Espresso Setup - was brauche ich wirklich?

Diskutiere Espresso Setup - was brauche ich wirklich? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Nachdem ich jetzt schon eine Weile Filterkaffee trinke, spiele ich jetzt wider erwarten doch ernsthaft mit dem Gedanken, mir ein Espresso Setup...

  1. #1 Merediana, 25.05.2019
    Merediana

    Merediana Mitglied

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    Nachdem ich jetzt schon eine Weile Filterkaffee trinke, spiele ich jetzt wider erwarten doch ernsthaft mit dem Gedanken, mir ein Espresso Setup anzuschaffen.

    Das Problem: Ich lese Tests, ich lese hier Kaufberatungen usw und fühle mich dennoch völlig ahnungslos:confused: Inbesondere, weil ich nicht weiß, welche Features ich wirklich brauche. Vorm Kauf würde ich noch einen Kurs zur Zubereitung buchen, aber mir wäre es wichtig jetzt schon zu wissen, welche Maschinen in Frage kommen.

    Ein paar Punkte habe ich schon ins Auge gefasst:
    - Zweikreiser oder Dualboiler, da ich auch problemlos Milchgetränke zubereiten möchte
    - die Temperatur sollte ohne großen Aufwand verstellbar sein. Hier meine Frage: Geht das nur über PID oder gibt es da auch andere Systeme?

    Zum Budget: Mühle + Maschine unter 2000€ wäre toll, bis ca. 2500€ wäre möglich. Deutlich günstiger wäre zwar genial, aber ich möchte lieber einmal in ein ordentliches Setup investieren. Weder bin ich Bastler, noch kümmere ich mich gerne darum gebrauchte Dinge weiterzuverkaufen.

    Von dem was ich mir bisher selbst erlesen habe, habe ich folgende Maschinen ins Auge gefasst:

    - Lelit PL60 Plus TR1
    - Xenia (wobei mich hier interessieren würde, ob sich der höhere Preis lohnt)
    - Profitec P300

    Über Feedback oder Ergänzungen würde ich mich freuen.

    Als Mühle hätte ich an eine Sette 270wi gedacht, hier wäre ich eher bereit später zu upgraden.
     
  2. sumac

    sumac Mitglied

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  3. #3 Ajescha, 25.05.2019
    Ajescha

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    Auch wenn sich das ein wenig komisch anhört.... mach dir mehr Gedanken um die Mühle.

    Du kannst die geilste Maschine kaufen, wenn sie Mühle so lala ist, wirst du damit keine Freude haben.
    Es gibt hier verschiedene Threads über Mühlen, da sind in verschiedenen Preisklassen die guten Mühlen aufgeführt.
    Wenn du Zeit und Lust hast, dann lese dir da mal entspannt durch und wäge ab.
     
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  4. cbr-ps

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    Wenn Du das ernsthaft brauchst (weisst Du wofür Du das haben willst oder erscheint es dir einfach irgendwie besser, weil es öfter mal erwähnt wird?) und einigermassen sicher und reproduzierbar eine Brühtemperatur einstellen und wechseln willst, kommst Du aus meiner Sicht um einen DB mit PID nicht rum, auch wenn es andere (Verkäufer-)Meinungen dazu gibt. Dazu würde ich mir neben der P300 auch noch die La Spaziale Vivaldi (Dream) und die Lelit Bianca anschauen. Die liegen beide im Budget und liefern gute Leistungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
     
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  5. #5 SchlagRat, 25.05.2019
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    Das wird zwar gerne Gebetsmühlenartig wiederholt, ich würde das Thema Mühle jedoch nicht überbewerten. Ab 350€ aufwärts sind eher Komfortmerkmale entscheidend.
    Im Blindtest gelingt es mir allerdings nicht einmal eine Einsteigermühle von gehobenen Gastromodellen zu unterscheiden...
     
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  6. cbr-ps

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    Das stimmt zwar grundsätzlich, aber bei einer Sette 270 oder einer Eureka Mignon der neuen Generation würde ich mir da wenig Sorgen machen, vorausgesetzt der Schwerpunkt liegt nicht bei hellen Röstungen. Dann wäre ggf ein Blick auf entsprechende Spezialisten angesagt, was dann aber auch eine Maschine mit entsprechendem Potential voraussetzt, womit es dann mit dem Gesamtbudget eng werden dürfte.
     
