Erfahrungsaustausch zum Yield Dripper/Laborglastrichter mit 60 Grad

Diskutiere Erfahrungsaustausch zum Yield Dripper/Laborglastrichter mit 60 Grad im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Seit laaaanger Zeit schleiche ich um den Yield Dripper herum. Nun habe ich ihn mir gegönnt und möchte mit diesem Thread diesen kurz vorstellen und...

  1. #1 whereiscrumble, 29.06.2019
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    Seit laaaanger Zeit schleiche ich um den Yield Dripper herum. Nun habe ich ihn mir gegönnt und möchte mit diesem Thread diesen kurz vorstellen und zum Austausch anregen.
    20190629_160637.jpg

    Hier die Grunddaten:
    Der konische Pour Over Dripper funktioniert mit Standardfiltern im V60-Stil und gibt Ihnen die vollständige Kontrolle über die Zubereitung der perfekten, sauberen Tasse Kaffee. Das doppelwandige Glas ermöglicht eine einfache Handhabung und eine hervorragende Wärmespeicherung. Macht 1-3 Tassen Kaffee gleichzeitig.
    Borosilikatglas
    Die Gläser werden aus hochwertigem Borosilikatglas hergestellt, das am häufigsten in Verbindung mit Laborglas und hochwertigen Küchenartikeln verwendet wird. Borosilikatglas ist wesentlich widerstandsfähiger gegen Wärmeschock als Standardglas. Es bietet ein zartes Aussehen und überlegene Haltbarkeit.

    Materialien
    Doppelwandiges Borosilikatglas
    Maße
    4,5 "L x 4,5" B x 4 "H

    Das "Spannende" ist hier aber nicht die V60 Form, sondern die Besonderheit, dass es keine Rippen gibt. Somit ergibt sich ein ganz anderes Extraktionsverhalten; längere Durchlaufzeiten und somit eine längere Kontaktzeit. Wie sich so ein Verhalten auswirken kann, sieht man ja beispielhaft an dem Kasuya Dripper.

    Nach diesem Prinzip gab es im Brewers Cup 2017 einen ähnlich eingesetzten Dripper (hier: Constantin Hoppenz/Bonanza):


    Kleine Eindrücke und Erläuterungen zur eingesetzten Brühmethode in Kombination mit dem Dripper:


    Wer gerne etwas Neues testet oder sich einfach mal auf eine neue Brühmethode einlassen will, wird hier sicher seine Freude haben. Es muss ja nicht zwingend ein Yield sein, wenn man die Möglichkeit hat, an einen Labortrichter heranzukommen ;)
    Ich bin gespannt, ob es hier einige Tester geben mag.
     

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  2. #2 Konstantinos, 29.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 29.06.2019
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    Bin nach dem Video von Constantin doch recht angetan mir einen Pulvertrichter zu kaufen und auszuprobieren :-D
    Ob er mit "60 Grad Winkel" einen 60mm Durchmesser meint? Die Pulvertrichter werden leider ohne Angabe vertrieben.
     
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  3. #3 DaBougi, 30.06.2019
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    Mir erschliesst sich im Video nicht der Unterschied zur Chemex (wenn man von dem kleinen Bypass der Ausgussnase absieht).
    Im Pribzip wird das "weggenommen" was sonst immer als "Werbung" für v60 gilt (die so besonderen Rippen).
    Oder übersehe ich was?
     
