Eureka Oro Mignon Single Dosing

Diskutiere Eureka Oro Mignon Single Dosing im Mühlen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Ach, schau an. Ich hatte das dann "anders" in Erinnerung. Eine auf SSP umgebaute Oro habe ich dennoch nicht gesehen - auch wenn es gleich sein...

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  1. Lancer

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    Ach, schau an. Ich hatte das dann "anders" in Erinnerung.
    Eine auf SSP umgebaute Oro habe ich dennoch nicht gesehen - auch wenn es gleich sein "sollte", bestätigt ist es leider noch nicht.
     
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  2. Senftl

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    Ok, Doofe Frage jetzt aber warum verkaufst Du deine Neue dann unausgepackt, anstatt z.B. auszupacken und selber Erfahrungen zu sammeln und damit evtl. auch hier beizutragen?
    [Verkaufe] - Eureka Mignon Single Dose, neu, OVP Raum Lu
     
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  3. #403 Koekelberg, 24.07.2022
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    Keine doofe Frage, eher eine berechtigte Frage. Aber ich musste endlich mal eine Entscheidung fällen. Die ist heute Nacht gefallen. Sollte ich sie aber nicht verkaufen können, wäre es auch okay. Die Entscheidung zwischen den Mühlen war sehr knapp.

    Auspacken und ausprobieren führt zum Wertverlust. Deswegen noch OVP.
     
  4. Lancer

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    Schade, das ist aber wieder ein klassisches: sollen doch die anderen machen. :(
     
  5. #405 Koekelberg, 24.07.2022
    Koekelberg

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    Ich bin gerne bereit meine Erfahrungen zu einer Mühle zu teilen, wenn ich eine im Einsatz habe. Machst Du das anders?
     
  6. Lancer

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    Ich scheue mich nicht vor Einsatz von Equipment, nein. Auch „ungetestetes“.
    Und auch nicht den Verlust von Geld, denn das ist und bleibt ein Hobby.
    Macht mich im Zweifel um die Erfahrung reicher. Die ich dann auch teilen kann.
    Außerdem hast du mit dem Kauf sowieso schon Geld verbrannt.
    Weil den Listenpreis kriegt man bei der Mühle eh nicht mehr eingespielt.
     
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  7. ceJay

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    Hi, hier mein Erfahrungsbericht.

    Mühle wurde Ende Dezember von Stoll geliefert: Anfangs Hassliebe, nach kleinen Anpassungen bin ich aber vollkommen überzeugt von dem Gerät oder besser dem (espresso!) Ergebnis.

    Erster Eindruck: Top!
    Ausgepackt, angeschlossen und Mahlgrad auf meine Wunschbohnen eingestellt. Schnell und unkompliziert möglich. Erste Espressoshots mit Eureka SDG und Lelit MaraX schmeckten extremst gut.

    Zweiter Eindruck: Argh! Kurz vor Rückgabe.
    1) Maschine vibriert recht stark. Kann ich mich aber dran gewöhnen.
    2) Lautstärke wahrnehmbar aber gegenüber Baratza sette 270 und Graef cm800 dennoch eine Wohltat. Daher für mich auch okay
    3) Retention round about bei 0,2g. Manchmal schlechter, eigentlich nie besser. Alle paar Tage kommt dann der angesammelte Rückstand ungewollt mit in die Einwaage. Ärgerlich! Stört mich.
    4) Blasebalg ist der Witz des Jahrhunderts: funktioniert nicht bzw. liefert keinen Effekt zum eig. Zweck. Pustet aber dafür etwas Mehlstaub an den Seiten raus und saut das Gerät ein. Retention durch Blasebalg vollkommen unverändert. Bei genauer Betrachtung merkt man, dass die Luft aus 4 kleinen Öffnungen im oberen Aufsatz entweicht und gar kein kein Luftdruck am Ausgang zu Spüren ist/ankommt.
    5) Mühle mehrfach für gröbere Mahlgrade in Chemex versucht - nicht geeignet.
    Drehknopf wird ab etwa 5 vollst. Umdrehungen wackelig-locker und Mahlgrad dennoch nicht ausreichend grob für 4-5min Extraktion bei 38g in Chemex. Hoher Anteil an fines, ergo bleibt ein sandiger Matsch im Filter wie im YT-Video von Wired Gourmet zu sehen.
    6) Jammed burrs: Zweimal innerhalb von zwei Wochen die Mahlscheiben verklemmt, sodass Aufschrauben und Reinigung nötig. Technisches Versagen oder Anwenderdummheit?
    7) Recht viel statische Aufladung, Maschine nach Nutzung öfter eingesaut.
    Also...
    Ich wollte die Maschine innerhalb der 14 tägigen Rückgabe retournieren. Wirklich! Aber das Ergebnis in der Tasse mit untersch. Bohnen und Mahlgraden fand ich so dermaßen überzeugend, dass ich mich kurzerhand entschied, die Maschine zu behalten und soweit möglich zu optimieren.

