AW: ECM Technika III vs. BFC Ela
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| „ECM Technika III“ vs. „BFC ELA“ |
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Abmessungen (B/H/T):
TIII: 32 x 38 x 45 cm bei einem Leergewicht von 23 kg
ELA: 27 x 42 x 44 cm bei einem Leergewicht von 22,5 kg
Entscheidend für mich war die doch kompaktere Größe der Ela.
Durch die sich nach oben verjüngende Form der Ela wirkt sie sogar noch kleiner. Hatte bei der TIII das Problem, dass sie einfach zu groß für unsere Küche war und kaum Platz zum richtig hantieren blieb.
Technische Daten und Evaluation (nur in kürze

):
TIII: Frischwasserbehälter: 3,5 Liter; Kessel: 2,1 Liter; Leistung: 1350 Watt
ELA: Frischwasserbehälter: 2,5 Liter; Kessel: 1,3 Liter; Leistung: 1300 Watt
Hier wäre bei der Ela locker ein 3 bis 3,5 Liter Tank hineingegangen. Platz ist genug vorhanden. Wieso es nur ein ca. 2,5er geworden ist, bleibt offen.
Werde mir da wohl in nächster Zeit einen „passenden Tank“ basteln.
Diesbezüglich kann die TIII natürlich voll punkten, zumal der Tank bei der TIII schön eingepasst wurde und in der Ela liegt er eigentlich grad so drin.
Die Befüllung bei der TIII ist, wenn man die ganze Tassenablage voll stehen hat, auch etwas umständlich, da man die hintere Reihe wegräumen muss. Bei der Ela kann man an diese Stelle erst gar keine Tassen stellen, was das Befüllen augenscheinlich vereinfacht, aber da der Tank wirklich zu klein für den vorhandenen Platz dimensioniert ist, muss man bissel aufpassen, dass man nicht daneben gießt (zumindest wenn man den Tank mit einem Kännchen befüllt). Das ist bei der TIII einfacher und angenehmer.
Die TIII greift das Wasser von unten ab und die Ela mit einem Schlauch von oben. Vor- oder Nachteil gibt es eigentlich nicht. Ok, wenn der Schlauch mit dem Filter auf der Oberfläche schwimmt (bei der Ela) zieht die Pumpe Luft… aber wenn der Filter mal „angesoffen“ ist, wird er schön unten im Tank gehalten. Da aus unseren Leitungen das Wasser mit ca. 5°dH (eigentlich sollte es hier deutscher Weichheit heißen) kommt und ein Enthärter unnötig ist, wurde der Filter gegen so nen Mikrofilter getauscht der einfach dafür sorgt, dass der Schlauch unten gehalten wird.
Die Ela hat aufgrund der kompakteren Bauweise eine kleinere Tassenabstellfläche. Zum Vergleich: Auf der TIII hatten 4 große Cappuccino- und 4-5 Espressotassen Platz. Auf der Ela hat es „nur“ für 3 Cappuccino- und 2 Espressotassen Platz. Allerdings ist das für unseren 2 Personenhaushalt ausreichend. Wenn mal Besuch kommt gibt es ja noch die Heißwasserentnahme zum vorwärmen der Tassen.
Die TIII hat eine Abschaltautomatik gegen das durchbrennen des Kessels. Diese wird über den Wasserstand reguliert. Im unteren Viertel des Wassertanks sind 2 Metallnieten (rechts und links eine) und wenn der Wasserstand darunter sinkt ist der Stromkreislauf nicht mehr geschlossen und die Heizung geht aus. Bei der Ela funktioniert das über eine Feder unter dem Tank. Wird der Tank zu leicht, drückt es die Feder hoch und ein Alarmsignal ertönt. Allerdings geht die Ela dann nicht aus, aber dieses fiepende Geräusch das sie dann abgibt kann man einfach nicht überhören. Sicherer ist natürlich die TIII, nur kann es sein, dass die dann halt einfach unbemerkt ausgeht und man sie dann wieder hochheizen muss was aber bei einer noch heißen Maschine relativ schnell geht.
Die Ela heizt natürlich bei fast gleicher Wattleistung und kleinerem Kessel deutlich schneller auf bzw. stellt deutlich schneller Dampf bereit. Bis alles durchgewärmt ist vergeht aber beinahe genau so viel Zeit. Man sollte ihr schon 30 min lassen. Der kleine Kessel ist aber für den ganz normalen Haushalt absolut ausreichend. Dampfpower ist genügend vorhanden.
Durch eine Reduzierung im Brühgruppenzulauf (Teflonreduktion im Thermosyphonkreislauf) überhitzt die Ela eigentlich kaum und ein Leerbezug ist so gut wie nie nötig (wenn dann nur ganz kurz). Die TIII ist da schon eher ein Wasserdampfspeiender Drache wenn die ne Weile steht.
Da ist dann ein längerer Leerbezug möglich. Dort kann man zwar über Verstellung am Pressostat die Kesseltemperatur ein wenig senken und somit die Überhitzung minimieren aber so gut wie bei der Ela wird das mit der TIII nie.
Beide Maschinen haben die klassische E61 Brühgruppe, wobei diese bei der Ela ein wenig im Gehäuse verschwindet und der Bezug über einen kleinen Schalter per Magnetventil gestartet wird. Bei der TIII hingegen ist es klassisch mit dem Hebel. Was besser Gefällt liegt im Auge des Betrachters oder Besitzers und ist Geschmackssache.
Apropos Geschmack (noch optisch). Habe die Ela in mattiert (meine alte TIII war poliert). Finde mattiert deutlich zurückhaltender und edler… understatement rules. Ist zwar schwerer in der Pflege weil man sofort jeden Fingerabdruck sieht, aber mit nem geeigneten Putzmittel (Stahl-Fix Matt ist sehr empfehlenswert. Kaufen kann man es bei Rewe und Real) ist das auch „Schnee von gestern“.
Vom Betriebsgeräusch ist die Ela leiser als die TIII. Würde die TIII in etwa auf das Geräusch einer Mazzer Mini schätzen. Zwischen Ela und Mazzer ist jedoch ein deutlicher Geräuschpegel-Unterschied festzustellen. Finde ich angenehmer.
Von der Verarbeitung ist die TIII der Ela etwas überlegen. Das soll aber nicht heißen, dass die Ela schlecht verarbeitet ist. Ganz im Gegenteil, aber die TIII ist einfach ein Quäntchen sauberer verarbeitet. Dies zeigt sich beispielsweise in den abgerundeten und abgeschliffenen Kanten der TIII sowie kleineren Spaltmaße und schönere Schweißnähten. Da muss man dann aber schon wirklich genau hinschauen.
Der Ela würde ich 8,5 Punkte für die Verarbeitung und der TIII 9 bis 9,5 Punkte geben. Es ist eben typisch italienische Blechverarbeitung. Damit muss man leben und ganz ehrlich, das kann man auch

