Erste „eigene“ Maschine

Diskutiere Erste „eigene“ Maschine im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo zusammen, ich bin auf der Suche nach einem passenden Siebträger für die Selbstversorgung im Homeoffice. Zu meinem Hintergrund, vor 6-8...

  1. #1 Farmerama, 10.08.2020
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    Hallo zusammen,

    ich bin auf der Suche nach einem passenden Siebträger für die Selbstversorgung im Homeoffice. Zu meinem Hintergrund, vor 6-8 Jahren hatte ich in der WG mal eine günstige Thermoblock Maschine, da bin ich auf den Geschmack gekommen. Allerdings war ich beruflich lange Zeit wenig zu Hause so das sich die Anschaffung einer Maschine danach nie lohnte und es zu Hause halt dann ggf. nespresso Kapseln gab. Vor kurzem hatte ich dann die Gelegenheit eine Vibiemme domobar eines Freundes zu nutzen, was in Kombination mit der Tatsache das ich seit Corona viele mehr zu Hause bin, dazu geführt hat, dass ich nun selbst endlich eine Maschine anschaffen will.

    Grundsätzlich trinke ich 2 Kaffeegetränke pro Tag, morgens einen Americano, nachmittags je nach Laune noch einen Espresso oder Cappuccino. Selten (etwa alle 14 Tage) sollen auch mal 2 Cappucino für Gaste angeboten werden können.

    Grundsätzlich reicht dafür ja vermutlich eigentlich jede gängige Maschine aus, aber wie ihr ja wisst ist „ausreichend“ nicht unbedingt zufriedenstellend. Der Unterschied zwischen der günstigen thermoblock und der Vibiemme war jedenfalls deutlich sowohl in der Haptik/Optik als auch in der Tasse. Was mich allerdings gestört hat war die lange Aufheizzeit. Den „großen“ Boiler und die E61 regelmäßig für ein Getränk aufzuheizen ist ebenfalls sicher nicht ideal. Außerdem finde ich es schon sehr störend, dass der Kaffee quasi kalt ist wenn die Maschine für Milchschaum hochheizen muss. Dies ließe sich ja mit einem Zweikreiser (zb. rocket appartamento) lösen, würde die zuvor angesprochenen Punkte (Boiler aufheizen) aber nicht ändern. Daher habe ich überlegt ob eine Handhebelmaschine vielleicht die beste Wahl ist (vermutlich la pavoni Europiccola/Professional)? Diese wäre schnell aufgeheizt und bei dem relativ geringen Bedarf nicht überdimensioniert.
    Hier sehe ich aber das Problem der geringen Espressomenge (40ml Brühgruppe), gerade der Americano wird damit vermutlich sehr dünn oder „kurz“ werden. Außerdem fehlt natürlich der Heißwasserauslass eines Zweikreisers, aber das geht ja sonst auch mit einem einfachen Wasserkocher. Für Ratschläge wäre ich euch dankbar, das Budget ist im Rahmen der genannten Geräte (gebraucht Max 1000€ exklusive Mühle), ich bin natürlich froh wenn noch Geld übrig bliebe.

    als Mühle würde ich eine (gebrauchte) Mazzer Mini E/Quamar M80E oder eine Eureka Specialita anpeilen, aber darum soll es hier nicht gehen.
     
  2. #2 benötigt, 10.08.2020
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    Deine Anforderungen spielen in einer Liga, die hier sehr, sehr häufig diskutiert wird. Insofern findest Du zahlreiche Threads mit fenau der Fragestellung. Interessanterweise sind die Ergebnisse aber sehr unterschiedlich, weil in der jeweiligen Diskussion doch klar wird, dass es ganz andere individuelle Präferenzen gibt.

    Americano ist zunächst ein mit heissem Wasser aufgegossener Espresso. Also mit einer Pavoni überhaupt kein Problem. Was Du vermutlich momentan machst, ist ein Schümli, ein quasi lange ausgenudelter Espressobezug. Schmeckt aber anders.
    Bei Deinem geringen Bedarf solktest Du drei Optionen prüfen: Kleiner Handhebler (schnell, Milchschaum aus der Naschine, viel Gefühl bei der Zubereitung, aber auch wenig Fehler verzeihend), Single Thermoblock (schnell, Heisswasseroption, wartungsarm, Milchschaum nur separat), kleiner Einkreiser (auch schnell, auch mit Heiswasser, Milchschaum separat). Für die paar Gelegenheiten mit Bedarf an Milchschaum gibt es gute separate Lösungen für kleines Geld (FrenchPress, Induktionsschäumer). Nur deswegen den Aufpreis für einen Zweikreiser oder Dual-TB zu zahlen, wird sich nicht lohnen.

    Es gibt also für kleines Geld gute Lösungen, bei denen Du abhängig von den Präferenzen entscheiden kannst. Oder eben teurere Maschinen, die Milchschaum und Heisswasser bedienen, aber dann mit anderen Nachteilen kommen.
    Viel Erfolg.
     
  3. #3 Farmerama, 10.08.2020
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    Genau, den Americano mache ich mir schon mit heißwasser aus dem Wasserkocher und 2 nespresso Shots aktuell. Danke das strukturiert das Ganze nochmal gut! Leider bin ich immer noch recht unentschlossen, wobei ein Zweikreiser dann wirklich raus ist.
     
  4. #4 benötigt, 10.08.2020
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    Standardempfehlung wäre dann auch noch mal ein Besuch im gut sortierten Fachhandel, um die Maschinen zu erleben. Ich sage "gut sortiert", weil Dir ein Händler mit Vertretung von nut zwei Herstellern nicht den wirklichen Überblick bieten kann.
    Ich stehe zu meinen Empfehlungen für den von Dir beschriebenen Bedarf. Ein grösserer Klotz in der Küche wird Dir nicht besseren Espresso zaubern, sondern vor allem Deine Geduld bei den Aufheizzeiten strapazieren.
    Bleibst Du kompakt und qualitätsorientiert, bist Du langfristig gut bedient. Ausser, deine Ansprüche ändern sich komplett. Und auch dann hättest Du mit einer kleinen Markenmaschine einen geringen Wertverlust beim Wiederverkauf.
     
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