Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

Diskutiere Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 ) im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hier nun der schon länger angekündigte Bericht zur Iberital Challenge auch bekannt als Iberital MC2. Vorneweg: Ich bin kein Mühlenexperte! Mich...

  1. #1 ergojuer, 20.11.2006
    ergojuer

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    Hier nun der schon länger angekündigte Bericht zur Iberital Challenge auch bekannt als Iberital MC2.
    Vorneweg: Ich bin kein Mühlenexperte! Mich hat einfach mal interessiert, was man denn zu dem Preis bekommen kann und ein konisches Mahlwerk hatte ich persönlich noch nicht im Gebrauch...

    [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] http://img180.imageshack.us/img180/9392/iberitalp

    [b]Hersteller:[/b]
    Fa. Iberital aus Spanien. Iberital vertreibt nach eigenen Angaben seit 25 Jahren Ersatzteile für Espressomaschinen:
    [i]Located in Barcelona (Spain), Iberital de Recambios is a leading company in the design, manufacture
    and commercialisation of spare parts for professional espresso coffee machines and grinders.
    After 25 years presence on the market, a 20,000-reference catalogue is able to satisfy most of the needs of technical service centres world-wide.
    Supplying original spare parts as well as non-catalogue parts are among our
    organisation’s strengths and enable us to provide an integral service.[/i]
    siehe auch [url]www.iberital.com[/url]

    [b]techn. Daten laut Hersteller:[/b]
    [i]Motor: 220 V-60 Hz ó 220 V-50 Hz ó 110 V- 60 Hz; 140 w (empty).
    • The special finish of the conic blades combined with the ow speed revolutions, no higher than 600 r.p.m. provide quality grinding and preserve the aroma of the coffee beans.
    • Hopper capacity: 500 g of coffee beans.
    • Measures: long 270 mm, hight 375mm, wide 165mm.
    • Weight: 4,5 Kg.[/i]

    [b]Gekauft via:[/b]
    Bezogen habe ich die Variante mit Mahlzeittimer (ohne Dosierkammer) via [url]www.caffelounge.de[/url] . Hier war es kein Problem dort anzurufen und vorab, wie auch im weitern Verlauf Nachfragen zu der Mühle zu stellen. Geliefert wurde die Mühle in der Originalverpackung der Fa. Iberital (Werksaufkleber). Leider besteht die aus lediglich einem großen Karton, in dem die Mühle ohne weiteres Polstermaterial liegt. Der Bohnenbehälter liegt in einem separaten Innenkarton, das Mühlengehäuse konnte im Karton jedoch hin- und herrumpeln. Schaden hat sie dabei nicht genommen. Hier sollte Caffeelounge nachbessern. Andere Käufer haben ja schon von Transportschäden berichtet. Herr Morinho von Caffeelounge schrieb mir dazu: „Das mit der Verpackung kann ich zur Zeit nicht beurteilen. Laut meiner Info werden die Mühlen in der Verpackung unseres Lieferanten weiter versendet. Es wird von meinem Mitarbeiter noch zusätzlich ein Markierungsband verwendet. Ich habe ihn jedoch drum gebeten ab jetzt in jeden Karton reinzuschauen um spätere Reklamationen zu vermeiden.“
    Angebracht wäre hier m.E. wohl ein wenig Füllmaterial wie Papier oder Polsterfolie. Was bei meiner Mühle auch fehlte war eine Gebrauchsanleitung. Ich hab sie nicht wirklich vermisst, aber an sich gehört so was eben doch dazu. Auf Nachfrage hieß es dazu: Es ist in der Tat wahr, dass wir vergessen haben eine Bedienanleitung beizulegen. Die ist im originalen nicht immer dabei.

