Erfahrungsaustausch zur CUPPING Methode und Sensorik

Diskutiere Erfahrungsaustausch zur CUPPING Methode und Sensorik im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Da ich auch ein Cupping Paket von James Hoffmann geordert habe, das allerdings ohne jegliche Vorerfahrung, habe ich heute mal mein ersten eigens...

  1. Joooo

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    Da ich auch ein Cupping Paket von James Hoffmann geordert habe, das allerdings ohne jegliche Vorerfahrung, habe ich heute mal mein ersten eigens Cupping durchgeführt.
    Bei der Durchführung war ich zwischenzeitlich leicht verunsichert aber es hat dann doch alles einigermaßen geklappt.
    Ich habe jedes Mal 12g mit ca. 192g Wasser aufgegossen. Das ganze bei 20 Klicks auf der C40.
    Ich war dann etwas verwirrt, weil keine wirkliche Kruste auf den Kaffees entstand. Könnte das damit zu tun haben, dass die Tassen zu groß sind? (400ml, Oberkante ca. 11cm Durchmesser)
    Ansonsten fand ich die Kaffees etwas wässrig um richtig schmecken zu können. So zumindest das Empfinden. Anfangs hab ich noch ohne Tasting Notes versucht was rauszuschmecken. Das hat bis auf zwei Kaffees nicht soo gut geklappt aber ich denke da brauche ich einfach noch etwa Übung/Erfahrung.
    Insgesamt hat es aber Spaß gemacht und ich bin schon gespannt auf das große Cupping. 70AC87E6-7A15-4FCE-B376-EEC2D01838EC.jpeg 0BDBF590-D00D-48E4-9435-811CBE89E40D.jpeg 94CDD127-6307-4C50-8646-5BE4FF83EC79.jpeg
     
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  2. Kid_A

    Kid_A Mitglied

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    Habe letztens auch mal ein kleines Cupping nach James Hoffman Methode mit 3 Röstungen von Schön probiert. War auf jeden fall interessant und eine Erfahrung wert.
    Was mir aber aufgefallen ist: Besagter James Hofmann enfernt ja die Fines die oben schwimmen und sagt der Kaffee würde mit der Zeit nicht mehr oder nicht nennenswert weiter extrahieren, wenn die restlichen Teilchen nach unten sinken. They don't extracting anymore, so don't freak out...oder so ähnlich hat er doch gesagt.
    Ich konnte aber mit zunehmender Ziehzeit schon eine deutliche Veränderung von anfangs dominierenden fruchtigen Noten hin zu zunehmenden Röstnoten, herberen Noten feststellen, ohne dass man von Überextraktion sprechen kann. Aber wenn man so will haben sich alle 3 Kaffees mit zunehmender Zeit geschmacklich immer weiter angeglichen.
    Vielleicht habe ich aber auch was falsch gemacht und zu fein gemahlen oder so.
     
  3. umi

    umi Mitglied

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    Dass sich die Kaffees mit der Zeit verändern, ist an sich normal - aber nicht unbedingt dunkler, herber werdend, sondern eine Veränderung mit abnehmender Temperatur: Da können auch mal zunehmend fruchtige Noten zum Vorschein kommen. Insofern könnte ich mir bei der Beschreibung schon vorstellen, dass da irgend etwas nicht optimal gelaufen ist?! Allerdings sprechen die meisten Anleitungen zwar von recht grobem Mahlgut für Cuppings, die Mahlprobe bei dem letzten Squaremile-Cupping fand ich dagegen überraschend fein.
     
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  4. #84 whereiscrumble, 10.09.2020
    whereiscrumble

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    Vermutlich ist der Mahlgrad zu fein. Teste bitte 25 Klicks bei der Comandante. da kann ich die Aussage von @umi nur unterstützen.
    Und/oder das Eingießen war etwas ungünstig/suboptimal. Ich gieße lediglich an der Seite das Wasser hinein, so dass ein gewisser Strudel erzeugt wird.
     
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  5. #85 whereiscrumble, 10.09.2020
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    ein kleiner Ablaufplan wurde hier schonmal veröffentlicht: Erfahrungsaustausch zur CUPPING Methode und Sensorik
    Und da kann man auch erkennen, dass die unterschiedlichen Temperaturen durchaus gewollt zur Bewertung herangezogen werden.
    <-natürlich muss man sich an den "neuen Geschmack" auch erstmal wieder gewöhnen. Alles nur eine Frage der Übung..
     
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  6. #86 Joooo, 11.09.2020
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.2020
    Joooo

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    Also erstmal @whereiscrumble besten dank für den Tipp.
    Ich hatte aber nicht das Problem mit dem dunkler werdenden Kaffee ;)
    Einige waren anfangs recht bitter. Mit abnehmender Temperatur wurden die aber immer süßer.
    Ich hab heute mal das gleiche Cupping nocheinmal durchgeführt und mich am empfohlenen Ablauf orientiert. Hab auch die Mühle mal auf 25 Klicks gestellt.
    Eine Kruste ist auch dieses Mal nicht wirklich geblieben.
    Das liegt wohl wirklich an den zu großen Tassen. Ich hatte die Tage auch mal ein mini cupping mit nur einer Sorte Kaffee aber drei Gefäßen gemacht. Da sah das dann schon anders aus.

    Bei den großen Tassen ist der Kaffee schon recht schnell abgekühlt. Nach ca 10min nach Aufguss waren noch 56grad zu messen.

    Ich hab wirklich gefallen daran gefunden. Nur meine Sensorik muss ich denke noch etwas schulen :)

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  7. MUC

    MUC Mitglied

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    Wenn der Kaffee schon zu alt ist, dann sinkt das Kaffeemehl viel schneller zu Boden. Das würde auch den wässrigen Geschmackseindruck erklären.
     
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  8. Joooo

    Joooo Mitglied

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    Da könnte natürlich was dran sein.
    Ich hatte auch kurz daran gedacht, es aber dann doch irgendwie verdrängt.
    Die Bohnen hatte ich mir von einem Röster geholt, stammten aber dort aus schon aufgemachten Tüten. Von daher konnte ich Nicht genau nachvollziehen wann die geröstet wurden und wann die Tüten aufgemacht wurden und Luft an die Bohnen kam. Ich hatte sie dann zu Hause schnell in die Vakuumdose getan.

    Allerdings waren die Bohnen bei dem Mini Cupping, bei allen drei Tassen, ja die selben und die waren definitiv auch frischer. Und da sieht man ja ganz gut den Unterschied bei den verschiedenen Größen.
     
  9. #89 infusione, 17.09.2020 um 08:58 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 17.09.2020 um 09:39 Uhr
    infusione

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    Absolut. Ich schätze 3 auf der EK43. Sonst bin ich beim Cupping eher bei 8.

    Ich habe gerade in meinen Aufzeichnungen geschaut: CQI cuppt mit EK43, Stellung 5, 93°C.

    Sie bezeichnen das als etwas gröber als Filter, wobei meine Filters zwischen 7 und 9 liegen.
     
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