    Dritte Phase: Learn & Adapt.
    - Oberes Teil abgeschraubt und alle 4 undichten Stellen mit einem Streifen Tesafilm abgeklebt.
    - Die offene Stelle über den Mahlscheiben zur Schraube auf der Rückseite mit Tesafilm abgedichtet. (Ja, da geht auch viel Luft verloren!)
    Zusammengebaut und siehe da: Wiederstand des Blasebalgs ist signifikant größer geworden.
    Am Auswurf ist deutlich die gepumpte Luft zu spüren. Yeah!
    Testlauf: Espresso gemahlen und Reste ausgepumpt. Retention nach etwas Einmahlen (etwa 5 Mahlgänge) reproduzierbar bei 0,0 - max. 0,1g.
    Neues Problem: stärkere statische Aufladung.
    - Einen Spritzer Wasser unmittelbar vorm Mahlen auf die Bohnen geben (RDT Methode). Funktioniert. Perfekt. Oder?
    - Neues Problem: Clumping. Ab und an verstopfte der Ausgang, da sich das feine, feuchte Mehl am verbauten Clumpcrusher festsetzte. Starkes Freipumpen nicht immer möglich.
    Lösung: Maschine geöffnet und Clumpcrusher beäugt. Der ist des Pudels Kern! Sitzt zu eng. Etwas nach oben gebogen (etwa 10°). Peeerfekt.
    - Penibel drauf getachtet, dass die Scheiben sich bei Mahlgradsjustierung drehen: keine Probleme mehr mit verklemmen. Offenbar war es das menschliche Versagen.

    Fazit.
    Seitdem läuft sie und läuft. Jetzt bereits schon über sechs Monate bei täglicher Nutzung (etwa 3-5x pro Tag) und liefert 1a ab, Reproduzierbarkeit der Retention i.d.R. 0,0g mit 1-3x Blasebalg (note: meine Waage hat nur eine Dezimalstelle). Wenn mal etwas mehr Einwaage fehlt, einfach mit Blasebalg nachpumpen - kam bisher immer noch alles raus. Bohnenwechsel mit Mahlgradverstellung: Kein Problem. Ich habe stets 1 -3 Bohnen unterschiedlicher Röstung offen und finde den Mahlgrad einfach und zuverlässig wieder. Dabei oreintiere ich mich an dem Strich auf der rechten Seite des Einatellrads und nicht am Frontpfeil. Easy
    Vibration und Geräusch bleibt. Eignung für Chemex nach wie vor nicht gegeben, könnte man ggf über Lockerung der Spannungsschraube beheben. Trau ich mich aber nicht ran, da der Espresso einfach zu gut und ich ihn nicht gefährdet will.
    In Summe also: ich bin mega happy mit der Eureka SDG.

    Bei Fragen gerne Fragen.
    Gruß, Chris
     
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  8. #408 unknowngod, 28.07.2022
    unknowngod

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    Deckt sich in etwa mit meiner Erfahrung nach knapp 3 Monaten.
    Vibration vorhanden - allerdings hab ich mich recht schnell daran gewöhnt.
    Hab den Flapper direkt am ersten Tag leicht aufgebogen, danach hat der Blasebalg direkt seine Arbeit richtig gemacht.
    Retention ist gleich 0. (nach Blasebalg-Betätigung)
    Hab täglich 2-3 verschiedene Bohnen im Einsatz mit verschiedenen Mahlgraden und ich komm dabei mit der Mahlgradverstellung sehr gut zurecht.
    Mir kommt vor, dass das Mahlgut mit der Zeit etwas besser geworden ist, kommt mir etwas fluffiger vor als am Anfang, kann aber auch täuschen.
    Zu gröberen Mahlgraden für Fiter, etc. kann ich nichts berichten, da nutz ich meine Comandante.
    Ich würde die Mühle jederzeit wieder kaufen.
     
