Erfahrung mit jura impressa s9 - Vor- und leider viele nachteile der jura

Diskutiere Erfahrung mit jura impressa s9 - Vor- und leider viele nachteile der jura im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Kurz die wichtigsten Fakten vorneweg: Positiv +einfaches Handling für Espressozubereitung +gutes Servicekonzept (aber teuer) +erstaunlich...

  1. #1 121-1040220150, 25.02.2003
    121-1040220150

    121-1040220150 Gast

    Kurz die wichtigsten Fakten vorneweg:
    Positiv
    +einfaches Handling für Espressozubereitung
    +gutes Servicekonzept (aber teuer)
    +erstaunlich aromatischer Espresso
    +perfektes Marketing (siehe Servicekonzept)

    Negativ
    -Espresso einige Grade zu kalt (trotz Tassen vorwärmen und vorausgegangenem Cappuccinobezug)
    -Schaumanteil bei Autocappuccionatore max 50 % (ok, da haben wir auch hohe Anforderungen)
    -Schäumen direkt in die Tasse führt zu einer Riesensauerei
    -Ständiges Spülen beim Ein-/Ausschalten nervt
    -Einstellen des Autocappuccinatore ist sehr feinfühlig
    -Säubern des Autocappuccinatore bei Nutzung 1x täglich nervt auch
    -sehr teuere Verbrauchsteile (Filter, Entkalker, Reinigungsmittel und Brüheinheit)

    Fazit: Wir erwarteten für 1300 EUR perfekte Leistung in allen Bereichen. Dies hat sich leider nicht bestätigt. Für einen privaten Haushalt mit einigen Bezügen/Tag lohnt sich so eine Maschine daher nicht -außer Geld spielt keine Rolle. Insbesondere wegen tlw. aufwändige Handlings, mangelnder Leistung und exorbitant hohen Wartungs-/Pflegekosten.
    Für den prof. Einsatz in Firmen/Praxen o.ä. mag das wieder ganz anderes aussehen, vor allem wenn die Maschine abgeschrieben werden kann .-)

    Details:
    Nachdem ich mich u.a. hier im Board eingehend über Maschinen, Mühlen & Co informiert hatte und eigentlich ein Siebträgergerät im Auge hatte, liess ich mich doch zu einem Vollautomaten überreden. Wichtig war uns:
    1. wir benötigen 1 x täglich 0,4 Liter geschäumte Milch (derzeit mit Mikro und Aero Latte)
    2. einfaches Handling, besonders bei der Cappuccino-Herstellung

    Diese Punkte seien mit dem Flaggschiff von Jura bestens zu erfüllen, hiess es.

    Gesagt getan schritt ich frohen Mutes zur Tat und wurde gleich enttäuscht. Allen Unkenrufen zum Trotz, war ich selbst nach 3 Litern verschäumter Milch nicht in der Lage, mehr als 50% Schaum aus dem Autocappuccinatore zu zaubern und der damit zubereitete Cappuccino schmeckte einfach zu milchig.
    Da direkt in die Tasse schäumen sowieso zu einer Riesensauerei führte, ging ich dann dazu über in unsere gute alte Milchkanne zu schäumen und nach Abschöpfen des Schaums, den Rest mit dem Aero Latte zu berarbeiten. Aber das kann ja nicht Sinn der Sache sein -bei einer Investition von 1300 EURO!

    Beim ersten Besuch von Freunden wurde dann der Espresso-Bezug gestresst und auch hier erntete die Jura nur halbe Punktzahl, da dieser zwar sehr fein schmeckte, aber einfach nicht richtig heiss zu bekommen war.
    Und dann die dauerende Spülerei bei jedem Ein/-Ausschalten wenn man die Maschine nur 2-3x täglich verwendet. Einerseits natürlich positiv, da die Maschine gut gereinigt wird, aber der Spülvorgang nervt einfach.

    Gleiches gilt für den Autocappucinatore, der vor jeder längeren Pause durchgespült werden sollte und den es mind. alle 2 Tage komplett zu zerlegen und reinigen gilt. Das macht nicht richtig wirklich Spass und ist viel aufwändiger als Milchkanne und Aero Latte.

