Eigenbauröster-Erstprojekt

Diskutiere Eigenbauröster-Erstprojekt im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo zusammen, ich bin Jens und komme aus Frankfurt. Die Frage nach dem vorbeifließenden Fluß kann ich jeweils mit "ja" beantworten, da ich in...

  1. #1 Bohne79, 17.11.2014
    Bohne79

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    Hallo zusammen,
    ich bin Jens und komme aus Frankfurt. Die Frage nach dem vorbeifließenden Fluß kann ich jeweils mit "ja" beantworten, da ich in FFO geboren wurde und in FFM meinen steuerlichen Lebensmittelpunkt habe. Tut aber nichts zur Sache, es geht hier ja ums Selber-Kaffeerösten.
    Nach eingehendem Studium der Materie Dank der von Euch hier zusammengeführten Informationen schweben mir 2 Varianten vor. Die vorerst nach hinten gestellte Variante 2. ist der Umbau des "VitalGrills Gourmet Maxx Deluxe", der mir gestern in der Bucht für 20 Eur über den Weg lief.

    Zu Variante 1. hätte ich gern Eure Meinung eingeholt. Sie basiert auf einer großen Pfanne aus Stahlblech in quadratischer Form mit abgerundeten Ecken. Zum Röstvorgang in der Pfanne ist viel geschrieben worden. Ständiges Rühren ist angesagt. Kann ich mir dieses Ersparen, wenn ich folgenden Aufbau ansetze?:

    [​IMG]

    In der Pfanne sind zwei übereinanderliegende Gitter. Das obere auf dem die Bohnen liegen ist entsprechend grob gehalten, Streckgitter mit Maschengröße das die Bohnen gerade so hängen bleiben schwebt mir vor. Darunter zum Auffangen durchfallender Schalen ein feinmaschiges Gitter ala Küchensieb. Beide Gitter haben minimalsten Kontakt zur Pfanne um von dieser nicht wärmeleitend aufgeheizt zu werden und die Bohnen zu verbrennen. Das untere Auffanggitter für die Schalen ggf. als Schublade ausgelegt, was ein Aufschneiden der Pfanne nötig machen würde. Um eine Konzentration der Hitze am Boden zu vermeiden, dreht sich in der Pfanne ein Lüfter, der die Luft ordentlich durchschichtet. Angetrieben wird der von Außen über einen auf den Deckel gesetzten Motor. Ein Thermometer (nicht im Bild) und eine Möglichkeit über einen Probenzieher Bohnen während des Röstvorgangs nachobenzuholen, sollten kein Problem in der Umsetzung darstellen.
    Ich habe einen E-Herd mit 6 Stufen. Die Temperaturentfaltung wäre dann noch zu erheben.
    Seht ihr in dem Aufbau grundsätzliche Probleme? Gehts nicht ohne Rühren oder drehender Trommel?

    Danke vorab und Grüße
    Jens
     
  2. 'Ingo

    'Ingo Mitglied

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    Die Schublade für die Häutchen will mir nicht sympatisch werden, die aufsteigende Hitze verbrennt diese und die hast einen 1A Räucherofen.
    Die Temperatursteuerung wird sehr schwierig werden, ebenso sollte der Probenzieher evtl. seitlich platziert werden.
    Anstatt nur Heißluft wäre ein Rührwerk besser, ob der Motor die aufsteigende Hitze verträgt ist ungewiss.
     
  3. #3 UriStefan, 18.11.2014
    UriStefan

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    Hmm,
    da kannst Du gleich den Umluftherd als Versuchsobjekt verwenden. Da hättest Du wenigstens noch Strahlungswärme von oben.
    Den Chaff kann man auch hinterher noch rausfiltern.

    Gruß

    Stefan
     
  4. #4 mr.smith, 18.11.2014
    mr.smith

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    Wenn von unten die Hitze kommt kann man die Häutchenlade vergessen !
    Stell mir die Konstruktion als ganzes schwierig vor !??
     
  5. #5 Bohne79, 28.12.2014
    Bohne79

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    Hallo,
    nachdem mein erster Gedanke s.o. verrissen wurde (zurecht :), habe ich mich dem VitaGrill zugewandt. Nach dem Einbau von 2 weiteren Schikanen aus Aluwinkel in die Trommel (eine Schikane hat die ja von Haus aus) starteten die ersten Röstversuche. Die Sensorspitze des Thermometers wurde auf der Fensterseite von Innen zwischen Trommel und Scheibe platziert.
    Es zeigte sich, dass schon hier an der vermeintlich kühlsten Stelle im Innenraum schnell über 220 Grad erreicht wurden, was die erste Röstung auch nach 7min knacken ließ um dann gradlinig in den Status Holzkohle zu wechseln. Nach einem Versuch den Grill nach vorn zu kippen um die Bohnen von den Heizstäben wegzubekommen in Verbindung mit einigen Steckerziehungen um die Temperatur zu senken machte das Ding schlapp. Genau genommen die Heizstäbe, der Motor scheint recht robust.
    Bei der Gelegenheit betrachtete ich die Unterseite des Grills und nahm interessiert zur Kenntnis, das hier ein Bodenblech mit 4 Schrauben den Abschluss bilden - darüber die Schublade für alles was durch die Trommel fällt. Kurz gesagt beide - Blech und Schublade- flogen raus. Ebenso die Heizstäbe und der PC-Lüfter in der Seite. Zerlegen lässt sich das Ding ja ganz simpel. Nun habe ich hier ein hitzebständiges Gehäuse in dem sich motorbetrieben die Trommel dreht. Dieses Kunstwerk betreibe ich nun über dem Gasherd :).
    Auf das Topfgitter der kleinen Flamme gestellt ergeben sich mittlerweile angenehme Röstzeiten. Modifizierte Schikanen sammeln die Bohnen mehr im Zentrum der Trommel außerdem fallen keine mehr an der Seite raus. Größte Charge bisher 200g. Besser aber 150g.

    Grüße Jens
     
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