  4. #4 whereiscrumble, 30.06.2019
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    Ja, eine Ähnlichkeit zur Chemex ist gegeben. Das Papier liegt direkt am Dripper an..keine Rippen. Im Vergleich zur Chemex wird hier aber anderes Filterpapier eingesetzt, es gibt keine (Gieß)rinne, der Mahlgrad ist feiner, die Temperatur kühler und die Durchlaufzeiten länger.
    Geschmacklich sind sie weit voneinander entfernt. Geschmacklich geht der Yield mehr in Richtung Full Immersion als

    Aber so ganz habe ich den Dreh auch noch nicht raus. Der erste Versuch mit mehreren Pours war ein totaler "fail". Der zweite Versuch mit einem einzigen Pour und gröberen Mahlgrad war besser, aber nicht wirklich gut. Nächster Versuch wird also gem. Constantin, wie der zweite Versuch; jedoch mit feinerem Mahlgrad.
    Vielleicht hatte ich aber auch die falschen Aufbereitungen genutzt; honey und natural. Ein washed macht sich da sicher etwas besser. Am besten wäre hier sicher ein guter Kenya, der mir leider nicht vorliegt.

    Mein Zwischenfazit:
    Bisher mag ich den Yield Dripper nicht sehr. Ungeachtet, dass ich kein großer Fan von langen Durchlaufzeiten bin, bin ich geschmacklich noch nicht überzeugt. Ich habe noch keine anständige/gute Balance hinbekommen.
    Darüber hinaus ist die Tellerform des Yield ungünstig, da er nicht gut auf den Servern sitzt. Hier konnte ich bisher nur den Trendglas Jena Server einsetzen. Auf die Timemore oder den Hario Server passt er nicht, da er dort schief sitzt.
    Doppelwandig ist er..aber nicht geschlossen, was bedeutet, dass die Zwischenräume beim Reinigen "geflutet" werden. Sieht nicht schön aus und direkt aus dem Spüler hat man noch die Rückstände, die man erneut beseitigen muss, da es sonst im Server landet.

    Mal gucken, ob sich an dem Ergebnis noch etwas ändert. Bisher war es jedoch für mich ein "Fehlkauf".
     
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  5. #5 DaBougi, 30.06.2019
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    Verstehe ich noch weniger, Mahlgrad und Temp machen ja Mühle und Kettle...Papier kann ich auch aus einigen Optionen wählen

    Es tut mir leid, dass du nicht glücklich bist; ich meine ja nur, ob Chemexbesitzer das ganze nicht relativ gut simulieren könnten, denn ich sehe wirklich nur die Giessrinne und meinetwegen noch die Öffnung als kleine Unterschiede und kein gamechanging feature.
     
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  6. #6 whereiscrumble, 30.06.2019
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    @DaBougi nein, da haben wir etwas aneinander vorbeigeredet. Ich hatte mich nur auf die Brühmethoden der beiden Brüher bezogen, du auf die "Hardware".

    du meinst 5+ Chemex mit V60 Filterpapier? Sollte eigentlich passen..
     
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  7. #7 DaBougi, 30.06.2019
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    Ja, die meinte ich.
    Alles klar :)
     
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  8. #8 whereiscrumble, 30.06.2019
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    --gesagt..getan--

    Ich habe die beiden Dripper jetzt mal nebeneinander getestet.
    Parameter waren identisch:
    -15g für 250ml
    -89 Grad
    -Mahlgrad 1,3 bei der Hiku (zwischen V60-01 und V60-02)
    -Bloom mit 30ml für 30s
    -einmaliger Aufguss an den Rändern (gem. Constantin)
    -als Röstung nun ein washed von ro:story (Congo)

    Chemex vs Yield:
    20190630_141118.jpg 20190630_141155.jpg

    Nach dem Aufguss:
    20190630_141231.jpg 20190630_141334.jpg

    Durchlauf:
    20190630_141310.jpg 20190630_141357.jpg

    Also festzuhalten wäre, dass ein direkter Vergleich nicht möglich ist. Die Durchlaufzeiten liegen hier schon zu weit auseinander (ca. 1:00min).

    Geschmacklich war das Ergebnis bei der Chemex klar besser. Es war balancierter, differenzierter bei den Nuancen und fruchtiger.

    Man sollte auch erwähnen, dass das Papier im Yield viel besser (enger am Rand) anliegt. Das sieht man bei den Bildern leider nicht so deutlich.
    Darüber hinaus ist das Ergebnis optisch besser als erwartet. Obwohl der Rand nicht wirklich klar/sauber ist, so sind die Betten schön eben.

