Espressi / kg bohnen? - Wieviel ausschuß produziert ihr?

Diskutiere Espressi / kg bohnen? - Wieviel ausschuß produziert ihr? im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Ich habe etwas auf home-barista.com gestöbert und bin da über eine Angabe von Dan Kehn und Malachi gestolpert, die ich kaum glauben kann. Beide...

  1. #1 Röstaroma, 01.12.2005
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    Ich habe etwas auf home-barista.com gestöbert und bin da über eine Angabe von Dan Kehn und Malachi gestolpert, die ich kaum glauben kann. Beide produzieren aus 225 g (= halbes US-Pfund) 4 - 5 doppelte Espressi. Selbst bei heftiger Überdosierung von 20 g / Doppio würden > 50 % im Abfluß landen. :O

    Mit 7 - 8 g bekomme ich grob gerechnet ca 100 trinkbare Espressi und davon 70 gute bis sehr gute Espressi aus einem Kilo raus. Meine Ausschußquote schätze ich so auf 10 - 15 %.

    Wie sieht das bei euch aus? ???

    Grüße

    Röstaroma
     
  2. #2 marenralf, 05.12.2005
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    öhm...wie??

    ausschuß?? abfluß??

    ich leer doch die gemahlenen Bohnen nicht neben den siebträger....da gibt es doch keinen ausschuß, oder??

    also ich mach am tag so 8 espressi und ein kilo bohnen reicht so 3 wochen...
    aber mehr gedanken hab ich mir darübe noch nicht gemacht...

    grüße

    ralf
     
  3. #3 Röstaroma, 05.12.2005
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    Also vorsätzlich Ausschuß brühe ich natürlich auch nicht! Aber ich gestehe, dass so vielleicht jeder 10. Espresso nicht meinen Vorstellungen entspricht. Den trinke ich dann weil ich ihn nicht wegschütten mag :( obwohl der nächste durch Nachstellen der Mühle oder durch veränderte Dosierung sicher besser wäre. Und auch die restlichen 90 % sind selbstverständlich nicht ideal aber eben gut trinkbar. Ich streiche die Frage nach Espressi/kg und ersetze sie durch:

    Wie sieht es mit euerer Reproduzierbarkeit aus? Wie oft wird der Espresso euren Ansprüchen gerecht?

    Grüße

    Röstaroma
     
  4. #4 nobbi-4711, 05.12.2005
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    Kommt drauf an. Wenn man (wie meine Wenigkeit) in der Woche bis zu 3 verschiedene Sorten in der Mühle hat, geht für die Einstellerei natürlich sehr viel mehr drauf, als wenn man immer denselben Espresso trinkt und einfach nachschüttet. Außerdem mache ich, wenn die Maschine noch nicht heiss genug ist, einen "Leer-Espresso": normale Pulvermenge, und dann eine Cappu-Tasse Wasser durchlaufen lassen. Das langsame Durchlaufen heizt den Kopf sehr gut auf, so dass ich nur 20 min nach dem Einschalten schon den ersten gut trinkbaren Espresso bekomme. Ein Gutteil des "Leer-Espresso" sind dabei Reste vom Vortag, aber manchmal muss ich auch frisch dazumahlen, wenn's nicht reicht.

    Die Reproduzierbarkeit (z.B. wenn Gäste im Haus sind) ist allerdings hoch; da muss kaum was weggeschüttet werden.

    Greetings \\//

    Marcus
     
  5. #5 Walter_, 05.12.2005
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    @Röstaroma,

    wenn man verfolgt mit welcher Akribie Chris (malachi) einerseits seine Espressi zubereitet (z.B. in den jeweiligen Threads über Pavoni, Briccoletta oder die neue GS3) und andererseits bedenkt wie "experimentierfreudig" er in Bezug auf Menge & Temperatur ist, wird einem schnell klar, daß da 'ne Menge Ausschuß anfällt. Er erwähnt auch des öfteren, daß er sich nicht vorstellen kann wie er vorgehen würde, wenn er für den Kaffee bezahlen müßte...



