Die e61-brühgruppe - Von innen

Diskutiere Die e61-brühgruppe - Von innen im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo, man vergebe mir, wenn ich einen evtl. längst bekannten Link erwähne. Vor ein paar Tagen bin ich auf eine Diskussion im Ami-Forum...

  1. Host

    Host Mitglied

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    Hallo,
    man vergebe mir, wenn ich einen evtl. längst bekannten Link erwähne.
    Vor ein paar Tagen bin ich auf eine Diskussion im Ami-Forum homebarista.com gestoßen bei der sich jemand tatsächlich die Mühe gemacht hat, eine CAD Zeichnung der E-61 Brühgruppe in 3-D und verschiedensten Aufschnittversionen zu erstellen (hier lang ).
    Dadurch hab ich zum ersten Mal richtig begriffen wie das mit dem Brühwasserzufluss nach Betätigen des Hebels funktioniert und wo genau der Gicleur (so heißt die Einspritzdüse im Englischen) sitzt. Ausserdem wird da ein bischen genauer erklärt, wie initiale Brühvorgang abläuft.
    Ich musste es mir gleich bei meiner La Scala Butterfly ansehen und hab den "Pilz" (die größere der beiden Schrauben oben auf der Brühgruppe) herausgedreht um die genaue Lage der 4 Zutrittsöffnungen zum Gicleur zu finden.
    Was mich dabei erstaunt hat ist, daß auf der Seite, die zum Thermosyphon-Wasserstrom zeigt viele kleine bis größere Chromabplatzer zu sehen sind. Darunter ist das Kupfer des "Pilzes" zu sehen und an den meisten Abplatzerstellen auch dicke, krustige Ablagerungen von Grünspan. M.Beilhard hatte wohl recht damit, daß sich bei der E61-Gruppe genau an dieser Stelle im Stillstand der Maschine überhitzter Dampf aus dem Thermosyphon bildet (außer bei Festwassermodellen) der dann beim Betätigen der Pumpe von Wasser verdrängt wird. Durch den thermischen Streß der dabei am Pilz auftritt platzen offensichtlich auf die Dauer Chromteilchen ab - sehr gesund sowas.
    Auf der vom Thermosyphon abgewandten Seite des Pilzes waren solche Abplatzer nämlich nicht zu sehen.
    Wer hat Ähnliches gefunden?
    Außerdem kann man an dem ebenfalls zugänglichen Ventilgestänge, daß über die am Brühhebel angebrachte Exzenterscheibe bedient wird, sehr schön die Abschleifstellen sehen, die sich nach einiger Zeit dort bilden. Dieses Gestänge wird auch die üblen Quietschgeräusche von sich geben, wenn man die Maschine gerade frisch rückgespült hat.

    Grüße
    Horst
     
  2. blu

    blu Mitglied

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    hi,

    auch schon gepostet, aber vielleicht kennst du die animation noch nicht:

    e61 animation

    lg, blu
     
  3. Host

    Host Mitglied

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    Danke blu,
    kannte sie noch nicht. Bin auch seit längerer Zeit nicht mehr so aktiv hier im Forum.
    Inzwischen bilde ich mir ein, die Funktionsweise der E61 inclusive Vorbrühung zu verstehen. Ein Thread über die Pflege des E61 Brühkopfes von Christoph aka muenchenlaim zeigt sehr schön die Trompete (die ich weiter oben "Pilz" genannt habe), die offensichtlich überhaupt keine Verchromung mehr aufweist. Allerdings sieht man noch einige Chromspuren als ob das Teil vorher verchromt gewesen wäre.
    Mich würde mal interessieren, ob die Trompete immer verchromt ist, oder auch mal nur aus unverchromten Kupfer besteht.
    Ansonsten habe ja alle Leute mit tankbetriebenen E61 Maschinen das Problem mit der verkalkten Trompete (schöner Satz).
    Eine mögliche Lösung, die von Matt520 in diesem Thread angeboten wird, - nämlich die Pumpe so zu steuern, daß sie erst nach vollständigem Schließen des Brühventils ausschaltet. Womit in der Thermosyphonkammer, in der sich auch die Trompete befindet von vorneherein ein Lufblasenbilden - das die Verchromung der Trompete zerstört - zumindest verzögert werden könnte. Dies wurde aber leider im Thread nicht weiter diskutiert.
    Somit bleibt wohl nur das gelegentliche Mittrinken von Chrompartikeln im Espresso.

    Grüße
    Horst
     
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