Espressogenießende Rentner und solche die es werden wollen

Diskutiere Espressogenießende Rentner und solche die es werden wollen im Was ich unbedingt noch sagen wollte... Forum im Bereich Kaffeeklatsch; Das Licht am Ende des Tunnels mag ein entgegenkommender Zug sein oder verheißungsvolles Leben ohne Fremdbestimmung (außer man ist verheiratet ;-)...

  1. #1 mcblubb, 29.11.2023
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    Das Licht am Ende des Tunnels mag ein entgegenkommender Zug sein oder verheißungsvolles Leben ohne Fremdbestimmung (außer man ist verheiratet ;-) ) i "Saus und Braus"

    Die 60 naht und es erschien mir an der Zeit mich tiefschürfend zu informieren, wie es wohl mit dem Leben nach der Arbeit aussehen mag.
    Also: Termin bei der Rentenberatung gemacht und mal verschiedene Szenarien durchrechnen lassen.

    Was wirklich sehr ernüchternd war: die Summe unterm Strich.

    Fakt ist: Ich werde ca. 25% meines derzeitigen Nettogehalts als Rente bekommen.

    Fakt ist auch: Es ist nicht so schlimm wie es sich anhört.

    ich gehöre schon zu der Alterkohorte, die das Privileg hat bis 67 Jahre arbeiten zu dürfen. Da ich seit meinem 17. Lebensjahr ununterbrochen Beiträge in die Rentenversicherung entrichtet habe, darf ich mit 65 Jahren "abschlagsfrei" in Rente gehen. (also nach 48 Jahren Arbeit) Lustig ist, dass das natürlich nicht abschlagsfrei ist. die Rente ist halt nur noch nicht so hoch, wie mit 67. Eigentlich sogar logisch.
    Ich darf auch mit 63 in Ruhestand gehen. Dann aber mit Abschlägen von 14,4%. Aber nicht von der Rente, wie sie bei 65 wäre sondern von der, die mir mit 63 winkt. also auch etwas weniger, dafür nochmal Abzüge. Auch irgendwie logisch - nur nicht so ganz transparent, wie ich mir das gewünscht hätte.

    Dafür darf man dann aber voll dazu verdienen, ohne, dass die Rente gekürzt wird.

    Das ist nun ein Rechenexempel, was sinnvoller ist: Rente pimpen, indem man normal weiterarbeitet oder, in Rente gehen, Gehalt und niedrigere Rente in Kauf nehmen, dafür aber doppeltes Einkommen und noch etwas Kapital anhäufen.

    Aktuell tendiere ich dazu einfach mit 3 aufzuhören und nahzu frei von Fremdbestimmung (Ehhefrau ;-) ), nur noch das machen, was mir Spaß macht.

    Was sind denn Eure Pläne bzw. Eure Realität?
     
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  2. #2 nenni, 29.11.2023
    Zuletzt bearbeitet: 29.11.2023
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    Ich bin ja auch vor Jahrenden erst in Altersteilzeit und dann in Vorruhestand gegangen - ich glaub mit 63.
    Die Arbeitsbedingungen wurden immer mieser - die wollten uns Ältere merkbar loswerden.
    Auch die entsprechenden Ruschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit und Spätschichten wurden immer weniger, da die entsprechenden Arbeiten (Zeitung mit Anzeigen) an die günstigeren Tarifbereiche im Kaufmännischenverlagert wurden.
    Auch als Meister wurden immer mehr Leute eingesetzt, die von Menschenführung keine Ahnung hatten und ihre Machtgelüste immer mehr zeigten und auslebten.
    Da kamen die entsprechenden Angebote ja ganz recht und wurden angenommen.
    Sehr zum Unwillen des Betriebsrates, der ja von möglichst vielen Kollegen abhängig ist.
    Irgendwann kam ich dann in Vollrente, das zuerst wegen dem doch ziemlich niedrigen Geldsummen auf dem Konto ne ziemliche Umstellung war - man hatte sich ja bei den Ausgaben doch etwas an die früheren Möglichkeiten gewöhnt.
    Durch einige gebliebene Kontakte zu Kollegen in der Firma hab ich dann erfahren, daß meine Entscheidung goldrichtig war - das Betriebsklima war immer schlechter geworden, Hauen und Stechen wegen der verbliebenen Posten etc.
    Und die finanziellen Zuschläge waren inzwischen komplett abgebaut - also nur noch Normaltarif.
    Und der war weniger als meine Rente, mit der ich - dank der enormen zwischenzeitlichen Erhöhungen ;) - doch ganz gut zurechtkomme.
    Und es ist ein Genuß, nicht mehr von anderen abhängig zu sein, die Lust auf Befehle hatten.
    Das einzige Störende ist, daß man als Rentner Steuern bezahlen muß - jetzt wieder 550 Euro, die immer so plötzlich kommen :rolleyes:.
    Das ist meine Geschichte dazu - für mich war der Ausstieg gewinnbringend.
    Deshalb bin ich mit 76 immer noch brauchbar unterwegs - find ich jedenfalls ...
     
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  3. #3 sneaky_peter, 29.11.2023
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    Ich war im Sommer bei meinem Rentenberater, nachdem ich gerade 60 geworden war.
    Fazit: Ich kann nach der 45-Jahre-Regelung am 1.5.28 mit 64 Jahren und 10 Monaten abschlagsfrei in Rente gehen.
    Durch Vbl und Vblu plus langjähriger privater Zusatzversicherung habe ich eine durchaus annehmbare Rente.
    Mit dem Arbeitgeber habe ich einen Lohnverzicht über drei Jahre vereinbart, sodass ich bei vollem Lohn ein Jahr früher gehen darf.
    Ich freue mich drauf!
     
