ECM/Profitec Flow Control

Diskutiere ECM/Profitec Flow Control im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Du weißt schon was ein „ECM/Profitec Flow Control“ ist !? Da gehts (ist es noch nie) um ECM Geräte gegangen, sondern NUR um das Tool, das in den...

  1. #801 mr.smith, 01.05.2022
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    Du weißt schon was ein
    „ECM/Profitec Flow Control“
    ist !?
    Da gehts (ist es noch nie) um ECM Geräte gegangen, sondern NUR um das Tool, das in den über 800 Beiträgen wohl am wenigsten in ECM‘s verbaut wurde.
    Da gehts um Erfahrungen mit dem Tool, nicht mit der Maschine ECM oder Profitec.

    z.B. auch hier bei Stoll-espresso im erweiterten Sinn gemeint
    ECM Fluss Profil Ventil für E61 Brühgruppen 2.0


    .
     
  2. #802 robelTOtheBobel, 23.05.2022
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    Hätte mal eine kurze Frage. Wollte mir jetzt nicht alle Seiten durchlesen und habe etwas quergelesen. Ich habe eine Expobar Brewtus 3 und würde gerne eine FC installieren. Die Rotationspumpe haut so schnell 9 bar auf den Puck, dass ich glaube dadurch häufiger Channeling zu haben. Ist es egal ob ich Profitec oder ECM verbaue? Jetzt gibt's anscheinend auch noch 2.0 ... Was brauche ich denn nun?
     
  3. #803 Espressojung, 23.05.2022
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    Profitec und ECM haben das gleiche Gewinde. ==> EGAL
     
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  4. #804 donthorri, 05.08.2022
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    Ich habe nun meine neue Espressomaschine, die Profitec 700 mit dem Flow-Control Ventil.
    Und so ganz klar ist mir einiges im Umgang mit dem Ventil noch nicht. Ich hätte dazu ein paar Fragen, die durch das Lesen der Beiträge hier noch nicht ganz klar geworden sind.
    Ich habe erstmal die Flussrate bei verschiedenen Stellungen des Flow-Control Ventils gemessen und komme auf folgendes (mit wenig Varianz zw. mehreren Messungen):
    1/4 -> 3,2gr/sek
    1/2 -> 5,5
    3/4 -> 7,2
    1 -> 9,5
    11/4 -> 11,6
    11/2 13,5
    Das deckt sich ungefähr mit Angaben den Amis (WWL), die diverse Videos bei YouTube zum Thema haben.

    Jetzt meine Fragen:
    - Wie stelle ich die Mühle am besten ein? Ich habe es jetzt so gemacht, dass ich sie bei einer festen moderaten Flussrate von ca. 7gr/sek. (entspricht in etwa den Mittelwert zw. meiner Rancilio Silvia und meiner alten Ascaso Steel Duo PID) eingestellt habe und dabei auf ein Getränkeverhältnis von 1:2 in den klassischen 25-30sek. gegangen bin. Das Rezept war bei der verwendeten Röstung bei meiner alten Maschine immer sehr gut. Wäre das Vorgehen bei der Nutzung des Flow-Control-Ventils so richtig, oder würdet ihr das anders machen?
    - Mir ist auch aufgefallen, dass ich feiner mahlen muss im Vergleich zu vor dem Maschinenwechsel. Liegt das evtl. an der Rotapumpe der Profitec 700 vs. Vibra oder am Flow-Control-Ventil?
    - Wie ist das mit der Bezugszeit und dem Getränkeverhältnis? In vielen Videos und Beiträgen zu Flussprofilen sind viel längere Zeiten als die „klassischen“ 25-30 sichtbar. Verabschiedet man sich von diesen Zeiten und achtet dann nur noch auf das Verhältnis und die Flussrate? Oder spielt das Getränkeverhältnis auch nicht mehr so eine Rolle?
    - Ich finde das Regeln des Drucks über die Flussrate noch sehr schwer. Das läuft nicht linear. Der Druck geht z.B. recht schnell hoch auf 8bar, schon bei einem > 1/4 geöffneten Ventil. Man muss schon ein feines Händchen haben, um den Druck darunter langsam ansteigen bzw. abfallen zu lassen. Alles was mehr Öffnung als 1/4 – 1/2 Umdrehung ist, verändert den Druck nicht mehr relevant. Ist das normal so?

    Freu mich über Eure Einschätzungen und Hinweise. Viele Grüße
     
  5. #805 Andreas 888, 05.08.2022
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    So, dass du auf deine gewünschten Parameter (Flow, Zeit, Druck) kommst. Die wiederum sind abhängig von dem was du Geschmacklich in der Tasse haben möchtest.
    Das kannst du machen, wobei das FC seine Stärken erst richtig bei Regelung während des Bezuges ausspielt.
    Ja, hat man schon. Das heißt nicht, das die 'klassischen' Parameter nicht auch passen können.
    Es ist häufig ein guter Ausgangswert, um dann, je nach gewünschtem Geschmack, die Parameter anzupassen.
    Das ist Übung-/Erfahrungssache. Wie du ja gemerkt hast, ist die Änderung nicht linear.
    In deinem Fall (Rotationspumpe) ist die Regelung zusätzlich etwas 'schwieriger' als mit Vibra.
    Bei mir ist danach auch noch Änderung möglich. Allerdings, wie ich oben schon anklingen ließ, verhält sich die Rota im Druckaufbau wesentlich progressiver. Daher nur bedingt vergleichbar.
     
