Erste Röstversuche mit dem Hottop

Diskutiere Erste Röstversuche mit dem Hottop im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo liebe Röstgemeinde, und wieder ein neues Mitglied. Mittwoch letzter Woche bei Hasbean bestellt und heute stand schon der FedEx-Mann...

  1. Volker

    Volker Mitglied

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    Hallo liebe Röstgemeinde,

    und wieder ein neues Mitglied.

    Mittwoch letzter Woche bei Hasbean bestellt und heute stand schon der FedEx-Mann mit meinem Hottop (analog) und 4kg Rohkaffee vor der Tür. :D

    Heute Abend habe ich dann nach einem Schnellflug über die Bedienungsanleitung die ersten Proberöstungen gemacht.
    Als erstes musste der Monsooned Malabar dran glauben.

    1. Versuch:
    Die Empfohlene Dosiermenge von 250g ignoriert und stattdessen nur 200g eingefüllt und Röstprofil 7 (stärkste Röstung) gewählt. Hatte vor lauter Aufregung vergessen, die Zeit zu nehmen. Der 1. Crack (nach ca. 15 min) war unüberhörbar. Erst nur in paar sporadische Plopps, dann mehr und schneller, dann abschwellend. Allerdings wollte das Ploppen einfach nicht enden. Dann ging alles sehr schnell. Bohnen fingen plötzlich an zu ölen, aber irgendwie dachte ich immer noch, dass jetzt die Crackpause nach dem 1. Crack kommen müsste. Erst als der Rauch immer stärker wurde, habe ich den Eject-Knopf gedrückt...leider zu spät. Die Bohnen waren bereits zu Brikets geworden und ein Fall für die Biotonne.

    2. Versuch:
    Diesmal die empfohlenen 250g genommen. Röstprofil 4 (wurde in Anleitung für den Anfang empfohlen, deshalb wollte ich es mal probieren). Wieder das gleiche Phänomen. 1. Crack bei 18:15 (nach Einfüllen der Bohnen), anschwellend, abschwellend, aber nicht wirklich enden wollend. Nachdem ich die Röstung schon die max. möglichen 2,5 min verlängert habe, erfolgte Auto-Eject nach 23:30. Die Röstung war ziemlich ungleichmäßig und recht hell. Deutlich heller als meine "Referenzbohnen", die ich beim Rösten als optischen Vergleich genommen habe.

    3. Versuch:
    Wieder 250g. Röstprofil 7. Im Prinzip gleicher Verlauf wie bei 2., insgesamt etwas dunkler, aber auch ziemlich ungleichmäßig und noch immer sichtbar heller als die "Referenzbohnen".

    4. und für heute letzter Versuch:
    Diesmal nur 220g. Röstrofil 7 + 1:30 Zugabe. Wieder keine Pause zwischen 1. und 2. Crack (wobei ich letzteren auch nicht wirklich gehört habe). Diesmal gerade noch rechtzeitig Eject gedrückt. Deutlich dunklere Röstung, diesmal gleichmäßiger, zuerst etwas ölig, aber nach Kühlung nur noch leicht glänzend. Sieht zumindest schon mal nach Espressoröstung aus.

    Meine ersten Erkenntnisse nach Röstsession Nr 1:
    - 250g Füllmenge sind für den Hottop wohl zu viel, zumindest gilt das für den Malabar. Die Röstung wird mit der Menge viel zu ungleichmäßig.
    - Frisch geröstete Bohnen riechen erbärmlich
    - Werde mir ein Stethoskop zulegen müssen, um den 2. Crack zu hören oder ist der am Ende gar eine Legende ;-)

    Morgen Abend wird verkostet. Ich bin gespannt.

    Grüße, Volker
     
  2. Volker

    Volker Mitglied

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    Habe mal schnell einige Fotos gemacht:
    jeweils links: mein selbstgerösteter Malabar
    jeweils rechts: ein gekaufter Äthiopischer Sidamo

    1. Versuch: Biotonne, keine Beweisfotos

    2. Versuch:
    [​IMG]

    3. Versuch:
    [​IMG]

    4. Versuch:
    [​IMG]

    Seltsam, direkt nach dem Rösten hätte ich schwören können, dass der 4. Versuch der Vergleichsröstung (Sidamo) am nächsten gekommen wäre. Tatsächlich ist diese aber deutlich dunkler und der 3. Versuch ist deutlich näher dran.

    Bei allen Röstungen haben einige Bohnen Abplatzer. Waran liegt das? Schadet das dem Geschmack?

