Druckregulierende Tamper & optimaler Anpressdruck

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  1. #1 BlauerPanther, 09.01.2017
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    Auf der suche nach dem perfekten Tamper bin ich bei dem espro calibrated Tamper convex hängen geblieben.
    Mir gefällt das satte, unaufdringliche Klick-Geräusch, sowie der breite Knauf, der mit Sicherheit sehr gut in der Handinnenfläche liegt.
    Der Tamper ist mit einem Anpressdruck von 30lbs, also 13,6kg voreingestellt.

    Bei ECM habe ich nun ebenfalls einen druckregulierenden Tamper im Angebot entdeckt. Dieser hat jedoch einen eingestellten Wert von ganzen 20kg! Das ist fast doppelt so viel wie der espro!

    Welchen Druck/Tamper könnt ihr mir als Einsteiger empfehlen?
     
  2. #2 domimü, 09.01.2017
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    Tamperempfehlung meinerseits ganz klar: Tamperbell.
    Den Druck musst du nicht so exakt treffen, wichtiger als der absolute Druck ist für die Reproduzierbarkeit, dass du in etwa den gleichen Druck auch beim nächsten Bezug verwendest und noch wichtiger, die gleiche Kaffeemehlmenge, gleiche Temperatur, gleiche Bezugszeit.
    Wenn du unbedingt einen druckregulierenden Tamper willst, halte ich den Bravo für das durchdachteste Produkt und den e-Tamper für das witzigste.
     
  3. #3 BlauerPanther, 09.01.2017
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    Ok, das heißt, ich kann einen beispielsweise zu fest getamperten Siebträger durch eine gröberen Mahlgrad kompensieren bzw. vice versa?
    Dementsprechend ermittle ich einmalig das perfekte Zusammenspiel von Anpressdruck & Mahlgrad (Temperatur & Kesseldruck ist bei normalen Zweikreislern glaube ich nicht beeinflussbar), und bin gut gerüstet?
     
  4. #4 ingokl, 09.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 09.01.2017
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    Nein, ab einem gewissen Tamperdruck hat dieser nur noch einen moderaten Einfluss auf den Durchfluss, weil das Pulver ab da kaum noch weiter verdichtet wird. Wenn man also mit 150Nm (entsprechend einem Gewicht von ca. 15kg) oder mehr arbeitet kann man sich in Ruhe auf die Justierung von Menge und Mahlgrad konzentrieren. Viel wichtiger als als die exakte Anpresskraft zu treffen ist das gerade Tampen. Wenn man recht schief tampt kann man das deutlich am Bezug sehen.
     
  5. #5 domimü, 09.01.2017
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    Den Mahlgrad kann man nicht wirklich durch den Anpressdruck ausgleichen. Selbst kleine Änderungen des Mahlgrads machen sich deutlich bei der Extraktion und Flußrate bemerkbar, beim Tamperdruck brauchst du eine deutlich größere Änderung und hast vielleicht bei der Flußrate, kaum aber bei der Extraktion eine Korrekturmöglichkeit.
     
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  6. #6 BlauerPanther, 09.01.2017
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    Danke für die guten Erklärungen! Das klingt gut! Auch dir domimü, danke für die Tamper-Links.
    Zwei tolle Tamper-Konzepte.
    Der Bravo-Tamper gefällt mir dabei besonders und ist eine Überlegung wert.
     
  7. #7 Pertlwieser, 09.01.2017
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    Hat jemand eine Bezugsquelle für den Bravol
     
  8. #8 gummipferd, 09.01.2017
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    Ich finde die Tamperbell ganz großartig und besitze selber zwei, aber die ausgerechnet einem Einsteiger zu empfehlen, finde ich nicht ganz richtig.
    Dass es mit dem TB schwerer ist gerade zu tampen bzw zu kontrollieren ob man gerade getampt hat, ist ja nun mal kein Gerücht und gerade da könnte sich eine Stolperfalle für Einsteiger befinden.
     
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  9. #9 S.Bresseau, 09.01.2017
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    Wichtig ist gerade zu tampern. Bei vielen "normalen" Tampern kann man das gut erkennen, bei manchen nicht

    Von Macap gibt es eine Tamperstation im Stile einer Orangenpresse, auch die Versalab Press finde ich spannend. Beide nicht billig.
    Ähnlich wie der Bravo funktioniert der Hauck S
    http://www.hauck-tamper.com/innovation/

    Es gibt auch welche, die auf dem Rand aufliegen und "nur" führen, also nicht dynamometrisch arbeiten. reicht imho völlig aus, find aber grad keine Links.

    Hilfreich sind auch die Trichter von Tidaka. Der fürs LM 1er Sieb führt meinen 41mm CA perfekt.
     
  10. Jfh

    Jfh Mitglied

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    bei allen parametern, die für nen vernünftigen espresso zu beachten sind, ist der tamperdruck der am ehesten vernachlässigbare. wichtig ist, dass ein zylinder erzeugt wird, der an allen stellen die gleiche stärke aufweist. wasser nimmt immer den leichtesten weg!
     
