Espresso wird viel zu schnell extrahiert

Diskutiere Espresso wird viel zu schnell extrahiert im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Ich mache sobald ich kann mal ein Video! Grüße, Maurice

  1. #61 MauriceMark03, 23.06.2021
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    Ich mache sobald ich kann mal ein Video!

    Grüße,

    Maurice
     
  2. #62 Don Tomaso, 25.06.2021
    Don Tomaso

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    Das Problem, dass der Fluß während des Bezugs langsamer und "tröpfliger" wird, ist doch bekannt. Die Mühle produziert nicht nur Stückchen einer definierten Größe, sondern eine Verteilung von verschiedenen Größen, von zu grob bis viel zu fein. Das zu feine Zeugs nennt man "Fines", die Bröckchen "Boulders". Wenn nun das Wasser durchläuft, nimmt es die Fines mit, soweit es kann und lässt sie an den engsten Stellen des Puck liegen, verstopft ihn also. Ein Member hier nannte das mal treffend "betonieren". Nun können verschiedene Dinge passieren: Das Getröpfel geht bis zum Ende des Bezugs weiter, das ist ok, wenn der Kaffee schmeckt. Das Getröpfel geht auf Null, der Fluß verstopft. Das ist doof, wenn der Kaffee noch nicht fertig ist. Oder, ganz doof, der Puck reißt und der Kaffee rauscht durch. Dann kann es sein, dass er auch nicht sonderlich schmeckt.
    Ich persönlich glaube nicht, dass das mit Tampern oder Kaffeemehl-Umrühren o.ä. groß beeinflusst werden kann, aber jeder, wie er meint. Eventuell könnte der Austausch der Mühle helfen, also hin zu einer, die mehr unimodal mahlt. Ob dann der Espresso besser schmeckt oder nur schöner läuft wird man sehen... Ich habe das "Problem" in der Kombi Xenia + Comandante Handmühle eigendlich auch meistens, aber meist schmeckt eben auch der Kaffee. Dann ist es mir wurscht.
     
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  3. #63 Bluemountain2, 25.06.2021
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  4. #64 MauriceMark03, 25.06.2021
    MauriceMark03

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  5. CT2003

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    Wenn ich das so sehe, verweise ich doch gleich mal auf die Antwort von @Don Tomaso direkt darüber.
    Grundsätzlich wohl auch etwas fein oder/und falsch befüllt. Allerdings ist der bessere Durchfluss am Anfang schon komisch…siehe eben seine Antwort. Vielleicht doch mal andere Mühle probieren?
     
  6. #66 MauriceMark03, 26.06.2021
    MauriceMark03

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    Ich habe die Füllmenge etwas geändert (bei etwa 15g), die Mahlung ebenfalls - das Resultat bleibt das selbe.
    Auch wenn die Mahlung gröber ist, kommt es am Anfang halt einfach etwas schneller raus, aber dann mach einige rückt beginnt das Tropfen...

    Noch jemand eine andere Idee?

    Danke und beste Grüße,

    Maurice
     
  7. joost

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    Fehlersuche nach Ausschlussverfahren... andere Mühle probieren, Deine Bohnen mit Deiner Mühle woanders probieren.

    Wo wohnst Du? Vllt gibts ja ein KN-Mitglied in der Nähe...
     
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  8. #68 Bluemountain2, 27.06.2021
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    Also extraktions-technisch kann ich mir das nicht erklären, was da im Video abgeht. Auf mich wirkt es, als würde die Pumpe schlapp machen...

    Gruss
    BM
     
  9. #69 basstian, 27.06.2021
    basstian

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    oder die Mahlscheiben sind hin und es entsteht viel Feinstaub mit etwas groben Mehl. Da läuft es dann anfangs und dann verstopft es. Ich würde versuchen mal ne andere Mühle zu probieren.
     
  10. honsl

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    @MauriceMark03
    Beim Leerbezug kommt kontinuierlich Wasser? Oder hört es dann auch eher unvermittelt auf, wie beim gezeigten Versuch?

    Ansonsten bleiben dir eigentlich nur noch 2 Möglichkeiten. Entweder du kontrollierst systematisch jede potentielle Fehlerquelle mit Beginn der Mühle, oder du lässt das jemand anderes für dich durchführen (Werkstatt).

    Viel Erfolg
     
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  11. #71 MauriceMark03, 02.07.2021
    MauriceMark03

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    Die Mahlscheiben haben wir erst vor kurzem erneuern lassen, die sollten es nicht sein, ich versuche es demnächst mal mit einer anderen Mühle, sobald dies möglich ist.
    Beim Leerbezug kommt kontinuierluch Wasser.

    Ich probiere mal etwas rum und schaue dann mal!