    Edited By Walter1958 on 1133801190
     
  6. sebsei

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    Hallo,
    bei mir geht schon recht viel Kaffee den Abfluss runter. Das liegt sicherlich einerseits daran, dass ich sehr viele verschiedene Bohnen probiere (ist IMHO der größte Spass an der Espressogeschichte), andererseits aber auch daran, dass ich die Meßlatte einigermaßßen hoch lege.

    Kaffee ist bei mir ausschließlich Genußmittel. Ich könnte prima ohne Espresso leben, gibt genug andere Alltagsfreuden. Wenn ich ihn dann aber zum Genuß trinke (zwischen fünf und zehn/Tag), dann muß er perfekt sein. Da geht eher mal einer den Abfluß runter, als dass ich so'n halbgaren Espresso hinunterkippe.

    Grüße,
    Sebastian.
     
  7. sebsei

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    Noch was zur Reproduzierbarkeit:

    Die ist bei mir, wenn ich eine Sorte eingemahlen habe, recht hoch. Sorgen machen mir nur manchmal die Kaffees, die aufgrund ihrer Laufzeit, Laufruhe, Cremabildung und Farbe zunächst perfekt erscheinen, dann aber aufgrund kaum wahrnehmbaren Channelings etc. geschmacklich ungenießbar sind. Ist vor allem dann unangenehm, wenn einer der beiden anspruchsvolleren Kaffeekumpels zu Besuch ist...

    Beikommen könnte ich dem durch Verwendung des Zweiersiebes, dann könnte ich vorkosten. Da ich aber im Alltag ausschließlich das Einer nutze, ist mir der Wechsel im Besuchsfall zu umständlich.

    Grüße,
    Sebastian.
     
  8. #8 Walter_, 05.12.2005
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    [quote:post_uid0="nobbi-4711"]Die Reproduzierbarkeit (z.B. wenn Gäste im Haus sind) ist allerdings hoch; da muss kaum was weggeschüttet werden.[/quote:post_uid0]
    Da hab' ich wohl noch 'ne Menge zu lernen...

    Ich hab kürzlich in einem Seminar den Affen - will sagen "Barista" - gemacht und dabei ist mir eines aufgefallen (abgesehen davon, daß meine Butterfly im Dauerbetrieb recht rasch temperaturmäßig in die Knie geht, wie wir es beizeiten einmal diskutiert haben und ich ihr entsprechende "Kunstpausen" gönnen muß): Obwohl so ziemlich alle Espressi, Cappus, etc., etc. recht gut bis sehr gut waren (von ca 3/4kg die ich in zwei "Sessions" verheizt habe, waren lediglich 2 total daneben weil zu kalt), gelingt es mir nahezu nie in zwei hintereinanderfolgenden Bezügen geschmacklich weitestgehend identische Espressi zu erzeugen. In den geschmacklichen Grundtönen sind sie zwar gleich (no na) aber in den Nuancen gibt es jedesmal feine Unterschiede...



    Edited By Walter1958 on 1133803845
     
  9. #9 Röstaroma, 05.12.2005
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    [quote:post_uid0="Walter1958"]In den geschmacklichen Grundtönen sind sie zwar gleich (no na) aber in den Nuancen gibt es jedesmal feine Unterschiede...[/quote:post_uid0]
    Also damit kann ich leben. Ich bin da ziemlich skeptisch, ob ich es wirklich hinbekommen werde, dass ein Espresso exakt wie der andere schmeckt. Im Rahmen dieser Schwankungen bin ich auch einigermaßen reproduzierbar wenn erstmal die Sorte eingemahlen ist und alles innerhalb weniger Stunden abläuft.

    Letzten Freitag habe ich mich ebenfalls als Barista für 25 Personen versucht. Das Ergebnis mit meiner Isomac Millennium (42 kg LSM waren alleine nicht ins Auto zu bekommen) war dem Feedback nach ok und im Dauerbetrieb ohne unmäßige Spülorgien hat das die Maschine auch gut gepackt.

    Mehr Schwierigkeiten habe ich mit den Schwankungen von Tag zu Tag. Da kann es dann schon mal sein, dass ich am Vortag eine hervorragenden Espresso gezaubert habe und es am nächsten Tag einfach nicht werden will. Na ja, meine Lernkurve hat nach einem Jahr sicher noch einige Luft nach oben. Und dass jemand wie Marcus reproduzierbar arbeitet frustriert mich nur begrenzt. Bei dem Vorsprung...

