Entkalktes Wasser für die Brewtus trotz Tankfilter?

Diskutiere Entkalktes Wasser für die Brewtus trotz Tankfilter? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo, also erstmal ein großes Kompliment: ein tolles Forum hier! Ich lese mich seit ein zwei Monaten hier ins Thema ein und es hat mich so...

  1. diebet

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    Hallo,
    also erstmal ein großes Kompliment: ein tolles Forum hier! Ich lese mich seit ein zwei Monaten hier ins Thema ein und es hat mich so gepackt, dass in der Küche jetzt eine Expobar Brewtus steht. Tolles Teil, und so langsam wird´s auch.

    Jetzt lässt mich eine Frage nicht mehr los: die Maschine soll natürlich möglichst lange halten und der schlimmste Feind ist ja Kalk, steht zumindest so in der mehr schlecht als recht übersetzten BA.
    Da wir hier sehr hartes Wasser haben (20dh) bin ich bei dem Thema vorsichtig und hab mir ein Tropftest besorgt, der hat auch die Härte am Wasserhahn von 20dH bestätigt. Bei der Maschine mit dabei sind Tankkartuschen zur Entkalkung, das funktioniert auch hervorragend: das Wasser, das aus den Boilern kommt, ist recht weich, gemessene 4dH, also ist doch alles ok, oder?

    Jetzt steht aber in der BA aber mehrfach, man solle unbedingt nur entkalktes Wasser in den Tank füllen. Das macht aber doch keinen Sinn, das Wasser würde dann doch viel zu weich werden, wenn es auch noch durch Tankfilter läuft? Wenn aus der Brühgruppe Wasser mit 4dH rauskommt, dann ist doch eigentlich alles ok und besteht keine akute Verkalkungsgefahr? Oder habe ich da nen Denkfehler drin?

    Vielen Dank schon mal für eure Einschätzung und Grüße
     
  2. #2 Adjacent, 11.02.2019
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    Ja, da hast Du leider tatsächlich einen Denkfehler drin. Das Wasser, das Du aus den Boilern beziehst, wäre auch ohne jegliche Filterung ziemlich weich, denn beim Erhitzen verschiebst Du das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, die temporäre Härte geht drastisch zurück und Kalk setzt sich in den Kesseln ab. Genau dieser Mechanismus ist ja das Problem.
    Bei 20 °dH würde ich mich auf keinen Fall auf den kleinen Tankfilter verlassen. Auch Brita & Co wären mir zu unzuverlässig. Ich würde entweder eine richtige Filteranlage kaufen oder Flaschenwasser verwenden.
     
  3. diebet

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    Stimmt, danke, das hatte ich nicht bedacht. Also hab ich jetzt mal Wasser durch den Tankfilter gezogen ohne dass es erhitzt wurde: und auch das hat ne Härte von 5dH, also scheint der Filter doch ganz gut zu wirken, und alles gut soweit, oder?
     
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  4. #4 Adjacent, 12.02.2019
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    Ja, dann hat der Tankfilter tatsächlich ganze Arbeit geleistet. Leider gibt es dabei zwei Probleme: Der Tankfilter ist klein und hat daher eine ziemlich geringe Kapazität, die Du mit Deinem harten Leitungswasser leider schnell aufbrauchen wirst. Außerdem hast Du im Betrieb keinerlei Anzeige die Dich warnt, wenn der Filter regeneriert werden müsste.
    Du könntest jetzt natürlich eine kleine Testreihe starten und einfach mal Leitungswasser durch den Tankfilter laufen lassen und immer mal wieder die Härte des Wassers nach dem Filter messen solange bis diese ansteigt. Dann könntest Du für die Zukunft immer nach der so ermittelten Menge (minus eines Sicherheitspuffers) den Filter regenerieren.
     
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  5. #5 Koffeinius, 12.02.2019
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    Ich habe in D'dorf auch eine Härte von 15°dH und begegne dem auch "nur" mit den üblichen Tankfiltern.
    Beim Titriertest erhalte ich noch etwas weicheres Wasser als du, aber das sollte alles im Rahmen liegen.

    Ich fülle abends das Wasser auf, da ich vermute dass die Kartusche auch das umgebende Tankwasser bereits enthärten kann während der Standzeit.

    Das Ionentauscherharz tausche ich dann alle 2-3 Wochen. Lässt sich gut mit einer Reinigung des Tanks verbinden.
     
  6. diebet

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    Ja das werd ich mal machen, laut Anleitung sollte der Filter gut 8l bei 20dh schaffen, bevor er regeneriert werden muss, das sind dann so knapp vier Tankfüllungen. Ich versteh nur nicht, warum in der BA steht, dass dazu noch entkalktes Wasser in den Tank gefüllt werden soll, das macht dann doch keinen Sinn? Oder der Hersteller will sich einfach nur übertrieben absichern.
     
  7. diebet

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    Das heißt, du regenerierst die Patronen nicht sondern tauschst direkt das Granulat aus? Darf ich fragen woher du das beziehst?
     
  8. #8 Adjacent, 15.02.2019
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    Ich vermute auch, dass das eine doppelte Absicherung sein soll. Vier Tankfüllungen bei wirklich hartem Wasser sind ja auch nicht sooooo viel. Viele Benutzer werden sich da wahrscheinlich weniger tief ins Thema einarbeiten als Du und sich dann wundern, wenn die Maschine trotz Tankfilter (den sie viel zu selten oder nie regenerieren) verkalkt.

    Ich würde das Granulat auf keinen Fall nach der ersten Benutzung wegwerfen. Ich werfe meine Hemden ja auch nicht gleich weg, nur weil sie mal eine Wäsche vertragen könnten.
    Theoretisch kannst Du das Granulat beliebig oft regenerieren. Das einzige Problem dabei könnte eine Verkeimung sein, aber die wäre an der Stelle auch nicht soooo kritisch, weil das Wasser danach sowieso noch abgekocht wird.
    Ab und zu kann es bestimmt nicht schaden, das Granulat zu wechseln und bei der Gelegenheit das Gehäuse das Tankfilters abzukochen, aber ich würde das Granulat auf keinen Fall austauschen, nur weil es zum ersten Mal sein Kapazitätslimit erreicht hat.
     
  9. #9 Koffeinius, 15.02.2019
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    1L (800g) Ionentauscherharz kostet 10€ und reicht für 20 Kartuschenfüllungen. Bei mir ist das ausreichend für ein Jahr.
    Ich habe mir daher über Regenerierung bisher keine Gedanken gemacht.

    IONENAUSTAUSCHERHARZ | ERSATZHARZ FÜR WASSERENTHÄRTER | BTL

    Beim Befüllen der Kartuschen darauf achten dass die Filter (besonders in Richtung Maschine) fein genug sind dass sie das Granulat zurückzuhalten.
    Das will man nicht in die Maschine saugen.
     
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