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  9. ceJay

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    Moin, mich haben PMs mit Fragen zu meinen Beitrag erreicht, gerne antworte ich im Sinne der Transparenz (und persönlichen Faulheit) einfach hier für alle.

    Tesafilm-Verschluss: Nachhaltig nutzbar / Was wären Alternativen?
    --> Ich wollte ursprünglich nur ausprobieren, ob man einen Unterschied des Blasebalgs durch Abdichten der Löcher erzielen kann. Da lag Tesafilm nahe, da im Zweifel einfach wieder zu Entfernen. Ich hatte mir auch die Frage gestellt, ob Tesafilm einen längeren Zeitraum übersteht und mit dem Gedanken gespielt, die Löcher via Epoxidharz permanent abzudichten. Aber: Das Ergebnis mit Tesafilm war überzeugend und der Tesafilm hält seitdem, daher sehe ich bisher keinen weiteren Handlungsbedarf. Zudem ist zu beachten, dass man mit Permanentklebern auch allerlei "verschlimmbessern" kann,

    Könntest Du für alle evtl. ein Bild hochladen, von den 4 Löchern und dem Loch bei der Schraube, wie Du das verklebt hast?
    - klar, siehe Anhang. Das ist aber sowas von keine Rocketscience :D . Einfach machen und zur Kontrolle pumpen, ob es dicht ist.
    Die vier Klebestreifen oben sind von außen, das Schraubloch von innen abgeklebt.
    20220728 213633 HDR — Postimages
    20220728 213746 HDR — Postimages

    Clumpcrusher biegen: wie und ist Werkzeug erforderlich? Kann man den kaputt machen?
    - Naja, aufgeschraubt und einfach Pi x Daumen mit den Fingern gebogen, bis ich der Meinung war, der Abstand zwischen Crusher und Auswurf würde nun ausreichend groß sein. Der Clumpcrusher ist nichts weiter als ein dünnes, ausgestanztes Blech. Klar kann man das kaputt machen, aber wenn man nicht gerade mit der Keule in der Höhle haust, kriegt man das ohne Probleme hin. Und im Zweifel wird es da auch Ersatzteile geben.

    Reinigung bei jammed burrs? Muß man die untere Mahlscheibe auch losmachen?
    - Als meine Mahlscheiben blockiert waren und nichts mehr ging, hab ich die oberen Mahlscheiben abgeschraubt und mit Staubsauger und Pinsel das sichtbare Kaffeemehl entfernt. Danach war alles tutti und lief wieder.
    Spannend dabei: Der Mahlgrad / Schleifpunkt hatte sich verändert, obwohl ich der Meinung war die genaue Ausgangsposition der Mahlscheiben nicht verändert zu haben.

    Machst du eine regelmäßige Reinigung der Mühle?
    - Da ich die Mühle quasi komplett leer pumpen kann (bis auf die gefüllten Hohlräume etc.), sehe ich keine Notwendigkeit das Gerät in regelmäßigen Abständen aufzuschrauben und zu reinigen. Mag manch einer anders sehen, ich kann damit gut Leben.
    Dieses Leerpumpen ist meiner Meinung nach ein starkes Argument pro Zero Retention Single Dose Grinder!

    Wo liest du an der Seite den Mahlgrad ab?
    - An der rechten Seite ist unter dem Einstellrad ein Strich. Den verlängere ich einfach visuell und kann damit sehr genau (und ohne in die Hocke zu gehen) den gewünschten Punkt einstellen und treffen.
    Siehe Bilder:
    20220728 213718 HDR — Postimages
    20220728 213724 HDR — Postimages

    Gruß,
    Christoph
     
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  10. FRAC42

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    Wenn du zum Bilder Einfügen den markierten Button nutzt sieht man die gleich im Beitrag statt nur der Links. Oder einfach per "Datei hochladen" anhängen.

    _20220728_223732.JPG
     
  11. #411 EspressoTrinker001, 04.08.2022 um 09:29 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 04.08.2022 um 10:08 Uhr
    EspressoTrinker001

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    Ich hab zwar schon gepostet, aber hier nochmal, sind ja jetzt wieder ein paar Wochen mehr.