    [​IMG]

    Bin echt mal gespannt, ob das Zeug genießbar ist.
     
  3. blu

    blu Mitglied

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    hallo,
    von allen kaffeesorten die ich roeste neigt der malabar am ehesten zum abplatzen - vielleicht liegt das an den fehlenden haeutchen. mit sicherheit aber auch zu grosser hitzeeinwirkung.
    lg blu
     
  4. Herb

    Herb Mitglied

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    Die Abplatzer an den Bohnen sind der 2.Crack.

    Der Monsooned ist vergleichsweise leicht und entwickelt auch noch recht gut Volumen. Ich fahre Monsooned im I-Roast mit 100 statt 130gr und bekomme dann gleichmaessige Roestung. Ich wuerde direkt umgerechnet mal nur 190gr Monsooned fahren.

    Alle washed Beans sollte man ebenfalls mit etwas reduzierten Mengenansaetzen fahren.
     
  5. #5 Nightstalker, 27.03.2007
    Nightstalker

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    Ja der Malabar ist ein Abplatzer... die Temp macht sicher etwas aus aber er wird immer abplatzer aufweisen. Walter_ meinte beim Malabar wäre es sinnvoll (um nicht zu sagen wichtig) die Temperaturkurve ab dem 1. Crack etwas "abzuflachen" so dass der 2. Crack etwas verzögert wird.

    Ich habe das letztens für mich versucht, hab ihm als Endtemp 240 gegeben und beim 1. Crack auf 130 runter gedreht und nach einiger Zeit wieder hochgefahren (kann ich jetzt nicht in Minuten sagen, war gefühlsmäßig). Insgesamt hatte ich 19-20 Minuten Röstzeit und eine dunkle, leicht ölige Bohne. Geschmacklich ist diese Röstung verglichen zu meinem vorangegangenen French Roast (sehr dunkel und ölig) sehr unterschiedlich. Die dunkle Röstung hat keine Säuren, es kommt eine eher schokoladig, nussig, rauchige Geschmacksrichtung durch. Bei der neuen Röstung, ich würde sie als City+ bezeichnen (bitte virtuel steinigen wenns falsch ist) kommen deutliche "mehr" Aromen ins Spiel, leichte Säuren und insgesamt ein vielfältigerer Geschmack. Ich muss aber trotzdem gestehen mir hat die 1. besser geschmeckt, ich habs gern rund und ohne Säuren.

    Mein Preblend hat mir aber glaub ich am besten geschmeckt, hier hatte ich 70/30 Malabar + Mexiko, das war ein sehr interessanter geschmack. French roast, der Geruch am nächsten Tag war umwerfend, es roch extrem nach Schokolade (am ehesten zu vergleichen mit der Lindt 99%). Geschmacklich war es als würde man in eben diese Schokolade beißen mit leicht würzigen Aromen dazwischen, also wirklich toll.

    Malabar french und der preblend eignen sich beide gut als Cappuccino, der Malabar City+ ist für mich eher als Espresso geeignet aber das ist alles reine Geschmackssache.

    Ach ja, bevor du die Zeiten und Temps jetzt nachröstets sei gewarnt, ich hab mit dem Gene CBR 101 geröstet, ob du das 1:1 auf den Hottop umlegen kannst weiß ich nicht aber zumindest mit dem Röstgrad solltest du dich orientieren können.

    Übrigens hab ich bei 200-220 g keine ungleichmäßigen Röstungen mit dem Malabar, gut sortieren muss man aber vorher und was schon auffällt ist dass er erst in den dunkleren Stadien (also ab City) wirklich gleichmäßig wird, davor hab ich auch ein ziemlich ungleichmäßiges Bohnenbild.
     
  6. blu

    blu Mitglied

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    hallo nightstalker,
    ich roeste den malabar etwas anders auf dem gene:
    vorheizen auf 240°C und roestprozess ebenso starten bis ca. 1' in den 1.crack, dann auf ca. 225 - 230 °C fuer ca. 2' runter und anschliessend wieder auf 240°C hoch. das reduziert die abplatzer.
    roestdauer (mit externer kuehlloesung a la wilfried): ca. 15'.

    diese sorte enthaelt imho generell sehr wenig bis keine sauere. abplatzer habe ich eig. immer nur bei dieser sorte. andere (gewaschene) sorten haben deutlich weniger.

    lg blu
     
  7. hargi

    hargi Mitglied

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    Hallo Volker,

    bei mir ging's genauso los, den Bericht zur ersten Röstung könnte ich genau gleich formuliert haben.

