Erfahrungsbericht Lelit PL 81 Grace

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  1. #1 Jaegertee, 17.11.2019
    Jaegertee

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    Hallo liebes Kaffee-Netz!

    Nachdem ich durch eure freundliche Beratung Besitzer der Grace geworden bin, möchte ich euch zu der Maschine einen kleinen Erfahrungsbericht schreiben. Mir ist nämlich bei der Recherche zu der Maschine aufgefallen, dass es nicht sonderlich viele Informationen gibt, um sich vorab ein Bild zu machen.

    Zuerst zu mir: ich bin absoluter Siebträger Neuling, aber schon immer großer Kaffeeliebhaber. Ich wollte also in die ST Welt einsteigen, ohne direkt tausende Euros auszugeben aber trotzdem mit vernünftiger Technik einsteigen.
    Lelit kam daher recht schnell in den Fokus und durch einen freundlichen Hinweis hier im KN löste die Grace in mir das "Haben-Wollen-Gefühl" aus:D

    Bestellt und geliefert durch sparkaffee24 (sorry, Schleichwerbung, aber der Shop ist wirklich zu empfehlen! Auch am Telefon sehr freundlich und kundenorientiert) steht die Maschine neben einer Sage Dose Control Pro. Ja ich weiß was ihr denkt aber mir reicht die Mühle vorerst und sie erfüllt ihren Dienst in meinen Augen vortrefflich;)

    Zurück zur Grace. Warum überhaupt die PL81 und nicht die TEM/TEMP 41 oder 41 plus?

    - sie gefällt mir optisch einfach besser mit der matten Edelstahloptik (subjektiv)
    - PID (hat auch die TEMP)
    - 57mm oder 58mm machen für mich keinen Unterschied, Zubehör ist verfügbar für alles
    - Zweikreiser war für mich nicht interessant, ich trinke fast nur Espresso, bin der einzige im Haushalt der überhaupt Kaffee trinkt und Milchgetränke kommen vielleicht 2-4 die Woche vor
    - Controlcenter
    - automatische Entlüftung des Boilers beim Wechsel von Düse
    - Preinfusion (auch wenn ich glaube, das der Neueinsteiger sowas noch nicht zu schätzen/schmecken weiß)
    - schnelle Einsatzfähigkeit (vor allem frühs wichtig, mehr als 15 min sollten es nicht sein)

    Die Grace war mir also von Optik, Haptik und auch vom Budget sehr sympathisch;)

    Ich demonstriere einmal meinen Workflow:

    Die Maschine ist nach dem Einschalten in ca. 2-5 min betriebsbereit. Ich empfehle aber wirklich 15 min zu warten, damit auch der Siebträger auf Temperatur kommt. Apropos Siebträger: liegt gut in der Hand, das Auslaufdesign nach vorne statt zur Seite ist denke ich gut durchdacht.

    Also, einschalten, warten, dann sieht es bei mir so aus:
    [​IMG]

    Hier auch gut zu sehen, die Maschine ist klein und fein und passt inklusive Mühle noch neben die Teeecke meiner Frau;)

    Kaffee in Siebträger mahlen, mit Hilfe meines Hightech Trichters (abgeschnittene Joghurtbecherrand) geht auch fast nix daneben;)
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    Mit Holzstäbchen verteilen,Trichter raus und per gekonnten Fingereinsatz halbwegs geglättet.
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    Tampen
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    Einspannen, Knöpfchen drücken und los geht's (Mühle und Kaffeemenge wurden schon vorab ermittelt)
    [​IMG]

    Der Timer des Lelit Control Centers läuft mit, super praktisch zur Orientierung und Kontinuität der Bezüge! Barometer ist nett, aber ich habe bemerkt, wenn Mahlgrad und Zeit/Menge stimmen, dann passt auch der Druck:)
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    Timer ist bei mir auf 30 Sekunden gestellt, bin hier als bei 25 Sekunden Bezugszeit..also langsam Mal Stop
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    Hatte hier nicht die allerbesten Bohnen, aber sieht okay aus und noch wichtiger, schmeckt!
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    Das ist also so mein Workflow der für mich sehr gut funktioniert und reproduzierbare Ergebnisse liefert:cool:

