Faema Urania v3 vom 06.05.1957

Diskutiere Faema Urania v3 vom 06.05.1957 im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Einen wunderschönen guten Abend ins Kaffee-Netz, ich habe mich schon vor geraumer Zeit dazu entschlossen, dass ich gerne nach der Zeit mit meiner...

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  1. #1 falameezar, 06.03.2017
    Zuletzt bearbeitet: 07.03.2017
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    Einen wunderschönen guten Abend ins Kaffee-Netz,

    ich habe mich schon vor geraumer Zeit dazu entschlossen, dass ich gerne nach der Zeit mit meiner Grimac wieder zu einem Handhebler zurück möchte. Nun gut - so hatte ich ein bisschen Zeit, um mich finanziell darauf vorzubereiten.

    Dann habe ich eigentlich nach einer Lambro oder einer Aurora gesucht. Gefunden habe ich bei dem sehr, sehr (!) netten Forumsmitglied @Feitz eine Urania, die "ein bisschen" Pflege nötig hat.

    Nach der Bilderbegutachtung und anfänglichem Zögern (ich hatte eigentlich sofort "nein" gesagt, hatte dann aber eine ziemlich unruhige Nacht, weil mich die Urania gepackt hatte), habe ich mich dann mit Schwager und Mietwagen von Hannover nach München begeben, um das gute Stück persönlich abzuholen - und durfte dann auch die beeindruckende Sammlung von Claus begutachten, und Weißwurstfrühstück gabs auch noch dazu! Nochmals hierfür: herzlichen Dank.

    Zur Maschine: die Urania wurde bisher mit Gas betrieben und soll jetzt Elektrik bekommen. Es ist einiges zu machen: sie war wohl dicht, aber auch nur, weil so ziemlich alle Verbindungen mit ordentlich Kalk abgedichtet waren (und auch noch sind). Kesselschrauben? Nun ja, seht selbst weiter unten. Da ist wohl Ausbohren angesagt (die Korrosion ist soweit fortgeschritten dass eventuell auch einfach "abschaben" geht). Reichlich Schmodder und Ruß in der Maschine vom Gasbetrieb, aber bisher bin ich recht guter Dinge. Auch wenn ich höllischen Respekt habe vor der Maschine und den anstehenden Arbeiten. Bisher habe ich nur kleine Maschinen überarbeitet, aber dies ist eine ausgewachsene Restauration an einer Maschine mit Geschichte. Und die Geschichte begann am 06.05.1957.

    Ich werde hier sicherlich eine Menge Fragen stellen. Schon, weil ich Angst habe etwas zu vermasseln. Die Maschine wird gereinigt und auch ein bisschen überpoliert, aber Patina bleibt Patina - sie soll "nur" funktionstüchtig und sauber sein und eine Kesselisolierung bekommen. Erst mal wird sie nackig gemacht, perlgestrahlt und dann mit Zinkfarbe bepinselt - das ist jedenfalls der Plan. Das ganze wird eine ganze Weile in Anspruch nehmen, da ich durch Arbeit und Ehrenamt eigentlich gut beschäftigt bin. Ich rechne mit 4 bis 5 Monaten. Und nun: die Bilder. Und ich bedanke mich schon jetzt für eure technische und/oder moralische Unterstützung!

    [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG] [​IMG]
     
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  2. #2 Sansibar99, 07.03.2017
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    Schön, daß bei Dir mit der Abholung Alles gut geklappt hat. Und die Maschine ist wirklich hübsch :)

    Aber kannst Du mal das Einbinden der Bilder überprüfen? Ich glaube, Du hast nur die Thumbnails verlinkt:
    BB-Code für Galerie mit verlinkten Thumbnails
    url=http://show.picr.de/xyz.jpg.html][​IMG] [/url

    besser ist
    BB-Code für Direktanzeige in Foren
    img]https://up.picr.de/28518262io.jpg[/img

    Ich kann nur die kleine Pixies sehen und keinen Link öffnen ;)
     
  3. #3 falameezar, 07.03.2017
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    Hallo Holger,

    danke für den Hinweis - sollte jetzt funktionieren.
     
  4. #4 Sansibar99, 07.03.2017
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    Super, danke.
    Also: der Kesseldeckel ist aus massivem Messing, es gibt keinen festkorrodierten Aluring - das ist gut.
    Die Muttern sind fertig und nicht das Problem. Wenn Du die weggebröselt hast, geht mit Glück vielleicht der Deckel schon ab - aber sei dabei mit den Dichtflächen vorsichtig.
    Das Problem sind die Stehbolzen. Die wurden in Hutmuttern/Blindnieten eingeschraubt, die von innen an den Kesselflanschring angelötet wurden. Wenn die Bolzen wahrscheinlich abreißen, musst Du beim Ausbohren versuchen, das Innengewinde zu erhalten!