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  4. #4 saecoroyal, 29.11.2023
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    Also ich bin 2020 mit 62,5 Jahren in Engagierten Vorruhestand bei der Telekom gegangen, d.h. ich musste 1000 Stunden Ehrenamt (in 3 Jahren) oder 1 Jahr Bundesfreiwilligendienst ableisten um von meiner Pension keinen Abschlag zu erhalten.
    Diese Stunden habe in in der Corona Zeit (Schulen zu, Altenheime zu, ...) bei der Tafel in meinem Heimatort in knapp 2 Jahren geleistet und habe dadurch die volle Pension von 71,75 % erhalten können.
    Mir ist natürlich auch klar, dass ich als Pensionär besser als die Rentner (mit 48 %) gestellt bin.
    Der Ausstieg aus dem Arbeitsleben war für mich ein Schritt zu einer anderen Lebensqualität ohne den täglichen Zwang im Hamsterrad.
     
  5. #5 Plörri, 29.11.2023
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    Offiziell beginnt meine Rente mit 67 Jahren. Seit 1. Dezember 2023 könnte ich in Rente gehen, allerdings mit den entsprechenden Abschlägen. Um diese Abschläge abzufedern habe ich mir "Rentenpunkte" gekauft. Seit Anfang 2023 habe ich eine 4 Tage-Woche mit 34 Stunden. Demnächst wird auf 3-Tage-Woche reduziert. Wieviel Stunden, hängt ein wenig vom Rentenbescheid ab. Ich bin froh, das mein Chef dieses Vorhaben unterstützt. Wenn mein Chef in "Rente" gehen will, (ca. 4 Jahre noch) dann werde ich auch aufhören. Die Arbeit macht nach wie vor Spaß und gibt auch ein wenig Struktur im Alltag.
     
  6. #6 mcblubb, 07.12.2023
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    Interessant, wie andere mit dem Thema umgehen.

    Was auch noch ein Thema ist, was mich beschäftigt ist die zu erwartende "Langeweile".

    Seit fast 15 Jahren habe ich ja Zeitverträge mit meiner Firma. Die nächste Verlängerung werde ich in 12 Monaten verhandeln.
    Da bin ich gerade am überlegen die Arbeitszeit zu reduzieren, weil ich einfach mehr Zeit für meine Hobbies haben möchte.
    Ich möchte mehr Tauchurlaube machen und mich auch mehr um meine Musik kümmern.
    Mal schauen, was meine Gesellschafter zum Thema 4 Tage Woche meinen. Gehaltserhöhung würde ich aussetzen und wäre natürlich (wie heute auch) für wichtige Themen auch im Urlaub erreichbar. Heute geht ja das meiste "remote".
    Nach 63 würde ich dann weiter reduzieren und einen Nachfolger suchen. Wenn der da und eingearbeitet ist, würde ich noch als Berater zur Verfügung stehen und mit 65 spätestens den Hammer abgeben.

    Dann ist der Abschied, so denke ich, nicht ganz so schmerzhaft.
     
  7. #7 Barista, 07.12.2023
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    Das Zeitfenster für interessante Unternehmung nach Rentenbeginn ist halt letztlich gar nicht so hoch. Die tollen Urlaube und Aktivitäten gehen ja nur bis zu einem gewissen Alter und wenn ich die aktuell ältere Renten-Generation anschaue, wird es da ab 80 wohl doch deutlich dünner, was man sich zumuten will und kann. Bei Rente mit 67 sind das dann eigentlich nur 13 Jahre, die für die entspannten Dinge bleiben. Gar nicht so viel, wenn man sich das recht überlegt.
     
  8. #8 Largomops, 07.12.2023
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    wenn man überhaupt so alt wird.
     
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  9. #9 mcblubb, 07.12.2023
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    Das Zeitfenster macht mir auch ein wenig Sorge. Deshalb sicherheitshalber so früh als möglich.
     
  10. #10 Barista, 07.12.2023
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    Warten wir mal ab, vielleicht bekommt ja die Boomer-Generation einen Notzuschlag von 5 Jahren auf den Renteneintritt, um den Arbeitskräftemangel zu beheben. Das Feststellen von Notlagen ist derzeit ja recht beliebt!:D
     
  11. #11 mcblubb, 08.12.2023
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    Es gibt ja schon eine Menge Firmen, die Leute aus der Rente zurückholen.

    Letztes Beispiel: ein Schwimmbad hat ehemalige Schwimmmeister zurückgeholt, damit die Öffnungszeiten noch darzustellen sind. Einer ist wohl über 80!!!

    Aber auch große Chemieunternehmen zahlen Kopfgeld, wenn qualifizierte Fachkräfte mit 67, statt mit 63 in Rente gehen.

    Eigentlich ist der Laden bekannt dafür, dass er Leute mit interessanten Altersmodellen vom Arbeitsmarkt nimmt.
     
  12. #12 plempel, 08.12.2023
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    Besser Hammer abgeben, als Löffel.
     
  13. nenni

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    Langeweile - was ist das ;)?
     
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  14. #14 mcblubb, 08.12.2023
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    Ihr macht mir Mut loszulassen!

    46 Jahre sollten genug sein.

    Ich bin ja vielfältig engagiert im Sport und der Gesellschaft und ich möchte mal mehr im Bereich "Songwriting" machen (meine Songs sind zwar sch...e aber egal, es macht Spaß)
     
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