Eureka Mignon richtig(!) reinigen

Diskutiere Eureka Mignon richtig(!) reinigen im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Meine Mignon ist 6 Jahre alt, die meiner Tochter 4 Jahre. Die Geräte haben wir stets nach Vorgabe aus dem Forum gereinigt (Deckel ab, auspinseln...

  1. #1 Volkmar 2010, 22.05.2019
    Volkmar 2010

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    Meine Mignon ist 6 Jahre alt, die meiner Tochter 4 Jahre.

    Die Geräte haben wir stets nach Vorgabe aus dem Forum gereinigt (Deckel ab, auspinseln und mit einem Zahnstocher um das Mahlwerk fahren). Mit der Suchfunktion habe ich alles, was die Mühle anbelangt, durchgelesen. Es gibt keine Beschreibung zur richtigen Reinigung oder ich habe sie nicht gefunden!

    Seit etwa einem Jahr verweigert meine Eureka alle paar Monate ihren Dienst. Das fühlt sich so an, als ob sich eine einzelne Bohne verklemmt. Nichts geht mehr. Nebenbei spinnt der Schalter, den ich mit dem Siebträger bediene zunehmend. Zuletzt reagierte er nur noch, wenn ich ganz links den Kontakt regelrecht suchte.

    Ich ging davon aus, in ein neues Mahlwerk und einen Schalter investieren zu müssen.

    Weil ich Fragen zum Ablauf der Reparatur hatte, was Kosten und Zeit bis zur Rücklieferung betrifft, rief ich meine Händlerin an. Erste Auskunft: Das Mahlwerk hält ewig, an dem kann es nicht liegen! Frage zu der Art meiner Reinigung (siehe oben). Die Arbeit hätte ich mir sparen können, weil wirkungslos. Die Maschine ist eindeutig verstopft. Jedoch nicht im Bereich der Mahlscheiben, sondern in der Nase zum Auswurf!

    Firmenemblem vorn mit den Fingern abnehmen, Schraube herausdrehen und die schmale Blende mit dem Schalter abnehmen. Nase zum Auswurf suchen… Die war nicht zu sehen! Sie war völlig mit Espressomehl sehr hart zugesetzt.

    Zur Reinigung genügte ein Zahnstocher und etwa 10 Minuten Zeitaufwand, bis ich den Kanal freigelegt und anständig gesäubert hatte. Danach die Mahlscheiben wie gewohnt gereinigt, das Gerät in zerlegtem Zustand auf den Kopf gestellt und Probe laufen lassen.

    Kein Mensch kann sich vorstellen, wie viel Dreck sich in einer einzigen Maschine ansammeln kann! Die Eureka meiner Tochter war weniger dicht, hatte aber mehr Espressomehl gesammelt.

    Künftig werde ich nach der Empfehlung meiner Händlerin gelegentlich mit einem Zahnstocher nachsehen, ob sich der Auswurf schon leicht zusetzen will. Nur das und sonst nichts ist zur Reinigung erforderlich. Der Bereich der Mahlscheiben hält sich durch die hohe Drehzahl selbst sauber. Was sich dort befindet ist stets frisch.

    Ach ja, der erwähnte Schalter lässt sich wieder betätigen wie bei einem Neugerät. Ich schwöre, ich habe nichts daran gemacht, weiß aber auch nicht, woran das plötzlich liegen könnte.
     
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  2. vectis

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    Guter Hinweis.

    Ich habe es mir von Anfang an zur Gewohnheit gemacht, den Auswurfschacht nach dem Mahlvorgang mit einem Pinsel zu bearbeiten. Dann kommt auch wirklich die der Timer-Einstellung entsprechende Menge ins Sieb und es bleibt kein Kaffeemehl zurück, das beim nächsten Mahlvorgang das Mengenverhältnis ggf. wieder durcheinander gebracht hätte. Rückstaus bilden sich so jedenfalls nicht.

    Das funktioniert bei meiner Eureka seit mittlerweile sieben Jahren problemlos, auch wenn zugegebenermaßen das Gepinsel nicht gerade den Barista-mäßigen Auftritt begünstigt. Aber ich mache auch keine Show daraus, sondern will mir nur meinen Espresso zubereiten

    Mhm, mag sein, aber wenn Du mal unter die Mahlscheibe schaust wirst Du staunen was sich dort mit der Zeit festsetzt und auch festbackt. Das entdeckt man natürlich erst nach der Demontage der unteren Mahlscheibe.
    Bei einer vorher in der Gastronomie verwendeten La San Marco SM 90 habe ich eine nicht unbeachtliche Menge von sehr altem Kaffeemehl unter der Mahlscheibe vorgefunden, dessen Entfernung schon einige Mühe machte.

    Daher empfehle ich auch in diesem Bereich den gelegentlichen Einsatz von Pinseln, Pfeifenreiniger und Staubsauger.
     
  3. #3 Volkmar 2010, 22.05.2019
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    Hallo vectis,

    ich habe mich vielleicht mißverständlich ausgedrückt. Der Pfropf, der letztlich blockiert, bildet sich oberhalb der Stelle die Du mit Deiner Vorgehensweise erreichst. Nicht der mehr oder weniger senkrechte Bereich ist problematisch, sondern der sich dort anschließende absolut waagrechte, der direkt zu den Mahlscheiben führt. Es ist unbedingt erforderlich die schmale Blende mit dem Schalter zu entfernen. Erst dann kommst Du an die Problemstelle, die Nase die zum Auswurf führt.