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  11. #11 BuzzDee, 18.01.2017
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    So isses. Das Tampen wirkt als Vorgang wie professionelles Handwerk, als müsse es sich dabei um eine faszinierende Disziplin handeln in der man unbedingt ein Profi sein muss damit man überhaupt einen trinkbaren Espresso zustande bringt. Ich verweise immer gern auf Gwilym, mehr gibts zum Tampen nicht zu wissen:

    Ein besonderer Tamper ist dafür nicht erforderlich.

    Tamperbell gehört für mich eindeutig zu unnötigem Liebhaber Kram, kann nix was ein handelsüblicher Tamper nicht auch könnte.
     
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  12. #12 mcblubb, 18.01.2017
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    Zunächst ist die Einheit kg die Einheit für die Masse. Durch hineinrechnen der Erdbeschleunigung machen wir ne Kraft draus bezogen auf die Tamperfläche wird dann Flächenpressung daraus....

    Anyway. Habe das ganze mal "durchgerechnet" (vor ein paar Jahren). Bei den gängigen Empfehlungen (15 kg) und den weit gebräuchlichen Siebdruchmessern von 58mm, kommt raus, dass man etwa mit 1bar tampt. Danach steht Heißwasser mit 10 bar auf dem Puck....

    M.E. gibt es keine echte technsiche Relevanz, die etwas mehr oder weniger Anpressdruck begründen könnte. Einzig bei eher unzureichendem Equipment wie z.b. sehr einfachen Mühlen etc. kann man durch brutales tampen ein bisschen was an der Durchlaufgeschwindigkeit erreichen.

    Ansonsten hat m.E. tampen nur den Hintergrund das Kaffeemehl so zu verdichten, dass es beim Bezug nicht verwirbelt und es zu channeling kommt.
     
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  13. #13 BlauerPanther, 18.01.2017
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    Das heißt, der korrekte Tamperdruck spielt in der Reproduzierbarkeit von guten Kaffee-Ergebnissen eine untergeordnete Rolle?
    Sprich: So lange mind. mind. 10kg getampert wird, macht es keinen Unterschied, ob es dann beispielsweise 10 oder 25kg sind?
     
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  14. #14 benni90, 18.01.2017
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    Ja richtig erkannt.

    Der Anpressdruck ist fast gänzlich zu vernachlässigen.

    Nur so nebenbei: ausgerufene 'Tampingtechnikmarschroute' von den Jungens aus Seattle von Slayer für deren Maschinen lautet, nur leicht auflegen und leveln ohne zusätzlichen Druck.

    Solange man gerade und vor allen Dingen immer gleich verdichtet spielt der Anpressdruck keine Rolle.
     
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  15. Jfh

    Jfh Mitglied

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    das fällt halt solange nich auf, wie man seine shots nich abwiegt.
     
  16. #16 Fraenky, 18.01.2017
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    Gibt ja viele Meinungen, was das Tampern angeht.
    Was man in letzter Zeit häufiger liest, ist ja das "verrühren" des Kaffeemehl um klümpchen zu minimieren,
    Danach ist gleichmäßiges auffüllen wichtig und gerades Tampern.

    Für einen Anfänger denk ich, ist unter den erschwinglichen Tools, vielleicht der boardtrichter (Tidaka) mit gut passendem normalen Tamper zu empfehlen, weil damit gerades Tampern einfacher ist.
     
  17. 'Ingo

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    Manche benehmen sich beim tampen so, als würden sie einen Bugati durch die am Straßenrand stehende Menge bewegen und wüssten, sie kommen gefilmt ins Fernsehen.
    Für mich ist tampen auch fast Nebensache, nur die Enddrehung finde ich wichtig, so kommt der Tamper oft sauberer auch dem ST als ohne Drehung. :D
     
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  18. #18 Kofeinator, 18.01.2017
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    Klares Jein: Wie schon oft gesagt, ist konstantes Tampen wichtig. Jedes mal zwei Kilo oder jedes mal fünfzig Kilo. Und hier das heiß ersehnte Aber: Bei zwei Kilo mal 500 Gramm mehr oder weniger ist echt viel.
    Bei 50 kg drei Kilo mehr oder weniger ist irrelevant. Also mein Tipp: Lieber etwas fester und der Kaffee wird gut.
     
  19. Arni

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    Spar dir das Geld und kauf einen einfachen glatten Tamper für max. 30-50€, wie sie die Kaffeeröster z. T. anbieten. Der Durchmesser sollte stimmen.Tampen ist nicht so wichtig (hat sich bei Versuchen einer Fachhochschule ergeben), mehr entscheidend für die Espressoqualität sind Mahlgrad und Pulvermenge.
     
  20. #20 Kaspar Hauser, 18.01.2017
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