.... der Fred für meinen nächsten Schritt

Diskutiere .... der Fred für meinen nächsten Schritt im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; ... ja ganz richtig, für mich der finale Thread um zu entscheiden, ob ich in die Welt der Heimröster aufsteigen will und werde. Aber zu aller...

  1. Piezo

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    ... ja ganz richtig, für mich der finale Thread um zu entscheiden, ob ich in die Welt der Heimröster aufsteigen will und werde.

    Aber zu aller erst mal ein paar Fakten zur Ausgangslage:

    Bin seit Mitte der 90er der Kaffeekultur verfallen. Zu erst für etliche Jahre mit ner Bazzar A2, dann ein kurzer Seitensprung mit nem KVA (Saeco Cappuccino Royal) und seit rund nem Jahr wieder mit einem Siebträger.

    In der Küche strahlt eine Bezzera Mitica Top, schön brav ans Festwasser angeschlossen, versorgt mit Hilfe einer Mazzer Mini und allerlei Kaffeekram.
    Trinken tun wir, meine Liebste und ich, überwiegend normale Kaffees (Lungos) mit Häubchen, ab und an nen lecker Espresso und noch seltener Cappuccino. Unser Verbrauch liegt so bei 150 - 200 Gramm/Woche. Unser Geschmack geht in Richtung "Dunkle italienische Röstung mit schöner Crema" wie den Mirella Napoli oder den Parrottacafe Gran Crema. Espresso mit viel Körper und durchaus ein wenig Säure.

    Ach ja, zumindest eine weitere Vorraussetzung zum Selbströsten ist auch noch da. In meiner Abstellkammer steht noch ne Demoka M203, die derzeit ein trauriges Dasein fristet. Und es gibt schon seit längeren das Buch von Claus Fricke.

    So und wie stelle ich mir das Ganze vor:

    Mein Wunschröster zu Beginn ist der Gene, selbst wenn er Out of the Box sicher seine Schwächen hat. Sollte ich tatsächlich Blut lecken, kann ich mir auch vorstellen ihn zu tunen. Zumindest bringe ich dazu die bastlerischen Fähigkeiten mit :).

    Rösten möchte ich in der Küche, wenn nötig mit nem Abluftschlauch ins Freie. Dies vor allem wegen der angeratenen Temperaturkonstanz. Nach der Röstung soll er wieder brav verräumt werden. Geplant ist dabei ne wöchentliche Röstung von 150gr Chargen ...

    So nun erst mal ein paar Fragen:

    Gretchenfrage:Ist der Gene der richtige Röster für mich und für den Anfang (Budget zu erst mal bis 400 Teuros ...)?

    Die üblichen Kaffeemischungen haben häufig einen Anteil Robustabohnen, auch der Crema zuliebe. Mischt man dazu die Bohnen vor dem Rösten oder danach?
    Was wären für mich passable Kaffeesorten?
    Was nehmt ihr den alles für Infos in euer Logbuch?
    Da die Bohnen ja dann mal ein paar Tage ausgasen sollen, was wäre ein passendes Behältnis? Die kleine Cafevac Dose. (von den Grossen habe ich noch 2 rumstehen). Wären diese auch tauglich?
    Wie habt ihr angefangen, bzw., was wären eurer Meinung nach die wichtigsten Dos und Don'ts?

    Danke schon mal für euren Input bzw. auch mal einen generellen Dank hier ans Forum für die wertvollen Infos zu allen möglichen Kaffeefragen !! :)
     
  2. #2 nacktKULTUR, 05.02.2014
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    Eine leistungsfähige, nach außen abblasende Ablufthaube überm Herd tut's ebensogut. Und ich räume meinen Gene ebenfalls nach der Röstorgie von der Ceranplatte in den Schrank. In der Regel besteht eine solche Orgie aus 5-6 Chargen zu 280g. Bei 150g arbeitet der Gene suboptimal - außer für Monsooned Malabar, da liegt die Grenze weit unter 280g.

    Wichtig ist, dass man den Filter der Ablufthaube im Auge behält. Das über den Rauch austretende Kaffeeöl setzt sich im Filter fest. Ideal, wenn man den einfach in den Geschirrspüler packen kann. Zum Thema Ablufthauben gibt's einen Fachmann: Holger Schmitz.

    nK
     
  3. Piezo

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    .. danke erst mal.
    Das wird leider nicht gehen, da wir ne Umlufthaube haben. Diese ist zwar sehr leistungsfähig, aber eben auch nicht sehr leise.