    Das kurzzeitige stärkere Vibrieren ist wieder weg. Das war sowieso nur eine Mini-Beschwerde von Anfang an. Kam nach dem Öffnen und reinigen, war dann immer schnell wieder weg und störte auch bei Auftreten nie wirklich.

    Auf jeden Fall würde ich wieder genau diese Maschine nehmen (vorher: Mahlkönig Vario V3). Ich hatte Bedenken, dass eine "single dose" zu speziell ist, aber da ich ja wirklich nichts anderes mache, sind die Vorteile einfach zu groß. Praktisch NULL Kaffeebohnen-Abfall, von jeder Tüte benutze ich jetzt jede einzelne Bohne. Das hat auch Nachteile, weil eine 1 kg Tüte nun doch schon so lange reicht, dass gegen Ende ein leichter Bohnenqualitätsabfall eintritt... Luxusproblem! Früher musste ich die Vario immer ein wenig "spülen" - mehrere Gramm über einen Tag altes Pulver im Morgen-Espresso will niemand. Bei der SD gibt es gar keinen Totraum (kann man auch sehe, bzw. eben nicht, Raum zwischen Mahlscheiben und Wand ist fast nicht existent), da hängen höchstens ein paar wenige zehntel Gramm irgendwo an der Wand.

    Mahlgut ist super gleichmäßig und ohne jegliche Klumpenbildung, war bei der Vario vorher anders.

    Blasebalg... ja, geht schon, ein Wunderwerk der Technik ist es nicht aber als billige Maßnahme, die man halt dazu bekommt, ist es okay. Eher hilft, nach Ende nochmal für eine Sekunde anzuschalten, um manchmal noch 0.1g auszuwerfen, die sonst drin geblieben wären.

    Was sollen Leute sonst dazu sagen? Ist halt eine Mühle und sie funktioniert einfach so vor sich hin. Eignet sich jetzt nicht wirklich so als Gesprächsaufhänger, um im Zug schöne Frauen anzusprechen.

    Zusammen mit dem Wechsel von Vibiemme Domobar (mit eher schlecht als recht funktionierendem PID nachgerüstet, damals von Systermann so neu gekauft) auf eine Ascaso Steel Uno PID ist mein Ressourcenverbrauch an Energie, Bohnen und Wasser drastisch gesunken, während die Qualität und Konsistenz deutlich höher ist und der Komfort bei der Nutzung auch sehr deutlich besser.
     
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  12. #412 ToXin88, 04.08.2022 um 21:14 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 04.08.2022 um 21:58 Uhr
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    Kann die Erfahrungen nach 5 Monaten Dauernutzung genau so bestätigen. Habe mich sehr viel mit der Mühle beschäftigt und mit den bereits beschriebenen Modifikationen macht sie wirklich auch Spaß. Hab aber auch mehrere Monate gebraucht um meinen Frieden mit ihr zu machen und war mehrfach kurz vor dem Verkauf. Geschmacklich schon wirklich sehr gute Ergebnisse. Trinke fast nur helle Röstungen und das funktioniert mit ihr! Habe noch die Malscheiben ausgerichtet (s. diverse Videos auf YouTube zu diesem
    Thema). Ist ein Gedultsspiel und ehrlich gesagt nur etwas für Nerds. Geschmacklich keinen Unterschied bemerkt.
    RDT ist bei mir Pflicht. Sonst habe ich eine Retention von deutlich >0,3g durch massive Statikproblematik. Statik bekommt man auch mit RDT nicht ganz in den Griff (am Ende beim Ausblasen kommen viele Fines), aber zumindest auf ein absolut akzeptables Niveau.
    Habe schon über die Zeit im Auswurf durch die Rest-Statik deutliche Kaffeeablagerungen, da hilft bisher nur ab und zu Auspinseln. Gibt es dafür vielleicht auch schon einen Mod/Hack? Bin für alle Tipps dankbar!
    Die Lösung mit dem Tesa zum Abdichten finde ich persönlich etwas unglücklich. Ich habe Teflonband genommen, als Besitzer von 2 La Pavonis hat man davon reichlich zu Hause;)

