeln. In der Regel bilden sich die Aromen ab dem ersten Crack. Und es ist richtig, kürzere Röstung = weniger Chlorogenabbau. Das Koffein wird durch die Röstung nicht reduziert. Ich empfehle dieses Buch zur Lektüre. 17€, die sich lohnen!

    nK
     
  20. Blunsi

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    Danke für Deine rasche Antwort. Nein, ich röste nicht selbst, aber die Rösterei, von der ich den Kaffee beziehe, röstet so. Davor war ich bei einer anderen Rösterei mit der traditionellen Philosophie der kleinen Trommelröstereien, lange zu rösten, mit relativ dunklen Bohnen. Leider hatte dieser Kaffee auch keinerlei Wirkung in Richtung Koffein mehr. Er war durchaus lecker und aromatisch, aber hatte eben keine Wirkung.

    Der jetzige Kaffee schmeckt gut und wirkt auch gut, aber ich habe ihn in Verdacht, dass er an meinem derzeitigen verstärkten Haarausfall usw. mitschuldig ist (neben meinem Teekonsum... :rolleyes:). Ich habe noch das dazu im Netz gefunden:

    2. Phase: Die eigentliche Röstung
    Im weiteren Verlauf folgt die nächste Veränderung der Bohnen. Sie nehmen eine leichtbraune Färbung an. Es erfolgt der „erste Knack“ – unter Kennern auch als „Cracken“ bekannt. Die Bohnen sprengen ihr Silberhäutchen ab und vergrößern ihr Volumen um etwa 30 Prozent. Nun beginnt die eigentliche Röstphase. Zu diesem Zeitpunkt besitzen die Bohnen kaum noch Feuchtigkeit. Die unerwünschte Chlorogensäure wird zum Großteil abgebaut. Auch Eiweißstoffe und Kohlenhydrate nehmen ab, um CO2 zu verlieren. Der Koffeingehalt, die Fette und Mineralstoffe bleiben hingegen fast vollständig erhalten.
    An dieser Stelle kann man die Bohnen abkühlen lassen oder weiterrösten – je nach gewünschter Geschmacksintensität.

    von hier: http://roeskant.com/de/philosophie/rostverfahren/

    Daraus geht für mich nur nicht eindeutig hervor, ob man nach dem 1. Crack wirklich noch weiter rösten muss, oder ob es ausreichend ist, bis zum 1. Crack zu rösten. Der neuere Trend geht wohl eher in Richtung kürzere Röstzeit, bei weiterhin niedriger Temperatur, mit relativ hellen Bohnen. Die Frage ist halt nur, ob dieser wohl neuere Trend, auch wirklich so gut für die Gesundheit ist, also ob es bis zum 1. Crack ausreichend ist, oder ob wirklich noch weiter geröstet werden muss und wenn wie lange, bei welcher Temperatur usw., damit diese Tannine raus gehen, die ja wohl auch dazu führen, dass man bestimmte Nährstoffe dann nur noch vermindert aufnimmt.

    Viele Grüße
    blunsi
     
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