Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

Diskutiere Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :) im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo in die Runde der Heimröster, vor einigen Wochen wurde ich beim Besuch eines Bekannten auch infiziert. Er röstet schon lange selbst und...

  1. mcrob

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    Hallo in die Runde der Heimröster,

    vor einigen Wochen wurde ich beim Besuch eines Bekannten auch infiziert. Er röstet schon lange selbst und ich konnte meine erste eigene Röstung mit dem Behmor machen.

    Das subjektive Ergebnis fand ich brauchbar ;) Daraufhin habe ich hier schon jede Menge gelesen.

    Nun zur Sachlage 1: Hardware

    Als Gerätekanditaten haben sich für mich der Behmor 1600 und der Gene herauskristalsiert. Ich schwanke aktuell 50/50 zwischen beiden Modellen. Vielleicht ist der Behmor etwas einsteigerfreundlicher - da wäre ich aber über fachkundigen Rat dankbar. Oder generell ein anderes Gerät?

    Sachlage 2: Bohnen

    Die üblichen Dealer habe ich schonmal online "abgeklappert" und das Sortiment an Rohbohnen gecheckt. Preislich scheint sich das alles nicht viel zu nehmen. Meine Fragen: Gibt es qualitativ und Preis/Leistungs bezogen besonders empfehlenswerte Händler?
    Mit welchen 2-3 Sorten (oder weniger?) kann ich anfängerfreundlich starten?

    Sachlage 3: Lesestoff

    Hier im Forum kann man ja Unmengen an Informationen aufsaugen. Nach ca. 2 Wochen Abendstudium :D bin ich aber vom Input etwas platt. Auf was zuerst konzentrieren, welche Parameter sind zunächst wichtig, auf was achten?
    Ich glaube empfohlen ist das Buch von Klaus Fricke?

    Sachlage 4: Herangehensweise

    Momentan frage ich mich, ob ich vom vielen Lesen lieber auf Try and Error umschwenken sollte. Also Hardware und Bohnen kaufen und loslegen. Oder ist das zum Scheitern verdammt?

    Danke für alle hilfreichen Infos, und danke auch deshalb, weil sicher alles schonmal hier irgendwo nachzulesen ist :)

    Gruß
    mcrob
     
  2. #2 Espresso_Fr, 12.04.2011
    Espresso_Fr

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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Mein Tipp:

    Kauf dir den Fricke

    Ich bin grade auch kurz vor der ersten Stufe. Den Röster bekomme ich Anfang Mai und der Fricke überbrückt mir bis dahin das warten. ich finde ihn gut geschrieben und er beantwortet vieler meiner Fragen.

    Und wenn Du ihn gelesen hast, dann erübrigt sich vieles. Fricke geht leider nicht auf den Behmor ein, eher auf den I-Roast und den Gene.

    Grüssle
    Kai
     
  3. #3 silverhour, 12.04.2011
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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Ich fange mal hinten an....

    Sachlage 4
    Ich habe mit der Try & Error Taktik angefangen (einfach irgendeinen Rohkaffee beim lokalen Röster gekauft, die gußeiserne Pfanne angeheizt und los) und würde die Taktik auch weiter empfehlen (naja, die Pfanne kann man überspringen): Versuch mach kluch, nach dem Motto "erst den Purzelbaum probieren bevor das Kunstturnen beginnt"..... Und als Hobby muß auch nicht alles so bierernst sein. Ich hatte zum Beginn 90% Ausschuß eingeplant und konnte daher nur postiv überrascht sein.

    Sachlage 3
    Ich hatte als Lekture das KN, das Buch von Fricke reizt mich aber immer noch....

    Sachlage 2
    Es gibt eine Reihe guter Online-Händler, die hier in den Heimrösterthreads immer wieder genannt werden. Neben guter Quali zu guten Preisen gibt es aber noch ein paar andere Parameter, die einen Händler empfehlenswert machen.
    Zum Beginn würde ich im Zweifel zu einem lokalen Dealer gehen und nach einer unzickige preiswerte Bohne fragen - bei den ersten Röstversuchen macht die Sorte relativ wenig Unterschied (siehe oben, 90% Ausschuß....).