    Ihre Schwäche ist ganz klar die nicht reproduzierbare Mahlgradverstellung. Bei jedem Öffnen der Maschine zur Reinigung oder Scheibenausrichtung ändert sich der Nullpunkt deutlich. Ein weiteres Problem: bei Wechsel zwischen Filter und Espresso entleert sich beim gröber stellen jedes Mal eine nicht gerade geringe Kaffeemenge (ca. 0,5g), die bei Espressomahlgraden wohl in einem Hohlraum verbleibt. Wechsel zwischen verschiedenen Espressomahlgraden geht noch mit gewissen Einschränkungen, aber der Wechsel zwischen Filter und Espresso macht überhaupt keinen Spaß. Der o.g. Hohlraum muss beim feiner stellen dann erst wieder gefüllt werden und man hat erst mal wieder eine Retention von mindestens 0,5-0.7g. Den Mahlgrad für Espresso nach Filtermahlung wieder genau zu treffen ist eine Herausforderung. Dafür ist das Rädchen, obwohl bei der SD schon deutlich größer als bei den bisherigen Modellen, nach wie vor zu klein und ungenau. Gerade das sollte eine Single dosing Mühle doch aber können!
    Unterm Strich muss man aber auch die Preis-Leistung beachten. High-end SD-Mühlen mit Scheibenmahlwerk, die wirklich max. 0,1g Retention schaffen und Mahlgradreproduzierbarkeit bzw. Wechsel zwischen Filter und Espresso perfekt meistern fangen bei knapp 2000€ an (Lagom P64 mit SSP Setup und Zollgebühren). Für 600€ bekommt man mit der Eureka SD eine klasse Espressomühle mit einem sehr hübschen Design, die ihr Geld auf jeden Fall wert ist (die geringfügigen Modifikationen sind meiner Meinung nach allerdings Pflicht).
     
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  13. #413 EspressoTrinker001, 04.08.2022 um 22:20 Uhr
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    Also zu ersterem, dass muss man doch gar nicht machen. Schließe mich da einem Vorredner an, das muss bi der Maschine einfach nicht sein.
    Und zum zweiten Punkt, die Maschine steht beim Herstelle für "Espresso". Die ist gar nicht vorgesehen, da zwischen solche extremen Mahlgraden hin und her zu schalten. Ja das ist ein Einschränkung, man holt sich hier ganz klar ein total spezialisiertes Gerät ins Haus, für "Espresso" und "single dose". Klar hakt's dann, wenn man diesen Bereich verlässt. Eigentlich sollte man für Filterkaffee aber eine andere Mühle stehen haben.

    Noch eine Beobachtung zum Hängenbleiben an diesem Metallbleck, an dem heir viele empfehlen rumzubiegen. Ich Wechsel dauernd zwischen verschiedenen Bohnen, und es hängt sehr von den Bohnen ab. Bei ca. einem Drittel oder weniger bleibt ab und an mal was hängen und der "Biege-Tipp" wäre dann wohl sinnvoll. Aber bei den meisten Bohnen, die ich bisher so hatte (Arabica pur bis 80% Robusta Sorten), hing bei mir nie was. Der Blasebalg tut bei mir wenig bis nichts, aber nach Abschalten nochmal für eine Sekunde Motor wieder laufen lassen bringt gelegentlich nochmal ein wenig Pulver. Oder, da ich ja auf 0.1 Gramm genau messe, was rein und rauskommt, wenn ich da sehe, dass da 0.1 g oder gar mehr fehlen, stelle ich den Becher nochmal drunter und hebe die Maschine kurz an und lasse sie zwei Zentimeter zurückfallen, dann nochmal Motor kurz an. Muss ich nur sehr selten machen, und dann hat sich as fast immer gelöst.

    Aufmachen musste ich die Maschine erst drei Mal: Beim ersten Mal aus Neugier (neue Maschine, will alles sehen)beim zweiten Mal, weil beim ersten wieder-Zusammenbau es irgendwie nicht mehr so ganz gerade lief (das war, als ich mich über Vibration beschwerte), dann also nochmal auf und nochmal obere Mahlscheibe ab, nochmal auspinseln und saugen, dann wieder zusammen, seitdem alles perfekt und ich sehe keinen Grund, die nochmal aufzumachen. Es kommt fast immer genau so viel raus, wie ich rein tue, der Totraum ist fast nur der ganz schmale Streifen, der direkt von den Mahlscheiben weg fliegt an der Wand klebt, und mit siehe oben beschrieben bleibt auch nichts mehr hängen, auch ohne, dass ich an dem Blech was rumgebogen habe.