Hatte beispielsweise bei meiner Mazzer Mini an der ST Auflage einige scharfe Stellen die ich abgeschliffen habe damit sie mir den ST nicht zerkratzen. Who cares?
Die Dampf- und Wasserbezugsknöpfe fühlen sich bei der TIII auch etwas hochwertiger an (bei der Ela gibt es noch den einen oder anderen minimalen Grat, den bekommt man aber mit feinem Schmirgelpapier locker weg).
Die TIII hat die Möglichkeit die Dampfpower etwas zu regeln. Dreht man weniger auf kommt weniger Dampf, dreht man mehr auf dann kommt entsprechend mehr. Bei der Ela hat man ab einer gewissen Stelle sofort die volle Dampfpower und darunter eben nichts. Aber durch den kleineren Kessel und die 2-Loch Düse (auf diese komme ich gleich noch zu sprechen) ist die Dampfpower perfekt dimensioniert.
Ich hatte bisher auf die ECM 4-Loch Düse geschworen. Ok, hatte noch nie mit ner 2-Loch gearbeitet bis ich gestern bei Frau Hotz mal die Ela mit 2-Loch Düse getestet habe. Und was soll ich sagen… Wow!
Das Aufschäumen dauert etwas länger (ca. 5-7 sec.) aber es ist ein Kinderspiel. Tat mich anfangs mit der Power der ECM echt schwer. Die Milch ist so schnell auf Temp. und es erfordert einiges an Geschick dann richtigen LA-Schaum zu zaubern. Aber wenn man es mit ner 4-Loch Düse kann, ist die 2-Loch wirklich „Hallenhalma“