    Vorschlag:
    Muttern wegbröseln, Gewindeansatz mit Drahtbürste/Reißnadel freilegen, Kriechöl ein paar Tage einwirken lassen (50% Azeton + 50% Automatikgetriebeöl selbst mischen...), Bolzenreste rotglühend (!) erhitzen, ev kalt abschrecken. Dann mit Gripzange oder zwei gegeneinander gekontertern Muttern beherzt auszudrehen versuchen.

    Wird schon :D
     
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  5. #5 Tschörgen, 07.03.2017
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    Du klingst schon wie mein Zahnarzt. :D

    @falameezar Die hatte ich auch kurz im Visier. Aber nur ganz kurz. :)
    Viel Erfolg. Ich lese hier gerne mit. Immer wieder schön wie sich manche durchbeißen.
    (Damit wären wir wieder beim Zahnarzt).
     
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  6. #6 falameezar, 07.03.2017
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    Herzlichen Dank!
    Auf die Azeton / Automatikgetrieböl-Mischung wurde ich schon hingewiesen. Muss ich dann mal shoppen - Automatikgetriebeöl habe ich als Radfahrer nicht im Haus :D. Dann gucke ich mal im örtlichen Baumarkt bzw. bei mir ist ne größere Autowerkstatt-kette mit Shop gegenüber, da werd ich das Öl bestimmt kriegen.

    Das ist doch toll, dass Du mir die übrig gelassen hast, ich freu mich :)
    Wie sehr ich mich durchbeiße weiß ich noch gar nicht - es läuft ja bestimmt auf ausbohren hinaus. Ich glaube, dass der Kessel gar nicht unter meine Standbohrmaschine passt, das muss ich mal testen. Vielleicht lasse ich dann ausbohren - ich mache das schon gerne selbst, und habe auch die Geduld dafür. Aber wenn ich meine, dass ich an meine Grenzen komme, dann gebe ich es lieber in professionelle Hände.
    Meine Zahnärztin hat mir übrigens noch nie Azeton oder Automatikgetriebeöl in den Mund gekippt, aber das nur am Rande ;)
     
  7. Feitz

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    Viel Spaß beim Renovieren der Urania!
     
  8. #8 Gatz, 07.03.2017
    Zuletzt bearbeitet: 07.03.2017
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    Ich auch!

    Mir lief aber dann die übern Weg! :)
     
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  9. #9 falameezar, 08.03.2017
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    Da hab ich dann aber ganz schön Glück gehabt - wobei ich 'ne Lambro auch genommen hätte :D. Aber: so richtig schlimm hat es mich mit der Urania auch nicht erwischt, eigentlich komme ich aus dem Grinsen gar nicht raus... und die ist noch nicht mal geputzt.
    Wenn mit den Schrauben alles gut läuft sollte der Rahmen morgen nackig sein. Zu einem Strahlbetrieb habe ich schon Kontakt aufgenommen.
    Ich würde gerne mal nach Meinungen fragen, wie der Rahmen zu behandeln ist.
    Ich neige am ehesten zum Pinsel und dem Streichen mit Zinkfarbe. Pulverbeschichten ist mir eigentlich zu "modern". Was sagt ihr dazu?
     
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  10. Jfh

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    du könntest den rahmen auch nur mit owatrol behandeln, wenn du möglichst wenig patina vernichten willst. entkalken dann auf jeden fall im geschlossenen kessel...wegrosten wird der in diesem jahrhundert nicht mehr.

    uranias finde ich ja sehr schön. besonders irgendwie das wort "idrocompresso"
     
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  11. #11 falameezar, 09.03.2017
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    Kessel geschlossen lassen ist keine Option (finde ich). An so ziemlich jeder Ecke ist Kalk ausgetreten, und im Kessel rasselt es ordentlich.

    Abgesehen davon ist es eh schon zu spät: an die ersten 4 Kesselschrauben habe ich mich schon gemacht. Ich habe die rabiate Methose gewählt: da mir die Stehbolzen wichtiger sind als die Mutter zur Befestigung habe ich die Muttern gesprengt. Leider war ich ein Mal zu unaufmerksam und habe beim 4. Bolzen nicht aufgepasst: Bolzen abgerissen. Das hat mich natürlich geärgert, aber immerhin haben 3 Bolzen überlebt. Insgesamt hatte ich mir nicht mal 3 Bolzen erhofft... mal gucken wie es am Abend weitergeht. Im Grunde ist der Rahmen fast freigelegt: außer dem Kessel und den unteren Blenden ist alles schon ab, und nächste Woche gehts zum perlstrahlen. Die Substanz sieht wirklich gut aus. 1 kleinen Fehler habe ich noch gemacht bei einer der Schrauben, die die vordere Verkleidung halten - abgerissen. Und eine weitere Schraube hatte sich "quasi schon fast komplett aufgelöst": die Schraube, die das Stützblech für die Tassenablage hält. Bei der kann man von "abreißen" gar nicht sprechen. Schade, aber nun habe ich Lehrgeld gezahlt. Ist eben so, aber richtig schlimm hats mich nicht erwischt, finde ich.

