Einstieg in das Rösten

Diskutiere Einstieg in das Rösten im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo in die Runde, nachdem das Beziehen von Espresso einigermaßen funktioniert, der Spaß am Filterkaffee neu entdeckt ist und sich Urlaube immer...

  1. #1 bajuware, 21.02.2021
    bajuware

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    Hallo in die Runde,

    nachdem das Beziehen von Espresso einigermaßen funktioniert,
    der Spaß am Filterkaffee neu entdeckt ist und sich Urlaube immer noch nicht
    planen lassen, möchte ich den nächsten Schritt gehen und in einen Röster investieren.

    Dabei habe ich mich eigentlich schon auf den "Gene CBR-101" festgelegt.
    Der Grund ist recht simpel: Die Investition von 550€ lässt sich verschmerzen und
    er würde sich wohl bei Rückzug aus dem "Röstgeschäft" gut wiederverkaufen.

    Eine Etage "besser", also etwas wie einen richtigen Trommelröster, z.B. den Hottop
    würde gleich mit 1500 bis 2200€ zu buche schlagen. Das ist mir (im Moment) zu viel.

    Es scheint in dem Preisbereich 500€ wenig Alternativen zu geben außer dem Behmor.
    Irgendwie gefällt mir die "Mikrowellenbox" nicht.

    So, jetzt zur Frage:
    Kann ich mit diesem Gerät in annehmbarer Zeit (kg Rohkaffee) ähnlich gute
    Ergebnisse erzielen, wie ich sie bei unseren Röstern: Quijote, GoodKarmaCoffee, Machhörndl, Wildkaffee usw.
    zu Preisen von 25 bis 40€ kaufen kann?

    Dabei geht es nicht um das i-Tüpfelchen, sondern um die grobe Richtung.

    Ich habe im Übrigen nicht vor das in irgendeiner Weise zu professionalisieren sondern möchte nur für mich rösten.
    Vielen Dank für Eure Hilfe
     
  2. #2 mr.smith, 21.02.2021
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    Der günstigste und für mich beste Einstieg wäre der Billojoe
    Man beginnt mit 120-150€, Kann bis 1kg Rösten, hat volle Temperaturkontrolle über Artisan , und die Cargen sind Reproduzierbar.

    Voraussetzung: Entweder selbst ein wenig basteln, oder basteln lassen.

    Dann ist ein Ausstieg auch nicht tragisch,
    sollte Rösten nix sein.
    .
     
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  3. #3 bajuware, 21.02.2021
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    Ok, @mr.smith , der Stich geht an Dich.

    Ich möchte allerdings nicht basteln und würde natürlich gerne die KN-Gemeinde, die auch einen Gene besitzen, mit meinen Fragen nerven. :p
    Ich habe natürlich hohen Respekt vor den Leuten, die das alles von Grund an aufziehen.

    Gibt es sonst noch Stimmen, die mich vor dem Erwerb dieses Rösters warnen wollen?
    Ich möchte mich nämlich nicht "sehr stark" von der Qualität der einkaufbaren fertigen Röstungen entfernen.
     
  4. #4 silverhour, 21.02.2021
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    Du kannst es Dir vorstellen wie Kochen: Am Anfang gilt es eine Lernkurve zu erklimmen, anständige Ergebnisse sind nach einiger Zeit und entsprechender Auseinandersetzung mit der Materie möglich, um an die Erfahrung eines guten professionellen Rösters ran zu kommen bedarf es aber einiges an Zeit und Erfahrung.
     
  5. #5 bajuware, 21.02.2021
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    Wie muss ich mir das denn vorstellen?
    Wenn ich mich jetzt an die Rezepte hier im Forum halte und die Cracks ein wenig verpasse,
    habe ich dann schon ein trinkbares Ergebnis und bin nach 3-4 Röstungen schon auf einem guten Weg und auf Supermarkniveau?
    Oder benötige ich erst 5 kg bis ich da das erste Trinkbare herausbekomme.
     
