Die Suche nach den richtigen Parametern (Lelit PL41+ Feld 47)

Diskutiere Die Suche nach den richtigen Parametern (Lelit PL41+ Feld 47) im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Gleich vorneweg: Ich bin ein ziemliches Newbie, komme von einer Nespresso und wage gerade meine ersten Schritte in Sachen richtiger Espresso....

  1. #1 Teacherman, 22.06.2019
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    Gleich vorneweg: Ich bin ein ziemliches Newbie, komme von einer Nespresso und wage gerade meine ersten Schritte in Sachen richtiger Espresso.

    Nach Umwegen habe ich nun ein aus meiner Sicht brauchbares Setup aus einer Lelit PL41 und einer Feld47-Mühle, die mir ein freundlicher Forist gebraucht vermacht hat. Nun versuche ich mich an die richtigen Parameter heranzutatsten, komme aber nicht so recht vorwärts und hoffe auf fachkundige Tipps bezüglich der richtigen Stellschraube.

    Die Handmühle ist aktuell auf ca. 1.2 (eine ganze Umdrehung, dann weiter bis 2 - wie gibt man das bei der Mühle denn korrekt an?) gestellt. Als Bohnen habe ich einen brasiliansichen Arabica eines lokalen Rösters. Mit ca. 8,5g Bohnen (1er-Sieb, ich weiß, dass das 2er als "einfacher" gilt, aber ich bin der einzige Espresso-Trinker im Haus und letztlich will ich's mit dem Ziel 1 Tasse hinbekommen) komme ich bei einer Durchlaufzeit von etwa 25s auf ca. 25,5g Espresso. Heute Mittag hatte ich das Gefühl, das Ergebnis hätte richtig gut geschmeckt, heute Abend kam es mir in der Tendenz zu sauer vor.
    Nun ist für mich die Frage aller Fragen: An welchem Parameter drehe ich in welcher Reihenfolge? Evtl. einfach ein wenig länger extrahieren, um etwas mehr Süße zu bekommen oder...?
    Für alle freundlichen, hilfreichen Tipps bin ich äußerst dankbar.

    Grüße, Christoph
     
  2. cbr-ps

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    Für die Kaffeemenge beziehst Du zu viel, das ist mehr als 1:3
    Ich würde es mit etwas feiner Mahlen versuchen, sodass Du eher so um die 20g in der Tasse hast. Dann sollte auch die Säure zurückgehen.
     
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  3. #3 Teacherman, 23.06.2019
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    D.h., wenn ich letztlich Richtung 25g Espresso in der Tasse kommen möchte, müsste ich zum einen die Kaffeemenge erhöhen und gleichzeitig auch etwas feiner mahlen?
     
  4. cbr-ps

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    Wieso willst Du so viel in der Tasse haben? Das ist deutlich mehr als ein einfacher Espresso und es könnte sein , dass dafür das 1er Sieb nicht ausgelegt ist. Aber ja, sofern es das Sieb hergibt, müsstest Du mindestens um die 10g dafür einfüllen.
    Bitte immer nur einen Parameter gleichzeitig ändern, sonst kriegst Du das nicht systematisch in den Griff...
     
  5. #5 Teacherman, 23.06.2019
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    Vielleicht bin ich da ja auch auf dem falschen Dampfer... Ich hatte irgendwo mal gelesen, anzustreben wäre diese 25g + 25s Kombi.
    Wenn das Ergebnis gut ist, bin ich auch mit 20g Espresso zufrieden:) Und Du hast sicher Recht, man sollte immer nur an einem Parameter arbeiten. Ich werde erst einmal schrittweise bei der Feld47 den Malhlgrad verfeinern.
     
  6. Azalee

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    Nein, es sind 25ml in 25g. Was aber nicht in Stein gemeißelt ist. 25ml werden inkl. Crema gemessen und wiegen je nach Bohnen und Standdauer mehr oder weniger deutlich weniger als 25g.
     
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  7. #7 Teacherman, 23.06.2019
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    Danke! (Genaues) Lesen würde eben helfen... ;) Ich erinnere mich jetzt auch mal gelesen zu haben, dass man so Spielchen treiben kann, dass man nach der Extraktion den Puck wiegt usw. um Extraktionsgrad, resorbierte Wassermenge etc. zu bestimmen... Ich merke, ich muss noch Manches lernen.
     
  8. #8 Teacherman, 24.06.2019
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    Vielleicht kann mir ja noch jemand weiterhelfen...
    Ich habe nun ein wenig am Mahlgrad gearbeitet, und komme inzwischen tatsächlich auf ca. 19-20g Espresso in der Tasse. Die Bohnen, die ich verwendet habe, sind heute frisch vom Röster geholt (Arabica, Honduras).
    Allerdings überzeugt mich das Ergebnis noch immer nicht so recht. Für mein Empfinden ist die Säure immer noch zu präsent, auch wenn ich die anderen Aromen im Hintergrund durchaus schmecken kann.
    Zudem habe ich den Verdacht, dass es immer wieder zu Channeling kommt, da ich, wen ich nach der Extraktion den Siebträger herausgenommen habe, Löcher im feuchten Kaffeemehl gesehen habe. Ich hatte vor dem Tampern aber bewusst mit einem Zahnstocher das Kaffeemehl versucht etwas zu lockern/homogenisieren.
    Weiß jemand Rat?
     