    Und dann natürlich die Verbrauchsmaterialien. Wenn der Clarisfilter berücksichtigt wird (alle 50 Liter neu -und Milchschäumen benötigt enorm viel Wasserdampf) kommen da gut und gerne 80-90 EURO/Jahr zusammen; bei wohlgemerkt 4-5 Bezügen am Tag. Nicht zu reden von zu erwartenden 1x jährlichen Wartung und der regelmässig zu tauschenden Brüheinheit.
    Dann stieg bei uns auch der Kaffeeverbrauch gegenüber unseren Herdkännchen, da wir zum einen mehr Caffé tranken .-) und zum anderen da z.B ein Cappuccino nur bei der doppelten Kaffeepulvermenge richtig gut wird.

    Positiv zu erwähnen bleibt noch unsere Händler, der die Maschine gegen eine geringe Aufwandsentschädigung anstandslos zurücknahm. Leider schmeckt uns jetzt der Espresso aus unserem Herdkännchen nicht mehr 100%ig und wir haben noch keine adäquate Ersatzlösung gefunden.
     
  2. Azazel

    Azazel Mitglied

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    Hallo!

    Also bei einer Invstitionssumme von 1300 Euro würde ich sofort und ohne überlegen zu einer Zweikreismaschine mit passender Mühle greifen - das hab ich auch getan.

    Klar, da hat man mehr Müll, aber das Reinigen ist offensichtlich im Vergleich zur Jura ein Kinderspiel.

    Meine Kombination hat ziemlich genau 1300 Euro gekostet und ich bin fest davon überzeugt, dass es qualitativ schon ziemlich am oberen Limit ist. Die Maschinen in der 1000+ Euro Preisklasse unterscheiden sich von der Kaffee und Dampfqualität faktisch nicht mehr - ich hatte bisher genügend Gelegeheit zu vergleichen - vor allem bin ich immer wieder bei meinem Händler und der hat jedesmal eine andere Maschine in Gebrauch.

    0,5L Milch sind in Nullkommanix bzw in wenigen Sekunden perfekt aufgeschäumt - mit der richtigen Technik kann man auch zwischen eher fest und nur Schaum oder milchig wählen. Danach den Damprüssel abputzen - fertig.

    Die Espressi sind sowieso das Beste das ich bis jetzt getrunken hatte, besseres kenne ich nicht, nur gleichwertiges bei anderen Kaffeefreaks oder beim Händler.


    Angesichts eurer Ausgaben und der geringen Menge an Kaffee die Ihr pro Tag benötigt, kann es wohl nur die auf den ersten Blick sauberere Kaffezubereitung sein die euch zum Kauf der Jura bewegt hat? Ansonsten ist eine gute Siebträgermaschine der Jura wohl in allen Bereichen überlegen.

    [quote:post_uid0]Positiv zu erwähnen bleibt noch unsere Händler, der die Maschine gegen eine geringe Aufwandsentschädigung anstandslos zurücknahm. Leider schmeckt uns jetzt der Espresso aus unserem Herdkännchen nicht mehr 100%ig und wir haben noch keine adäquate Ersatzlösung gefunden.[/quote:post_uid0] Butterfly, Giotto, Oscar, Izzo Vivi, Bricoletta.. etc - alls adäquate Ersatzlösungen ;)

    mfg Michael
     
  3. #3 deepblue**, 26.02.2003
    deepblue**

    deepblue** Mitglied

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    [quote:post_uid0="ygg_de"]Fazit: Wir erwarteten für 1300 EUR perfekte Leistung in allen Bereichen. Dies hat sich leider nicht bestätigt.[/quote:post_uid0]
    Perfekte Leistung heisst halt nach wie vor auch, dass manuelle Handgriffe/Reinigung etc. trotzdem noch nötig sind...

    Die Siebträgermaschine finde ich jetzt nicht weniger aufwendig..
    Wenn Dir das alles doch zu aufwendig ist, schau doch mal nach höherwertigen `Pod-Maschinen`....da ist einiges einfacher zu handeln.
    Ebenso gibt es einen seperaten Milchaufschäumerautomat, der auch einfacher zu handeln ist.

