DeLonghi Dedica Mod Espresso sauer

Diskutiere DeLonghi Dedica Mod Espresso sauer im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo liebe Community, ich beschäftige mich seit einiger Zeit schon mit der Zubereitung von Espresso mit der DeLonghi Dedica 685. Dazu nutze ich...

  1. #1 Leberhaken, 14.02.2022
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2022
    Leberhaken

    Leberhaken Mitglied

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    Hallo liebe Community,

    ich beschäftige mich seit einiger Zeit schon mit der Zubereitung von Espresso mit der DeLonghi Dedica 685. Dazu nutze ich die Eureka Mignon MCI.

    Espressobohnen: lokale Rösterei, frisch, älter als 3 Wochen nach Röstung (80/20 Mischung).

    Siebträger: Original mit abgesägtem Boden und dem Doppelsieb von Graef

    Espressomenge: von 14g-17g habe ich alles durch, mit 17 g habe ich meiner Meinung nach die besten Ergebnisse und die schönsten Pucks nach dem Bezug

    Bezugszeit: meist um die 25s mal mehr/weniger, alles getestet. Raus kommen dann zwischen 34-40 g Espresso.

    Wassertemperatur steht auf hoch bei der DeLonghi.

    Nun folgende Probleme:

    1) Ich hab häufig Channeling trotz WDT und tampen. Kennt da jemand vielleicht einen Trick? Ggfs. Menge im Sieb anpassen?

    2) Der Espresso schmeckt konsistent sauer. Habe da wirklich schon viel probiert mit der Menge und Bezugszeit/ Mahlgrad. An sich sieht der Espresso optisch top aus, schön cremig und die Menge stimmt auch, aber eben immer säuerlich. Eigentlich ist es auch eine säurearme Sorte.

    Ich bin langsam etwas verzweifelt… Habe auch die Bohnen mal gewechselt aber da war es das selbe Bild. Hat vielleicht jemand noch einen entscheidenden Tipp? :)

    Danke vorab!
     
  2. Lancer

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    Doppelsieb entsorgen.
    Einwandiges Sieb besorgen, feiner mahlen, der Druckaufbau muss im Puk passieren, nicht durch die künstliche Begrenzung des Siebs.
     
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  3. #3 Leberhaken, 14.02.2022
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    Ich nutze bereits das einwandige Doppelsieb von Graef. Bei feinerem Mahlen bin ich dann in einem Bereich, wo die Maschine nicht genug Druck aufbauen kann :(
     
  4. #4 Brewbie, 14.02.2022
    Brewbie

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    Schalom, wenn die Bohnen Dir grundsätzlich schmecken (mal beim Röster probiert?), könntest Du ihn nach seinem Rezept fragen. Oder Du mahlst mal etwas feiner und beziehst länger.
     
  5. #5 Leberhaken, 14.02.2022
    Leberhaken

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    Also mir hat er damals beim Röster sehr gut geschmeckt. Auch die perfekte Basis für einen ausgewogenen, schokoladigen Cappucino. Beim feineren Mahlen komme ich dann halt schnell an die Grenzen. Dann tröpfelt es nur noch raus… Könnte man das gegebenenfalls über die Menge im Sieb regulieren?
     
  6. #6 Brewbie, 14.02.2022
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    Dann alternativ feiner mahlen und 0,5 bis 1 Gramm weniger Mehl in das Sieb. Die Pumpe sollte das aber drücken können. Das Thema Totraum in der Mühle ist Dir geläufig?
     
  7. #7 Leberhaken, 14.02.2022
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    Danke für den Tipp. Haben sie eine Referenzmenge für das Doppelsieb von Graef? Ja mit Totraum kann ich denke ich was anfangen. Ich verstelle die Mühle nur beim laufenden Betrieb und lass dann meist 5 g durchlaufen und entsorge die.
     
  8. #8 Knabberkram, 14.02.2022
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    Auch die Elektronik kann spinnen:

    Reset erspart Ärger

    Laut Rezensionen kommt sowas öfter vor, kalkulierte Obsoleszenz..
     
  9. #9 Brewbie, 14.02.2022
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    Nein, das musst Du selbst ausprobieren.
     