    Ein Problem wird noch der Verschluss der Heizungsaufnahme am Kesseldeckel: das sind zwei Schrauben, die ich nicht einfach wegsprengen kann. Da ich aber eh den Kessel nächste Woche dann zum Ausbohren weg gebe (habe beschlossen, dass ich das nicht selbst vermurksen möchte) werde ich den Verschluss wohl nicht anrühren und das die Jungs von der Schmiede machen lassen. Wenn ich das versaue, wäre das wirklich viel bezahltes Lehrgeld... das lasse ich lieber.

    Für die Hebelgruppe sind zur Befestigung am Rahmen ja vier Schrauben vorgesehen - sollte man die auch alle belegen? Ich würde das aus dem Bauch heraus so machen, aber die Gruppe war nur mit 2 Schrauben befestigt.

    Mathias
     
  12. Jfh

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    na ich mein ja nicht den kessel zulassen, sondern ihn nur von innen entklaken :)
     
  13. #13 falameezar, 09.03.2017
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    Ah okay, "geschlossenen" Kessel hatte ich missverstanden.

    Von außen sieht der Kessel eigentlich ziemlich gut aus, da wird er dann sauber gemacht und kriegt ein Filz-Kleidchen, habe ich mir gedacht. Der Zustand täuscht auf den Bildern etwas, aber ich bin meist erst zu Hause wenn es dunkel ist, deshalb sind die Bilder so mies belichtet.

    Wo ich noch größere Probleme sehe, ist noch das Sicherheitsventil (ich hoffe, dass das richtig ist: auf dem ersten Bild das rechts oben senkrecht stehende Ventil). Das bewegt sich (trotz längeren Einweichens) bisher keinen Millimeter. Heute besorge ich noch Aceton, ATF habe ich schon gekauft - mal gucken ob ich damit noch weiter komme.
     
  14. #14 Sansibar99, 10.03.2017
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    Hallo Mathias,
    bei mir waren alle 4 Schrauben an den Hebelgruppen:
    [​IMG]
    Finde ich auch stabiler - da wirkt eine ordentliche Kraft...

    Zu dem klemmenden Sicherheitsventil: wahrscheinlich ist da noch reichlich Dichtschnur (Asbest?) im Gewinde - kannst Du das soweit als möglich mit ner Nadel rauspulen? Dabei feucht halten oder FFP3-Maske verwenden.
    Vielleicht hilft auch Hitze / Kälte: die Einschraubstelle erhitzen (wobei der Kupferkessel die Hitze natürlich ideal ableitet...) und den Ventilkörper abkühlen.
    Und zur Not: wenn der Kessel ausgebaut ist, das Ventil in einen kräftigen Schraubstock einspannen und den Kessel drehen... birgt aber das Risiko, dass die Lötnaht am Kessel Schaden nimmt.

    Viel Erfolg!
    (gibt es schon neue Bilder?)
     
  15. #15 falameezar, 11.03.2017
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    Hallo Holger,

    danke für de Tipps. Recht erfreulich ist, dass ich am Sicherheitsventil bisher Teflonband heraus gepult habe - und ich lasse weiter "einweichen". Vielleicht wird es ja noch was. Der Kessel geht wegen der Bolzen in eine Metallwerkstatt, zur Not lasse ich die das machen. Ist mir jedenfalls lieber, als die Lötnaht zu zerreißen. die Hebelgruppe bekommt dann 4 Schrauben, das ist mir auch lieber. Aber es hätte ja sein können, dass das so original ist, deshlab habe ich lieber gefragt. Warum sollte man denn Schrauben zur Befestigung der Hebelgruppe weglassen? Es stecken jedenfalls keine abgerissenen Schrauben in der Schraubenaufnahme der Gruppe.
    Ihr immer mit Euren Bildern :D.. aber gut, wenigstens eine Kleinigkeit kann ich euch geben, weil ich auch eine Frage habe. Mehr gibt es später.
    [​IMG]
    Ich bin ja sehr froh, dass noch alle blauen Blechschildchen da sind... aber die sind ja nicht nur ans Blech, sondern durch das Blech an den Rahmen genietet. Ich habe zwar auch Blindnieten zu Hause, aber bevor ich da rabiat heran gehe: gibt es einen Weg, das Blech vom Rahmen zu bekommen, ohne die Nieten zu zerstören? Ich möchte ja perlstrahlen lassen, das wird mit dem Abdeckblech schwierig.