  6. #806 donthorri, 05.08.2022
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    Ganz herzlichen Dank für die Antworten! Dann probiere ich noch mehr rum. Dafür hab ich's mir ja angeschafft ;-). Bin gespannt was rauskommt. Wahrscheinlich macht es Sinn strukturiert vorzugehen und immer noch einen Parameter nach dem anderen zu verändern.... .
     
  7. #807 Andreas 888, 05.08.2022
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    Ja, auf jeden Fall. Immer nur ein Parameter....und das Ergebnis in der Tasse überprüfen.
     
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  8. #808 donthorri, 05.08.2022
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    Gibt es denn irgendwo eine Übersicht zu verschiedenen Fluss-Verläufen und deren Auswirkung? -> z.B. Säure/Bitterkeis -> betonen/reduzieren, etc.?
     
  9. #809 Andreas 888, 05.08.2022
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    Naja, da spielen einige Dinge zusammen...
    Aber sehr vereinfacht:
    Zuerst werden Säuren extrahiert, dann die 'Süße' und Aromen, zum Schluß die Bitterstoffe.
    Wobei natürlich nicht so strikt getrennt.
    Wiederum abhängig von Temp., Flow, Druck....
     
  10. #810 donthorri, 05.08.2022
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    Kann man dann vereinfacht sagen...
    - > langsame Flussrate zu Beginn betont die Säuren, da längerer Kontakt mit dem Wasser? Oder andersherum, mehr Wasserdurchfluss, mehr wird an Säuren gelöst?
    Das Ganze dann andersherum für die Bitterstoffe -> langsamer Abbau der Flusrate gegen Ende reduziert die Bitterstoffe?
     
  11. #811 Andreas 888, 05.08.2022
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    Wieder: naja...
    Vereinfacht, wenn wir die anderen Parameter mal weglassen, (die eben auch mitspielen) mehr Fluss - mehr Extraktion.
    Immer in Hinblick auf die Eigenschaften der Bohne/Röstung.
     
  12. Lancer

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    Wurde das eher so sehen, mehr (längerer) Kontakt Wasser <-> Kaffeemehl, mehr Extraktion.
    Rest, ja, natürlich.
     
  13. #813 Andreas 888, 05.08.2022
    Zuletzt bearbeitet: 05.08.2022
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    Verstehe dich nicht ganz, wie du das meinst…

    Mehr Kontakt (also mehr Durchfluss) = mehr Extration
    Länger Kontakt (also mehr Zeit) = mehr Extration
     
  14. Lancer

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    Das ;)
    Mehr Durchfluss in kurzer Zeit extrahiert ja nicht genug, ergo, Bezug sauer.
    Ausnahme, gewollte Turboshots.
     
  15. #815 Andreas 888, 05.08.2022
    Zuletzt bearbeitet: 06.08.2022
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    Ja, beides trifft zu.
    Es wird bei mehr Durchfluss in kurzer Zeit schon mehr extrahiert, (als bei wenig Durchfluss in der selben Zeit) nur eben am Anfang der Extraktion großteils die sauren Komponenten...
    Ich nehme an, du beziehst dich bei kurzer Zeit auf die ersten Sekunden in Hinblick auf die (theoretische) Gesamtzeit. Dann wäre nach kurzer Zeit natürlich, auf die theoretische Gesamtzeit gesehen, weniger extrahiert.
     
  16. #816 mr.smith, 06.08.2022
    Zuletzt bearbeitet: 06.08.2022
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    Meine Parameter sind grob:

    Bei mittelhellen Bohnen:
    - Preinfusion (3bar / 10sek > ) - Drucksteigerung je nach Geschmack langsam oder gleich auf 9 - 9,5bar - nach 15sek auf 8bar - nach 20 langsam abfallend bis auf 5bar.
    (sehr helle Bohnen - Druck langsamer aufbauen und am Ende mehr Druck behalten)

    Bei DUNKLEN Bohnen:
    - Preinfusion kürzer - danach gleich auf 9bar - nach 10-15sek auf 8bar (5sek) - danach wieder abfallend bis auf 5bar.
    (bei sehr dunklen Bohnen würde ich noch weniger Druck verwenden)

    Das sind meine Parameter, die natürlich dann auf den jeweiligen Kaffee /Alter/… angepasst werden müssen.
    .
     
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  17. #817 donthorri, 06.08.2022
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    Okay, das gibt den ganzen mal eine Richtung. Ich werde rumprobieren. Danke für Eure Antworten.
    Primär geht es mir darum die Säuren zu reduzieren. Da bin ich einfach sehr empfindlich. Bitterkeit macht wir dagegen fast nichts aus. Möchte aber einfach vom Aroma auch mal nicht ganz so dunkle Bohnen verwenden. Hatte da einige sehr leckere Bohnen vom Aroma her, die mir aber auf Dauer zu viel Säure hatten und bin dann immer wieder auf die recht dunklen klassisch italienischen Röstungen zurück. Jetzt bin ich gespannt wie es sich mit dem Flow-Control verhält.
     
  18. #818 Andreas 888, 06.08.2022
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    :)
     
  19. #819 CoffeeOnTheBrain, 06.08.2022
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    Gegen Säure hilft oft mehr Wasser also 1:2.5 oder 1:3 (oder gar 1:4 aber eher nur bei Filterröstungen) statt 1:2. in manchen fällen muss man auch die Temperatur erhöhen.
     
  20. Wasu

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    weniger Säure:
    Temperatur hoch >94°
    feiner Mahlgrad
    dunkle und lange Röstungen (Röster fragen!)
    spezielle Bohnensorten, z.B.: Malabar, eher Brasilien aber Kenia und Äthioper meiden
    lange Bezüge > 25 Sekunden
     
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