    280 Gramm Chargen bedeutet dann eben eine 2 wöchentliche Röstung ... Macht das dann noch Sinn? bzw. Was verliert der Kaffee dadurch bereits?
    Hinsichtlich des Ausgasens gibt es nämlich stark unterschiedliche Aussagen. Die Forumsmeinung geht in Richtung "eine Woche ausgasen lassen". Hr. Fricke behauptet das Gegenteil. Seiner Meinung nach verhindert das CO2 die schnelle Oxidation. Der Kaffee sollte also schnellstens verzehrt werden.
     
  4. #4 nacktKULTUR, 05.02.2014
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    Dann gibt's halt eine Kernbohrung für den Abluftschlauch. Den Schlauch einfach zum offenen Fenster heraushängen wird nicht gehen, denn mindestens während der kalten Jahreszeit treibt's Dir die Abgase zusammen mit viel kalter Luft zurück in die Küche.

    Wo soll denn das stehen? Auf Seite 132, ganz oben, werden 3 Tage Wartezeit bis zur Verkostung empfohlen. Und meine Erfahrung zeigt, dass es mindestens eine ganze Woche bis zum Optimum dauert. Wenn Malabar im Blend drin ist, sogar noch länger.

    Ich rate Dir, anstatt wie forenüblich herumzutheoretisieren, lieber mit der Praxis anzufangen. Vom Schwadronieren hat bisher noch niemand was gelernt. Hands on! heißt die Devise.

    nK
     
  5. #5 ElPresso, 05.02.2014
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    Ja, leg einfach mal los. Der Gene wird sich, wenn Du überhaupt nicht zurechtkommst, ja wieder verkaufen lassen.

    Ihr verbraucht zu zweit wirklich nur 150-200g pro Woche? Respekt, wir verbraten mit 2 Personen so ca. 600-800g Rohkaffee pro Woche. Ich röste 1,5-2 400-500g-Chargen pro Woche, wenn es weniger wäre, würde es mir auf Dauer gehörig auf die Nerven gehen.

    Bedenke, dass aus den 150g Rohbohnen ca. 75-80% Röstgut übrigbleibt. Bei 200g in der Woche kannst Du also ruhig mit 250g Rohbohnen anfangen und bist damit in der Nähe der (beworbenen) Max-Kapazität des Gene.

    Wie lange die Bohnen liegen bleiben müssen, probier einfach aus. Das schwankt, wie gesagt.
     
  6. #6 silverhour, 05.02.2014
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    Recht hat er!

    Das Selberrösten ist keine Tättowierung, bei Nichtgefallen kann man einfach wieder aufhören und den Röster wieder vertiggern.

    Der Gene ist ein guter Heimröster mit sehr vielen Einstellmöglichkeiten, auch wenn viele dran rumbasteln kann man auch ohne Modifikationen sehr gut damit rösten. Gerade in der Anfangsphase würde ich dazu raten, den Fokus auf das Rösten selber zu legen und nicht am Equipment rumzuspielen.

    Wie schon von nK geschrieben sollten die Chargen nicht zu klein sein, unter 200gr röstet es sich meist nicht so gut. Die Fragen um Abluft, Dunstabzughaube etc. sind interessant, hängen aber auch vom persönlichen Geschmack ab. Für mich ist z.B. ein Abführen der Abluft nach draußen ein No-Go, da ich den Geruch sehr gerne zum Einschätzen der Röstphasen nutze und mich die Röstaromen in der Küche überhaupt nicht stören (Fleischanbraten stinkt mehr).

    Ich würde mit dem Rösten von Single Origins beginnen, nicht zuletzt um die verschiedenen Parameter, Röstgrade, etc. auszutesten und deren Einfluß zu erkunden. Aber auch beim Mischen würde ich die einzelnen Sorten einzelnd rösten und hinterher mischen.

    Grüße, Olli
     
  7. Piezo

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    Ist leider nicht, da mein Kernloch dann im Treppenhaus einer Wohnanlage enden würde. D.h. Ich werde wohl mit der Umluftvariante leben lernen müssen...