  6. #6 mr.smith, 21.02.2021
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    Nein - warnen wollte ich dich nicht :cool:
    Jeder Einstieg ins Rösten mit vernünftigem Gerät ist zu empfehlen !

    Ich sage dir voraus, das du mit der 1 Röstung schon weit über Supermarktniveau bist.
    (so viel kannst du nicht falsch machen)
    Alleine der Frische-Faktor bringt dich extrem nach vorne.

    Und wie gesagt - so viel falsch machen kann man nicht ,
    da die Röstungen in den genannten Geräten kontrolliert und nach Programm ablaufen.
    Solange du nicht absichtlich auf Waschen&Schleudern stellst - kommt auch was gutes raus.

    .
     
  7. #7 silverhour, 21.02.2021
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    Die Steigung der Lernkurve vorherzusagen ist schwer.... Plane mal ein paar Chargen für die Rundablage ein. Mit den hier und anderorts kursierenden Röstprofilen wirst Du aber schnell zu Bohnen kommen, für Du Dich nicht schämen mußt. Zumal der Gene sehr viele Fehler verzeiht.
     
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  8. #8 bajuware, 21.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 22.02.2021
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    ... Ich freu mich...:)
    Als Röstbibel empfehlt ihr alle den Fricke? oder gibt es gute Alternativen?
     
  9. #9 mr.smith, 21.02.2021
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    Fricke
    Der vermittelt gute Grundlagen, und darüber.
    .
     
  10. #10 silverhour, 21.02.2021
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    Ja, Fricke ist ein guter Einstieg. Erst die Crash-Einführung online, dann das Buch, dann los rösten.
     
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  11. #11 bajuware, 22.02.2021
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    Brauche ich eigentlich sonst noch etwas, um zu starten, z.B. ein Infrarotthermometer, um die Bohnentemperatur zu messen?
    Kühlen würde ich wohl erst einmal auf Blech und mit Kaltluftfön.

    Mitbestellen würde ich erst einmal Brasilbohnen, die sollen wohl recht anfängerfreundlich sein.
     
  12. #12 silverhour, 22.02.2021
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    Beim Gene brauchst Du nix dazu zu bestellen, die Temperaturanzeige am Display reicht erst einmal. Zum Kühlen kannst Du die Bohnen auf ein Geschirrtuch schütten und verteilen, das reicht. Einfache brasilianische Bohnen ist ein guter Start, ich empfehle anfangs bei einer Bohnensorte zu bleiben.
     
  13. #13 bajuware, 22.02.2021
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    ist gebongt... ihr werdet sicher von mir hören!:D
     
  14. cbr-ps

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    Nochmal zu deiner Eingangsfrage
    Ich bin mit dem Hottop gestartet und finde mittlere bis dunkle Espresso Röstungen (dunkel ist bei mir auch noch vor dem Second Crack) leichter zu rösten, als „funky“ helle Filterröstungen. Letztere in einer Qualität hinzukriegen, wie sie z.B. Daniel Schön liefert, finde ich schon schwierig. Die auf den Punkt zu kriegen zwischen unterentwickelt und noch nicht zu dunkel, ist für mich auch nach einem Jahr noch eine große Herausforderung.
     
  15. #15 bajuware, 22.02.2021
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    ok, bei "funky" - hell sprechen wir jetzt aber auch schon von Königsklasse > 50€ und wirklich Premiumbohnen oberste Schublade, oder?
    Meine Zielvorstellung liegt darin, später auch eine Röstung mit Blaubeeraromen hinzubekommen.
    Gestartet wird natürlich bei den Basics.

    Du bist aber schon mit dem Hottop gestartet, der ist ja wohl noch mal eine Schüppe besser, was die wissenschaftliche Nachverfolgung der Parameter angeht.
    Ich versuche mir (und meiner Frau :)) die Sache mit dem Invest von 550€ noch ein wenig schönzurechnen.
    Das gelingt mir beim Hottop nicht mehr - da ist es dann ausnahmslos Hobby - und damit Geld (falls vorhanden) egal.
     