    Nach vielem üben und YouTube Tutorial Recherche klappt's auch mit dem Milch aufschäumen! Man muss der Frau, die sonst nur selten was mit Kaffee trinkt ja auch ihre Milchgetränkwünsche erfüllen;) Cappuccinos sehen bei mir nicht mega aus aber sie schmecken, besser klappt's mit Macchiatos:
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    Nach ca. 6 Wochen Nutzung fallen mir natürlich auch Negativ Aspekte auf, die ich nicht unerwähnt lassen möchte:

    - der Wassertank ist ein Katastrophe. Die Entnahme und Wiedereinsetzen ist selbst mit meinen Händen (ich bin 1,70 groß) zu fidelig und wenn man den Tank dann entnimmt kratzt er an dem Auflager für die Tankabdeckung lang.
    - man sieht nicht wie viel Wasser noch im Tank ist, sondern bekommt eine Mitteilung im Control Center. Das ist an sich nett hilft aber nichts wenn ich zum Beispiel grade Milch geschäumt habe, dann meinen Kaffee ziehe und er kurz den Kaffeebezug startet und dann wieder abbricht weil kein Wasser da ist.
    - ich habe es noch nicht versucht, aber ich glaube die brühkopfdichtung abzukriegen wird kompliziert
    - mit 300ml Pitcher hat der Boiler beim schäumen noch etwas Reserve, ich glaube bei 600ml wird es eng, da könnte ihm zu früh die Puste ausgehen, hab ich Mangels großem Pitcher noch nicht testen können
    - mehr ist mir noch nicht aufgefallen

    Schlusswort und Fazit:

    Ich glaube ich habe für mich die ideale Maschine gefunden. Klein, komfortabel, schick. Sie brüht zuverlässig meinen Espresso und ist schnell heiß. Milch aufschäumen ist mit wenig Übung gut machbar, wenn es nicht mehr als 2 Getränke werden sollen. Dafür entfällt nach dem schäumen das manuelle entlüften, was wirklich angenehm ist!
    Das Control Center ist angenehm in der Bedienung und der PID erfüllt seinen Zweck super, Temperatursurfen kenne ich nicht ;)
    Die Wassertankgeschichte ist nur ein kleines Negativdetail.

    Falls sich jemand das alles durch gelesen hat, bedanke ich mich herzlich für die Aufmerksamkeit und hoffe dem ein oder anderen, der Infos zur Grace sucht, etwas geholfen zu haben. Falls es noch Fragen zur Maschine gibt, einfach hier hier im Thread stelle:)

    Liebe Grüße
    Jaegertee
     
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  2. #2 lomolta, 17.11.2019
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    Danke für den Bericht, habe mir vor ein paar Tagen dieselbe Maschine mit einer Eureka Mignon Silenzio bestellt. Hätte ich deinen Bericht vor meiner Bestellung gelesen, ich hätte sie nicht geändert - so freue ich mich nur noch mehr drauf :D
    Wie lange hast du zum Einstellen des Mahlgrades, der Menge etc gebraucht, bis der erste für dich perfekte Shot kam?
    Und hast du dich schon mit dem PID gespielt?

    Wenn ich Fragen habe, meld ich mich ;)
     
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  3. #3 Jaegertee, 17.11.2019
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    Na dann schon mal vorab herzlichen Glückwunsch zu beiden Maschinen! :)

    Menge ging schnell: Doppelsieb und immer so gefüllt wie aufm Bild oben;) für den Mahlgrad hab ich so 5-6 Shots gebraucht. Also so das der kaffee nicht aus dem Siebträger schiesst aber auch nicht tröpfchenweise kleckert. Perfekte Shots habe ich glaube ich noch nicht hinbekommen, aber die guten/leckeren kamen dann so am Ende des ersten Kilos Kaffee...
    Das testen mit der Menge Kaffee in der Tasse im Zusammenspiel mit Zeit, das war tricky.
    Entscheidend für alles ist dabei aber wirklich die Bohne selbst! Kaffee für 8€ das Kilo schmeckt nicht, egal wie gut Maschine und Mühle ist;)
     
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  4. #4 Jaegertee, 17.11.2019
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    Achso, mit dem PID hab ich etwas gespielt aber ganz ehrlich...keine mega Unterschiede festgestellt.
     
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