Espresso in Espressotasse? Lieber nicht...

Diskutiere Espresso in Espressotasse? Lieber nicht... im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; ...hab ich mir in letzter Zeit häufig gedacht, und verwende tatsächlich zu Hause kaum noch Espressotassen. Warum? Weil die Espressotasse meiner...

  1. #1 mmorkel, 29.02.2020
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    ...hab ich mir in letzter Zeit häufig gedacht, und verwende tatsächlich zu Hause kaum noch Espressotassen.

    Warum? Weil die Espressotasse meiner Meinung zwar im kommerziellen Umfeld sinnvoll ist (wo man möglichst viele Tassen auf begrenztem Platz warm halten und im Geschirrspüler unterbringen möchte), aber der Aromenvielfalt eines guten Espressos nicht gerecht wird.

    Viel besser schmeckt und duftet der Espresso (besonders der eher hell geröstete), wenn er in eine breite flache vorgewärmte Cappuccinotasse (bei mir zB die Standard La Marzocco-Tassen) gelaufen ist. Man kann ihn schwenken und bekommt ein volles Bouquet in die Nase, ähnlich wie ein Rotwein in einem grossen Glas erst sein Aroma entfaltet. Man kann sogar den Zucker ohne hektisches Umrühren durch Schwenken lösen. Insgesamt schmeckt der Espresso zu Hause aus der warmen Cappuccinotasse viel besser.

    Wer es noch nicht probiert hat, dem rate ich zu einem Test!
     
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  2. #2 espressionistin, 29.02.2020
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    Mhm, Geschmackssache. Ich nehm ab und zu eine Capputasse, wenn aus versehen keine kleine Tasse warm ist.
    Ich finde, die Aromen werden viel zu sehr in die Breite getragen, das Getränk kühlt viel schneller aus, außerdem ist das „sanfte Nippen“ nicht so ohne weiteres möglich. Das wird dann bei mir immer ein schneller, großer und ungemütlicher Schluck.
    Mein Fazit: Espresso nur aus den passenden Tassen!
     
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  3. cbr-ps

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    Espresso mit Zucker? Lieber nicht...
     
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  4. #4 Sebastiano, 29.02.2020
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    Ein bemerkenswerter Ratschlag – die Aromenvielfalt eines guten Espressos und das Bouquet, ähnlich wie ein Rotwein – mit Zucker zu verschwenken zerstören…
    .
     
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  5. #5 mtm1508, 29.02.2020
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    Zum schwenken gab's auch mal ein Video von Hoffmann.
     
  6. #6 mmorkel, 29.02.2020
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    Tja, ich mag auch Milchschokolade lieber als Bittere. Und ich finde tatsächlich, dass etwas Zucker den Geschmack eines Espresso gut unterstützt.

    Aber kann natürlich jeder halten, wie er will. Und in gewissen Kreisen gilt es natürlich auch als "cool", keinen Zucker zu nehmen, weil damit ja angeblich nur die Bitterkeit einer Barschlampe aus ungereinigter Maschine überdeckt wird. Aber... nö. Ich habe gerne etwas Zucker im 3rd wave shot aus blitzsauberer gut eingestellter Maschine ;-)
     
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  7. #7 mmorkel, 29.02.2020
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    Cool. Das ist ja genau das, was ich oben schrub. Wenn man schwenkt, geht viel von dem Aroma in die Luft über. Aber in einer Espressotasse kann es sich eben nciht halten und verfliegt in den Raum. Deshalb sollte man mit einer Espressotasse lieber Umrühren. I agree.

    Aber das ist eben in der Cappuccinotasse anders, wenn man genau dieses Aroma in die Nase bekommt. Danke für das Video.
     
  8. cbr-ps

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    Ich nehme dann lieber etwas dunkler geröstete Bohnen (ungleich „Barschlampe“, glücklicherweise gibt es eine Menge Varianten dazwischen...), wo ich die „Fruchtigkeit“ nicht mit Zucker kompensieren muß :D
     
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  9. #9 mmorkel, 29.02.2020
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    Tatsächlich nehme ich auch am liebsten was dazwischen, momentan das Quijote´sche Nanni-Hörnchen, das schon lt. Beschreibung maximal "süss" ist. und trotzdem kommt noch n halber Espressolöffel Zucker rein :D.
     
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  10. #10 Technokrat, 29.02.2020
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    dito.

    Ich probiere manche Test-Bezüge, leicht abgekühlt, aus einem Gabriel Weinglas.
     
  11. Schoki

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    Wieso? Dazu müsste die Cappuccinotasse nach oben eng zulaufen. Das tut sie aber nicht. Ich befürchte, dass sogar mehr Aromen verfliegen.