    Zwischen verschiedenen Espresso Sorten schalten geht, wobei ich mir da schon merken muss, wieviel ich in welche Richtung gedreht habe, wenn die Bohnen so unterschiedliche Einstellungen brauchen. Wenn man sich das nicht aufschreibt, braucht man schon ein gutes Gedächtnis "2 volle Umdrehungen und 6 Strich gegen Uhrzeigersinn" muss man sich erstmal merken, sollte es so viel Unterschied werden (bei Filter vs. Espresso wird's wohl sicher mehr als das). Wobei man bitte nicht vergisst, beim enger stellen immer den Motor laufen zu lassen (ist ja nicht nur bei der Maschine so, soll man doch eigentlich immer, oder?).
     
  14. FRAC42

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    <OT>Erinnert mich an die "1 inch repair method" bei meinem Atari ST. Wenn der nicht wollte half es schonmal, den 1 Zoll / gute 2 cm anzuheben und dann auf den Tisch knallen zu lassen.</OT>
     
  15. #415 EspressoTrinker001, 04.08.2022 um 22:37 Uhr
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    Also wenn's halt mechanisch genau an diesem Blech am Ausgang hängt, dann ist halt ein leichter Schlag auf den Hinterkopf genau die passende Methode...

    Ach und ich hatte auch einen Atari ST 1040 FM. Mit 72 Hz SW Monitor und Genialer Textverarbeitung "Script II" (von "Application System Heidelberg", aber kein Calamus).
     
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  16. #416 ceJay, 04.08.2022 um 23:12 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 04.08.2022 um 23:37 Uhr
    ceJay

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    [​IMG]
    Passend dazu (gesehen und geklaut von mydealz)

    Jo! Das hat mich beim Rumprobieren auch massiv gestört und an der Bauweise des Geräts zweifeln lassen.
    Da ich meine Bohnen und Einstellungen über die App Beanconquerer (Empfehlung!) tracke, bin ich dann dazu übergegangen, den Mahlgrad als Entfernung von Schleifpunkt zu speichern.
    Sprich, nach jedem Aufschrauben und zusammensetzen drehe ich den Mahlgrad erstmal bei Leerlauf so fein, dass ich das Klirren der Scheiben höre. Dann bewege mich um den in der App gespeicherten Wert (pro Bohne) in die entgegengesetzte Richtung. Damit war es dann wieder gut reproduzierbar. Mittlerweile bin ich aber dazu übergegangen nur noch leer zu pusten, damit besteht das Problem auch nicht mehr.
    Kommt meiner Faulheit auch sehr entgegen :)

    Die von dir beschriebenen Leerräume beim Wechsel Kaffee zu Espresso und vice versa haben mich auch gestört. Dazu noch der hohe Fines-Anteil im Filter, der den Spass an Chemex, V60 und Syphon stark kompromitiert.
    Eingemahlen für Espresso - top.
    Eingemahlen für Kaffee - gut.
    Dual-Use: ungeeignet.
     
  17. ceJay

    ceJay Mitglied

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    Tatsächlich ist sie explizit für Filter und Espresso ausgelobt, siehe offizielle Unterlagen
    Screenshot_20220804-232534.png

    (Und die Niche kommt mit dual-use lt. Test der Kaffeemacher problemlos zurecht)
     
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  18. ToXin88

    ToXin88 Mitglied

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    Würde nicht ausschließen, dass die Mühle gut für Filter ist, wenn man sich intensiv mit dem Einstellen beschäftigt. Die meisten von uns nutzen sie vermutlich für Espresso und dann fehlt vermutlich auch eine ausreichend lange Filter-Testphase.
    Eureka kann man dann aber schon deutlich für den von Haus aus nicht funktionierende Blasebalk kritisieren. Die Konstruktion mit den verstopfenden Declumpern bei jeder Mahlung und der Blasebalk, der einfach zu schwach ist, um die Verstopfung am Declumper zu lösen, ist eigentlich nicht mehr als eine Marketing-Luftnummer. Zum Glück lässt sich das mit dem Mod beheben.
     