    Im Yield werde ich nun die nächsten Versuche also feiner gehen. Constantin spricht ja von 5min...mal gucken, wohin der Weg noch führt.

    Bisher bin ich nicht so beeindruckt. Da sind mir geschmacklich die "Rippchen" lieber :)
     
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  9. #9 DaBougi, 30.06.2019
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    Cool, sowas immer interessant zu lesen.
    Hast du bei beiden gleiches Papier verwendet?
     
  10. #10 whereiscrumble, 30.06.2019
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    Ja, war bei beiden Hario Filterpapier (alte Fabrik).
     
  11. #11 DaBougi, 30.06.2019
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    Das ist dann insofern spannend, als es bedeuten würde, dass die Giessnase und/oder doe Öffnung den Unterschied ausmachen (halbwegs gleiches Giessen vorausgesetzt)
    Das hatte ich so nicht erwartet, auch wenn man einwenden kann, dass das Chemexpapier an der Seite (anders als Hario) wo die Nase ist, doppelt ist, vielleicht u.a. deshalb.


    (Ich nutze die Chemex mittlerweile kaum (hab nur die kleine, aber es ist ist gleich), weil mich das prinzipiell stört (jaja, Monk) dass der Filter halbseitig doppelt ist....und die Falterei bei der kleinen nervt mich auch...)
     
  12. #12 saerdna, 09.08.2019
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    Sehr spannend.

    Interessant fand ich vor allem, dass Constantin im Video sagt, dass die Innenseite ohne Rippen das Wasser ausschließlich nach unten laufen lässt, also durch das Kaffeebett hindurch. Bei Rippen kann es auch zur Seite weg.

    Das klingt für mich plausibel.

    Ideal für weitere Experimente mit diesem Ansatz wären Trichter mit verschieden großen Öffnungen und Papiere mit größer Durchlässigkeit.

    Bei zu großen Öffnungen würde vermutlich das Gewicht des feuchten Kaffeebettes irgendwann zu einem Durchbruch führen.

    Wenn man diese Idee "Alles Wasser soll durch's Bett und möglichst wenig seitlich vorbei" weiter fördern will, müsste man vielleicht auch mit ganz spitzen Trichtern experimentieren. Das würden einen höheren Wasserdruck erzeugen.

    Wer entwickelt eine empirische Formel, die allein aus der Partikelgrößenverteilung, der Geometrie, dem Papiertyp und der Wassermenge die Durchlaufzeit auf ein paar Sekunden genau vorhersagen kann? :)
     
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  13. #13 DaBougi, 09.08.2019
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    Gibt es (Chemex 3er, von Saint Anthony Industries...)

    Na dann,
    Es fehlen:

    Giesstechnik (nur durch Melodrip o.ä. annähernd vergleichbar/kommunizierbar)

    Wasserqualität (Härte etc., beeinflusst den Flow auch)

    Partikelverteilung ist auch so eine Sache (es gibt unterschiedliche Arten/Bruchstückgeometrien)

    Bohnen! (Quellfähigkeit, Frische, Sorte Röstung etc) beeinflusst auch den Flow.


    Nichtsdestotrotz können einige/viele Brüher aus Erfahrung zielgerichtet Durchlaufzeiten anpeilen/ vorhersagen und auch während des Brews steuern.

    Nackte Berechnung wäre natürlich sehr "clean", da müssten aber einige Konstanten/Variablen erst definiert werden[/QUOTE]
     
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  14. #14 saerdna, 09.08.2019
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    Zur Formelentwicklung:

    Giesstechnik: Die Frage ist, ob ein Brühverfahren reizvoll wäre, wo man die Gießtechnik gar nicht variieren möchte, damit sie als extrem schwer präzise zu beschreibender Faktor raus wäre. So wie im Labor bei Siebungen ja auch für reproduzierbare Ergebnisse ja auch eine Maschine und keine Hand rüttelt.