    Der Malabar scheint mir sehr ungeeignet für Übungszwecke im Hottop, da er meiner Erfahrung nach ohnehin dazu neigt, vom ersten gleich in den zweiten Knack überzugehen. Deine runden Abplatzer sind sichere Zeichen dafür.

    Aber auch mit anderen Kaffees scheint einem der Übergang oft nicht vorhanden, da einzelne Knacker als Nachzügler kommen. Die akustischen Unterschiede solltest Du mit einer anderen Bohnensorte jedoch auf alle Fälle besser hören: Man vergleicht den ersten Knack gerne mit dem Abbrechen eines Hölzchens oder Bleistifts, den zweiten mit elektrischen Knacksern, etwa vom Gasanzünder. Klanglich heller also, und leiser.

    Damit ist man aber beim generellen Hottop-Problem. Die Pause zwischen den Knacks beträgt nur wenig Zeit, etwa 30 Sekunden. Wenn Du mal schräg in die Trommel schaust, erkennst Du, wann die Heizspirale wie stark glüht. Ab ca. 13 Minuten glüht sie volle Pulle und bringt die Ladung in den ersten Knack, aber dann hat man keine Möglichkeit, sie runterzuregeln. Das ist IMO der einzige Schwachpunkt des Hottop.


    Meine Auswege waren folgende:

    1. Sobald der erste Knack am laufen ist, nehme ich den Einfülldeckel weg und ziehe ggf. sogar die Chaff-Schublade heraus, um den enormen Hitzeanstieg zu verlangsamen.

    2. Ich habe den hinteren Papierfilter durch einen feinen Drahtfilter ersetzt. Dadurch wird die Luftzirkulation besser. Genug Temperatur macht er trotzdem, keine Bange.

    So konnte ich auch einen störenden Bittergeschmack weitestgehend verbannen, den meine ersten Röstungen aufwiesen. Er kam wohl von dem Hitzestau, der ab dem ersten Knack entsteht. Ich röste fast ausschließlich für traditionelles Handaufbrühen, und das ist mit dem HT nicht so leicht, wie ich eigentlich dachte.

    Nachteil der zwei beschriebenen Maßnahmen: Rösten in geschlossenen Räumen ist nicht mehr möglich. Am offenen Küchenfenster sollte es schon sein, da beide "Modifikationen" starke Rauchfreisetzung nach sich ziehen. Aber der HT ist relativ außentemperaturunempfindlich. Auch bei 10 Grad in winterlicher Küche sind meine Ergebnisse konstant gewesen.

    Die Füllmenge 250 Gramm habe ich übrigens beibehalten. Weniger macht's zu schnell, mehr macht's nicht signifikant besser. Und da man ja meistens 1kg-weise kauft hat man sonst zu viele Reste...

    Hoffe, das hilft Dir ein bißchen.
    Schöne Grüße
    Harald
     
  8. Volker

    Volker Mitglied

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    Hallo zusammen,

    zunächst mal danke für die vielen Tipps und Erfahrungsberichte. Ohne das Kaffeeboard hätte ich mich vermutlich nie an dieses komplexe Thema herangewagt.

    Nach einige Fragen/Anmerkungen:

    Was meinst du mit "sortieren"? Meinst du damit, Bruchbohnen aussortieren oder sortierst du auch zu kleine/zu große Bohnen?
    Wäre eine schöne Aufgabe für meine Kinder. Wie bei Aschenpuddel: die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen :lol:

    Klingt einleuchtend. Den Einfülldeckel-Trick werde ich mal ausprobieren.

    Für Filterkaffee wirst du ja vermutlich deutlich heller (kürzer) rösten als für Espresso. Beim Malabar musste ich mit 250g auf Stufe 7 die Röstung manuell verlängern (dauerte insgesamt ca. 23:30min), um sie überhaupt Richtung Espressoröstung zu bekommen. Deshalb meine Vermutung, dass die Menge zumindest für diese Sorte etwas zu hoch ist.