    [b]Gehäuse:[/b]
    Der Korpus besteht aus stabilem, lackierten bzw. pulverbeschichteten Blech. Der Mühlenfuß und der Gehäusedeckel bestehen aus Kunststoff. Meines Wissens nach gibt es die Mühle ausschließlich in der silbergrauen Lackierung mit schwarzem Ober- und Unterteil. Das Ganze macht einen stabilen, soliden Eindruck und ist gut verarbeitet, also ohne spitze Ecken, scharfe Kanten o.ä..
    Der Gehäusedeckel ist mit „Snap-In-Laschen“ (ne bessere Bezeichnung fällt mir jetzt nicht ein) befestigt und lässt sich recht gut abnehmen.

    [b]Bohnentrichter:[/b]
    Fassungsvermögen 500gr., Material: rauchigbrauner, transparenter Kunststoff; dicht abschließender Deckel. der Trichter wird auf das Unterteil gesteckt und klemmt dort ohne Nut oder sonstige Positionsmarkierung ein. Somit ist er später auch ohne dass dabei der Mahlgrad verändert wird, drehbar. Tatsächlich sitzt er jedoch recht stramm und ist ohne Absicht weder drehbar noch lockert er sich von allein.

    [b]Mahlwerk:[/b]
    Die Challenge besitzt ein konisches Mahlwerk, dass präzise und stufenlos einstellbar ist und ohne weiter Umbauten oder Tuning sehr fein (bis zum nur tröpfelnden oder versiegenden Siebträger) einstellbar ist. Verwendung findet das Mahlwerk wohl auch noch in den kleinen konischen Mühlen anderer Hersteller. Die Innova Ascaso (oder Ascaso Innova?) scheint z.B. eine solche zu sein.
    Um den oberen Mahlkonusträger muss man den Schneckensatz abschrauben (2 Kreuzschlitzschrauben) und kann den in einem Kunststoffgewinde gefassten Träger dann recht leicht herausschrauben. In der Mahlkammer selbst sammelt sich recht viel Mahlgut.

    [b]Mahlgradverstellung:[/b]
    Die Challenge wird über einen Schneckenradsatz (oder heißt das Schneckengetriebe?) verstellt. Das Gewinde ist zur Verstellung ist aus Kunststofff gefertigt und hat eine Steigung von 1mm/ Umdrehung.
    Der gesamte Mechanismus ist extrem fein zu verstellen! Um den Mahlgrad anzupassen muss man schon mal drei oder vier volle Umdrehungen am Knopf drehen. Für die allererste Justage waren bei mir bestimmt deutlich über zehn Umdrehungen notwendig!
    Der Mahlgrad selbst ist dann stabil. Ohne äußeres Zutun verstellt er sich also nicht.
    Die Mühle hat jedoch keine ernstzunehmende Skala an der man einmal eingestellte Mahlgrade zuverlässig ablesen kann. Am oberen Ende des Bohnenbehälters ist ein Klebeband mit Markierungen befestigt. An dieser lässt sich die relative Position des Mahlwerks ablesen. Die Markierungen sind jedoch recht grob, außerdem fehlt den Markierungen ein Gegenüber am unteren Korpus. Wer mag, müsste sich eine solche Markierung also am Korpus anbringen und den hoch angeklebten, aber leicht ablösbaren Klebestreifen nach unten versetzen. Ich habe darauf bislang verzichtet. Läuft der Kaffee zu schnell, mahle ich halt feiner und umgekehrt...

