Der Sowdenkannen Erfahrungs Thread

Diskutiere Der Sowdenkannen Erfahrungs Thread im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo. Jetzt komm ich auch mal endlich dazu mein zweites Hauptanliegen hier zu formulieren weswegen ich mich eigentlich angemeldet hatte. Da der...

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  1. #1 FrancisoNL, 23.11.2017
    FrancisoNL

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    Hallo.

    Jetzt komm ich auch mal endlich dazu mein zweites Hauptanliegen hier zu formulieren weswegen ich mich eigentlich angemeldet hatte. Da der Ristrettothread ja schon ganz gut war möchte ich gerne hier mal über die sowdenkanne debattieren.

    Es ist nämlich bei mir so das ich eine Lösung für meinen zweiten Bürostandort möchte. In meinem ersten Büro habe ich ja wie auch zuhause nen komplettes Espressosetup-jetzt möchte ich meinen Horizont etwas erweitern und nicht noch ne 3.Espressoecke aufbauen.

    Da kommt mir die Sowdenkanne meiner Frau ins Gedächtnis. Jetzt habe ich aber aufgrund der Tatsache das ich noch nie Filterkaffee getrunken habe, damit auch nullkommanull Erfahrung.
    Ich kauf halt meiner Frau (sehr unkompliziert, aber hochwertig muss es sein und nicht bitter...was Kaffee betrifft) immer 250g für die Stempelkanne vorgemahlenen Filterkaffee bei dem Röster bei dem ich auch für mich bestelle.
    Das ist toll aber natürlich nicht optimal. Das weiß ich. Weil alle meine Mühlen für Espresso hergenommen werden.

    Genau das möchte ich optimieren. Nicht für meine Frau-er schmeckt ihr immer gut, sondern für mich als Nerd und Spielkind.

    Aktuelles Setup:
    Kleine sowdenkanne für 2-3 Tassen
    Kaffee ist der Peruaner Yakumamma von der Rösttrommel Nbg. vorgemahlen.
    Pro Sowdenkannenportion (nenn ichs einfach mal) aktuell 17,5g bei einer Ziehzeit von circa 5min. lt.meiner Frau.
    ("mach ich immer pie mal daumen")

    Was ich möchte:
    ->Ein "Grundrezept (Menge, Ziehzeit, Wassertemperatur, Eingießtechnik, Mahlgrad) wie beim Espresso an dem ich mich orientieren kann, denn irgendwo muss ich ja mengentechnisch anfangen, oder kann ich von der oben genannten menge schon ausgehen?

    ->Passende Handmühle, nix elektrisch. (Hab schon 4 Mühlen, aber brauche jede und will mal kurbeln) Optimales Mahlgut ist wichtig und oberstes Kriterium, wichtig ist auch die Ergonomie also wie leicht geht die Kurbel, unwichtig ist bei der Handmühle das Design. Preis erstmal zweitrangig. Ich hab so viel schon ausgegeben da isses fast wurscht. Lieber einmal vernünftig wie dreimal optimieren, denn das habe ich beim Espresso durch und bin geheilt! Ich kann an eine Kinu M47 rankommen. Passt die von der mahlgutqualität?

    ->Eine Übersichtliche Tabelle die es auch beim Espresso gibt wo ich sehe wenn ich den Mahlgrad und oder die menge so und so variere oder verändere was dann daraus resultiert. Gibt es soetwas grafisch für Filterkaffee?
    Oder reicht hier mein wissen über die Espressoextraktion?

    Danke euch Sowdenexperten bis hierhin....
     
