Entkalkt nach 5 Jahren - Igitt...

Diskutiere Entkalkt nach 5 Jahren - Igitt... im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Moin zusammen, habe jetzt nach 5 Jahren meine Mitica das 1. Mal entkalkt (5% Zitronensäure). Hatte das Gefühl, sie benötigt minimal länger für...

  1. #1 perfettOcacca, 06.04.2019
    Zuletzt bearbeitet: 06.04.2019
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    Moin zusammen,

    habe jetzt nach 5 Jahren meine Mitica das 1. Mal entkalkt (5% Zitronensäure). Hatte das Gefühl, sie benötigt minimal länger für den Erstbezug nach dem Einschalten.
    Was da so raus kam, sieht aber nicht so lecker aus. Das Heißwasser sah aber immer gut aus.

    [​IMG]

    Etwa 1 Teelöffel, zwischen den Fingern fühlt es sich wie ganz feiner Quarzsand an.
    Sollte ich öfter Entkalken? Benuttze etwa 6-7er Wasserverschitt. Gar einen Wasserfilter verwenden?
    Wie sieht das bei euch aus?

    Danke
     
  2. #2 Kaspar Hauser, 06.04.2019
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    Nach 10 Jahren mit Volvic: 0,nix an Kalk.
     
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  3. NiTo

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    Was verschneidest du denn womit? Flaschenwasser mit Kranenberger?
     
  4. #4 perfettOcacca, 06.04.2019
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    Genau. Die 5L Kanister von real Purania mit Leitungswasser 4:2. Habe auch mein Leitungswasser im Verdacht. Wir haben rund 14er Härte. Unsere Gieskannen bekommen aber auch einen leicht kaffeähnlichen Kalkbelag. :confused: Evlt. die Kupferleitungen im Haus? Zumindest zur Waschmaschine im Keller "laufen" Kupferleitungen.
     
  5. #5 Kaspar Hauser, 06.04.2019
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    Da kann man ja schon von absichtlicher Verkalkung sprechen.
    Warum nimmst du nicht Purania pur?
    Entkalkst du so gerne?
     
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  6. 100bar

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    Erfrage bei deinem Wasserwerk zunächst einmal den Härtegrad, und wie stark er abweicht. In Wien haben wir unterschiedliche Versorger und dementsprechend beträgt der Härtegrad im Schnitt zwischen 7°DH und 21°DH je nachdem an welchem Versorgerkreis man angeschlossen ist. Selbst bei weichem Wasser mit 7°DH würde ich bei Direktanschluß empfehlen z.B. eine BWT Entkalkungspartone dazwischen schrauben bzw. bei Tankversorgung ausschließlich weiches Flaschenwasser verwenden. Die sogenannten Entkalkungsbeutel die man einfach in den Tank legt helfen nur wenig und sind zu ungenau. Ausserdem müssen ständig getauscht werden. Ein Indikator für stark kalkhältiges Wasser wären Beläge (Verkrustungen) an Armaturen/Verschraubungen/Fließen im Wandbereich, bzw. öftere Ausfälle von Waschmaschinen etc.

    Kalkhältiges Wasser ist die Hauptursache von frühzeitigem Verschleiß und Aufällen - sprich die Maschinen müssen öfters gewartet werden. Weil Maschinen aber auch kaputtgewartet werden können, wäre eine Entkalkungspatrone wie BWT oder gleichwertig, bzw. Flaschenwasser die wesentlich angenehmere Variante und auch von den Gesamtkosten als auch Nervenersparnis anzuraten. Ein Härtegrad von ca. 3° DH reicht schon aus um einerseits weich genug zu sein und andererseits hat das Wasser genügend Leitfähigkeit für elektrische Sensoren (z.B. Wasserstand/mangelsensor).

    für Espressomaschinen ist Zitronensäure keine gute Wahl! Sollte nicht verwendet werden, da sie zusammen mit dem Kalk einen Kalziumkomplex bildet. Wird dieser Hitze ausgesetzt, dann bildet sich Calziumcitrat diesen bekommt man dann überhaupt nicht mehr weg! Unter Umständen müsste der Kessel komplett ausgebaut und das innere durch die dann offenen Verschraubungen begutachtet werden, dabei auch gleich die Verrohrungen. Aber man nimmt Zitronensäure ohnehin dann nicht mehr, wenn man sich informiert, woraus Zitronensäure denn eigentlich gewonnen wird...

    Amidosulfonsäure wäre zum Entkalken von Kaffee/Espressomaschinen aus verschiedenen Gründen hervorragend geeignet. Ein weiterer nicht zu verachtender Aspekt ist die Verträglichkeit mit Aluminium. Da oft Heizpatronen bzw. Thermoblocks der Geräte aus Aluminium bestehen können und Entkalker auf Essigsäure- und Zitronensäurebasis Aluminium angreifen (sogar Edelstahl wird bei längerer Einwirkzeit angegriffen), sollte schon aus diesem Grund immer nur auf Amidosulfonsäure zurückgegriffen werden. Jedes Espressofachgeschäft führt Amidosulfonsäure zum Selbstentkalken.
     