    [b]Mahltimer:[/b]
    Wegen dem wollte ich eben diese Mühle. Gestartet wird ein Mahlzyklus indem man mit dem ST an einen Taster drückt. Anschließend kann muss man den Taster nicht mehr drücken, kann den ST auch leicht hin- und herschwenken. Die Mühle läuft für die eingestellte Zeit.
    An der unteren rechten Gehäuseseite gibt es einen recht kleinen Verstellknopf, an dem man einen Poti verstellt und somit die Mahlzeit vorgibt. Leider gibt es auch hier keine Skala, an der man die Zeit ablesen könnte um Bezugspunkte zu haben. Das spielt aber eigentlich auch keine Rolle, denn leider hat sich der Timer bei mir als gänzlich untauglich erwiesen. Die gemahlene Menge ist sehr stark abhängig von der Bohnenbehälterfüllung. Neigt sich die Füllung dem Ende entgegen (auch bei mehreren Zentimetern Füllhöhe), springen die Bohnen über dem Mahlwerkseingang. Dadurch kommt es immer wieder zu hörbaren Leerläufen im Mahlwerk. Offensichtlich werden die Bohnen dann nicht mehr zuverlässig in den Mahlwerkseingang gepresst. Man sieht, wie in diesem Moment auch nichts aus dem Auswurfschacht transportiert wird.
    Aber selbst bei vollem Behälter kommt es immer wieder vor, dass keine Bohnen nachrutschen und das Mahlwerk für einen Moment leer läuft. Bei einer Reihe von Mahlungen am gleichen Nachmittag erhielt ich so Mahlmengen zwischen 5,x und 9,x Gramm. Den Timer kann man deshalb vergessen! Schade...
    Nutzen lässt sich die Mühle dann immer noch ganz gut, indem man den Timer recht hoch einstellt und den ST nach Augenmaß füllt. Sobald die gewünschte Füllhöhe erreicht ist, beendet man den Mahlvorgang indem man den Hauptschalter links unten kurz schaltet. Augenblicklich wird das Mahlen beendet.
    Der Effekt, das die Mühle sich gelegentlich "verschluckt" bzw. keine Bohnen nachrutschen bleibt dennoch bestehen. Das kann schon mal nerven. In dem Moment gebe ich der Mühle dann immer einen sanften Klaps auf das Gehäuse und dann rutschen die Bohnen auch nach.

    [b]Lautstärke:[/b]
    Die Mühle macht schon ein recht ordentliches Geräusch. Wirklich laut finde ich sie nicht, was letztlich subjektiv bleibt und messen kann ich da nix.. Konische Mühlen sollen grundsätzlich auch anders klingen, habe ich mal gelesen. Bei der Challenge kann man quasi hören, wie die Bohnen im oberen Teil des Mahlwerks zerbrochen werden. Ob sie nun leiser als die Demoka ist? Ich kann es mangels Vergleich nicht wirklich beurteilen. Bei einem kleinen Boardtreffen hätte ich die Gelegenheit zum Vergleich gehabt, hab sie aber nicht genutzt. Ich kann nur sagen, dass sie in etwa so laut ist wie meine gaggia MD64, die wiederum deutlich leiser ist als die Carimali M1...

    [b]Mahlkammer/ Mahlreste:[/b]
    Auf den Fotos ist die geöffnete Mahlkammer zu sehen. Hier sammelt sich in der Tat so einiges an Kaffeemehl. Ob das nun dort hängen bleibt oder stetig ausgetauscht wird, weiss ich nicht. Bislang haben sich geschmacklich bei mir keine Nachteile bemerkbar gemacht.

    [b]Mahlergebnis:[/b]
    Der wohl wichtigste Punkt bei einer Mühle ist letztlich wie gut sie denn mahlen kann. Hier liefert die Challenge m.E. wirklich gute Ergebnisse.
    Beim Justieren dachte ich anfangs, dass die Mühle immer noch zu grob mahlt. Tatsächlich scheint das Mahlgut einer konischen Mühle aber einfach eher grob auszusehen. Irgendwie scheint es mir quasi „flockiger“ denn körnig. Aus dem Auswurfschacht rutscht das Mahlgut sauber und gezielt in den Siebträger. Probleme mit statischer Aufladung und resultierend herumfliegendes Kaffeemehl, wie von anderen Einsteigermühlen oft berichtet, hatte ich mit der Iberital nie.
    Zubereitet auf meiner Carimali Uno konnte ich mit der Iberital auf einmal eine deutlich bessere Crema, insbesondere aber stabilere Durchlaufzeiten erzielen. Mit „Besserer Crema“ meine ich hier, das diese über längere Zeit harmonisch bleibt und ein plötzlicher Wechseln zur Blondpase nun seltener als vorher auftaucht. Die Crema selbst ist ion den meisten Fällen durchgehend gleichfarbig, also nicht gescheckt, gestreift oder ähnliches.
    Auch geschmacklich scheint es mir so, dass ich mit dieser Mühle nun einfach subtilere Noten aus dem Kaffee ziehen kann, als ich es bisher von meinen Scheibenmühlen her kenne. Das ist eben der Punkt der mich an der Iberital durchaus begeistert! Ich kann es weder mir noch euch erklären, warum der Espresso nun deutlich besser schmeckt, glaube aber eher nicht daran, dass die Scheiben aller meiner anderen Mühlen schon so runtergenudelt sind.
    Ein Video zum Mahlvorgang gibt es hier:
    [url]http://member.file-upload.net/ergojuer/IBERITAL-challenge.wmv[/url]

