Elektromühle für Espresso

Diskutiere Elektromühle für Espresso im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Guten Abend! Seit Oktober 2018 bin ich nun Besitzer einer Lelit PL 81 T Siebträgermaschine, Dezember 2018 kam dann eine Commandante C40 MK3 NB...

  1. Luke92

    Luke92 Mitglied

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    Guten Abend!
    Seit Oktober 2018 bin ich nun Besitzer einer Lelit PL 81 T Siebträgermaschine, Dezember 2018 kam dann eine Commandante C40 MK3 NB dazu, die meine Graef CM900 ersetzte.
    Meine Bohnen wiege ich immer mit einer Feinwage.
    Die C40 würde ich gerne für den gelegentlichen Frenchpress-Bedarf weiternutzen.
    Den täglichen Espresso/Cappu möchte ich jedoch nicht weiter per Hand mahlen.

    Bisher hatte ich die Sette 270WI im Auge, weil sie wenig Totraum hat, direkt in den Siebträger mahlt und nach allem, was man so liest, nach 2-3 Durchläufen bei gleicher Einstellung und gleichen Bohnen sehr genau das Zielgewicht einhält.
    Allerdings kam mir kürzlich der Gedanke, dass es ja vielleicht auch ein anderer Direktmahler sein kann, mit dem ich ausschließlich Singledosing betreibe und einfach vorher die Bohnen abwiege.
    Natürlich wäre das automatische Abwiegen sehr angenehm, da es einfach praktisch ist, ich mir einen Arbeitsschritt spare und wenn ich mal mehrere shots hintereinander beziehen möchte, es einfach zügig von der Hand geht.
    Ein bisschen hin-und hergerissen bin ich da schon.
    Auch denkbar ist es, im Regelfall direkt zu mahlen, um immer brandfrisches Mehl zu haben und zum Beispiel am Wochenende oder bei Besuch nen größeren Stoß Bohnen in den Behälter zu schmeißen und den Komfort der Dosierautomatik zu nutzen.
    Es kommt unter der Woche auch schon mal vor, dass die ST-Maschine ein paar Tage stillsteht.

    Falls es ne Rolle spielt: Meine Bohnen beziehe ich immer in kleinen Mengen frisch vom lokalen Röster.
    Normalerweise mag ich mittlere bis leicht (!) dunklere Röstungen sehr gerne.
    Zukünftig sind hellere Röstungen nicht auszuschließen, richtig dunkle aber absolut.

    Wichtig:
    - konstantes Mahlgut mit wenig fines
    - wenig Totraum
    - robust/haltbar, sollte nicht nach 2 Jahren auseinanderfallen
    - Singledosing möglich (egal ob Doser oder Direktmahler, Singledosing sollte möglich sein)

    Sekundär
    - Mahlgeschwindigkeit: Sollte halt etwas schneller sein als von Hand, aber braucht keine Rekorde aufstellen
    - Die Lautstärke. Leiser ist natürlich besser, aber nicht auf Kosten anderer Faktoren.
    - Auch die Größe und Höhe der Mühle.
    - Metall- oder holzlastige Optik wäre nett anstatt von Kunststoff, aber auch kein Muss.

    Preislich bin ich mir sehr unsicher. Ich dachte an was in Richtung ~500€.
    Wenn ich was für die Ansprüche bekomme, was drunter liegt, ist das natürlich auch gut.
    Wenn man für beispielsweise 700€ nochmal nen dicken Sprung in Sachen Haptik, Mahlgutqualität und/oder Haltbarkeit machen würde, wäre das aber auch ne Überlegung wert.

    Ich habe schon ne ganze Ecke in den anderen Threads gelesen, habe aber noch kein so richtiges Ziel vor Augen.
     
  2. Sekem

    Sekem Mitglied

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    Dann muss weiter. Gerade in den letzten Tagen hatten wie einen langen Thread über Sette wi gegen Niche.
     
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  3. #3 benötigt, 16.03.2020
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    Du musst Dir erst über Deine grundsätzlichen Anforderungen klar werden, bevor Du eine Auswahl treffen kannst.
    Vielleicht doch Hopper oder echtes SD?
    Da Deine Verwendung von Dir als nicht konstant beschrieben ist, wäre SD eine gute Prävention gegen alternde Bohnen im Hopper. Mit dem "Nachteil" des Abwiegens von Einzelportionen. Wie lästig ist Dir das wirklich? Wie schnell und häufig sind Bohnenwechsel (gerade in Besuchssituationen will einer decaf, einer starken Espresso, einer was, dass im Cappu noch schmeckt - da ist SD praktisch, oder Du entscheidest und alle müssen das Gleiche saufen.)?

    Niche - echtes SD mit ausschließlich Einzelportionen. Mahlen in Dosing Cup.
    Sette - SD fähig, aber auch über Hopper zu betreiben, wenn mehr gleiche Bohnen gefragt sind. Persönlich halte ich aber von der Waage nichts und halte de Komfortgewinn für gering. Mahlen in den ST.
    Eureka - SD fähig, auch wieder Option Hopper, auch mit Scheibenmahlwerk, Mahlen in ST, keine Waage.