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  7. #7 Merediana, 25.05.2019
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    Mein Gedanke beim Thema Temperaturregelung war, dass ich gerne verschiedene Röstungen - auch hellere - durchtesten würde. Wenn ihr mir mehrheitlich sagt, ich brauche das trotzdem nicht, wäre das natürlich gut. Skandinavisch hell soll es allerdings nicht werden;)

    Zur Mühle: Ich hätte gerne bei beidem - Maschine und Mühle - etwas "Vernünftiges", ich suche jedoch nicht das Beste vom Besten. Ich denke nicht, dass ich den Unterschied, den eine extrem hochpreisige Mühle macht, wertschätzen könnte - zumal das mein Budget auch nicht mitmacht. Für die Sette 270 spricht für mich, dass sie zum Single Dosing fähig ist und recht "bequem" in der Handhabung. Handmühlen kommen für mich übrigens nicht in Frage.
     
  8. #8 cbr-ps, 25.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 25.05.2019
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    Du wirst dazu unterschiedliche Meinungen lesen. Ich bin bei Espresso im Gegensatz zu Brühkaffee eher ein Freund dunkler Röstungen, aber wenn ich dann doch mal etwas hellere probiere, kriege ich die für mich einigermassen trinkbar nur mit einer Temperaturerhöhung hin. Das kann ich bei meiner Strega über eine PID gesteuerte elektrische Brühgruppenheizung realisieren, einen ähnlichen Weg geht auch die Xenia. Das ist für mich aber nur ein nicht optimaler Workaround. Wenn ich mich ernsthaft mit helleren Espressoröstungen auseinandersetzen wollte, würde ich zu einem PID Dual Boiler mit gesättigter Brühgruppe wechseln.
    Ist eine schwierige Frage, wenn man nicht weiss, wo die Reise mal hingehen wird.
     
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  9. #9 Merediana, 26.05.2019
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    Ja, leicht ist die Frage wirklich nicht, denn aktuell hab ich einfach zu wenig Ahnung um fundierte Entscheidungen zu treffen. Und das, nachdem ich mich schon redlich bemüht habe, mich in das Thema einzulesen.

    Ich habe jetzt nochmal weiter gelesen und die Lelit Elizabeth ins Auge gefasst... Die Xenia habe ich von der Liste gestrichen, sie ist ja doch nicht gerade günstig und scheint mir weniger Möglichkeiten zu bieten als die Lelit. Sie wäre halt schick:cool:
     
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  10. #10 Borboni, 26.05.2019
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    ich kenne die xenia nur vom hören sagen, aber dafür die pro 300 ziemlich gut. das mal vorweg!
    die lelits sind grundsätzlich sehr beliebt, da sie viel preis-leistung bieten. jedoch sind sie in der verarbeitung oft auch günstiger gemacht, als eben eine xenia, profitec und ähnliche. ich würde mir die maschinen unbedingt vor ort ansehen und selbst einen espresso zubereiten, um sich ein bild zu machen.

    dinge, welche mich persönlich an meiner lelit stören:
    - silikonschlauch im tank (saut rum bei tankentnahme)
    - tank oben nicht offen (sehr mühsam zu reinigen)
    - kunstoffsiebträger (fummelig)
    - geringes gewicht der maschine (verrutscht beim einspannen des siebträgers)

    das sind alles nicht klassisch funktionale punkte, die erst bei einer besichtigung zum vorschein kommen.
     
  11. Pflunz

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    Ich gehe davon aus dass du einen Singleboiler hast, der beim Einspannen verrutscht. Die Elizabeth bleibt beim Einspannen stehen. Siegträger passen auch durch die 58mm viele verschiedene, wobei ich auch nicht weiß warum du die originalen als fummelig bezeichnest.

    Ich finde die Lelit Elizabeth übrigens sehr gut. Habe mich für sie entschieden weil sie allen technischen Schnickschnack hat den ich wollte und dabei einen guten Preis hat (bei mir standen noch Profitec und die ACS Minima auf der Liste, wobei die Profitec bis auf die Verarbeitung (wobei dort der Rahmen nicht aus Edelstahl ist, dafür aber der Brühkessel) in den restlichen Merkmalen hinter der Lelit steht. Die ACS Minima ist wegen der E61 Gruppe rausgeflogen.
     
  12. #12 Borboni, 27.05.2019
    Borboni

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    ja das ist ein einkreiser. mir gehts primär darum den TE zu ermutigen, sich die maschinen vor ort anzuschauen und zu testen, da einige punkte erst dort zum vorschein kommen. zwei neue ST kosten sofort 200 extra. warum fummelig? ich find sie zu leicht, die ausläufe zu kurz und der strahl lässt sich schlecht beobachten! vielleicht ist fummelig das falsche wort, aber im vergleich zu profitec haben sie das nachsehen!

    wo genau hat die profitec gegenüber der PL 62 in den restlichen merkmalen nachteile?
     