    [b]Ersatzteilversorgung:[/b]
    Caffeelounge gibt an alle gängigen Ersatzteile für die Mühle vorrätig zu haben. Diese sollen demnächst auch im Onlineshop gelistet werden.

    [b]Fazit: [/b]
    Die Timervariante hält nicht was sie verspricht, denn die Mahlmengen variieren doch ganz extrem. Man sollte die Timervariante der Challenge deshalb letztlich als eine normale Einsteigermühle zum Direktvermahlen in den ST bewerten. Nur so ist sie auch einsetzbar.
    Bedient man die Mühle klassisch, indem man den Starttaster mit dem ST antippt und das Mahlen am gut zugänglichen Hauptschalter abbricht, so erhält man ein m.E. sehr, sehr gutes Mahlergebnis.
    Die Mahlgradverstellung ist stufenlos und sehr fein möglich, es fehlt jedoch eine zuverlässige Skala zum Wiederfinden des Mahlgrades.
    Das Gehäuse und seine Verarbeitung macht auf mich einen stabilen und wertigen Eindruck. Scharfe Kanten, Grate o.ä. konnte ich bei der Iberital nicht entdecken.
    Der Preis von 118,- Euro (inklusive Versand) ist deshalb meiner Meinung nach in Ordnung. Andere Einsteigermühlen kosten in der Regel mehr.
    Als Einsteiger- oder Zweitmühle kann ich die Mühle durchaus empfehlen, solange man sich nichts von dem Timer verspricht und mit der Macke der gelegentlichen Ladeblockade leben kann.

    [b]Sonstiges:[/b]
    - Ob und wie sie nun im Vergleich mit der Demoka bestehen kann, müssen andere beurteilen.
    - Genausowenig kann ich nach nun zwei Wochen beurteilen, wie sich die Mühle über Monate und Jahre verhält.
    - Im Forum von [url]http://www.toomuchcoffee.co.uk[/url] finden sich via Forensuche eine ganze Reihe von Nachfragen und Antworten zu der Mühle, die soweit ich das überflogen habe, allesamt recht positiv ausfallen.
     
  2. Werner

    Werner Mitglied

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    hi,

    sehr schöner bericht!
    das wichtigste, sie mahlt anscheinend sehr gut. meinen kleinen isomac mühlen würde ich auch eine stufenlose mahlgradeinstellung wünschen, aber ansonsten kann ich bei gleichem mahlwerk deine beobachtungen bzgl. den geschmackskomponenten durchaus teilen.

    gruss, werner

    ps damit der erfahrungsbericht nicht untergeht, wäre es vielleicht ratsam, ihn auch im maschinen thread zu veröffentlichen.
     
  3. #3 koffeinschock, 20.11.2006
    koffeinschock

    koffeinschock Mitglied

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    besser noch, er taucht im wiki auf ;)
     
  4. #4 Lausermax, 23.11.2006
    Lausermax

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    Hm, gleich mal eingehackt. Wie ist dass den so mit dem Kegel wenn der stumpf ist? Kann ich den genauso leicht tauschen wie beim Scheibenmahlwerk?

    Grüße vom Lauser
     
  5. #5 nobbi-4711, 23.11.2006
    nobbi-4711

    nobbi-4711 Mitglied

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    Kann man genauso leicht wechseln, kosten aber das 3fache ggü 50er Flach-Scheiben.