  10. joost

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    Fehlinterpretation. Im Gegenteil: Deine Schümlimaschine brettert mit vollem Pumpendruck in den Puck, betoniert ihn... und dann kommt nix mehr durch, bis er vllt reisst und es durchplörrt (das dürfte Dein Channeling sein). Das Fenster funktionierenden Mahlgutes ist in der Dedica für eine echte Espresso.Extraktion sehr sehr klein..
    Wenn du den Widerstand im Puck nicht auf den Punkt hinbekommst, gibts kein vernünftiges Ergebnis.
    Voraussetzung dazu: eine passende röstjunge Bohne (2-12 Wochen nach Röstung), eine stufenlose homogene gute Mühle (bis dahin könnte es bei Dir stimmen) ... und ein präzises Verhältnis von Mahlgrad zu Menge, das du penibel herausfinden musst, Stück für Stück.
    Viel Spass.
    Ich würde etwas gröber gehen, ggf den Füllstand etwas erhöhen.
    Wenn die Bohnen durch sind und du hast den Punkt nicht gefunden: andere Bohnen verwenden.
     
  11. #11 LeckerTee, 15.02.2022
    Zuletzt bearbeitet: 15.02.2022
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    Das 2er Graef Sieb ist mit 16 g gut gefüllt.

    Die Röstung mit (80/20), eher dunkel, klingt auch gut geeignet für die Maschine.
    Sollte eigentlich passen.
    Wenn du ein Bild des befüllten Siebträgers postest, könnte man da vlt. etwas sagen.

    Ein "Trick" um den Bezug zu stabilisieren:
    - Drücken der Bezugstaste.
    - Präinfusion abwarten (Das erste Brummen der Pumpe).
    - Nach der Präinfusion wieder die Bezugstaste drücken um den Bezug abzubrechen.
    - 5-10 s warten.
    - Den Bezug über die Bezugstaste starten.

    Die fix eingestellte Zeit für die Präinfusion ist recht kurz. Damit verlängert man die Zeit für die Präinfusion um dem Puck mehr Zeit zum quellen zu geben. Das kann den Bezug stabilisieren.

    Ich denke aber, dass es noch ein andere Ursache haben müsste. Kennst du die Härte deines verwendeten Wassers, also vermutlich eures Leitungswassers?
     
  12. #12 Cappu_Tom, 15.02.2022
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    Nachdem du sehr viele Maschinen mit dem Prädikat "Schümlimaschine" versiehst würde es mich interessieren, was das ist bzw. woran du das festmachst.
    Was macht z.B. die Delonghi in der vorliegenden Variante zu einer solchen und würdest du meine ehrwürdige QM auch so bezeichnen ? Grübel ...
     
  13. #13 Leberhaken, 15.02.2022
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    Danke für das Feedback! Ich mache dann später mal ein paar Bilder von meinem Workflow vlt auch ein Video vom Bezug.
    Das mit der Präperfusion werd ich mal testen, sehr interessant.

    Unser Wasser:
    Wasserhärte: weich
    °dH: 3,2
    mmol/l: 0,57
     
  14. #14 Cappu_Tom, 15.02.2022
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    Die Dedika hat ein Flowmeter verbaut. Wenn dieses einen deutlich zu geringen Durchfluss feststellt (Verstopfung, zu feines Pulver ...) und die Steuerung daraufhin den Bezug abbricht, so würde ich das nicht als "kalkulierte Obsoleszenz" ansehen.
    Aber das ist ohnedies nicht das Problem des TE, da geht es wie von anderen schon angegeben wohl eher um die nicht immer einfache Abstimmung von Pulvermenge und Mahlgrad.
     
  15. #15 LeckerTee, 15.02.2022
    Zuletzt bearbeitet: 15.02.2022
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    Das ist schon sehr weiches Wasser. Tendentiell heißt sehr weiches Wasser gleich mehr Säure in der Tasse. Für Espresso ist etwas härteres Wasser günstiger. Aber vermutlich verwendet die Rösterei (wo der Espresso ja gut war) auch Leitungswasser. Also eher nicht die Hauptursache.
    Spaßeshalber könntest du versuchen mit einem härteren Wasser zu verschneiden (mischen), Gerolsteiner (ohne Kohlensäure!;)) würde mir da einfallen, was in ganz D verfügbar sein sollte (oder lokal was günstigeres mit viel Kalzium und Magnesium). 50:50 (Leistungswasser zu Mineralwasser) sollte da eine gute Mischung sein.

