Der Frust-Ablass-Fred

Diskutiere Der Frust-Ablass-Fred im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; Leerverkäufe (sprich, auf fallende Kurse setzen) ... sind auch nicht ausschließlich ein SpekulationsinstrumentSondern?

  1. NiTo

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    Sondern?
     
  2. espressionistin

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    Oh Mann, der Goetheturm. Schon schade, war irgendwie eine Institution für die Frankfurter. :(

    Das Uhrmacherhäusl ist schon auch einen ne heftige Story - wobei das Teil schon potthässlich war. Ich will die Tat nicht rechtfertigen, in keiner Weise, aber wenn sowas schon unter Denkmalschutz steht, sollte man es auch entsprechend behutsam behandeln. Von außen war das, was man auf den Bildern (streetview sei dank) sieht, nicht mehr als ein hässlicher 08/15-Bau mit 70er-Jahre-Plastikfenstern..
     
    joost gefällt das.
  3. mactree

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    Passend dazu, heute kam der Brief vom Bezirksamt Pankow: "Genehmigung zur Begründung von Wohnungs- / Teileigentum wurde erteilt".

    Aus einem Eintrag im Grundbuchamt für ein ganzes Mietshaus werden nun ganz ganz viele, für jede Wohnung einer.
     
  4. andruscha

    andruscha Mitglied
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    Ach herrje. Als Berliner Mieterin würde mich diese Ankündigung in Panik versetzen?
     
  5. mactree

    mactree Mitglied

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    Als Berliner Mieter bin ich in erster Linie genervt, Panik bringt einen ja leider nicht weiter.
    Mal sehen was kommt...
     
  6. andruscha

    andruscha Mitglied
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    Naja, ich habe eine Art Berliner Haus-Karma und diese Situation schon zwei Mal durch. Deshalb Panik. Allerdings hat sich die Situation in den letzten Jahren meiner Beobachtung nach etwas verschoben. Der Preisunterschied zwischen leerer Wohnung und vermieteter Wohnung ist nicht mehr so groß, daß er in den Augen der Immobilienvermarkter sehr "unkonventionelle" Methoden rechtfertigen würde.
    Ich drücke Euch die Daumen!
     
  7. hawi

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    Das hoffen die Frankfurter auch - es könnte aber sein, dass das doch ein Serientäter ist: Brände in Frankfurt: Serientäter am Werk? :(
    Mal sehen, ob/was bei den Untersuchungen herauskommt.
     
  8. plempel

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    Habt Ihr da als Mieter nicht Vorkaufsrecht bei Interesse?
     
  9. S.Bresseau

    S.Bresseau Mitglied

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    Denkmalschutz richtet sich nun mal nicht nach Schönheit, sondern nach der Bedeutung. Außerdem hatte der Eigentümer angekündigt das Haus zu sanieren. Ich hab den Artikel nicht parat, aber das Haus war einer der letzten Zeugen der damaligen Bebauung als Handwerkerviertel, das in seiner Art wohl einmalig war.
    Ich war auch gegen den Abriss des Palasts der Republik und finde den Neubau des Stadtschlosses nach alten Plänen grauenvoll. Beides widerspricht meiner Auffassung von Denkmalschutz.
     
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  10. #11650 espressionistin, 12.10.2017 um 23:45 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 12.10.2017 um 23:56 Uhr
    espressionistin

    espressionistin Mitglied

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    Ja, schon klar, ein Denkmal ist mehr als Rothenburger Zuckerbäckerromatik. Aber trotzdem richtet sich für meinen Geschmack der Wert eines Denkmals nach seinem möglichst erhaltenen Originalzustand. Ähnlich wie bei alten Kaffeemaschinen, die sind auch mit originalen Beulen und Patina am schönsten.
    Das Haus war imho einfach nur über die Jahre verbastelt, heruntergekommen und hässlich, was auch immer der Eigentümer da vorhatte, zu sanieren.
    (Wen‘s Interessiert, einfach mal Obere Grasstr 1 in München googeln..)

    Von daher finde ich am angedachten Wiederaufbau das einzig tolle, dass der Investor, der da großes geplant hatte, jetzt mit dem Ofenrohr ins Gebirge kuckt. Hat er nicht anders verdient.
    Ansonsten ist das doch aber jetzt Berliner Stadtschloss: Wiederaufbau nach alten Plänen. Naja vielleicht kriegt es jetzt wenigstens wirklich einen einigermaßen ansehnlichen Originalzustand. (Was immer das sein wird, so ein Haus lebt ja auch über die Jahrhunderte, ganz ursprünglich waren die wohl nur eingeschossig..)
     