    Greetings \\//

    Marcus
     
  6. #6 Gomez147, 25.11.2006
    Gomez147

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    Hi,

    wirklich ein schöner Erfahrungsbericht.

    Ich habe die Mühle ja nun schon seit etwas Längerem im Gebrauch. Allerdings habe ich mir ein solches Review nicht zugetraut, da mir einfach der Vergleich und die Erfahrung fehlen.

    Ich kann jedoch nahezu sämtliche Eindrücke teilen. Bei der Qualität des Mahlens war ich mir nicht sicher, ob sie im Vergleich zu anderen Mühlen besser oder schlechter ist.

    Somit bestätigt sich aber mein Eindruck: Ich habe damit in letzter Zeit nach einiger Übung exzellente Ergebnisse bekommen, und zwar sehr gut reproduzierbar.

    Die unterschiedliche Menge bei den timergesteuerten Mahlvorgängen war mir auch aufgefallen. Allerdings habe ich festgestellt, daß auch die Gleichmäßigkeit der Bohnen eine Rolle spielt. Ich hatte mal den sehr günstigen Minges Kaffee in der Mühle, bei dem die Bohnen Unterschiede in Größe und Form, Röstgrad usw. aufwiesen und außerdem viel Bruch vorhanden war. Da hatte ich totale Schwankungen in der Menge und mußte wirklich per Augenmaß befüllen.

    Bei gleichmäßigen Bohnen jedoch halten sich die Schwankungen in Grenzen. Ich würde so +/- 0,5 Gramm schätzen, ohne jemals selbst nachgewogen zu haben. Ich habe den Timer so eingestellt, daß das Zweiersieb meiner Gaggia mit zweimaliger Auslösung des Timers gefüllt wird. Es sollten also um die 13-14g im Sieb landen. Wenn sich der Trichter langsam leert, dann muß ich den Timer nach und nach hochstellen. Durch das geringere GEwicht der Bohnen scheinen diese dann öfter im Trichter hin- und herzufliegen, so wie von ergojuer beschrieben.

    Nun bin ich zumindest nochmals etwas überzeugter, für 80 EUR ein Schnäppchen gemacht zu haben. ;)

    Grüße,
    Gomez
     
  7. #7 ergojuer, 29.11.2006
    ergojuer

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    Interessant. Ich kann nur sagen, dass ich diverse Bohnensorten in der Mühle hatte von Mauro über Macambo und ein Kilo vom Cafe Sol. Die Probleme mit nicht nachrutschenden Bohnen gab es bei allen Sorten.

    Zu den Kosten der Mahlscheiben:
    Ich kenne ja weder die Einkauf/ Verkaufskalkulation der Ersatzteilhändler noch die Einkaufspreise von 50er Flachscheiben. Auf Iberital.com sind als Preis für das komplette Mahlkonuspaar zur Iberital jedoch ganze 11,354 Euro angegeben.
    OK, da kommt dann wohl noch die Steuer drauf und einen einzelnen Satz direkt in Spanien zu bestellen, wird wohl auch nicht lohnen. Wahrscheinlich braucht es da auch noch eine Mindestbestellmenge...
    Am Ende sollte der Preis aber doch überschaubar bleiben, oder?

    Na ja, warten wir mal ab, was Caffeelounge denn nun demnächst für einen Preis im Ersatzteilshop nennt. An sich war ja zugesagt, dass die gängigen Ersatzteile dort demnächst zu haben sein sollen.
     