    Grüße,

    Maurice
     
  12. #72 Bluemountain2, 02.07.2021
    Bluemountain2

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    Die Frage ist, ob die Pumpe den Druck bringt? Die Semi hat weder Manometer noch OPV (hier würde man das abfliessende Wasser sehen)...?

    Gruss
    BM
     
  13. #73 MauriceMark03, 02.07.2021
    MauriceMark03

    MauriceMark03 Mitglied

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    Das würde ich gerne mal probieren - gibt es einen guten Weg das zu testen?

    Gruß,

    Maurice
     
  14. #74 cortador, 25.11.2021
    cortador

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    Ich krame den Fred hier mal raus, da ich ganz ähnliche Sorgen habe, wie @MauriceMark03 vor einem halben Jahr. Und auch ich habe eine MK Vario.
    Das Thema ist im Mai wohl versandet, ohne, dass eine Lösung gepostet wurde; Maurice, hast Du Dein Problem in den Griff bekommen? Und wenn ja wie?

    Ich habe auch das Phänomen, dass das Mahlgut kontinuierlich gröber wurde und ich nun auf feinster Stufe kein ausreichend feines Mahlgut mehr erhalte. Ich mach es etwas spannend: Ich habe die Kalibrierung noch nicht ausprobiert, werde das aber nachholen. Dennoch wäre mal interessant, wie und warum eine über lange Zeit konstant arbeitende Vario sich mit einem Mal gänzlich verstellt. Meine hat allerdings schon ein paar Jahre auf dem Buckel; auf welche Art macht sich bei denen denn Verschleiß bemerkbar? Ist bisweilen ein neues Mahlwerk fällig, oder hält das i.d.R. ewig?
    Melde mich nach dem Kalibrier-Versuch wieder.
    Grüße
    Marc
     
  15. Mete89

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    Ich hatte mit der Vario mal das Problem, dass sie sich während des Mahlens gröber gestellt hat.
    Also den Mahlgrad nicht halten konnte und die Verstellknöpfchen sich selbstständig auf die Reise Richtung French Press gemacht haben.
    Das lag tatsächlich daran, dass die kleinen Zähnchen zur Arretierung der Verstellknöpfchen verdreckt waren und die Zähnchen nicht mehr richtig gegriffen haben.
    Die Mühle ist sehr leicht auseinander zu nehmen. Gibt das diverse Videos.

    Wenn das nicht helfen sollte könntest du auch die Mühle einmal neu kalibrieren. Du brauchst dafür einen 2er Sechskant Inbus, wenn ich mich korrekt erinnere.

    Hier und Anleitung zum kalibrieren.


    LG
     
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  16. #76 cortador, 26.11.2021
    cortador

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    @Mete89 , Danke für den informativen Post!
    Dass die Hebelchen "auf Reise" gehen, hatte ich noch nicht. Habe nun den recht einfachen Kalibrierungsprozess durchgeführt. Begonnen habe ich die dann ja komplett neue Einstellung zunächst kurz vor dem "Berührpunkt" also "2Q". Das war wieder deutlich zu grob - rauschte durch bei unter 4 Bar.

    Frage dazu: Kann ich ohne weiteres über 2Q hinaus gehen? Die Scheiben ja damit näher aneinander bringen, als den Punkt an dem sie sich (zumindest ohne Mahlgut) bereits berühren? Kommt mir irgendwie etwas brutal vor. Andererseit suggeriert allein die Tatsache, dass der Punkt auf 2Q und nicht irgendwo bei 1 eingestellt werden soll ja, dass es eine feinere Einstellung durchaus noch möglich sein soll. Bevor die eigentümlich Selbstvergröberung eintrat, bewegte ich mich auch immer im feinen Bereich der Grobeinstellung "2", also jenseits von "Q". Ich warte mal Eure Antworten ab, bevor ich die gute Vario weiter quäle…

    PS: Fehler der Kaffeemaschine (eine Xenia) wurde natürlich ausgeschlossen: Gegen Blindsieb baut sie vollen Druck auf.
     
  17. Mete89

    Mete89 Mitglied

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    Ich weiß nicht ob ich dich ganz verstehe. Wenn du die Mühle kalibrierst, sollte 2Q der Nullpunkt sein. Ab da berühren sich die Mahlscheiben. Feiner geht es also nicht.
    Schaffst du es denn, wenn du auf den feinstmöglichen Mahlgrad stellst, ohne das die Scheiben schleifen, das bei einer Extraktion nichts mehr aus der Maschine kommt? Du sie damit quasi verstopfst?