  11. parityB

    parityB Mitglied

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    Ein Hedging-Werkzeug
     
  12. joost

    joost Mitglied

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    Der Denkmalschutz hatte es schon mal leichter, vor ein paar Jahrzehnten, als Denkmäler in aller Regel auch ansehnlich und "Wert-voll" waren, bereits von der Konzeption her. Die Zeit bringt es automatisch mit sich, dass sich "Denkmäler" auch aus der lieblosen Nachkriegsarchitektur rekrutieren und damit haben wir es erstmals mit einem Bruch zwischen Bedeutung und Ästhetik zu tun. Ich glaube, die Debatte auch in den Behörden ist stetig am wachsen, weil es doch noch einige Verantwortliche mit einem Sinn für Ästhetik gibt, denen es in Umgebung liebloser Bauten schlicht schlecht geht. Sie werden hier von der Psychologie unterstützt, die gerne Modelle und Empirie für den wunderbaren (und geklauten) Hornbach-Werbeslogan "in einer hässlichen Umgebung wirst Du selbst hässlich, das brauchst Du Dir nicht schönreden" liefert.
    Wenn man häßlichen Dingen unbedingt ein Denkmal setzen will, kann man das ja auch dort tun, wo es nicht so auffällt. Und ja: es gibt zumindest aus der psychologischen Sicht Kriterien für häßlich, selbst wenn es immer ein paar gibt, die alles hübsch finden oder Lieblosigkeit schon lange nicht mehr bemerken.
    Wie Hornbach weiss...

    Extrem mißglückten Gebäuden verleiht man auch schon mal einen Preis, damit die Leute glauben, mit ihrem Gschmack wäre etwas nicht in Ordnung.
     
  13. S.Bresseau

    S.Bresseau Mitglied

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    Die Analogie zum Stadtschloss sehe ich ja auch. Aber zum einen soll beim Haus in Giesing wohl möglichst viel Originalmaterial wiederverwendet werden (wie auch immer das gehen soll), beim Schloss ging das nicht. Vor allem aber finde ich es furchtbar, dass es an diesem Ort eine andere Nutzung von großer Bedeutung gab und ein ganz wesentlicher, neuerer Teil unserer Geschichte durch den älteren wieder überbaut wird. Das hat sogar den Beigeschmack von Siegerjustiz. Andererseits war man in Bonn auch nicht viel geschichtsbewusster und hat sozusagen das Geburtshaus unserer Republik, das Parlament von Adenauer, Wehner, Brandt etc. für einen Neubau abgerissen. Was für eine Sünde.
    Beim Uhrmacherhäusl ist für mich eine möglichst authentische Rekonstruktion der einzig denkbare Weg. Es kann gar nicht teuer genug werden.

    Ed
    ich finde es eine ziemlich gewagtes Unterfangen, durch (Küchen-)Psychologie einen Standard für "Schönheit" und den Wert von Architektur definieren zu wollen, nur weil einem das eine oder andere subjektiv missfällt.
     
  14. joost

    joost Mitglied

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    nein, keine Küchenpsychologie. Universitäre Wahrnehmungsforschung.
    Vielleicht könntest Du einfach mal aufhören, Leute in diffamierende Schubladen zu stecken, wenn Du ihre Meinung nicht teilst?
    Das ist bei Dir schon Reflex, oder hast Du es noch unter Kontrolle?
     
  15. #11655 S.Bresseau, 13.10.2017 um 00:54 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 13.10.2017 um 01:46 Uhr
    S.Bresseau

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    Ja dann kannst du sicher auch eine andere Quelle nennen außer Baumarkt-Werbung.
    Ob man sich in z.b. einem dunklen, mehrere Jahrhunderte alten Haus wohler fühlt als in einer hellen modernen Wohnung hängt von den Ansprüchen und den Gewohnheiten ab - und der aktuellen Lebenssituation. Ich kenne beides gut, beides hat seine Berechtigung.
    Hunderwasser-Formen und -Ornamentik ist nix für mich, andere fühlen sich geborgen. Ich war vor vielen Jahren auf Exkursion in der Weißenhofsiedlung. Die Meinungen gingen stark auseinander. War übrigens im Rahmen eines Seminars über Design und Usability, lauter Psychos :cool:

    Ed
    ich fände es schön, wenn nachträgliche Änderungen und Einfügungen auch als solche gekennzeichnet würden, z.b.