    Sachlage 1
    Da ich nur eine der beiden Kanditen aus eigener Erfahrung kenne, kann ich nur schwer einen finalen Tip geben. Aber sich sind beide ein gute Wahl, der Preisunterschied von fast 100 Ocken könnte allerdings ein Argument sein.
    Im Zweifel kannst Du auch mit einem Popcorn-Röster starten, nur so zum "warmrösten".

    Grüße, Olli
     
  4. mcrob

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    grad mal den fricke im urwaldkaufhaus bestellt ;) schaden kann es ja nicht.

    @olli: welchen der beiden hast du denn im einsatz? erfahrungswerte? :)
     
  5. #5 silverhour, 12.04.2011
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    mcrob, ich habe den Gene im Einsatz und würde ihn sofort wieder kaufen. Im direkten Vergleich zum Behmor war für mich entscheidend, daß die Sicht- und Geruchswahrnehmung mutmaßlich besser ist und ich bei Bedarf (und hoffentlich irgendwann mal vorhandener Ahnung) alle Prarameter frei definieren kann, statt mich auf programmierte Profile verlassen zu müssen.

    Grüße, Olli
     
  6. #6 Bestbrew, 12.04.2011
    Zuletzt bearbeitet: 13.04.2011
    Bestbrew

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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Hallo,

    zu den beiden Geräten kann ich leider nichts beisteuern aber ich würde mir an deiner Stelle neben dem Fricke auch mal den Blog von Wolfram Sorg http://www.wolfredo.de/ansehen.

    Was Rohbohnen angeht gibt es im Kaffeewiki eine Auflistung. Einer meiner absoluten Favoriten ist im Moment der Kolumbien Quebradon vom Kaffeemuseum Berlin (Comkaff) Dort gibt es auch Daterra Kaffees welche ich von den brasilianischen Kaffees bisher am beeindruckensten fand.
    Ansonsten auch sehr empfehlenswert die Kaffees von Coffee Hunting bzw. Quijote Kaffeerösterei (Pingo). Extrem gute Bohnen gibt es ausserdem bei kaffeespezialitaet.at und der Kafischmitte in der Schweiz.

    Was Sachlage 4 betrifft solltest du das gelesene ruhig einfach ausprobieren so richtig ungeniessbar wird es selten.

    Grüße Robin
     
  7. mcrob

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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    OK,

    dann werde ich noch etwas lesen :)

    gibt es denn empfehlenswerte "einsteiger" bohnen?
     
  8. #8 espressionistin, 13.04.2011
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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Ich würde vielleicht zu Beginn mal einen, sofern du ihn magst, Malabar ausprobieren, der ist recht gutmütig.

    Ich hab damals mit meinem Röster einen Pack PreBlend mitbekommen, der hat auch erstmal zum Üben ganz gute Einstiegsergebnisse produziert, allerdings hält sich der Lernfaktor sehr in Grenzen, da man einfach mal reinhaut und schaut, was passiert, bei PreBlends kann man ja nicht groß auf die wichtigen Parameter wie Sorte, Bohnengröße, Aufbereitung etc. achten, da ja verschiedenste Sorten bereits gemischt sind.

    Ich kann dir übrigens auch den Gene empfehlen, die Gründe hat Olli ja bereits genannt.

    Ansonsten gilt beim Rösten: Alle Theorie ist grau. Einfach mal machen, vorher sind die ganzen Freds zu dem Thema eh nur böhmische Dörfer, das Detailwissen kommt dann später.:-D
     
  9. mukk

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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Hmm also ich weiss nicht, der Malabar ist vom Röstverhalten her nun doch eher untypisch, durch seine aufbereitung röstet er extrem schnell (sprich es reicht z.b. im gene ne geringere temperatur als bei anderen sorten) und auch die übliche farbskala passt hier nicht wirklich (er ist bei gleichem röstgrad heller als andere).

    Ich würd es einfach mit nem billigen Brasilianer versuchen, nen Santos bekommst du teilweise schon ab 6€ das Kilo, da kann man dann auch schon mal was verbrennen. :)
     
  10. #10 espressionistin, 13.04.2011
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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Das hängt vielleicht auch ein wenig von der Herangehensweise ab. Einen puren Malabar kannte ich als "Referenzkaffee", da er so im Handel als Röstkaffee erhältlich ist, so dass ich einfach einen mir bekannten Geschmack hatte, auf den ich (unter Verwendung der hier zahlreich geposteten Röstprofile) hingeröstet hab. Also unabhängig von Farbskalen nach Fricke oder allgemeingültigen Röstprofilen.