    Hab ich auf Rohkaffeebohnen.de gelesen. Ich nehme an, dass diese Seite mit Hrn.Fricke zusammenhängt. Genaueres siehe : Rohkaffeebohnen und Röstkaffee
     
  8. #8 nacktKULTUR, 05.02.2014
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    Aber ein Küchenfenster hast Du? Ein leistungsfähiger Fensterventilator ist ebenso gut wie eine Ablufthaube. Hier berichte ich über Erfahrungen mit einem solchen Ventilator. Du findest in den verlinkten Beiträgen auch Hersteller und Bezugsquelle dazu.

    Ich werde darüber nicht mit Dir diskutieren. Probier's aus und bilde Dir Dein eigenes Urteil.

    nK
     
  9. Piezo

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    Da ist sicherlich was dran. Das ich gar nicht zurechtkomme, glaub ich ohnehin nicht, allerdings ist mein Anspruch schon der, zumindest wettbewerbsfähige Röstungen hin zu bekommen.

    Ist so. Meine Holde trinkt leider nur Wochenends mit und ich begnüge mich am Morgen auch mit nur einem Tässchen :).
     
  10. Piezo

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    Danke für den Link mit dem Ventilator. Ist auch ein Ansatz.
    hinsichtlich des Ausgasens kann und wollte ich auch keine Diskussion anfangen, da ich ja sowieso keinen Beitrag leisten kann. Ich habe lediglich von widersprüchlichen Aussagen berichtet.
    Aber du hast recht, die eigene Erfahrung ist dann letztendlich das Mass der Dinge ...
     
  11. Piezo

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    Danke für diese Einschätzung. Das bestärkt mich zumindest bei der Rösterauswahl ...
     
  12. Piezo

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    So Entscheidung ist gefallen, der Gene wird's wohl werden :lol:
    Bleibt noch die Frage nach der passenden Bohne (...-Mischung)??
     
  13. #13 silverhour, 07.02.2014
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    In den Gene paßt jede Bohne, der Röster ist da flexibel ;-)
     
  14. Piezo

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    Das war mir schon klar :cool:
    Meine Frage bezog sich auf meine beschriebene Geschmacksrichtung !
     
  15. #15 nistude, 07.02.2014
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    Nur der Vollständigkeit halber, zumindest bei mir funktioniert's mit dem Schlauch aus dem Fenster sehr gut: der Rauch bleibt draußen und die Temperatur am offenen Fenster fällt kaum ab. Hab vielleicht Glück mit der Thermik am Haus. ;)

    Gruß, Nikolay
     
  16. Piezo

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    Danke ...
     
  17. #17 ElPresso, 07.02.2014
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    Ich habe seinerzeit meine Lieblingsfertigröstung genommen und herausgefunden, welche Grünbohnen der Röster verwendet hat. Kannst es ja mal probieren.
     
  18. Piezo

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    So, der erst Schritt ist nun gemacht. Der Gene ist bestellt und dazu noch ein paar verschiedene Bohnen. Den Vivaldi- und den Stradivari-Blend, so wie den Monsooned Malabar. Bin schon sehr gespannt auf das Ganze.

    In der Zwischenzeit werde ich noch ein wenig im schlauen Büchlein lesen und mich freuen :-D
     
  19. Piezo

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    Der Gene ist ja unterwegs und ich stelle mir die Frage was ich alles in den Röstplan aufnehmen soll? Gibt es da so ne Art Logbuch / Vorlagen / Templates?
    Was schreibt ihr so alles auf/mit?
     
  20. #20 silverhour, 10.02.2014
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    Ein guter Kauf ;-)

    Ich hatte mir mal eine Röstübersicht in Excel gemacht, ganz simpel gehalten: Datum ; Bohnensorte ; Füllmenge ; Dauer1 ; Temperatur1 ; Dauer2 ; Temperatur2; Dauer3 ; Temperatur3; 1.Crack ; 2.Crack ; Röstgrad ; Bemerkung

    In die Temperaturfelder habe ich die am Gene eingestellte Zieltemperatur eingetragen, in den Dauerfeldern die Zeit bei dieser Temperatureinstellung. Die anderen Felder sollten selbsterklärend sein.
    Der Vorteil einer Exceltabelle ist, daß später nach Bohnen gefiltert und die Röstprofil verglichen werden können.

    Grüße, Olli
     
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