  9. Azalee

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    Welche Röstung ist das genau? Ich hatte bisher zweimal Honduras von unterschiedlichen Röstern und beide wären eher mittel geröstet. Auch im Geschmacksprofil war eindeutig Säure (= "fruchtig", "beerig") beschrieben. Ich fand beide super lecker, aber es ist vielleicht nicht das, was du erwartest. Eine klassische dunkle Röstung mit ordentlichem Robustaanteil ist für den Einstieg meist besser geeignet.
     
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  10. #10 Teacherman, 24.06.2019
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    Sicherlich keine ganz dunkle Röstung, vermutlich eher mittel. Der Espresso ist aus der Reihe der Rösterei, die eher in die fruchtige Richtung geht (die gleichen Bohnen hatte ich in einer anderen Röstung auch schon für meine AeroPress, da fand ich sie sehr lecker). Ich gebe zu, dass ich schwer abschätzen kann, wie viel Säure für diese Espresso-Röstung "normal" ist, was also zu erwarten ist, und wo sie überschießt...
    Aus meinen Erfahrungen mit Whisky weiß ich, dass man durchaus ganz unterschiedliche geschmackliche Charakteristika zu schätzen lernen kann (Insel vs. Highlands...). Vielleicht muss man auch einfach den Genuss hier "lernen".
     
  11. #11 DaBougi, 24.06.2019
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    Vielleicht auch mal ein Auge auf die Heizkurve haben...wenn du die nicht-PID Version hast (gemäss Bezeichnung wäre das so), also kein kleines Temperaturdisplay, dann sollte man möglichst mit vergleichbaren Temperaturen arbeiten, z.b. sobald die Heizlampe erlischt, (siehe auch Hysterese).
    Sonst kommen bei sonst gleichen Parametern schnell mal sehr unterschiedliche Ergebnisse raus
    Grüsse
     
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  12. #12 Teacherman, 24.06.2019
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    Ich werd' das mal im Auge haben. Hinzukommt, dass irgendwie das Mahlgut nicht so recht konsistent ist... Gerade eben habe ich nochmal einen Versuch gemacht, da wollte ewig kein Wasser durch's Kaffeemehl gehen, obwohl ich nicht bewusst an der Mühle etwas verstellt habe. Und so heftig dürfte der Unterschied beim Tampern auch nicht gewesen sein...
     
  13. #13 DaBougi, 24.06.2019
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    Hm...genau das sollte bei einer Handmühle eher nicht der Fall sein.
    Nutzt du einen bodenlosen Siebträger?
     
  14. #14 DaBougi, 24.06.2019
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    Hier hilft genaues Lesen eher nicht :D
    *peace*
     
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  15. Azalee

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    Auch wenn man es kaum glauben mag, aber der Unterschied des Mahlguts kann zwischen morgens und nachmittags/abends bei dieser Witterung enorm sein...
     
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  16. #16 Teacherman, 24.06.2019
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    Das habe ich gerade gemerkt... Kam von einer Sitzung heim und weil ich noch an den Schreibtisch muss, hab' ich mir einen Espresso gegönnt. Diesmal war das Ergebnis recht gelungen (wobei ich gestehe, dass ich unbesehen eine kleine Prise Moscovado-Zucker rein habe); feine, definierte Säure, aber nicht überprägnant - am ehesten vielleicht vergleichbar mit einem guten Weißwein, der ja auch Säure hat, die aber nicht alles zudeckt. Ich war echt zufrieden. Mal sehen, ob sich das reproduzieren lässt...

    @DaBougi Nein, ich nutze den Standard-Siebträger, der bei der Lelit PL41EM dabei war. Gibt's für die denn einen passenden, bodenlosen Siebträger?
     
  17. cbr-ps

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    Dann probier einfach mal eine dunkle Röstung. Ich mag als Brühkaffee auch gern helle Röstungen, als Espresso sind mir mittlere schon zu „fruchtig“, da mag ich die Säurenoten nicht.
     
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  18. #18 furkist, 24.06.2019
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    Ja. Von Lelit, original. Guckst du auch hier: Lelit Siebträger mit neuem Griff

    Und wenn du eine fruchtige Bohne hast, dann wird die fruchtig bleiben - egal wie du sie zubereitest.
     
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  19. #19 furkist, 24.06.2019
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    Oha ! Da traut sich einer was ! :cool:

    Psst: nicht weitersagen: ich tu auch Z...rein ....
     
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  20. #20 Borboni, 24.06.2019
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    +1 die säure ist ziemlich sicher auf die röstung und nicht auf einen extraktionsfehler zurück zu führen.

    du hattest noch channeling am rand erwähnt. das ist ein häufiges phänomen beim einersieb. dagegen kannst du zwei dinge tun:

    - mehr mehl ins sieb. es dürfen gerne 9,5 sein (mahlgrad musst du dann auch anpassen, wenn der flow unverändert sein soll)

    - eierndes tampern (nutation tamp). ich bin ein grosser fan dieser technik beim einersieb! aber achtung es verändert die flussrate erstaunlich stark!
     
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