ECM Mechanika weiter zerlegen oder komplett entkalken?

Diskutiere ECM Mechanika weiter zerlegen oder komplett entkalken? im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo Forumsexperten. nachdem ich dieser Tage bereits mit eurer Hilfe die Steuerungseinheit tauschen musste und vor kurzem auch noch den...

  1. #1 RDoubleyou, 22.09.2021
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    Hallo Forumsexperten.

    nachdem ich dieser Tage bereits mit eurer Hilfe die Steuerungseinheit tauschen musste und vor kurzem auch noch den Pressostaten (der Kesseldruck stand bei 0,9 Bar und die Schraube am Pressstaten war völlig "vergniesgnaddelt"), fiel mir auf, dass die Brühgruppe und dementsprechend der Espresso nicht heiss genug wurden. Eigentlich dachte ich, dass die Maschine kein Kalkproblem haben könnte, weil ich seit 10 Jahren eigentlich ausschliesslich extrem mineralarmes Flaschenwasser verwende (6,32 mg Ca/L). Nichtsdestotrotz lass ich fleissig im Forum und wurde in einigen Freds auch fündig. Espressojung wies des öfteren darauf hin, den Winkel vom HX zur Bühgruppe auf Kalk zu überprüfen. Also machte ich mich an die Arbeit und schraubte den Winkel ab (musste mir erst einmal einen 21er Maulschlüssel besorgen. Wieso verwenden die Hersteller so ungewöhnliche Weiten?). Und siehe da, innerhalb dieses weissen Röhrchens hatte der Kalk doch für eine recht starke Verjüngung gesorgt. Der Winkel sah bei weiten nicht so furchterregend versifft aus, wie auf einigen der von Espressojung geposteten Fotos, aber immerhin.

    Jetzt zu meiner Frage: Wo ich schonmal dabei bin, sollte ich auch das unter dem Kessel befindliche T-Stück (bzw. den Winkel, der zum T-Stück führt) ausbauen und auf Kalk prüfen oder kann ich gleich mit einer Komplettentkalkung der Maschine starten? Der Ausbau sieht nämlich nach allerhand Arbeit (und Risiko, dabei etwas zu zerstören) aus. Die Verschraubung zu diesem Winkel hatte ich mal gelöst, dabei aber nichts finden können.

    Und die zweite Frage: die Kupferdichtung, die beim oberen Winkel zum Kessel hin verwendet wurde, ist natürlich völlig platt und auch nicht mehr rund, sondern oval und ausserdem inzwischen fest mit de Winkel verbunden. Ich glaube kaum, dass ich den Winkel nochmal reinschrauben kann, und das Ganze dabei auch noch dicht kriege. Espressojung schrieb, dass er deshalb Teflonband verwendet. Teflonband habe ich nicht zur Hand, aber das gute alte Hanf nebst entsprechender Paste habe ich hier. Das habe ich mein halbes Leben bei Gas- und Wasserinstallationen benutzt. Allerdings müssen diese Verbindungen keine 125ºC aushalten. Google sagt, Hanf kann bis 160º C verwendet werden. Aber bevor ich denen vertraue, frage ich lieber die Experten hier im Forum. Kann ich Hanf problemlos verwenden?

    Habt vielen Dank!
    Viele Grüsse, Rainer
     
  2. #2 Espressojung, 22.09.2021
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    Ich verwende nur noch den Loctite 55 Dichtfaden für diese Verschraubung.
    Bisher hatte ich auch nie eine Undichtigkeit mit dem Dichtfaden.
    Die Sache mit dem Hanf würde ich ganz schnell wieder vergessen, dass war früher vielleicht
    die Übliche Abdichtung von Rohrgewinden, aber ich hätte bedenken von Verunreinigungen
    des Hanf und zu diesem Hanf-Fett würde ich auch abraten (so viel ich weiss, hat das Fett auch keine Trinkwasserfreigabe).
     
  3. #3 higgs_muc, 22.09.2021
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    Neo-Fermit ist für Wasserinstallationen geeignet und hat eine DVGW Zulassung. Außerdem schmiert man das Fermit ja auch nicht in die Verrohrungen sondern nur am Gewinde, wo auch Hanf ist....
     
  4. #4 Espressojung, 22.09.2021
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    ich würde trotzdem keinen Hanf verwenden.
    Hier dieser Bericht ist zwar von Henkel, aber die Argumente gegen Hanf
    erscheinen mir doch recht schlüssig.
    Hygiene in der Trinkwasserinstallation
     
  5. #5 RDoubleyou, 22.09.2021
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    Vielen Dank für eure Antworten. Mir ging es allerdings weniger um hygienische Aspekte als vielmehr um die Temperaturbeständigkeit. Immerhin wird der Kessel ja bis 125°C heiss. Bei diesen Temperaturen sollten Mikroorganismen nicht allzuviel Überlebensspielraum haben, denke ich. Und dass da Fasern in den Kessel gelangen, würde ich auch erst einmal ausschließen wollen. Ich lasse die ersten beiden Windungungen ohnehin immer frei. Letztlich habe ich Hanf genommen und gut ists.

    Anschließend habe ich eine Vollentkalkung durchgeführt, und jetzt tut das Maschinchen wieder wie am ersten Tag. Hätte gar nicht mehr in Erinnerung, wie heiss die Brühgruppe beim Betrieb wird. Der Espresso schmeckt auch nicht mehr sauer. Alles wunderbar.

    Grüße, Rainer
     
    higgs_muc gefällt das.
  6. #6 higgs_muc, 22.09.2021
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    Naja, wie du schon sagst, der Link ist von Henkel (Presseabteilung). Unabhängig was anderes :(
     
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