  8. Werner

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    zur iberital

    hi,

    ich habe mir gerade noch mal deinen bericht über die iberital durchgelesen, die ich mir wohl als zweitmühle für meine pavoni bestellen werde. bezüglich der hin und wieder nicht nachrutschenden bohnen kam mir dann folgende idee: hast du mal versucht, die bohnen im bohnenbehälter zu beschweren? auf amerikanischen boards habe ich schon davon gelesen, dass insbesondere nutzer grosser dosiermühlen, die den bohnenbehälter aus platzgründen erst gar nicht benutzen, einfach nur den mahlschacht füllen und dann mit einem tamper oder ähnlichem oben verschliessen, um die bohnen am verspringen zu hindern. vielleicht ginge was ähnliches bei der iberital, eine grössere kunststoffscheibe oder so was in der art.
    solltest du das mal ausprobieren wollen und es taugt was, wäre es nett, wenn du mir das dann kurz mitteilen könntest.
    wie gesagt, nur ´ne idee ...

    gruss, werner

    /edit/ oops, das sollte eigentlich eine pn werden.
     
  9. #9 ergojuer, 30.11.2006
    ergojuer

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    Auf die Idee mit dem Beschweren bin ich auch gekommen. Habe dazu ein Kirschkernsäckchen von ca 500Gr genommen. Ergebnis war, dass ab dem Moment an dem das Säckchen oben auf lag die Mahlmenge erst mal deutlich erhöht wurde. Es war ja mehr Druck auf dem Schacht.
    Dennoch kam es auch mit dem Kirschkernsäckchen dann irgendwann doch wieder zu "Hängern".
     
  10. #10 novo, 14.07.2009
    Zuletzt bearbeitet: 14.07.2009
    novo

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Ich hab mir aufgrund des Berichtes die Ibertal Challenge manuale neu gekauft. Also ohne Timer (gleicher Preis).
    Hinter der Fuehrung fuer den Siebtraeger befindet sich am Gehauese ein kleiner Taster, den man mit dem Siebtraeger ausloest. Das funktioniert absolut prima ohne jedliche Verrenkungen.
    Ich mahle einfach so lange bis das Sieb voll ist. Einen Timer vermisse ich ueberhaupt nicht.
    Man kann auch jederzeit den Siebtraeger etwas herausziehen um das Mahlgut durch Schuetteln etwas zu verteilen. Die Maschine stoppt dann natuerlich sofort. Bei einem Timer stelle ich mir dies wesentlich umstaendlicher vor.
    Fuer meine Gaggia Baby ist die Muehle ideal angepasst. Da geht aufgrund des grossen Siebes kaum etwas daneben.
    Das La Pavoni Sieb ist etwas kleiner und da ist der direkte Mahlvorgang etwas schwieriger bezueglich Zielgenauigkeit.

    Elektrostatische Aufladungen gibt es keine. Die Maschine ist schon recht laut, aber ich empfinde das nicht als unangenehm. Man hoert was gerade passiert. Gerade wegen dem Sound, der Optik, dem konischen Mahlwerk, dem guenstigen Preis habe ich mir die Muehle gekauft.

    Bezueglich der im Grunde fehlenden Mahlgradanzeige habe ich die selben Erfahrungen wie hier schon berichtet gemacht.
    Die aufgeklebte Skala kann man vergessen. Das klingt aber schlimmer als es in der Praxis ist. Nur bei der ersten Einstellung der Muehle muss man etwas laenger experimentieren. Die Muehle kann so fein mahlen, dass man selbst mit dem Pavoni Hebel stecken bleibt. Von dem Zustand muss man sich dann eben bis zu einem idealen Bezug hinarbeiten. Und das koennen schon 10 Umdrehungen des Einstellrades sein. Spricht ja eher sehr fuer die Maschine.

    Ich habe einfach ein Stueck Isolierband auf das Einstellrad geklebt und
    das funktioniert prima.
    Schon eine halbe Umdrehung veraendert das Ergebnis. Reproduzierbar. Eine Skala waere schoen, vermisse ich im Grunde aber auch nicht. Wenn ich fuer eine Bohnesorte + Maschine den idealen Mahlgrad gefunden habe, entferne ich einfach das Isolierband von der Zwischenposition und klebe es oben auf das Einstellrad wieder drauf.