  19. #419 EspressoTrinker001, 05.08.2022 um 11:15 Uhr
    EspressoTrinker001

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    Ja, manchmal frage ich mich schon, ob wir wirklich außer bei Waffen im 21. Jhd angekommen sind. Ich bin mir nichtmal bei Computern sicher - sooooo unglaubliche Ineffizienzen wurden da eingebaut, um die viel schnellere Hardware auch ja immer gleich zu saturieren.

    Allein schon, wie lange sich sowas wie E61 Brühgruppen (und ähnliche Bauweisen) halten, die vor allem den Raum heizen. Mit der Ascaso Steel fühle ich mich endlich in der Moderne angekommen (10+ Jahre Langzeit Test steht natürlich noch aus). Die Blasebalg "Lösung" von Eureka, die ja nicht mal wirklich funktioniert (bekomme auch Null Luft aus dem Auslass), lässt mich da auch etwas ratlos zurück.

    Die Einstellung mit diesem Rad ist auch irgendwie das letzte. Absolute Position kann man da nicht bestimmen, und schnelle Wechsel für verschiedene Bohnen und Zubereitungen um mehr als ein paar Striche sind alles andere als bequem. Für mich klappt es daher ganz gut, weil mein Einsatz-Bereich genauso beschränkt ist wie die Einstellmöglichkeiten der Mühle (nur Espresso und wenige Wechsel zwischen Bohnen, fast immer nur am Packungsende). Wechsel zwischen Filter und Espresso möchte ich da nicht machen müssen, schon gar nicht häufig.

    Daher haderte ich ja so lange vorm Kauf - mir war klar, ich entscheide mich hier für eine hoch spezialisierte Lösung.
     
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  20. ceJay

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    Kann ich voll und ganz unterschreiben und ist mir auch absolut unbegreiflich.
    Ich dachte anfangs noch naiv, dass ich dann eben ein Blasebalg-Montagsmodell hatte. Aber die Berichte bei YouTube und hier im Forum bestätigen ja allen ernstes, dass es eben kein Einzelfall ist!
    Und wie reden hier von einer 600EUR Mühle in Serienfertigung.

    Jedem Eureka-Produkttester wäre das doch innerhalb von wenigen Minuten aufgefallen! Und die (gesichtswahrende!) Lösung zur Abhilfe sollte einem Eureka Ingenieur auch innerhalb eines Tages auffallen, wenn das sogar Eureka-unerfahrene-Privatanwender können.

    So bleibt leider der Eindruck bei mir, dass Eureka zwar eine tolle Mühle gebaut hat, aber leider (entweder/und/oder) schlechte Qualitätskontrolle / stümperhafte Entwickler / ahnungsloses Produktmanagement mit Desinteresse an Kundenfeedback hat.

    Aber hey ich hab einen Vorschlag, lieber Eureka Mitarbeiter der hier mitliest: ihr habt hier im Forum eine tolle Community mit Interesse an guten und funktionierenden Produkten. Schenkt doch einfach mal 10-20 Mühlen an beliebige Forumsmitglieder im Gegenzug für einen detaillierten Erfahrungsbericht zu Stärken, Schwächen und Workarounds.
    Diese Kosten sind im Vergleich zu Werbeagenturen und chichi-promo-Filmchen redundant.
     
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    Eureka Mignon Single Dose: Schraube nicht zugänglich?: Zuerst öffnet man den Deckel oben, indem man die Schraube unter dem aufgepoppten Firmenlogo hinten entfernt. Das ist kein Problem. Danach ist der...
  4. [Erledigt] Eureka Mignon MCI Single-Dose Aufsatz

    Eureka Mignon MCI Single-Dose Aufsatz: Ich verkaufe eine Modifikation für das beliebte Espressomühlen-Modell Mignon MCI von Eureka. Durch die Verwendung des Single-Dose-Aufsatz mit...
  5. [Verkaufe] 30% auf Single Dose Hopper ohne MBW! Für Eureka Mignon

    30% auf Single Dose Hopper ohne MBW! Für Eureka Mignon: Moin! Anlässlich des guten Wetters gibt es bis zum 27/03/2022 30% auf Single Dose Hoppers in meinem Etsy-Store! Einfach dem unten stehenden link...