    Noch zum Tamper: Der mitgelieferte Plastiktamper taugt nichts. Vermutlich verwendest du einen richtigen?
    (Bei den doppelbödigen Sieben ist der Tamper fast egal. Der Unterschied macht sich erst bei normalen (also einwandigen) Sieben bemerkbar.)
     
  16. #16 Leberhaken, 15.02.2022
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    So ich habe jetzt noch mal einen kurzen Überblick zu meiner Extraktion, vielleicht fällt ja noch was auf.

    Die 16g fürs Doppelsieb sind auf jeden Fall eine gute Referenz gewesen.

    Was mir auf jeden Fall noch aufgefallen ist, ist der Abdruck der Duschschraube im Puck. Sollte da so sein, oder ist das schon ein Indikator für zu viel Mehl im Sieb?

    Ich habe jetzt in 25 s Extraktionszeit 38 g aus 16 g rausbekommen (1: 2,375).

    Der Espresso schmeckt etwas balancierter, aber immer noch sauer. Was ich vor allem sehr komisch finde ist, dass wenn ich noch feiner stelle der Druck im Puck so hoch vermutlich ist, dass es dann irgendwo durchläuft und deutlich mehr in die Tasse ist + ungenießbar wird.

    Das mit der Wasserhärte werde ich demnächst probieren.
     

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  17. joost

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    Voller Pumpendruck in das Sieb / den Puck. Ich hatte mal eine Ascaso Dream, die auch mit Vollgas da reinging. Ich fand das vollkommen nervig. Selbst wenn ich im Zweiersieb mal einen passenden Widerstand dafür hatte, war der doch immer noch geringer als in einer Maschine mit Abregelung bei 9bar (war dank 58mm-Sieb gut systemübergreifend prüfbar). Das Ergebnis war auch merklich schlechter als mit der besseren Maschine nebendran (für die konnte man das Pulver feiner mahlen, da es keinen Betoniereffekt gab.). Passenderweise war bei der Ascaso ein Pad-Sieb mitgeliefert (schon länger her).
     
  18. #18 LeckerTee, 15.02.2022
    LeckerTee

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    Das sieht alles gut aus, nur die Crema sieht vlt etwas zu gleichmäßig aus (sollte noch mehr Streifen haben). Der Puck sieht nicht nach Channeling aus. Hattest du bei diesem Bezug auch Channeling?

    Der Abdruck der Schraube ist kein Problem, aber ein Gramm weniger wird trotzdem auch i.O. sein, da das Sieb schon recht voll aussieht.
    Der Mahlgrad beeinflusst das Aufquellen des Kaffeemehls. Und der Bajonettverschluss dieser Maschine ist nicht super stabil. Evtl. drückt bei so vollem Sieb Wasser am Siebträger vorbei.
    Ich würde es mal mit 15 g und leicht niedrigerem Mahlgrad probieren.
    Generell neigt die EC685 wegen ihrer nicht optimalen Temperaturkonstanz zu Säure im Bezug. Daher eher zu etwas größeren Brewratios gehen, (eher Richtung 1:3 als 1:2). Das reduziert den Säureanteil im Bezug.
    Mit 15 g und leicht gröberen Mahlgrad sollte das schon in die Richtung gehen.
     
  19. #19 LeckerTee, 15.02.2022
    LeckerTee

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    Zum Testen der Bohnen kann man den Kaffee auch im Handfilter zubereiten. Das gibt schon mal grob die Richtung des Geschmacks vor, auch wenn die Intensität des Espressos fehlt.
    Dazu etwas gröber mahlen als für den Seibträger. Wenn da etwas irritiert im Geschmack, würde ich echt mal einen härteren Wasserverschnitt probieren.
    Die Extraktionszeit im Handfilter sollte bei rund 3 min liegen.
    Eine Espressoröstung im Handfilter zubereitet sollte sehr wenig Säure haben.

    Übrigens: Rührst du vor dem Trinken des Espresso um? Das macht das Ergebnis gleichmäßiger. Am Anfang eines Bezugs überwiegt die Säure. Durch das Umrühren wird der Anfangs- und der Endteil besser vermischt.
     
  20. #20 Cappu_Tom, 15.02.2022
    Cappu_Tom

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    Dass es ohne OPV schwieriger wird ist schon klar, aber an meiner eigentlichen Frage hast du dich elegant vorbeigemogelt ;)
    Ich will den Thread aber nicht kapern, mir ist das manchmal einfach zu sehr verkürzt - darum die Nachfrage.
     
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