    Ein Santos ist m.e. eher eine "Basisbohne", die ich eigentlich nur als Grundlage für verschiedene Blends kenne, wo ich mir aber nicht sicher bin, ob man mit nur dieser Bohne einen schmackhaften Kaffee rausbekommt.
    Hab´s aber auch nur noch nie probiert, soll nicht heissen, das es nicht geht :-D
     
  11. #11 silverhour, 13.04.2011
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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    "Basisbohne", "Referenzkaffee", "untypisches Röstverhalten", ....

    Nix für ungut, aber mcrob mochte ANFANGEN, es geht um erste Versuche und (noch!) nicht um den perfekten Kaffee!
    Imho ist es völlig wurscht, was als erstes Verkokelt wird. Die Bohnen sollten sich beim Rösten nur halbwegs normal verhalten, damit ein Gefühl für das Rösten entsteht. Ab dem 2. oder 3. Kilo können wir uns dann über den Geschmack streiten....
    Irgendein ein Brasilianer ist imho auch ein guter Einstieg: Verhält sich beim Rösten normal, gibt einen guten Eindruck was "zu hell" oder "zu dunkel" ist (und wie es schmeckt) und obendrein gibt es preiswerte Sorten....

    Grüße, Olli
     
  12. #12 espressionistin, 13.04.2011
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    Naja, soviel teuer ist der Malabar mit rund 7-8 EUR/ kg ja nu auch nicht...und ich hatte eigentlich schon den Anspruch, zumindest ab der 2. oder 3. Röstung auch mal was trinkbares zu produzieren und nicht nur für die Kaffeedeko oder den Biomüll. ;-)
    Und ein mir bekannter Referenzkaffee, auch wenn du dich an dem Wort störst, hat mir nunmal dabei geholfen. Statt Referenzkaffee könnte ich auch einfach sagen "Ein Kaffee von dem ich weiß, wie er idealtypischerweise schmecken sollte, damit ich weiß, wo ich hin will".
    "Zu hell" und "zu dunkel" ist finde ich für einen Einsteiger widerum zu schwer. Woher soll man wissen, was zu hell und zu dunkel ist, wenn man nicht, weiß, wie diese Bohne idealerweise schmeckt?
     
  13. mukk

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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Naja der Santos wird auch trinkbar sein wenn man ihn nicht grad verkohlt oder gebacken hat... :)

    Mir ging es ja nur darum, dass man ja grad am Anfang rauszufinden versucht, welche Temperaturen und Zeiten dazu führen, das der Kaffee einem schmeckt. Und auf den Ergebnissen baut man dann bei der nächsten Sorte auf. Nur verhält sich der Malabar eben (mMn) anders als die meissten anderen Sorten, was mich als Anfänger halt irritieren würde.

    Aber du hast natürlich recht, Mabalbar is auch nicht viel teurer, und geschmacklich sicher ne feine Sache. :)
     
  14. #14 espressionistin, 13.04.2011
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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Ich hab jetzt einfach mal betrachtet, wie es mir an Anfang ging (und da ich auch erst 1/2 Jahr selber röste, würde ich mich selber auch noch als Anfänger bezeichnen;-)).
    Ich habe besagten mitgelieferten Blend in verschiedenen Stufen geröstet, und zwar auf gut Glück immer so lange, bis ich den Eindruck hatte "ja, seht gut aus und irgendwie was knacken hab ich auch gehört".
    Hat auch irgendwie immer geschmeckt, hat mich jetzt erfahrungstechnisch aber nicht weitergebracht, da ich eben auf die einzelnen beteiligten Bohnensorten nicht eingehen konnte. d.h. ich konnte aus den unterschiedlichen Röstdauern- oder Temperaturen nix ableiten (außer das, was eh jeder weiß, der schonmal ein Spiegelei gebraten hat: zu hell schmeckt nach gar nix und zu dunkel schmeckt verbrannt).
    Also hab ich mir dann einen Santos und diverse andere Sorten gekauft und versucht, einen Blendvorschlag von Claus Fricke nachzurösten.
    Auch da hab ich verschiedene Röstdauern und -temperaturen durchgespielt und auch da hat´s (mit Biotonnen-Ausreißern) irgendwie immer mal mehr oder weniger, aber nie richtig hammermäßig, geschmeckt. Also stand ich eines schönen Tages ziemlich konsterniert vor meinem Gerät und hab mich gefragt, wo ich eigentlich hin will.
    Schmeckts jetzt "besser", wenn ich kälter und länger röste oder dann doch, wenn ich heißer und kürzer? Hm. Keine Ahnung.
    Oder werde ich gar nie den perfekten Kaffee mit den Bohnen kreieren, weil mir die Sorte bzw. Mischung schlicht nix taugt? Ratlosigkeit.
    Ich kam mir vor, wie ein Küchenlehrling, der sich ein richtig leckeres Straußensteak braten soll, aber noch nie in seinem Leben Strauß gegessen geschweige denn zubereitet hat.