    Bezueglich Kaffemuehlen bin ich totaler Anfaenger und habe damit keine Vergleichsmoeglichkeiten. Wobei ich als Musiker staendig mit elektrischen, elektronischen Maschinen umgehen muss. Da gibt es absolute Highlights, Geraete die man liebt und Nieten die man taeglich in die Ecke pfeffern moechte. Insbesonders wegen der Verarbeitungsqualitaet und Zuverlaessigkeit.

    Die Iberital gehoert fuer mich bis jetzt zur ersteren Sorte :)

    ciao
     
  11. Tom-KA

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Hallo !
    Ich hätte ne Info zum Bezug der Iberital, da ich nach längerer "Evaluierung" nur noch diese Mühle in der engeren Wahl habe.

    Ich hab Bekannte, die bald zu den Eltern nach Spanien fahren, die könnten die Molinillo doch günstig in Spanien kaufen und mitbingen ?
    Mein Bekannte hat daraufhin Iberital (auf spanisch) angeschrieben und folgende Preisinfo bekommen:

    die Challenge kostet ab Werk EUR 121,30 plus Versand (nach Luxemburg) EUR 33,04 (,04 ??)
    Das heisst, wenn sie überhaupt im Laden in Madrid zu bekommen ist, wird sie da auch sicherlich 140 Euro kosten ... lohnt also kaum und die Angebote unserer Internethändler sind realistisch und durchaus fair !

    Gruß
    Thomas
     
  12. #12 Mastertarium, 09.08.2009
    Mastertarium

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Meine Iberital Challenge ist nach einem halben Jahr kaputt gegangen.

    Habe nichs weiter gemacht. Es hat kurz geknallt und das wars.
     
  13. novo

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Seltsam, dass dein Fall auf so wenig Resonanz hier stoesst.
    Wahrscheinlich ein Konstruktionsfehler und man koenne weitere Schaeden vermeiden, indem man die Maschine oeffnet und den Triac isoliert.
    Hast du eine Ersatzmaschine bekommen ?

    BTW:
    In meiner Manuale ist fuer den selben Preis wohl gar kein Triac drin.
    Das Teil gehoert sicherlich zum Timer. Und den braucht man eher nicht.
    So nen Triac gibt es in jedem Elektrogeschaeft. Oder du schmeisst den ganzen Timer raus und machst ne manuale daraus.
     
  14. Loki

    Loki Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Bei nur nem halben Jahr würde ich es über Gewährleistung versuchen und nicht selber basteln.
     
  15. Tom-KA

    Tom-KA Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Hallo,

    jetzt muss ich meine Signatur ändern, denn inzwischen habe ich auch eine Challenge !
    Ich habe sie allerdings vom österreichischen esspressolutions.at bezogen. Netter Kontakt, super Lieferzeit und der günstigste Preis, den ich gefunden habe (150,-, keine Versandkosten).

    Erstmal ne Warnung an alles Käufer: Natürlich ist beim auspaclen der männliche Spieltrieb geweckt, und man muss überall mal rumschrauben. Aber: Später liest man, dass der Mahlgrad ab Werk schon auf einen Espressostandard eingestellt ist ! .. Super ! Damit jetzt der Behälter mit der Skala einigermassen richtig sitzt, heisst es einmal ganz zurückkurbeln, dann wieder weiter nach vorne, letztlich doch wieder etwas zurück .... also tut euch das nicht an, setzt einfach den Behälter wie in der Anleitung beschrieben auf und probiert später !
    Nun ja, zum perfekten Mahlgrad muss ich also später berichten.

    Aber nun nochmal den Frage an alles Mühlenbesitzer:

    Wenn, wie schon merhfach hier gelesen, zwischen Mahlscheiben, -kegel und AUswurf fast eine ganze Portion "stehen" bleibt ... was soll dann das Ganze mit dem frisch gemahlenen Kaffee ??? bei einigen Espresso pro Tag hat man dann immer mindestens die Hälfte alten, verrochenen Kaffee im Träger. Jedesmal eine Mahlung verwerfen ?, das hiesse ja von 250 gr, gleich mal 125 gr wegzuwerfen !!!
    Ist das bei teuren Mühlen soviel anders ?
    Wie macht ihr das ??