    LG
     
  18. #78 cortador, 26.11.2021
    cortador

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    So verstehe ich es auch. 2Q sollte der "Nullpunkt" sein sollte. Das Berühren der Scheiben ist dann deutlich zu vernehmen und die Motordrehzahl geht aufgrund des höheren Widerstands etwas runter.
    Genau das geht eben nicht. Den oben beschriebenen Bezug habe ich ja auf 2P, also kurz vor "Null" gemacht. Mahlgut war, wie gesagt, zu grob. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass man mit Bohnen durchaus noch feiner stellen kann/darf. Denn die drücken die Scheiben ja noch etwas auseinander. Ich hoffe, hier liest jemand mit, der das definitiv bestätigen oder verneinen kann.

    Aber selbst wenn die Mühle "kaputt" ist, was ist denn da bitte kaputt, dass sie das beschriebene Phänomen zeigt? Die Scheiben kommen mir jedenfalls noch keineswegs abgenutzt vor. Weiß allerdings auch nicht, wie deutlich denen Verschleiß anzusehen sein müsste…
     
  19. #79 cortador, 29.11.2021
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    Vielleicht sollte ein Moderator den Thread mal umbenennen oder zumindest den Namen der Mühle (am besten "Mahlkönig/ Baratza Vario") in den Titel packen, denn um die geht es hier letztlich, auch wenn das auf den ersten Seiten noch nicht ganz klar war. @MauriceMark03 hat sich ja leider nicht mehr gemeldet, aber auch seine Vario dürfte die Ursache seines Problems gewesen sein. Die Cracks hatten es in früheren Posts bereits geäußert: Wir haben beide das Problem, dass die Mühle inhomogenes Mahlgut erzeugt. Und dies lässt sich weder durch einen (sinnlosen!) Tausch des Motors beheben, noch durch Kalibrierung oder einen Tausch der Mahlscheiben (die Keramik Scheiben sind nahezu verschleißfrei - meine 9 Jahre alten sehen annähernd aus wie neu).

    Vielmehr liegt es an ein paar konstruktiven Unzulänglichkeiten der guten Vario, die sich bei fabrikneuen (noch) nicht bemerkbar machen, sich über die Jahre aber verstärken können und z.B. bei meiner 2012er Mühle (und sicherlich auch bei der von Maurice) zu den beschriebenen Problemen führen. Eine wenig solide Konstruktion der Mahlkammer, gepaart mit Verschleiß in den Lager-Buchsen sowie einer etwas eigentümlichen Motorspindel führen über die Jahre zu einer zunehmenden Taumelbewegung der unteren Scheibe bzw. zu einer schlechten Flucht der beiden Scheiben - sie arbeiten dann nicht mehr ideal parallel. Und dies führt eben - insbesondere in den feinen Einstellungen - zu einem Mahlgut mit zu großer Streuung der Korngröße. Solches Mahlgut führte dann auch bei mir, zum dem von Maurice beschriebenen Phänomen des "invertierten Druckverlaufs", also dass der Puck über die Brühzeit nicht durchlässiger, sondern dichter wird. @Don Tomaso hat den Mechanismus ja sehr schön beschrieben.

    Ich möchte jetzt nicht auf die Möglichkeiten eingehen, der Vario dieses Verhalten wieder auszutreiben. Es gibt eine ganze Reihe, von denen ich noch keine ausprobiert habe und daher auch keine eigene Erfahrung beisteuern kann. Während ich in unserem Forum noch keinerlei Hinweis auf diese Besonderheit der Vario gefunden habe, hat sich bereits eine ganze Community von Vario-Nutzern im englischsprachigen Nachbarforum "Home Barista" ausgiebig mit der Thematik beschäftigt. Ich verweise nur mal auf diesen Thread, der zwar mit allen Querverweisen sehr viel Lesestoff bietet, aber letztlich auch alle Fragen beantwortet.