Ich konnte meinen Augen kaum trauen. Hatte bisher immer LA-Milchschaum gezaubert, jetzt ist es LA-Milchcreme. Meine Freundin ist hin und weg und LA geht jetzt irgendwie auch leichter von der Hand

Juchuuu!!!
@zoom: Stefan bleib bei deiner 2-Loch Düse und vergiss die 4-Loch. Danke für alles, du weißt schon wofür. Wir hören voneinander.
Die Abtropfschalen der beiden Maschinen dürften in etwa das gleiche Fassungsvermögen haben (in meinen Augen absolut ausreichend) wobei die TIII diese durch nötige und längere Leerbezüge schneller füllt.
Das Innenleben der Ela ist deutlich einfacher zugänglich und irgendwie aufgeräumter. Bei der TIII muss man schon so einiges aufschrauben und abbauen (Tassenablage, Zwischenblech, dann Maschine umkippen unten aufschrauben, …) bis man mal dort ist wo man hin will und selbst dann ist es da, trotz der Größe der Maschine, recht eng. Ich denke da an das Verstellen des Exp. Ventils. Viel Platz ist da ja nun wirklich nicht. Apropos Exp. Ventil. Bei der Ela gestaltet sich das Verstellen einfacher, da es keine Kontermutter gibt. Also ist kein erhöhter Kraftaufwand nötig. Aber wenn man mal weiß wie man mit der Maschine umgehen muss, ist die TIII auch net wirklich ein Problem und mal ehrlich, wie oft verstellt man das Exp. Ventil eigentlich wenn es mal perfekt eingestellt ist?... Eben! Die Innensechskantschrauben der TIII sind optisch etwas ansprechender als die Schlitzschrauben der Ela, aber es gibt schlimmeres.
Die Ela hat nur ein Kesseldruck Manometer. Die TIII wartet noch mit einem zusätzlichen Brühdruckmanometer auf, das relativ genau arbeitet. Ist eigentlich nur ein optisches Gimmick auf das man zwar achtet, aber das man eigentlich nicht braucht wenn die Maschine mal eingestellt ist. Das eingebaute der TIII spart einem zumindest das nötige ST-Manometer für das Verstellen bei der Ela.
Die Espressoqualität und der Geschmack (nun gustatorisch) ist relativ gleich. Könnte an der gleichen Brühgruppe liegen

Noch reichen die Ergebnisse nicht ganz an die TIII heran aber die Maschine ist ja noch nicht mal 24 Std. bei mir, aber habe das Gefühl nach oben geht da noch einiges…
Espresso TIII: 9,0
Espresso Ela: bisher 8,0 und steile Tendenz nach oben!
Vorteilhaft bei der TIII ist das etwas größere Platzangebot unter dem ST Auslauf. Ist aber nicht wirklich viel. Kann jedoch bei sehr hohen Tassen nützlich sein. Bei der Ela sind unter dem ST-Auslauf (1er) ca. 7,5 cm Luft bis zum Abtropfgitter. Bei der TIII war es glaube ich etwas mehr. Wenn man aber große Tassen leicht schräg darunterführt passen auch diese locker. Man macht die Tasse eh nie ganz voll

und kann sie so problemlos wieder herausholen.
Aufgrund der geringeren Fallhöhe bei der Ela gibt es keine Luftbläschen mehr im Espressotässchen, was ich optisch sehr ansprechend finde. Kann aber auch an Sieb/Mahlung liegen, da bei der TIII öfters Espressoblasen aus dem ST flutschten.