    Ein kurzer Bericht meiner ersten Verkostung. Vermutlich ist es noch etwas zu früh. Habe in älteren Posts zum Malabar gelesen, dass man ihm 2-3 Tage Zeit geben sollte, aber ich war einfach zu neugierig:

    Helle Röstung (2. Versuch, s. Bild oben):
    alles überdeckender saurer Geschmack - bäh

    Sehr dunkle Röstung (4. Versuch):
    extrem bitter - ebenfalls ungenießbar

    Mittlere Röstung (3. Versuch):
    fette, wenngleich nicht sehr stabile Crema
    Geschmack: ausgewogen - weder sauer noch bitter - schokoladig, etwas rauchig, insgesamt etwas wenig Körper - lief allerdings auch etwas zu schnell - frühe Blondphase (bei allen Röstungen)

    Letztere Röstung habe ich mich dann getraut, meiner Frau als Cappu anzubieten (sei trinkt keinen Espresso). Sie fand ihn gut, hat aber einen etwas harten Nachklang bemängelt. Ich würde das als etwas rauchigen Beigeschmack bezeichnen - ich fand den Cappu aber auch ganz brauchbar.

    Fazit: 2x Müll - der hellen Röstung werd ich mal in der French Press eine letzte Chance geben - als Espresso kommen die mir beide nicht mehr ins Sieb
    1x brauchbares Ergebnis - mal schaun, ob sich diese Röstung in 1-2 Tagen noch etwas entwickelt.

    Auf jeden Fall war es schon ein erstes kleines Erfolgserlebnis. Allein der Anblick der dick aus der Auslauf quellenden Crema macht Lust auf mehr - auch wenn vermutlich noch viele Fehlversuche folgen werden.

    Grüße, Volker
     
  9. #9 Nightstalker, 28.03.2007
    Nightstalker

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    Ich sortiere, wie vom Meister gelernt ;), defekte (also faulige, schimmlige, angefrssene usw.) Bohnen sowie grobe Bruchstücke und natürlich unreife bzw. viel zu kleine Bohnen raus.
    Sind nicht viele aber pro Röstcharge hab ich so zwischen 10 und 30 Solcher Bohnen dabei, wie mans hald erwischt. Vielleicht bin ich aber auch etwas übervorsichtig ;)


    @blu: Ich heize ebenfalls auf 240°C vor, gehe etwa genauso lang in den 1. Crack wie du aber dann nicht so dramatisch weit runter (eher auf 230 in etwa). Mit deiner Röstzeit komme ich aber nicht hin, bei 15 Minuten Röstzeit habe ich noch nichtmal Filterniveau erreicht, ich brauch zwischen 18 und 20 Minuten für eine Espressotaugliche Röstung. Irgendwo ist da der Wurm drinnen oder??? ;)
     
  10. hargi

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    Volker hat Folgendes geschrieben:


    Das wundert mich ein bißchen. Ich bin mit 250g bei ca. 15 Minuten am Anfang des ersten Knack, bei 16.30 mehr oder weniger durch den ersten, ab 17.00 der zweite, und dann ist es nicht mehr weit zu öligen Bohnen. Komischerweise kam ich - auch für Espresso - nie über 20 Minuten hinaus.

    Was ich noch gemacht habe:
    1. Buch führen. Man stellt fest, daß der Hottop sehr konstant arbeitet.
    2. Einen Temperaturfühler (am Multimeter, ebay, zusammen für 18 Euro oder so) von oben in den Einfüllstutzen einführen, so daß die Meßspitze etwas in die Röstkammer ragt (aber nirgendwo anstreift!).

    Die Temperaturanzeige, die eingebaut ist, scheint mir unbrauchbar. Jedenfalls differieren die Meßdaten um bis zu 40 Grad. Aber so kannst du sehen, was am Ende Deiner (sehr langen) Röstung temperaturmäßig tatsächlich passiert...

    Grüße
    Harald
     
  11. Volker

    Volker Mitglied

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    Habe heute meine "Röstkarriere" fortgesetzt.
    Kurzer Rückblick: Meine ersten Malabar-Röstungen sind leider alle in die Mülltonne gewandert. Mich hat kurz nach den Röstversuchen die Kotzerei erwischt und ich hatte 2 Wochen lang einen absoluten Ekel vor Kaffee. Dazu hat wohl beigetragen, dass der verbrannte Mief der ersten Röstversuche sich sehr lange in der Küche gehalten haben. Genau so verbrannt haben leider auch die Bohnen gerochen, selbst die helleren Röstungen. Bin mir nicht sicher, woran das liegt.
    Habe heute eine Grobreinigung durchgeführt und dabei festgestellt, dass 2 total verkohlte Bohnen im hinteren Bereich der Rösttrommel klebten. Können die den Geschmack einer ganzen Charge ruinieren (zumindest geruchsmäßig)?