    Bevor man sich dort ans Studium der Lösungen begibt noch Methoden der Diagnose, die einem verraten, ob man seiner Vario noch trauen kann oder nicht:
    • Wenn man beim Kalibierungsprozess in dem Moment, wo sich die Scheiben anfangen zu berühren ein sehr deutlich oszillierendes Geräusch hört, also nicht ein durchgehendes Reiben, sondern ein eher pulsierendes, ist das der erste Hinweis auf eine untere Scheibe, die nicht auf dem vollen Umfang an die obere anstößt sondern eben etwas "schief".
    • Dann kann man sich mal bei entfernter oberer Scheibe die Drehbewegung der unteren anschauen. Da hierbei naturgemäß auch der Hopper abgenommen ist, muss dazu der kleine Mikroschalter bedient werden - geht mit dem Finger. Eine leichte Taumelbewegung ist sicher normal. Aber meine Mühlen zeigt da einen "Wobble", den ich für bedenklich halte.
    • Weiterhin kann man bei stehender Mühle und ebenfalls entfernter oberer Scheibe einfach mal die untere Scheibe durch abwechselnden Druck auf zwei gegenüberliegende Punkte des Umfangs das Spiel prüfen. Auch hier nicht die Spielfreiheit von Präzisionsmechanik erwarten. Aber wenn es in Richtung einen Millimeter geht, dürfte die Grenze von guten Mahlergebnissen erreicht sein.
    • Und schließlich kann man nach Entnahme der oberen Scheibe diese ganz außen auf dem vollen Umfang mal mit einem Marker markieren. Ein schwarzer ist auf den Keramik Scheiben leider sehr schlecht zu erkennen, geht aber. Ein weißer Lack-Marker ist sicher besser. Dann alles wieder zusammenbauen und die Mühle ohne Bohnen laufen lassen und dabei ruhig feiner als den kalibrierten "Berührpunkt" (bei 2Q) stellen. Dann die obere Scheibe wieder ausbauen und die Markierung betrachten. Ist diese auf dem vollen Umfang abgerieben, dürfte kein Grund zur Sorge bestehen. Sind die Scheiben spürbar aus der Flucht, bleibt die Markierung auf einem Teil des Umfangs stehen.
    All diese Tests führten bei mir zu der Erkenntnis: Aus meiner Vario bekomme ich vorerst kein Mahlgut, was meinen Ansprüchen genügt. Jetzt muss erst einmal meine übrigens noch ältere, wesentlich primitivere (38mm Kegelmahlwerk) dafür aber völlig unverwüstliche Ascaso mini wieder herhalten. Ob ich nun noch mal Schraubarbeit und Geld für ein paar Teile in die Vario stecke oder ich dies als willkommene Gelegenheit für ein Mühlen-Upgrade nehme, ist noch nicht entschieden.

    Jedenfalls hoffe ich, dass dieser Thread künftig Vario Besitzern zu einer schnelleren Diagnose verhilft.
    Grüßle! Marc
     
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  20. #80 cortador, 02.12.2021
    cortador

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    Leute, haltet Euch fest: Es war die Bohne!!
    Naja, ich vermute eine Kombination aus einer alternden Vario mit den o.g. Alterserscheinungen und einem Kaffee, den sie nicht mehr in den Griff bekam. Was ich bei meinem ersten Post (#76) nicht erwähnte, ist dass die Probleme tatsächlich bei einem Wechsel der Bohne auftraten. Man ist ja darauf gefasst, dass sich dann etwas verändert und so sah ich anfangs auch den Bohnenwechsel als Ursache für die Veränderung. Als ich dann aber mit extremen Verstellungen partout nicht auf normale Bezüge kommen wollte, fiel der Verdacht auf die Mühle und wendete mich ans Forum.

    Der Wechsel war von einer 08/15 "Industrie-Bohne" (Mocambo Brasilia) auf eine Bohne meines geschätzten, hiesigen Rösters Angelo Staeldi ("Batak Lintong", Röstdatum Ende September). Ich hatte beim Umstieg erwartet, dass die recht frische Bohne vom Kleinröster eine gröbere Mahlung benötigt und mich sehr gewundert, dass es genau umgekehrt war. Bisher musste ich Industrie-Bohnen immer feiner mahlen, als solche vom Kleinröster. Obwohl ich meine Vario schon fast abgeschrieben hatte, hab ich mir nun noch mal ein Kilo des sehr günstigen Mocambo geholt (€16/kg, kann man absolut trinken als Cappu) um zu sehen, ob ich auf den feinsten Einstellungen (also jenseits den "Berührpunkts" von 2Q) nicht doch noch extrahierfähiges Mahlgut erzeugen kann. Die große Überraschung war dann, dass auf der Stufe, wo es mit Angelos Bohne nur so durch rauschte, gar nichts mehr raus kam. Ich musste dann in großen Schritten gröber stellen, bis ich schließlich wieder deutlich unter dem Berührpunkt bei perfekter Extraktion landete.

    Das ist sehr interessant und nicht leicht zu interpretieren. Wer hat eine plausible Erklärung? Oder schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Ich habe die folgende Arbeitshypothese: Der Batak muss eine Beschaffenheit haben, welche die Mühle an Ihre Grenze gebracht hat. Ich konnte die Inhomogenität des Mahlgutes auch recht deutlich sehen bzw. zwischen den Fingern spüren. Mit der Mocambo Bohne sind die groben Anteile vollkommen verschwunden. Ich vermute, dass ein wirklich fittes Mahlwerk diesen Effekt nicht gezeigt hätte. Aber eine für mich sehr überraschende Erfahrung ist das schon. Ich werde Angelo auf jeden Fall mal fragen, ob noch andere Kunden oder er selbst eine ähnliche Erfahrung mit dieser Bohne gemacht haben. Es war übrigens das erste Mal, dass ich den Batak Lintong hatte; meine Standard Sorten bei ihm sind andere.
     
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