    Grüße

    Röstaroma
     
  10. #10 Walter_, 06.12.2005
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    [quote:post_uid0="Röstaroma"]Also damit kann ich leben. Ich bin da ziemlich skeptisch, ob ich es wirklich hinbekommen werde, dass ein Espresso exakt wie der andere schmeckt. Im Rahmen dieser Schwankungen bin ich auch einigermaßen reproduzierbar wenn erstmal die Sorte eingemahlen ist und alles innerhalb weniger Stunden abläuft.[/quote:post_uid0]
    Leben läßt sich's sogar vorzüglich damit, vor einem Jahr hatte ich noch keine Idee wie gut Espresso überhaupt schmecken kann, aber trotzdem, wenn ich dann so Sachen lese wie das was Chris (malachi) in diesem Thread schreibt, wird mir bewußt, daß ich trotzdem erst ganz am Anfang stehe...

    [quote:post_uid0]Letzten Freitag habe ich mich ebenfalls als Barista für 25 Personen versucht. Das Ergebnis mit meiner Isomac Millennium (42 kg LSM waren alleine nicht ins Auto zu bekommen) war dem Feedback nach ok und im Dauerbetrieb ohne unmäßige Spülorgien hat das die Maschine auch gut gepackt.[/quote:post_uid0]

    Als notorischer Putzteufel :D hab ich mir angewöhnt, nach jedem Bezug kurz zu spülen. Im Dauerbetrieb müßte ich dazu aber den Pressostat wohl um einiges höher stellen und vermutlich auch diese Reduzierhülse aus dem Thermosyphon nehmen. (Und nachdem ich mein Equipment im 3. Stock hatte - ohne Lift versteht sich - konnte ich mir die Schuhe zubinden ohne mich zu bücken :;):)

    [quote:post_uid0]Mehr Schwierigkeiten habe ich mit den Schwankungen von Tag zu Tag. Da kann es dann schon mal sein, dass ich am Vortag eine hervorragenden Espresso gezaubert habe und es am nächsten Tag einfach nicht werden will. Na ja, meine Lernkurve hat nach einem Jahr sicher noch einige Luft nach oben. Und dass jemand wie Marcus reproduzierbar arbeitet frustriert mich nur begrenzt. Bei dem Vorsprung...[/quote:post_uid0]

    Naja, ich hab jetzt seit fast zwei Wochen einen ziemlichen qualitativen Höhenflug, ich will's also hier und jetzt nicht verschreien. Aber ich fürchte mich jetzt schon vor dem Tag an dem meine derzeitige Espresso-Glückssträhne abreißt und ich - wahrscheinlich ziemlich unsanft - auf den Boden meiner Kaffee-Realität zurückgeholt werde...
     
  11. bamf

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    da ich hauptsächlich cappu trinke und der espresso, wenn ich ihn dann mal trinke perfekt sein sollte habe ich bei "meinem" einen ausschuß von ~40% - die meißten meiner kaffeegäste halten meinen eh für "den besten der stadt", egal wie ich ihn verhunzt habe. naja, vielleicht denken die auch "was aus dieser maschine kommt muss einfach perfekt sein". :D

    @marcus: super tipp... es tutmir immer weh, so viel pulver weg zu kippen!
     
  12. Goglo

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    Hallo zusammen,

    also normalerweise schmeisse ich nicht sooo viel in den Ausguss, weil ich immer mehr oder weniger beim selben Kaffee bleibe, aber heute früh musste ich glatt ohne Kaffee aus dem Haus. Verbrannt. Ekelhaft. Musste sogar eine Dose Cola kaufen um den Geschmack aus dem Mund zu bekommen. Hoffentlich ist das morgen nicht so.

    Im grossen und ganzen denke ich mal, dass ich mit so um die 20% Ausschuss hinkomme. Solche Dinge wie am heutigen Morgen sind natürlich ausgenommen - ich weiss halt noch nicht woran das lag.

    Gruss,

    Goglo
     
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