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  7. #7 Micha Elb, 07.04.2019
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    Kalk fällt immer da aus, wo das Wasser erhitzt wird, also nicht in den Kupferleitungen im Haus, sondern z.B. Am Warmwasserspeicher, oder der Kaffeemaschine.
    Die Verfärbungen auf dem Foto stammen von anderen Stoffen, die sich bei der Ablagerung mit dem sonst weißen Kalk vermischen. Im Wasser ist es meist Eisen, bei einer Kaffeemaschine mögen auch Bestandteile des Gerätes beteiligt sein.
    Ich finde den Anblick der Kalkbrocken nicht unbedingt eklig - alles woraus die bestehen war im Wasser gelöst und hätte dann auch keinen Ekel ausgelöst...
    Ekel löst bei mir eher der Biofilm auf der Innenseite von Verbundrohrleitungen aus, der schon nach wenigen Wochen als flächendeckender Schmierfilm jeden Tropfen Wassers berührt, der hindurchfließt. Da sei froh, wer sich Kupfer geleistet hat dessen antibakterielle Wirkung dies verhindert.
     
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  8. Mirre

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    Ich hänge mich mal hier dran und hatte eine Frage.

    Vor meiner R58 sitzt eine BWT Bestmax Premium Filteranlage und ich erhalte folgende Werte: 7dh Gesamthärte und 0dh Carbonathärte. Messe ich das Wasser das aus der Brühgruppe kommt, liegen die Werte bei 6dh Gesamthärte und 3dh Carbonathärte.
    Kann mir das einer von euch erläutern und muss ich mir in Sache kalt Gedanken machen?

    Grüße Marco
     
  9. 100bar

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    Hallo Marco, schau mal hier:
    Kalkgehalt des Wassers - Wasserhärte - Chemie-Schule
     
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  10. #10 perfettOcacca, 07.04.2019
    Zuletzt bearbeitet: 07.04.2019
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    Danke für eure Rückmeldungen.
    Das Zeugs ist Gott sei Dank trocken immer noch schön fluffig und backt nicht wie Zement zusammen. Dürfte also nicht am Heizstab pappen. Die Maschine ist auch wieder ordentlich schnell Erstzugbereit. :)
    Am Anfang habe ich die Härte unseres Wassermixes regelmäßig überprüft. Schwankte immer zwischen 6 und 7.
    Aber ich habe nochmal darüber nachgedacht und glaube, mein Fehler war den Kessel nicht evtl. 1x im Monat zu leeren. Da wir kein Heißwasser beziehen, hat sich wahrscheinlich der Kalk im Kessel konzentriert, da im Wasserdampf ja kein Kalk mit rauskommen dürfte. Also egal wie weich das Wasser ist, nach 5 Jahren ist das Kalkmilch :eek: (naja, nicht ganz so schlimm. Das bisschen Heißwasser das wir bezogen haben war immer schön klar. War dann wohl auch ganz gut, dass der Heißwasserhebel etwas undicht war und so den Kessel "automatisch" gespült hat. :))
    Oder wie oft spült ihr euren Kessel, wenn ihr auch kein Heißwasser (für Tee) bezieht?
    Müsste eigentlich der Verkalkung des Kessels vorbeugen. Über die Jahre verdampft man sicher ein paar Kesselinhalte zum Milchaufschäumen...
    Der Kaffee heute morgen, mit purem Purania schmeckt uns übrigens eindeutig sauer und überdeckt den guten Kaffegeschmack :eek:. Denke mal Volvic pur verhält sich ähnlich. Werde also weiter verschneiden... o_O
     
  11. #11 Cappu_Tom, 07.04.2019
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    Ich habe es auf die Schnelle nicht gefunden, aber vor nicht allzu langer Zeit gab es schon mal eine diesbezügliche Diskussion hier.
    Das Fazit nach meiner Erinnerung: je größer der Wasseraustausch, desto größer die Verkalkung - da dabei ja auch entsprechend mehr 'Kalk' zugeführt und in der Folge abgelagert wird. Das wäre dann also gerade 'anders rum' ;)
     
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  12. NiTo

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    Weder Volvic, noch Purania oder Wolfhagener Quelle schmecken sauer. Vielleicht liegt der Geschmack am nun sauberen HX ohne Schutzschicht, dafür aber mit Resten von Zitronensäure ;)
     
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  13. #13 Cappu_Tom, 07.04.2019
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    Dann mache mal einen Leerbezug und verkoste ihn, water-cupping :)
     
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  14. Mirre

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  15. #15 Gandalph, 07.04.2019
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    Was da oben am Bild zu sehen ist, könnte auch Caciumcitrat sein, dass sich aus dem Entkalker Zitronensäure selbst bildet, wenn man heiß entkalkt. Dass der Kessel solch massiven Stein bildet, wenn man nur dampft, kann ich mir kaum vorstellen. Es findet ja kaum Wasseraustausch im Kessel statt, so kann auch kein Kalk hinzukommen. Von Entkalkung mit Zitronensäure bei Espressomaschinen wird immer wieder abgeraten, da durch das Calciumzitrat Düsen und Ventile verstopfen können, und wenn`s blöd kommt, sogar Rohre dicht machen können. Dann wird es schwierig das Zeugs wieder raus zu pulen, da es sich festsetzt, wie Beton. ;)
     
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  16. Sekem

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    ich benutze ausschließlich Flaschenwasser mit 3-4 Grad Gesamthärte. Da ist nix sauer, wenn ich nichts falsch mache.
     
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