    Wie auch immer, heute habe ich mich dann aufgerafft, den Hottop aus der Garage geholt (in der Küche konnte ich ihn wegen seiner Brechreiz erregenden Ausdünstungen nicht mehr ertragen) und dann den Yirgacheffe ausprobiert - diesmal unter freiem Himmel.
    Die Yirgacheffe-Bohnen haben eine sehr ungleichmäßige Größe, wie bei einer Mischung. Ich habe es mal mit dem Restbestand meiner gekauften Yirgacheffe-Röstung verglichen und da sah es genau so aus. Insgesamt sind die Bohnen wesentlich kleiner als die des Malabar. Habe Nightstalkers Ratschlag umgesetzt und zuerst schrottige Bohnen aussortiert.
    Vorgeheizt, 200g in die Rösttrommel, nach 16:30 Beginn des 1. Cracks - deutlich hörbar, aber nicht so laut, wie beim Malabar. Dann hargis Rat befolgt und den Einfülldeckel abgenommen. Der Hottop rauchte wie ein Schlot, aber es scheint in der Tat den Temperaturanstieg zu bremsen.
    Ein paar mal flammte kurz die Heizspirale auf, vermutlich weil ein Häutchen seinen Weg durch die Rösttrommel gefunden hat und verglüht ist. Nach 19:00 Röstzeit (+5min Vorheizen) Eject gedrückt. Habe den 2. Crack zwar nicht gehört, aber ich hatte den Eindruck, die Bohnen wären "fällig".

    Das Ergebnis sieht diesmal wirklich sehr gut aus. Einen Tick heller als die gekaufte Röstung, aber schön gleichmäßig, keine Abblatzer und keine Spur vom verbrannten Geruch meiner Malabar-Röstungen.

    Leider sind viele Häutchen nicht in der Chaff-Schublade gelandet, sondern waren noch zwischen den Bohnen. Ich habe sie mit einem Staubsauger abgesaugt, dabei hat der Sauger leider auch ein paar Bohnen verschluckt. Weiß jemand eine effektivere Methode?

    Bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Werd dann in Kürze auch mal eine Filterröstung des "Cheffe" versuchen.

    Grüße, Volker
     
  12. #12 wilfried, 20.04.2007
    wilfried

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    Hallo und guten Morgen,
    das mit dem draußen Rösten war sicher eine gute Entscheidung :D
    Die Bohnen sehen so Unterschiedlich aus, haben meist auch sehr viel Häutchen die sich zudem auch noch schlecht und lösen.
    Lösungsmöglichkeit:
    Häutchen drin lassen, In einen Seiher, mit dem man Teigwaren abgießt geben und durchschütteln, dadurch lösen sie sich.
    Mit dem Fön, Kaltstufe :p , durchpusten,
     
  13. hargi

    hargi Mitglied

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    Hallo Volker,

    die hinten klebenden Bohnen (zwischen Speiche und der Befestigung dieser Spirale) sind wirklich ein fetter "bug" des Hottop. Das Problem hatte ich fast bei jeder Röstung.

    Ich habe mir mit einer Primitivlösung geholfen: Eine Edelstahl-Büroklammer auf die richtige Länge abgezwickt und so verzwirbelt angebracht, dass in der kritischen Spalte sich keine Bohne mehr einzwicken kann: Durch ein Trommel-Loch von außen einführen und dann innen an der kritischen Stelle verdrehen.

    Achtung: Wenn Du das auch machst, führe es bitte sehr sorgfältig aus: Der Büroklammerdraht darf sich nicht selbständig machen und auch nicht so locker sein, dass er sich an der Heizspirale verhakelt. Oberste Sorgfalt bitteschön!! Ich übernehme für nix die Verantwortung, sondern stelle nur fest, das bei mir das Problem dadurch behoben ist.

    Eine Reinigung des HT nach jeder Röstung (Trommel entfernen, auspusten) empfehle ich trotzdem und mache das auch.

    Wilfrieds Häutchentip mit dem Föhn finde ich prima (ich puste einfach drüber, über der Spüle), sei allerdings nicht zu pingelig - ein paar Häutchen stören den Geschmack gar nicht.

    Viel Erfolg - viele Grüße
    Harald
     
  14. icke

    icke Mitglied

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    ich geh mit dem geloecherten hottop kuehlblech zum abschluss immer kurz nach draussen und schuettel es leich in kreisfoermigen bewegungen. dabei fallen ne menge kleinere haeutchen durch die loecher im blech einfach runter. die groesseren 'schwimmen' dabei nach oben und lassen sich mit 2 oder 3 pustern wegblasen.
     
Thema:

Erste Röstversuche mit dem Hottop

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