    Viele Grüße

    Volkmar
     
  4. #4 vectis, 22.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 22.05.2019
    vectis

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    Hallo @Volkmar 2010,

    nein, nein, das war nicht missverständlich ausgedrückt. Ich meine schon den von Dir geschilderten Bereich, denn den schrägen Bereich kann man sehr leicht reinigen. Die Eureka MCI wurde im Verlauf der Produktion mit einem Gitter in diesem Übergangsbereich von Mahlkammer zum schräg verlaufenden Auswurf nachgerüstet, weil viele Besitzer die Neigung zur Klumpenbildung moniert hatten.
    Das wurde durch das nachgerüstete Teil zwar etwas besser, bewirkt aber auch ggf. dieses Zusetzen. In zurückliegenden Threads zur Eureka wurde das bereits thematisiert.

    Ich habe ein Exemplar aus der früheren Fertigung, das das Teil noch nicht bekommen hat. Vielleicht hatte ich auch deswegen noch nie den von Dir geschilderten Pfropfen und verklemmt hatte sich ebenso noch nie etwas. Sie tut einfach problemlos was sie soll und produziert ein konsistentes Mahlgut ohne Mengenschwankungen.

    Das sehe ich persönlich als positiv an, da ich ohne das nachgerüstete Gitter mit dem erwähnten Pinsel sehr weit vordringen kann, also bis zur "Kammer" der Mahlscheiben.
    Im Fall meiner Eureka MCI ist es daher nicht unbedingt erforderlich die Blende vor dem Mikroschalter abzunehmen.
    Ich kann gut mit der Neigung zur Klumpenbildung leben, zumal ich das Mahlgut mit einer Nadel im Sieb verteile und dann erst tampere.

    Manche sehen die Klümpchen im Auswurf direkt in den Siebträger dramatisch, aber - wie schon erwähnt - ich muss bei mir zuhause kein Barista-Getue machen, sondern lasse das Mahlgut in ein Glas fallen, pinsele dann den Auswurfbereich der Eureka in das darunter gehaltende Glas aus und fülle erst dann aus jenem Glas ins Sieb usw.
    Mir ist wichtig, dass das Mahlgut weitestgehend frisch ist und keine Reste vom Vortag herausbefördert werden und dass ich so regelmäßig die richtige Menge aus der Mühle beziehe.
    Das klappt problemlos und daher werde ich die Eureka solange behalten bis sie nicht mehr geht.

    Meiner Meinung nach ist sie eine von Beginn an gut durchdachte Mühle der kleineren Kategorie, die mit den 85mm Mahlscheiben meiner Quamar T48 locker mithalten kann, während diese fast doppelt so groß und deutlich schwerer ist. Beide benutze ich nebeneinander stehend als Alltagsmühlen und bin restlos zufrieden, zumal beide Mühlen die wie ich finde geniale stufenlose Mahlgradverstellung aufweisen, bei der der Motor mit dem unteren Mahlscheibenträger über eine Art Gestänge mit der Drehachse verstellt wird, während die obere Mahlscheibe fest fixiert ist.

    Wen es ggf. interessiert ob seine Eureka mit oder ohne das besagte Gitter bestückt ist:
    Einfach leicht nach hinten neigen und mit einer Lampe in den Auswurfschacht leuchten. Man sieht dann entweder das Gitter oder eben nicht. Linksseitig ist ggf. ein schwarzes Kunststoffteil zu sehen, das die Auswurföffnung der Kammer etwas verengt und den Auswurf quasi leicht kanalisiert bzw bewirkt, dass nicht eine Art Kaffeemehl-Schwall aus der Kammer geworfen wird und ggf. über den vorderen Rand des Siebträgers fällt.
    Auch das wurde bereits von manchen Besitzern kritisiert.
    Alles nicht so einfach bzw. perfekt zu lösen...

    Gruß
    Kay
     
  5. #5 Volkmar 2010, 23.05.2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23.05.2019
    Volkmar 2010

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    Meinen Eingangsbeitrag kann ich nun ergänzen.
    Meine Tochter fuhr nach der Reinigung unserer Maschinen nach Hause und suchte im Internet nach Anleitungen. Sie fand eine, die die gesamten Arbeiten rund um die Mahlscheiben sauber darstellt. Nur meine Ergänzung wird nicht berücksichtigt. Sie zerlegte Ihre Maschine nach Anweisung und brachte so noch etwas mehr als einen Teelöffel voll Kaffeemehl aus ihrer Lelit. Das werde ich jetzt auch tun.
    --- Link entfernt ---
    Grüße

    Volkmar
     
  6. #6 vectis, 23.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 23.05.2019
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    Diese Anleitung bestätigt letztlich das bereits von mir Geschriebene:

    Also für alle, die schon die eine oder andere Mühle aufgearbeitet haben, keine wirklich neue Erkenntnis, aber vielleicht schon hilfreich für den reinen Benutzer, der nicht zur Bastlerfraktion gehört:cool:

    Und vielleicht gibt ja noch jemand ergänzende Tipps zu den aktuellen Versionen dieser Mühle, die hier ja bereits oft thematisiert wurden.
    Die MCI ist ja mittlerweile fast schon ein "altes Eisen".
     
  7. #7 Monstafant, 23.05.2019
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    Danke für den Hinweis, Volkmar. Habe meine 10-12 Jahre alte Mühle gerade mal an dieser Stelle geöffnet, aber nichts Festgebackenes gefunden. Die Mahlscheiben reinige ich einmal im Jahr, auch da hält sich Entfernenswertes in Grenzen.
    Eine noch ältere Mühle verweigert sich der Auswurfreinigung: Da sitzt die Verriegelung nicht unter dem Emblem, vielmehr müssten zwei kleine Kreuzschlitzschräublein oben gelöst werden, um die Blende abzunehmen. Und die sitzen fest.
     
  8. #8 slowhand, 23.05.2019
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    Na da möchte ich mal die Unfehlbarkeit der Händlerin stark anzweifeln - Stichwort Kaffeeöle/-fette...
     
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