    Vielleicht ist das eine Alternative für Dich...


    Gruss---Helmut
    :)
     
  4. peter

    peter Mitglied

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    Echten Espresso (und damit auch Cappuccino) kann man NICHT mit einem Vollautomaten herstellen!!!

    Das richtige Aufschäumen geht auch nicht mit der "Autofunktion". Für Aufschäumen braucht man viel Übung...
     
  5. Stefan

    Stefan Mitglied

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    [color=red:post_uid0]Hallo Peter
    Es ist ja nett, daß Du uns jetzt hinreichend sprich in fast allen Forenbereichen Deine Meinung zum Thema Vollautomaten nahelegst - es ist aber zu 99% überflüssig. Ich werde deshalb alle bis auf eines Deiner Statements löschen, auf Flaming wird hier nicht wirklich Wert gelegt.
    Bedenke bitte, daß hier im Forum Leute posten, die durchaus schon Erfahrung mit Vollautomaten haben - die werden sich ihren Teil denken über jemanden, der solche 'Tatsachen' postet.:;):

    Gruß
    Stefan



    Edited By Stefan on 1047040126
     
  6. Hans

    Hans Gast

    Wie gut ist denn die "Selbstreinigung" bei der Jura. Ich habe gehört die wäre für die "Füsse" :O
     
  7. Dennis

    Dennis Gast

    Ich bin im Dezember 2001 von einer Saeco Magic Comfort + zu einer Jura S-95 gewechselt. Hauptgründe waren die Optik, eine geringere Lautstärke sowie der Auto-Cappu.

    Heute plane ich einen erneuten Wechsel. Und zwar zur Saeco Royal Cappuccino.


    Jura bietet eine Top-Optik. Die Brühgruppe und der Gesamteindruck mögen auch solider erscheinen. Aaaaber. Reinigung bei Jura gut und schön. Trotzdem sieht sie von innen (soweit ich mit Taschenlampe und Zahnarztspiegel reingucken kann) ziemlich dreckig aus. Ich habe mir schon extra einen Mini-Staubsaugeraufsatz gekauft, um möglichst viel Kaffeemehl absaugen zu können. Alles bekommt man aber nicht raus.
    Der Auto-Cappuccinatore funktioniert je nach Lust und Laune mal mehr oder weniger gut. Ohne Flax. Der hat ein Eigenleben. Trotz gleicher Milch bei gleicher Temperatur und gleicher Einstellung des Lufthahns; mal Schaum, mal keiner.

    Was mich aber am meisten nervt ist der Zweitassenbezug. Bei Saeco wird zweimal gemahlen und gebrüht. Das nervt zwar ein wenig, bringt aber halt zwei Portionen gleicher Qualität. Bei Jura wird einfach alles verdoppelt. Wasser sowie Kaffee. Gut und schön. Nur reguliert man bei Jura die Kaffeemenge über die Zeit. Das heißt, man stellt ein, wie lange Bohnen gemahlen werden. Ist man jetzt mit der Kaffeemenge über 50 % der maximal möglichen Kaffeemenge wird´s "lustig". Sagen wir mal, die Einstellung der Kaffemenge für einen Einzelbezug Espresso beträgt ca. 65% der Maximalmenge. Bei einem Doppelbezug wird jetzt die Mahldauer einfach verdoppelt. Eigentlich müßten jetzt also 130% gemahlen werden. Das geht aber nicht, da dann die Maximaldauer (also die maximale Kaffeemenge) überschritten würde. Also gibts für die doppelte Wassermenge zu wenig Kaffeepulver. Das Ergebnis kann sich jeder denken. Klar, ich könnte jetzt manuell zwei Espressi hintereinander beziehen. Aber dafür hätte ich keine S-95 kaufen müßen.


    Mein Fazit; ich werde mir die Royal Cappuccino von Saeco mal in Natura ansehen. Sollte wirklich etwas an der Geräuschentwicklung geändert worden sein, wird das meine nächste Maschine.
     