  2. #2 Mr. Crumble, 23.11.2017
    Mr. Crumble

    Mr. Crumble Gast

    Tja, das ist ja fast wie ein Rundumschlag.
    Im Gegensatz zu anderen Bereitern hat man m.E. bei dem Sowden SoftBrew relativ viel Spielraum für das "Home-Brewing", so dass es schwer sein wird ein perfektes Ergebnis zu posten. Dafür sind die Geschmäcker einfach zu verschieden.
    Grundsätzlich habe ich damals bei meinem Bruder mit nachfolgendem Parametern gebrüht (4 Cup).
    - Ratio von 60g/l (beim Eingießen in zwei Schichten mit dem Wasser arbeiten..beim ersten mal das Kaffeemehl benetzen und bloomen lassen, im Anschluss den Rest aufgießen)
    - Temperatur lag relativ hoch bei 94-96 Grad
    - Ziehdauer bei 4min
    - Mahlgrad mittel
    Aber man hat hier sehr viel Spielraum und muss sich langsam herantasten, was man von einer Bohne erwartet und wie intensiv es schmecken soll. Du kannst demnach bei der Sowden viel variieren. Angefangen vom Mahlgrad (von normalen Filter bis FP) bis zu den Ausgangstemperaturen (87-96 Grad Celsius) oder einer Ziehdauer von 3-5min. Dann kommt es noch auf den Röstgrad an..hell bis dunkel wäre alles möglich. Für den ersten Versuch würde ich daher obigen Parameter als Ausgangspunkt nehmen und dann bei dem nächsten Versuch dann eine Variable komplett ändern. Am leichtesten wäre dann die Änderung der Temperatur. Also im ersten Versuch dann 96 Grad und im zweiten dann 88 Grad..und so weiter und sofort. Irgendwann hast du dann DEINE Parameter.
    Je höher die verwendete Menge wird, desto gröber würde ich mahlen, um eine Überextraktion zu vermeiden. Aber für die/deine kleine Variante reicht eine mittlere Körnung aus; auf einen Espressograd oder zu feinen Mahlgrad solltest du indes verzichten. Das Microsieb ist recht fein, dennoch kam bei unseren Brews immer ein gewisser Finesanteil mit in die Kanne. Dies lag dann aber auch sicher an der verwendeten Mühle.
    Da du ja ebenfalls eine Handmühle suchst und scheinbar auch weißt, was du willst, kann ich dir die Comandante ans Herz legen. Sie ist im Bereich des "Filters" wirklich super; sehr homogen und wenig Fines!
    Wissen über die Extraktion!? *grübel* Und das diagrammtechnisch? Nunja,..es gibt gewisse "Coffee Brewing Control Charts" bzgl der Extraktion und der Ergebnisse (Original Chart und ExtractMoJo). Diese sind m.E. frei über das Netz zu beziehen bzw. zu recherchieren. Ansonsten helfen nur Refraktormeter oder TDS-Meters.
    Ich bin aber eher der DIY Typ. "Versuch" macht klug. Schließlich soll dir das Ergebnis schmecken..unabhängig von Listen und Tabellen. Beim "alternative-brewing" ist der Brühprozess (das Quellen, die Extraktion und die Hydrolyse) halt wichtig. Aber das wirst du dann sehen, wenn du ggf. auf andere Dripper umsteigst oder diese nutzt/testest.

    Also viel Erfolg..

    Mr. Crumble
     
  3. #3 FrancisoNL, 23.11.2017
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    Sehr gut das ist doch schon mal viel was ich anwenden kann und testen werde.
    Scheint ja hier ned so der Renner zu sein die Sowdenkanne.. ;)
     
  4. #4 Unmensch, 24.11.2017
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    Ich nutze seit ca. 8 Monaten eine Sowden. Als Mühle kommt bei mir die Kinu M47 zum Einsatz (eine der ersten Generationen, meine Settings sind also vermutlich nicht übertragbar). Mit beiden Gerätschaften bin ich persönlich äußerst zufrieden.

    Für eine große Tasse verwende ich etwa 300ml Wasser und ca. 18g(21g? 3 Portionslöffel jedenfalls) Bohnen. Alles nur Pi mal Daumen, jedes mal exakt Abmessen wäre mir zu blöde.
    Je nach Kaffeesorte - ich mag es eher klassisch - liegt der Mahlgrad bei 2.25 bis 3.0, meist aber 2.5. Das ist gröber als beispielsweise Supermarktkaffee aber immernoch deutlich feiner als das, was typischerweise für die FP propagiert wird.

    Ich kippe den gemahlenen Kaffee in den Filter, bringe Wasser auf 100°, schütte dieses in die Kanne. Dann hat es auch schon die passende Temperatur. Anschließend setze ich den Filter ein, drücke mit einem Löffel das Mehl unter Wasser, Deckel drauf, und lasse das ganze meist 4, bei einigen Sorten bis zu 6 Minuten ziehen.
    Ich führe auch eine Tabelle um die perfekten Variablen zu finden, wenn ich eine noch unbekannte Sorte habe. Die dürfte dir aber wenig bringen, im Detail ist das einfach zu individuell.
     
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  5. #5 FrancisoNL, 24.11.2017
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    Okay.
    Sieb rein und dann wenig Wasser drauf zum blooming oder
    Sieb rein und alles wasser drauf oder
    Wasser rein und dann das sieb rein oder
    mit Blooming oder ohne blooming?
     
  6. #6 Unmensch, 24.11.2017
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    Wasser rein, danach das Sieb mit dem Kaffeemehl. Auf Umrühren verzichte ich, damit das Mehl nicht nutzlos am Rand klebt, einfach etwas untertauchen damit alles mit dem Wasser in Kontakt kommt. Mehr mache ich nicht.

    Anfangs habe ich gleich den Sieb mit dem Mehl eingesetzt und mit dem Wasser aus dem Kessel übergossen, das hatte den Nachteil, dass ich immer exakt auf die Temperatur achten musste, das Wasser war ggf. beim Erstkontakt mit dem Mehl zu heiß und nach Kontakt mit der Kanne zu kalt.

    Wer es exakt haben möchte, kann natürlich auch die Kanne vorheizen. Wäre mir alles zu viel Aufwand, so, wie ich es jetzt mache, schmeckt mir der Kaffee wunderbar. Und ich arbeite ausschließlich nach Augenmaß und Handy-Timer, ohne viel Firlefanz.
     
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