  13. #13 Pflunz, 27.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 27.05.2019
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    Die Elizabeth (PL92t) hat ein Manometer, eine (einstellbare) Preinfusion, Einstellbare automatische Bezugszeit, die Knöpfe sind besser zu erreichen (Verbrennungsgefahr bei der Profitec beim Ausschalten), die Tassenablage ist deutlich unempfindlicher, sie sieht besser aus und das Heißwasser ist durch die Mischung beider Boiler nahe am Siedepunkt, aber nicht darüber (kein Dampf beim Heißwasserbezug).

    Die Brühgruppenboiler sind übrigens bei Lelit und Pro 300 nicht Edelstahl.

    Das habe ich zumindest bei meiner Excelliste damals aufgeschrieben, vielleicht hatte ich mich damals auch schon innerlich für die Lelit entschieden :D
     
  14. Senftl

    Senftl Mitglied

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    Morgen, also das
    kann Ich bei der Profitec nach mehreren Wochen/Monaten nicht bestätigen.
    Man kommt zum Ausschalten (und Einschalten) gut an die zwei Kippschalter ran. Und verbrühen tut man sich da im Normalfall auch nicht, da der Schalter für den Bezug oben rechts auf der Stirnblende ist.

    Zu den Kesseln: Brühen ist Messing, Dampf ist Edelstahl.
    Brühtemperatur über PID, Dampf per Pressostat.
     
  15. Fifty4

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    Die Brühgruppe E61 ist sogar bei Lelit höher positioniert als die der Elisabeth. Die ASC Minima polarisiert eher wegen der Optik als wegen der Brühgruppe. Die E61 wäre für mich eher ein Pro- als ein Contra-Argument im Vergleich zu den Brühgruppen der kleinen Lelits;)
     
  16. Pflunz

    Pflunz Mitglied

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    Ja, das ist vermutlich oft so. Bei mir war es ein Gegenargument weil ich ein Spontantrinker bin. Würde es "die beste" Brühgruppe für alle geben, bräuchte man ja keine verschiedenen. Aber die im englischen Forum genannten 30 Minuten sind mir dann doch zu unspontan.
     
  17. #17 Fifty4, 27.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 27.05.2019
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    ...Jedem das Seine, bei spontanem Hunger schmeiße ich auch lieber den Weber-Grill an, als die Mikrowelle, aber die spontanen Wünsche nach Espresso sind oft in ähnlichen Zeitfenstern über den Tag verteilt. Die relativ lange Aufheizzeit ist planbar und mit WLAN, Apps oder Zeitschaltuhr schnell programmiert. Das Ergebnis in der Tasse zählt und bin mir nicht sicher ob der „technische Schnickschnack“ den Du hervorhebst bei der Elisabeth auch in der Tasse ankommt? PID und lange PI bedürfen eigentlich einer anderen Umgebung.
     
  18. #18 Merediana, 27.05.2019
    Merediana

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    Danke für den Input:)

    Anschauen ist schwer, was Kaffee angeht ist die Region hier einfach Niemandsland... In 100km Umkreis gibts genau einen Laden und der hat keine Maschinen, die für mich in Frage kämen:confused: Das käme wohl nur in Frage, wenn ich das Ganze mit einem Kurzurlaub verknüpfe^^

    Bis ich die Maschine tatsächlich kaufen werde, wird noch ein bisschen Zeit ins Land gehen. Was die Elizabeth angeht erhoffe ich mir bis dahin noch ein paar mehr Reviews finden zu können, sie ist ja noch recht neu:)
     
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  19. Azalee

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    Als ich auf einen DB mit PID upgraden wollte, standen die PL92T, PL60T und Pro300 im engeren Rahmen. Außerdem die LS Mini Vivaldi, aber ich mag die kleinen ST nicht.

    Die Auswahl reduzierte sich dann auf die PL60T und Pro300, weil ich die Mehrkosten der PL92T nicht gerechtfertigt fand.

    Die Überraschungssiegerin würde dann aber die Bianca! Ich fand sie schon seit ihrem Erscheinen toll, wollte aber wegen der langen Aufheizzeit keine E61. Die Bianca heizt aber so intelligent auf, dass sie nachweislich nach 17(!) Minuten einsatzbereit ist (s. Thread von @Max1411). Als das klar war, war die Entscheidung quasi gefallen und ich freue mich jeden Tag darüber :)

    + 2 Edelstahlboiler
    + PI (programmierbar)
    + Paddle
    + Festwasser
    + Tank umbaubar/entfernbar
    + bodenloser ST dabei (bei Profitec 70€)
    + hochwertiger Tamper dabei (mind. 20€)
    + Optik ;)
    usw.

    Wenn sie im Budget ist, unbedingt in die Überlegungen mit einbeziehen.
     
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