Dieckmann Röstmeister: erste Erfahrungen und Fragen

Diskutiere Dieckmann Röstmeister: erste Erfahrungen und Fragen im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Moin, nachdem ich per Zufall an ein Kilo Rohkaffee gekommen war und gemäß KaffeeWiki einen ersten Pfannen-Röstversuch unternommen hatte, lief mir...

  1. hwf

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    Moin,

    nachdem ich per Zufall an ein Kilo Rohkaffee gekommen war und gemäß KaffeeWiki einen ersten Pfannen-Röstversuch unternommen hatte, lief mir bei eBay ein Dieckmann Röstmeister über den Weg.

    Mit dem habe ich jetzt an die 10 Chargen verarbeitet, und ich habe mir vor einer Weile von Fausto zusammen mit seinem Monsooned Malabar dasselbe als Rohkaffee bestellt. Der Gedanke war, mich so ans Ziel heranarbeiten zu können. Das klappt nur zum Teil - die gerösteten Bohnen haben jetzt denselben Bräunungsgrad, und der Kaffee verhält sich auch in Mühle (Demoka) und Maschine (Gaggia cc, bodenloser ST) ganz ähnlich. Er schmeckt auch ähnlich, aber über allem liegt eine irgendwie beißende Schärfe, die komischerweise mit Milch mehr zur Geltung kommt. Meine Liebste, die den Malabar von Fausto sehr gerne trinkt, mag meine Röstung deshalb nicht ... also besteht dringender Verbesserungsbedarf ;-)

    Außerdem fangen die Bohnen nach einer Woche an, stark Öl abzusondern.

    Mein Verdacht ist eine zu hohe Rösttemperatur, weil's recht schnell geht. Das erste Knacken beginnt nach ca. 4 Minuten, das zweite bei ca. 7. Wenn ich nach 8 Minuten abbreche, ist der Bräunungsgrad wie bei der Fausto-Röstung.

    Eingefüllt habe ich, wie bei vorherigen Röstungen, 350 ccm Bohnen, was bei anderen Rohkaffees 250 g entspricht, beim Monsooned Malabar aber nur 190 g. Nach dem Rösten sind's dann noch ca. 165 g.

    Irgendwelche Ideen, woran ich drehen könnte? Z.B.:

    - mehr Bohnen einfüllen? Dann würde sich die Hitze ja auf mehr Material verteilen.

    - versuchen, die Temperatur der Heißluft zu reduzieren (keine Ahnung ob das Gebläse eine Temperaturregelung hat, Elektronikkenntnisse sind vorhanden, Zerlege-Skrupel keine)?

    Danke und Grüße, Helmut
     
  2. hwf

    hwf Mitglied

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    AW: Dieckmann Röstmeister: erste Erfahrungen und Fragen

    Moin und schon mal danke für die ausführliche Antwort und den Malabar-Trost ;-)

    Interessant ist schon mal die Info dass die Zeiten beim Dieckmann einfach kürzer sind.

    Mich hat außerdem möglicherweise die Empfehlung des Verkäufers ("nicht mehr als 250 g, 10 bis 20 min. Röstzeit") auf die falsche Fährte gebracht, Dieckmann empfiehlt selbst ausdrücklich 300 g, nicht mehr und nicht weniger. Ich werde auf jeden Fall mal einen Versuch mit größerer Menge machen, ich könnte mir vorstellen dass dann die Zeiten länger und die Temperatur etwas niedriger werden.

    Über Stege in der Dieckmann-Trommel habe ich hier schon gelesen, aber hier purzeln die Bohnen sehr schön, so dass ich da bisher nichts gemacht habe. Bleche und Schrauben liegen aber bereit.

    Tiefer in die Hardware (Temperatur) würde ich erst gehen wenn anderes nicht hilft. Und natürlich: immer nur einen Parameter zur Zeit ändern, man ist ja Wissenschaftler ;-)

    Meine letzten beiden Röstungen erweisen sich übrigens als recht trinkbar, meine Liebste mag sie auch wieder! Ich hatte die Zeiten verkürzt. Einmal den Malabar wie im Ursprungsposting beschrieben, 1 min. ins 2. Knacken (und da ist dann nach Deiner Aussage ja noch Luft nach unten drin). Dann hatte ich noch vom Dieckmann-Verkäufer eine Mischung mitgeschickt bekommen, aus 25% Brazil, 25% Mexico, 20% India unwashed Robusta, 30% Guatemala. Den hatte ich zuerst 2 min. ins 2. Knacken getrieben, das Ergebnis schmeckte ziemlich scharf und bitter. Der letzte Versuch war 30 s ins 2. Knacken, das ist schon recht lecker, kräftiger und "erdiger" als der Malabar.

    Danke für den Link zum Rezept, ich komme möglicherweise drauf zurück, wenn die vorhandenen Bohnen verbraucht sind. Oder ich besorge mir erst mal den empfohlenen Brazil zum weiteren Einsteigen.

    Es bleibt spannend!

    Grüße, Helmut
     
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