    Also hab ich beschlossen, dem ganzen erstmal eine Unbekannte zu nehmen und mir einen Kaffee zu suchen, von dem ich zumindest schonmal weiß, wie er schmecken kann, wenn er gut geröstet ist.
    Quasi Wiener Schnitzel statt Straußensteak, weil das hatte der arme Küchenlehrling schonmal in einem Restaurant gegessen und wusste wenigstens, was ihn erwartet.:lol:

    Aber so oder so sind wir uns einig, dass man erstmal mit einer (nicht zu teuren) Sorte anfangen sollte, mit der man dann in aller Ruhe rumspielt. :)
     
  15. #15 Schivago, 13.04.2011
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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Hi macrob,

    herzlich willkommen im Kreis der (zukünftigen) Heimröster!

    Ich habe auch mit dem Buch von Fricke und einem Popcorn-Topf angefangen.
    Den Popcorn-Topf habe ich an einen Boardie weitergereicht. Vielleicht kaufe ich ihn in ein paar Jahren für eine horrende Summe aus nostalgischen Gründen wieder zurück.

    Allerdings muss ich Dich vorwarnen: wenn Du nicht aufpasst, dann endest Du wie ich mit einem Gasröster....

    Zu Deinen Fragen:

    Sachlage 1: Hardware:
    Ich hatte den Gene und fand ihn Klasse. Wenn man immer bei ähnlichen Umgebungstemperaturen röstet bekommt auch sehr gut reproduzierbare Ergebnisse hin. Ich habe mir ein Aluflex aus dem Küchenfenster gelegt.
    Ein absolutes Muss ist dabei die externe Bohnenkühlung.
    Hier als Anregung meine Konstruktion, die sehr gut funktioiert hat:
    http://www.kaffee-netz.de/vom-rohkaffee-zum-selbstr-ster/31140-projekt-bohnenk-hkung-f-r-gene.html

    Zum Behmor kann ich nichts sagen, da ich nie mit ihm geröstet habe. Die Behmor-Besitzer mögen mir verzeihen, aber für mich ist das der Vital-Grill Deluxe.
    Es würde mich wundern, wenn der Behmor ohne externe Kühlung auskommt, aber da können Dir die zahlreichen Behmor-Besitzer sicher weiterhelfen.

    Sachlage 2: Bohnen
    Ich hatte am Anfang immer die Bohnen von Fausto. Du hast eine gute Auswahl und sehr gute Qualität zu guten Preisen.
    Mit dem Malabar zu beginnen halte ich für gewagt. Auch die Afrikaner fand ich am Anfang sehr schwierig. Du musst erst ein Gefühl entwickeln die Säure bei einem Sidamo in den Griff zu bekommen.
    Sehr gute Ergebnisse bei wenig Erfahrung habe ich mit dem Brasil Santos (günstig) und mit den Peru (teuer) hinbekommen.

    Sachlage 3: Lesestoff
    Grundwissen: Fricke!!!
    der Rest: probieren, probieren, probieren; lieber in Rohbohnen als in Bücher investieren

    Sachlage 4: Herangehensweise
    siehe 3: Grundwissen aneignen;
    Es ist auch hilfreich User mit dem gleichen Röster nach Rösttipps/ Profilen zu fragen. Jeder hier im KN steht Dir sicher gerne zur Verfügung. Auch wenn sich die Profile nicht direkt übertragen lassen, so geben sie Dir einen ersten Anhaltspunkt pro Sorte.