    In welche nicht-diffamierende Schublade soll ich dich denn stecken?
    Und ja, ich habe mich recht gut unter Kontrolle, danke der Nachfrage. Bei Aussagen wie

    geht meine Selbstkontrolle sogar so weit, sie einfach zu ignorieren. Obwohl.... gibt es dafür auch ein Modell aus der universitären Forschung? Mich erinnert das eher an Kishon.
     
  16. andruscha

    andruscha Mitglied
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    Darum geht es doch dabei zum Teil auch. Damit zukünftig Bauherren wissen, daß sie die Strafe für ein derartiges Vorgehen nicht aus der Portokasse zahlen können. In Berlin funktioniert die sensible Tiefbau-Planung neben der U-Bahn auch (fast) immer. Da wären Schäden nämlich auch nicht billig aus der Welt zu schaffen oder mit einem "futsch ist futsch" abzutun.
     
  17. mactree

    mactree Mitglied

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    Das ist mein erstes Mal. Bisher habe ich den Eigentümer zwar als eigenwillig aber durchaus fair erlebt. Als Wandlungsoption hat er den mieterfreundlichsten Weg gewählt, letztendlich heisst es ja auch nur das er verkaufen kann aber nicht muss.

    Hier werden ehemalig belegungsgebundene (geförderter Wohnraum) Wohnungen gewandelt, davon ausgehend das die Mieter diese nicht ohne Grund bewohnen, mag die Option vielleicht theoretisch da sein, praktisch aber keine Rolle spielen.
     
  18. frizzzcat

    frizzzcat Mitglied

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    Und damit völlig "spekulationsunabhängig".? Sorry- mit hedging beginnt doch erst eine sinnfreie Spektulation, die den tatsächlichen volkswirtschaftlichen Wert völlig aussen vor lässt. Das ist doch der Grund für total kalkulationsunabhängige Preise jenseits der Wirtschaft. Wenn Geld ohne Gegenwert vermehrt wird, ist das eben keine Wirtschaft mehr.
     
  19. silverhour

    silverhour Mitglied

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    Wobei das zu großen Teilen eine Frage des Erkennens und Anerkennens ist: Nicht alles, was schön anzuschauen ist, ist auch wertvoll* und schützenswert und nicht alles, was wertvoll und schützenswert ist, ist auch schön anzuschauen. ;)
    Bei "ansehnlich und wertvoll, bereits von der Konzeption her" muß ich sofort an den Frankfurter Siedlungsbau der 1920er denken. Viele Frankfurter wissen was "Bauhaus" ist bzw. war, sehen aber in einem der größten (wenn nicht sogar dem größten) Massen-Rollout der Bauhaus Idee nur "alte hässliche Siedlungen".


    *wertvoll im Sinne von Denkmalschutz
     
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  20. #11660 hawi, 13.10.2017 um 09:38 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 13.10.2017 um 10:18 Uhr
    hawi

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    Ahhh, da merkt man, dass Du so richtig Ahnung von Architektur hast. :D

    In den Fünfzigerjahren gab es natürlich, aus der schieren Not heraus, viel Hausbau, den man gar nicht "Architektur" nennen mag, weil man letzerer damit großes Unrecht tun würde. Auf der anderen Seite gab es durchaus viele, sehr gute und sehr ambitionierte Architekten, die aus der vorhergegangenen Katastrophe und der Entwicklungen, die zu ihr hingeführt haben (Deutschtümelei, Historismus, Größenwahn wie z.B. Speers geplante Bauten in Berlin usw. usf.) Konsequenzen gezogen und eine neue Richtung der Architektur entwickelt haben, die zurecht heute unter Denkmalschutz gestellt wird, weil wunderschöne Bauten dabei sind.

    Leider haben solche Leute wie Du speziell hier in Frankfurt in der Vergangenheit die Stadtverwaltung und den Denkmalschutz mit genügend Geldscheinen überzeugt, einige solcher beispielhaften Bauten abreissen und durch gesichtslose bis widerliche Bürobauten ersetzen zu dürfen. :mad:
     
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