    Für mich hat eine Cappuccinotasse generell eher Nachteile. Der Espresso wird schneller kalt, das Trinkgefühl passt nicht und ich finde einen Espresso aus einer Espressotasse optisch ansprechender.
     
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  12. #12 Tokajilover, 01.03.2020
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    ich habe es wie du.

    nehme aber nicht die 200ml cap. tasse sondern die kleineren mit ca 120-150ml.

    dito.

    ich mag auch zucker im espresso. für mich:
    1. balanciert es eher die säuren
    2. reichert es an
    3. begleitet die fruchtigenaromen (die als süsse interpretiert werden, aber nicht süss sind. (es ist defakto, keine süsse in einem auf 185° oder gar 200° und darüber durch-erhitzten produkt.)

    zucker und bitterkeit ist ein mühsiges thema - wäre bitterkeit das problem würde salz eher helfen

    wie andere werten das ich zucker zugebe ist mir so lange egal, bis jemand, bereit sit fachlich darüber zu reden.
    dabei wären grundkentnisse über Kohlenhydrate, Karamellisation und Sensorik bedingung.
     
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  13. #13 domimü, 01.03.2020
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    Der Ratschlag war, es selbst zu probieren. Also quasi den eigenen Sinnen zu trauen statt irgendwelchen Dogmen zu folgen.
     
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  14. #14 benötigt, 01.03.2020
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    Wunderbar - es gibt verschiedene Optionen, die jeder nach seinem Geschmack wählen kann. Das ist gut so.

    Und trotzdem ist das Thema die ideale Steilvorlage, um eine Diskussion ins Grundsätzliche abdriften zu lassen, was denn nun "richtig" ist. Dabei ist alles genauso falsch - für den Anderen.

    Ich erinnere eine Filmszene, in der ein Detektiv den angebotenen Kaffee mit "5 Stück Zucker, aber nicht umrühren, ich mag es nicht so süß" orderte....
     
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  15. #15 Schoki, 01.03.2020
    Zuletzt bearbeitet: 01.03.2020
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    Also wenn ich irgendwo bittere Plörre trinke, dann hilft Zucker ungemein. Ich würde sagen, dass jede andere Geschmacksnote, die man hinzufügt, die vorhandenen mehr oder weniger in den Hintergrund rückt und somit eben aufdringliche Säuren und auch Bitterstoffe erträglicher macht. Bei Schokolade funktioniert das ja auch: Man geht mit dem Kakaoanteil runter und nimmt mehr Zucker.

    Zur Süße: Geschmack ist auch zu einem großen Teil Kopfsache. Man muss keine bedeutsamen Mengen an Zucker finden können, damit etwas süß schmeckt. Da spielt die Erwartungshaltung und vor allem auch die Geruchswahrnehmung eine große Rolle
     
  16. #16 Tokajilover, 01.03.2020
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    erster teil: imho: ich trinke nicht, was ist als plörre deklariere. und bei schokolade ist das anders da sie wesentlich weniger heiss geröstet wird. aber auch dort hilft zucker nicht - schlechte schoklade ist nicht besser wegen dem zucker und gute schokolade wird wegen dem zucker nicht schlechter.

    süsse: 1. ja. - 2. da sind wir uns einig - kein zucker da, aber der kopf gaukelt was vor.
     
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  17. Schoki

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    Aber der Zucker kaschiert bittere Noten. Darauf wollte ich hinaus. Komplett überdecken kann der Zucker schlechten Geschmack natürlich nicht (vor allem Bitterkeit ist in der Natur ja oft ein Warnsignal, das nicht komplett überdeckt werden sollte), aber deutlich angenehmer wird es für mein Empfinden schon.
     
  18. #18 Tokajilover, 01.03.2020
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    Aber Ein Ziegel auf den Fuss lässt den Schmerz am Finger vergessen.

    Schmerzt der Finger nun nicht mehr?
    Lieget es nun daran, oder daran? - Bei dir warscheinlich, daran
     
  19. #19 jwklingen, 01.03.2020
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    Haha, absolut. Zucker im Espresso ist für mich auch nichts, aber wem es schmeckt, der kann es auch aus Cappucciontassen trinken. Bei mir auch nur die Notfalllösung. Jedem sein Geschmack, da brauch man diese Diskussion auch nicht. Wie @domimü schon sagte, es war kein dogmatischer Beitrag, sondern eine Anregung es selbst auszuprobieren.
     
  20. #20 Melitta, 02.03.2020
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    Hell gerösteter Espresso? - daran kannst Du weder etwas retten noch zunichte machen. Schon die Bezeichnung ist ein Widerspruch und Frevel, der in Italien mit einem Paar schöner Betonschuhe und einem Bad im Mittelmeer bestraft wird.
     
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