    Aber die Giesstechnik herauszunehmen könnte man sich nur dann leisten, wenn man dann die anderen Faktoren (Geometrie der Trichter, Innenseite der Trichter, Porosität des Papiers, ...) breiter variieren könnte.

    Wasserqualität:
    Kannst Du ganz grob abschätzen, welchen Unterschied in der Kontaktzeit sehr hartes Wasser gegenüber destilliertem ausmachen würde. Im einstelligen Sekundenbereich oder deutlich mehr. Sagen wir bei einer Brühmenge von 300g.

    Partikelgeometrie: Ja, das wäre sicher sehr aufwändig.

    Bohne: Für eine Reproduzierbarkeit müsste die Bohne nach der Röstung vakuumiert, dann zu den Testern gesendet werden, die sie dann am gleichen Tag öffnen und brühen : )

    Nochmal zurück zur Innenseite von Trägern:
    Der Melitta 1x4 hat nur im unteren Bereich, also dort wo das Bett sich befindet, leicht ausgeprägte Rillen. Das geht in Richtung des Ansatzes von Constantin.

    Oben soll möglichst wenig Wasser seitlich "abhauen" können. Das Wasser soll durch den Kaffee "gezwungen werden".

    Die ganze Strömungsdynamik präzise zu ermitteln/zu visualisieren/zu verstehen ist sicher hochkomplex. Spannende Sache.
     
  15. #15 DaBougi, 09.08.2019
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    James Hoffmann hat das in seinem Blog getestet (und jeder kann es zuhaus nachmachen) er hat quasi nur aussen auf den v60 Filter gegossen; der Durchlauf war insgesamt sogar länger als sonst.

    Ich habe anfangs auch viel über diese Wasserpfade theoretisiert...schau mal Kalita Wave an, das Papier liegt gar nicht an. Oder Bairro Alto Air...oder den von Saint Anthony, oder o.ä....
    Aber auch ein Zylindrischer Dripper, mit Filter nur am Boden (also Quasi Aeropress ohne Stempel) könnte nicht garantieren, das am Rand nicht genau was "channelt"
    Bis ich es dann anders gesehen hab:
    Statt den Pfad jedes Tropfens verfolgen, sehe ixj einen aufgegossenen Filter als Full Immersion (als Momentaufnahme ja richtig) der abgelassen wird (als Clever dripper)...mit dem Unterschied, dass dabei auch wieder Wasser nachgegossen wird.
    Die Charakteristik des Brews ist zwar nicht ganz dieselbe, aber vom Verständnis her ist es MIR so logisch.
    Wenn mal alles Wasserkontakt hat, extrahiert auch alles. Klar, die Bereiche mit mehr Flow schneller...aber um Wasser das im Papierfilter vorbeischleicht mach ich mir keine Sorgen mehr.

    Ähm, ja...ich hatte dazu eine Möglichkeit vorgeschlagen, gibt sicher noch mehrere.
    Da die meisten damit aber nicht arbeiten, bleibt die Frage, wieviel nutzen man aus der Formel ziehen könnte.
    Hier gilt ähnliches. Dann können die besandten Brüher Ergebnisse vergleichen, alle anderen haben erst nix davon...also wieder nix allgemeingültiges

    Ja, da steckt schon was dahinter.
    Bei aller Liebe zur Wissenschaft und schönen Messreihen habe ich aber immer noch gern ein wenig Praxistauglichkeit bzw Anwendungsbeispiele.