    Für mich war es auch hilfreich mich auf zwei Sorten zu konzentrieren und zu versuchen gute Ergebnisse zu erzielen. Kauf Dir dabei lieber mehr von der gleichen Charge, als die gleiche Sorte aus verschiedenen Quellen zu beziehen. Dadurch kannst Du Dich besser auf das Profil einstellen und die Wirkung von Veränderungen besser bewerten.

    Der Rest ist Erfahrung. Dabei lieber mal eine Charge wegwerfen, wenn sie nicht schmeckt überlegen was schiefgelaufen ist, kleine Anpassung am Profil machen und gleich wieder ab in den Röster.
    Ganz am Anfang hatte ich Hemmungen auch mal Kaffee zu entsorgen. Da habe ich lieber tagelang Plörrre getrunken, als das Zeug wegzuwerfen.
    Ist vielleicht auch eine Art der Selbsterziehung durch Bestrafung....

    Keine Angst wirklich schlechten/ ungenießbaren Kaffee wirst Du mit etwas Grundwissen fast nie rösten. Allerdings wird es sicher zahlreiche Chargen geben, die durchschnittlich sind.

    Ich freue mich bald mehr von Dir hier zu lesen.

    Viele Grüße,
    Schivago
     
  16. mcrob

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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    vielen dank für die ganzen hinweise und ratschläge.

    bei den bohnen werde ich denke ich einfach mal mit 3 sorten starten, die auch das potential (vermute ich mal nach dem lesen hier) für irgend nen blend haben:

    - günstiger robusta
    - sidamo
    - santos

    da hält sich auch der invest in grenzen. da bochum nicht so weit ist, dachte ich an röstart.
    sind die bohnen von denen ok?

    bei der hardware werde ich denke ich den gene nehmen. sofern es doch nicht so mein fall ist, dann kann ich das gerät durchaus wieder hier verkaufen. den sinn über vorstufen mit popcornröster etc. seh ich nicht so direkt. zumindest verschleudert man da ja auch geld :D
    dann lieber semipro einsteigen.

    oder gibts im 300 euro umfeld ernsthaft bessere alternativen?
     
  17. #17 silverhour, 13.04.2011
    silverhour

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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Bei 300 Flocken heißt die Alternative Behmor ;-)

    Und bei roestart einzukaufen ist bestimmt kein Fehler, meine bisherigen Erfahrungen: Gute Quali, anständige Preise, superfreundlich, sehr unkompliziert in der Abwicklung und last but not least ist ein gemütliches Cafe mit gutem Kaffee.
     
  18. mcrob

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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    OK. den Behmor hatte ich ja mit auf der Liste.

    Bekommt man um 250 Takken, den Gene für 330 ... macht 80 Euro Unterschied.

    So aus Sicht eines Laien scheint der Gene das etwas bessere Gerät zu sein.
    Da kann ich mich aber auch grob täuschen.
     
  19. mukk

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    AW: Der Rösteinstieg / Wie Was Warum :)

    Ich kenn zwar nur den Gene persönlich, aber den kann ich wie andere hier auch auf jeden Fall empfehlen. Du hast sowohl optisch wie auch akustisch nen guten Einblick in den Röstverlauf, und du hast die Wahl, ob du mit Zeiten / Temperaturen experimentieren willst, oder einfach ganz simpel bei einer Temp. durchröstest bis zum gewünschten Punkt.

    Nur rumstinken tut er glaub ich mehr als der Behmor, also solltest du über ne brauchbare Lüftungsmöglichkeit bzw. verständnisvolle Mitbewohner verfügen. :)
     
  20. #20 Largomops, 14.04.2011
    Largomops

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    Guten Rohkaffee zu vernünftigen Preisen bekommt man ausser bei röstart auch noch bei Fausto (bestimmt auch noch bei anderen)

    Wenn Du mit einem günstigen Röster einsteigen möchtest um zu sehen, ob es Dir wirklich Spass macht, kannst Du mal schauen, ob Du noch einen neuen HPR finden kannst. (eventuell auch einen gut gebrauchten). Ich meine ich hätte 80 Euro bezahlt. Mit dem HPR röste ich fast lieber als mit dem Gene. Er kann halt nur 80 Gramm und man kann nix verstellen. Dafür ist er aber idiotensicher und hat eine gute Kühlung. Für den Einstieg isser bestimmt gut geeignet.
     
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