    Danke
    Gruß
    Tom
     
  16. zypa

    zypa Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Bei meiner Iberital habe ich nciht das Gefühl, dass so viel Kaffeemehl drin bleibt. Keine ganze Portion.

    Bei mir war der Mahlgrad auch _gar nicht_ auf "Espresso" eingestellt. Ich musste wirklich lange drehen. Die Skala ist außerdem nur auf dem Bohnenbehalter aufgeklebt. Richtig Info gibt das nicht und vergleichbar mit anderen ist das erst recht nicht.
    Ich persönlich nutze den Aufkleber gar nicht.

    Zum finden des richtigen Mahlgrads bietet sich der KaffeeWiki Artikel Mahlgrad an.
     
  17. Tom-KA

    Tom-KA Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Danke fürs Feedback, zypa !

    Mit dem Mahlgrad bin ich wirklich grad am verzweifeln. Am Siebträger tröpfelt es nur noch zaghaft, Crema verflüchtigt sich schon beim Tasse zum Tisch tragen .... ??

    Nochma zu den Resten: Was machst Du mit dem Rest im Rüssel ? wirfst Du es weg ?Gewöhnst Du dich a den schalen geschmack ? macht es letztlich gar nichts aus ? ...

    Gruß
    Thomas
     
  18. #18 leupster, 11.08.2009
    leupster

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    hab bei meiner immer den rüssel mit dem schaschlik spieß oder so entleert in den st, somit blieb auch nich ganz soviel in der maschine für die nächste mahlung.
    ab werk auf espresso meinten die glaub ich nie wirklich ernst, ich glaube fast jeder musste erstmal ewig feiner mahlen

    das mit deinem tröpfeln etc, da fehlt jegliche aussage in welcher zeit/bezugmenge/bohnen/tampern, da kann man so leider nich viel zu sagen
     
  19. novo

    novo Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Du verwendest hoffentlich keine Testbohnen aus dem Supermarkt ?
    Damit kannst du keinen vernuenftigen Mahlgrad einstellen.
    Wahrscheinlich weil sie zu wenig Oel enthalten.
    Bei Bohnen aus der Roesterei kannst du das gemahlene Pulver 14 Tage offen rumstehen lassen und hast immer noch Crema, blos weniger Geschmack.(Selbst gestestet).
    Ein paar Reste in der Muehle stoeren hochestens High End Gourmets
    Ebenso aendert das Tampern an der Crema wenig.

    Klebe ein Stueck Isolierband auf das Einstellrad. Und jetzt immer eine Umdrehung groeber, bis der Kaffee als Maeuseschwanz durchlaeuf. Danach mit halben / viertel Umdrehungen nachjustieren.
    Das kann auch von Tag zu Tag schwanken. Und bei der Ibertal ist der Vorteil, dass man dies supergenau nachregeln kann.
    Mit 10-15 Espressi musst du fuer die erste Einstellung schon rechnen.
    Danach geht hochstens ab und zu noch einer daneben.

    Wie gesagt.Wenn du Kaufhausbohnen verwendest, dann ist die Muehe aber vergeblich.
    Ausser du willst die immer verwenden.
    Gruesse
     
  20. zypa

    zypa Mitglied

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    AW: Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

    Einige haben ja schon auf die Bohnen hingewiesen. Da müsstest du mal sagen, welche du nimmst.
    Manche Sorten haben nämlich von Natur aus weniger Crema. Reine Arabicas zum Beispiel.

    Ich hole das alte Pulver aus dem Rüssel nur alle paar Wochen (mit einem Holz-Schaschlikspieß) heraus. Ich schmecke auch keinen Unterschied zwischen "ganz neu" und "etwas altes dabei". Das "etwas alte Pulver" ist allerdings auch bei nur nur 12 Stunden alt. (Abends ein Espresso, morgens wieder einer.)
     
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Erfahrungsbericht Iberital Challenge ( Iberital MC2 )

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