    Und da soll er erst msl schmecken.
    Ich kann also (eh nicht, aber angenommen) berechnen, wie ich auf 5 min Brühdauer komme (können wie gesagt die Erfahrenen auch ziemlich gut einschätzen)...damit weiss ich aber NICHT, ob es dann schmeckt.
    Denn daraufhin muss ich erst wieder justieren...und das macht man eben auch dadurch, dass man z.b anders giesst (was die Formel ja nicht "zulässt" buw abdeckt.)
    Also ja, strömungstechnisch etc sehr interessant, praktikabel oder für Einsteiger hilfreich etc eher nicht
     
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  16. #16 saerdna, 09.08.2019
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    Deine Betrachtung "jede Aufgussart ist eine 'Volle/teilweise/wiederholte Immersion', die dann abgelassen wird" teile ich voll. Die Art/Intensität der Bewegung des Wasser um die Partikel herum dürfte ein starker Faktor für die Extraktion sein.
    Rühren (für eine gute Reproduzierbarkeit müsste man vielleicht mit maschinellem Rührem/Vibrieren experimentieren) beschleunigt die Extraktion, oder?

    Zum Nutzen einer Formel:
    sie würde einfach nur helfen eine immer bessere Modellvorstellung (des jeweiligen Settings) zu entwickeln.

    Zum Versenden von vakuumierten Bohnen an reproduktionswillige ;) Brüher: ja, die anderen hätten davon nix. Es ginge ja auch nur darum, Theorien/empirische Erkenntnisse intersubjektiv zu checken. Da die Bohne ein Sensibelchen ist, geht es wohl ohne solche Maßnahmen nicht.

    Praxistauglichkeit:
    Ich sehe in der Freude an der Theorieentwicklung keinerlei Feindschaft zum handwerklichen Rumspielen, zum Entwickeln von Intuition. Das kann sich tolll ergänzen.

    Nochmal zu Immersionsdrippern:
    Darin sehe ich eine Bereicherung, den Ausfluss verschließen und öffnen zu können. Schade, dass mir bisher nix einfällt, wie man die Mechanik in schöner Weise selber für einen Porzellanträger dengeln könnte.

    Die Plastik/Silikonmimik macht mich nicht an.

    Wie auch immer: ich stehe ganz am Anfang davon, ein minimales Verständnis der Prozesse und Einflussfaktoren zu entwickeln.
     
  17. #17 DaBougi, 10.08.2019
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  18. #18 saerdna, 10.08.2019
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    @DaBougi

    Den Dripper von Bonavita und Hario kannte ich (sie meinte ich mit "Die Plastik/Silikonmimik macht mich nicht an.")

    Der December Dripper ist vom Konzept her spannend! Kannte ich noch nicht. Vielen Dank :)
     
  19. #19 infusione, 10.08.2019
    Zuletzt bearbeitet: 10.08.2019
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    @whereiscrumble, danke für die interessanten Videos und den Bericht.

    Constantin Hoppenz hat rel. weiches Wasser verwendet.
    Ich habe keine konsistenten Versuche mit verschiedenen Wasserrezepten gemacht, aber bei sehr weichem Wasser (Purania, 3,5°dH) hatte ich viel Frucht und Säure, fast schon unangenehm. Die niedrige Wassertemperatur betont auch die Frucht.

    Wasser und Temperatur könnten die Balance zur langen Brühzeit bilden.

    P.S.
    Sieht so aus, als ob er einen Labortrichter mit 120mm Außendurchmesser verwendet. Der Filter passt genau rein. Nach dem Anfeuchten sitzt er minimal schief. Auf der einen Seite steht er etwas über, auf der anderen Seite ist das Glas höher. EUR 105 für 10 Stück bei Carl Roth, wenn denn der Winkel stimmt.
     
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  20. #20 whereiscrumble, 10.08.2019
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    @infusione du meinst also Flaschenwasser wie Purania oder Volvic und niedrige Temperatur wäre ein Lösungsansatz?
    Kann ich mal testen. Müsste dann halt nur ensprechendes Wasser kaufen.
    Was würdest du als relative Temperatur sehen? 89 Grad oder noch kühler?
    Ziemlich "crazy" diese Drippereigenschaften..
     
Thema:

Erfahrungsaustausch zum Yield Dripper/Laborglastrichter mit 60 Grad

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