  8. #8 caffe-kultur, 23.03.2003
    caffe-kultur

    caffe-kultur Gast

    Hi,
    die neue Cappuccino ist nicht nur ein wenig teuerer geworden, man hat auch einiges geändert. So sind jetzt die Schlauchverbindungen wieder geschraubt und nicht mehr gesteckt. Man hat auch ein wenig Dämmung um die Mühle gelegt, bringt ein wenig. Es soll aber Menschen geben die auf eine laute Pumpe sowie laute Mühle stehen, da dies für Funktion steht.
    Um was zum eigentlichen Thema zu sagen. Wer nur auf irgendein Spülprogramm setzt hat schlechte Karten, denn damit kommt man einfach nicht aus. Was heißen soll das auch schonmal ein wenig geschraubt werden muß. Siebe ausbauen. Dabei liegt von der Handhabung Saeco vorne.

    Michael
     
  9. Dennis

    Dennis Gast

    Ein wenig schrauben ist gut. Um eine Jura auseinander zu bauen braucht es schon zwei geschickte Hände und eine Menge Zeit.

    Daß bei Saeco die Brühgruppen aus Kunststoff sind, wird ja auch von einigen bemängelt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das nun unbedingt ein Zeichen von schlechter Qualität ist. Immerhin gibt Saeco 5 Jahre Garantie darauf.


    @ caffee-kultur:

    Wie würdest Du denn die Geräuschentwicklung einer Royal Cappuccino im Vergleich zu einer S-95 oder einer Magic Comfort Plus einstufen?
    Und, mal eine ganz "blöde" Frage; welchen Vollautomaten würdest Du empfehlen?

    Vielen Dank, und bitte entschuldigt, da es ja nicht gerade zum eigentlichen Thema paßt.

    Dennis
     
  10. #10 caffe-kultur, 23.03.2003
    caffe-kultur

    caffe-kultur Gast

    Hallo Dennis,
    eigentlich müßte doch die Brühgruppe Deiner Jura auch aus Kunststoff sein, oder?
    Kunststoff ist schlechter, weil keine konstante Temp. gehalten werden kann. Bei den normalen Vollautomaten sind meißt auch nur Plastikschläuche im inneren was ebenfalls zum Temp.sturz führt. Denn die Temp. ist für den Espresso das a und o. Einen Ausnahme ist da QuickMill, beheizte Brühgruppe usw. auf meiner Seite siehst Du auch das Innenleben, schau einfach mal rein. (Ist allerdings nicht gerade Preiswert!)
    Was die Geräuschentwicklung betrifft, ich kenne keinen Haushaltsvollautomaten den man leise Nennen kann.
    Es ist halt ne "Dampfmaschin" mit Mühle.

    Michael
     
  11. #11 Barista, 23.03.2003
    Barista

    Barista Mitglied

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    Hallo,

    wenn es unbedingt ein VA sein soll, könnte ich mittlerweile die Quickmill empfehlen. Ich habe diese Maschine seit ein paar Wochen (gebraucht gekauft) und sie funktioniert sehr gut. Nicht empfehlenswert ist es mit der Quickmill aufzuschäumen. Das geht mit einem Aerolatte wesentlich besser.
    Der Espresso ist sehr gut (und auch heiß), wobei die Qualitäten eines Espresso aus einer Siebträgermaschine nicht ganz erreicht werden.
    Ich würde mir die Quickmill jedoch nur gebraucht kaufen. Den Neupreis (ca. € 1.400,00) würde ich auf jeden Fall lieber in eine Zweikreismaschine mit Mühle investieren. Damit hat man einfach mehr Freude. Ich hatte die Quickmill zunächst zuhause im Vergleich mit meiner manuellen Maschine (Gaggia CC) getestet und würde im direkten Vergleich die Gaggia auf jeden Fall vorziehen. Im Büro ist der VA natürlich nicht zu schlagen, da man dort oft einen "langen" Kaffee trinkt und es einfach bequemer ist.
    Zuhause hat mir fast auch ein wenig (vor allem am Wochenende) das morgentliche Ritual des Cappu-Zubereitens gefehlt.
    Fazit: Zuhause in dieser Preisklasse auf jeden Fall manuelle Maschine und im Büro VA.
     
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