  16. #16 cbr-ps, 22.02.2021
    Zuletzt bearbeitet: 22.02.2021
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    Ich spreche vom „ganz normalen“ Angebot heller Brühkaffees von Daniel Schön z.B., die kosten in 250g Tüten zwischen 10€ und 13€.

    Mit Beeren und so zu identifizieren tue ich mich schwer, ich kann das mit den Aromen nicht so gut. Bei Wein klappt das noch ganz gut, bei Kaffee leider eher nicht.

    Diese Erwartung war der Grund für mich, mit dem einzusteigen. Für eine flache Lern- und Upgradekurve bin ich schon zu alt:D
     
  17. #17 bajuware, 22.02.2021
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    Nach einem netten Gespräch mit Herrn Fricke ist das Ding bestellt, incl. 3kg Kaffee.

    Ich melde mich dann spätestens nach dem 1. Feuer in der Küche wieder;).
     
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  18. #18 bajuware, 27.02.2021
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    Es ist soweit!

    Die ersten 2 Ladungen sind fertig!

    Erste Erkenntnisse:
    - Ohne Abluftschlauch ist die Bude mal ordentlich verqualmt.
    - Cracks habe ich fast gar nicht vernommen
    - es riecht erst einmal nach Kunststoff (beim Aufwärmen)
    - dann riecht es verbrannt
    - fertige Bohnen riechen nicht unbedingt nach Kaffee - kommt das noch?

    Das ist erst einmal etwas ernüchternd.

    Jetzt zu den Daten:
    Geröstet wurde die Bohne "Espresso La Boheme" Espresso La Bohème
    Diese wurde mir empfohlen, da man sie nicht nur als Espresso sondern auch als Filter rösten kann.

    1. Versuch 160g:
    175° vorwärmen leer für 10 min
    235° Zieltemperatur, nach Einfüllen135°
    11.5 min 1. Crack erahnt (es hat ein paar mal gepoppt)
    14 min 225°
    16.5 min Abbruch
    herunterkühlen mit Fön (kalt) im Sieb draußen
    Röstverlust nicht messbar, da Bohnenverlust durch Fön auf der Terrasse:rolleyes:

    2. Versuch wieder 160g
    200° vorwärmen leer für 8 min
    240° Zieltemperatur, nach Einfüllen unbekannt
    10.5 min Crack erahnt (noch weniger als vorher)
    11.0 min mehr Cracks -> auf 225° runter
    13.0 min Abbruch
    herunterkühlen mit Fön (kalt) im Sieb draußen
    Endgewicht 137g -> 14.3% Röstverlust

    Hier die Bilder, leider zu dunkel (die Bilder):

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]
     
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  19. 'Ingo

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    Ich stand bei kleineren Mengen als 200g insbesondere 150-160g mit dem Gene immer auf Kriegsfuss, mit 230g hatte ich die besten Resultate.
     
  20. #20 bajuware, 27.02.2021
    bajuware

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    Herr Fricke sagte, ich könnte am Anfang ruhig mit 160g einsteigen.
    Er empfahl mir den Kaffee ja auch als sehr wandelbar.

    Riecht es bei Euch denn richtig nach Kaffee direkt nach dem Rösten?
    Jetzt steht ja bei der Bohne, er sollte 72h Stunden ruhen.
    Ich glaube aber eigentlich nicht, dass er jetzt die totale Transformation durchmachen wird.

    Als ich die Tüte der Wildsau aufgemacht habe, um die Vergleichsfotos zu machen, dachte ich:
    Bäm, riecht der geil, obwohl das gar nicht mein Lieblingskaffe von Wildkaffee ist.

    Meiner ranzt dagegen völlig ab,
    obwohl das Bohnenbild des 2. Versuchs mit höherer Temperatur und kürzerer Zeit ganz schön aussieht.

    Ich werde morgen trotzdem mal antesten und berichten.
     
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