    Alles gleich gut, wenn es für Dich praktikabel ist. Aber alles auch etwas unterschiedlich in der Benutzung. Es gibt also nicht "die beste Mühle", nur eine, "die am besten zu Deinen speziellen Anforderungen passt".
     
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  4. #4 Luke92, 27.03.2020
    Zuletzt bearbeitet: 27.03.2020
    Luke92

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    Danke für die Antworten!
    Innerhalb der letzten Tage habe ich massig im KN gelesen (unter anderem Niche Zero thread), und Reviews und Vergleiche auf YouTube angesehen.
    Die Verwirrung ist jetzt wirklich komplett ;)

    Ich bin mir immernoch nicht im Klaren darüber, ob ich nun generell mit Singledosing fahren will oder nicht.

    Allgemein halte ich es so:
    Bohnenpackung aufmachen, leer trinken, nächste.
    Wenn ich tatsächlich zwischendurch mal experimentieren will, habe ich ja immernoch die gute C40.
    Ich habe den quasi nicht vorhandenen Totraum wirklich schätzen gelernt.

    Jetzt stellt sich mir die Frage:
    Wenn ich zum Beispiel die Niche Zero nutzen möchte und ein Zielgewicht von 17,5g habe, bekomme ich das auch zuverlässig raus, wenn ich 17,5g Bohnen hineinschmeiße oder schwankt die Menge des in der Mühle zurückgebliebenen Mehls?

    Dass die Sette 270WI sehr konstante Mengen an Mehl ausgibt, wäre für mich ein großer Bonuspunkt.
    Denn ich habe das Gefühl, dass zB 0,4g aufwärts an Differenz den Volumenstrom beim extrahieren doch schon maßgeblich beeinflussen, so meine bisherigen Erfahrungen mit der C40 und ausnahmslosem Abwiegen mit der Feinwaage (0,01g Schritte).

    Ich bin wirklich kurz davor die Niche zur finalen Entscheidung zu machen.
    Obwohl mein Fokus auf der Zweckmäßigkeit liegt, bereitet mir die Optik der Mühle wirklich harte Bauchschmerzen.
    Diese weiche runde futuristische Formgebung sagt mir überhaupt nicht zu.
    Die Eureka Mignon mit ihrem klassischen look finde ich zum Beispiel richtig schick.
    Ich mag es eher markant als weichgespült.
    Allgemein bin ich ein fan von Silbertönen.

    Auch noch so eine Sache:
    Gibt es eine Möglichkeit, mit der Niche direkt in den Siebträger zu mahlen, bzw. aus welchem Grund mahlt man damit in einen Zwischenbehälter?
    Wo liegen da Vor- und Nachteile?
     
  5. #5 benötigt, 27.03.2020
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    Die Niche und die Sette haben bide nur minimale Abweichungen zwischen in-und-out nach den ersten Mahlgängen. Und beide geben eventuelle kleine Reste auch noch mit einem Klopfen her.

    Die Funktionsprinzipien sind nur anders. Bei der Sette270Wi ist es so, dass sie einfach so lange mahlt, bus das Zielgewicht erreicht ist.
    Wenn Du aber die günstigere Sette270 betrachtest, dann ist wieder das in-and-out gleich.
    Wobei ich sage, bei der Sette etwas bohnenabhängig, denn sie kann mehr statische Aufladung haben.
    Niche bei mir immer in=out.

    Gegen Optik kann man nichts machen. Nur geschmacksabhängig entscheiden, wenn das persönlich ein wesentliches Kriterium ist.

    Für die Niche gibt es 3D Siebträgerhalter und auch die Decent Halter passen. Würde ich dann aber immer mit Trichter betreiben, um Streuverluste zu vermeiden.
     
  6. Sekem

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    Bei meiner Sette hatte ich bisher, und ich jetzt ne Menge Bohnen durchprobiert, nur zweimal statische Aufladung. Einmal war es ein Malabar, der nach Aussagen hier aus dem Forum, generell zum Aufladen neigt. Bei der anderen Tüte weiss ich gar nicht mehr was es war. Ansonsten rieselt alles sauber in die Mitte. Man kann es gut in meinem eigenen Video (stolz!) ziemlich am Anfang sehen.
    Das bisschen, was hängen bleibt, bleibt beim ersten Mal hängen. Danach dürften die Mengen in=out sein, da sich ja keine Berge bilden (können). Ich habe noch nie nachgemessen.
     
  7. Luke92

    Luke92 Mitglied

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    Danke nochmal für die Beratung an alle!
    Ich habe mir gerade die Niche Zero EU in schwarz bestellt.
    Wenn sie angekommen ist, werde ich nochmal ein feedback geben!
     
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