    Und für etwas mehr Eindruck: So sieht sie gerade aus, sie ist fast nackig:
    [​IMG]
    Durch reichlich einweichen habe ich fast alles gut abbekommen - nur unterm Kessel die Befestigung am Rahmen war quasi durchgegammelt, weil es dort ziemlich runter getropft hat (ich nehme an, die Kesselentleerung wurde nicht durch den Vor-Vor-Besitzer vorgenommen, sondern das Wasser hat sich dort selbst seinen Weg gesucht - da hängen am Kessel auch ordentlich Kalsteine rum).
     
  16. #16 falameezar, 29.03.2017
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    Soo,

    nach "etwas" Pause mal wieder Neuigkeiten von mir - ich habe ein paar Fragen. Aber erst mal zum aktuellen Stand:

    1. Der Rahmen ist komplett nackig, und hat nach knapp 60 Jahren auch etwas Rost unter den Blechen gehabt:
    [​IMG] [​IMG]
    2. Bei der Ablaufschale ist der Abfluss verschlossen, der muss wieder frei gelegt werden:
    [​IMG] [​IMG]
    Wird der Ablaufstutzen (Festabwasser) dann korrekterweise direkt am Blech montiert, oder wird unter dem Loch eine Auffangschale installiert? Das wäre ja vielleicht sinnvoll, wenn man denn mal das Blech reinigen möchte (ist nichts vorhanden, weil ja kein Loch im Ablaufblech ist, und der Rest anscheinend entfernt wurde.
    3. Ein größeres Problem: die Tassenablage oben. Der untere Teil sieht soweit korrekt aus, und von oben aus sieht auch das aufliegende Blech in Ordnung aus:
    [​IMG]
    schaut man sich das aufliegende Blech allerdings von der Unterseite an...
    [​IMG]
    Da ist halt nur an einer Seite noch das senkrecht stehende Blech da, wie sieht denn ein Original von unten aus? Hätte da jemand mal ein Bild für mich? (Immerhin: so würde die Tassen nach hinten rutschen und nicht vorne herunter fallen.)

    Die Haube ist auch etwas verzogen, die werde ich wohl mit Heißluft dann ein wenig anpassen (oder mit Backofen?).

    Übermorgen geht der Kessel zum Handwerker, und den Rahmen strahlt er auch. So ein paar Kleinigkeiten kommen noch dazu - die Stehbolzen müssen dann ja auch raus, mir war aber noch nicht klar, welche ich brauche. M8 scheint ja passend zu sein, aber die Länge weiß ich erst, wenn einer draußen ist, 30 und 35 mm Länge habe ich bisher gefunden (bei den "üblichen Verdächtigen").

    Der Rest ist soweit in Baugruppen zerlegt - wenn dann die Sachen Freitag hier raus sind ist auch etwas Platz auf der Werkbank um weiter zu zerlegen. Immerhin habe ich ein paar Kupferrohre wieder "rot" gemacht:
    [​IMG]
    Ich weiß: richtig hübsch sieht anders aus. Die müssen teilweise aber auch noch mal baden.

    Viele Grüße
    Mathias
     
  17. achmed

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    Die Tassenablage liegt an den beiden kurzen Schenkeln auf den Schrauben der Haube, evt. auch auf der langen Seite, oder bei ihr auf einem Winkel wie bei der E61.
    Das Loch in der Wanne sitzt über einer Ablaufschale aus Alu, die in eine Vierkantaussparung im Rahmen gesteckt wird und mittels Chrommutter (1/2") verschraubt. Dort wird dann der Schlauch angeschlossen. Für die E61 werden originalgetreue nachgefertigt, der Unterschied zu deinem Modell ist ein zusätzliches Gewinde für ein Exp.ventil.
    Gruß
    Achmed
     
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  18. #18 falameezar, 29.03.2017
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    Vielen Dank, Achmed.
    Ich bastele ja das erste mal an einer größeren Maschine, deshalb ist so einiges noch Neuland für mich. Immerhin weiß ich jetzt, dass die Haube verschraubt wird. Meine Haube ist zwar "gebraucht", sie weist aber keine Schraubenlöcher auf. Schrauben waren auch nicht vorhanden. Tatsächlich lag die Haube nur lose oben drauf. vielleicht war die alte zerbrochen, und es wurde Ersatz besorgt. Und der Ersatz hatte eben (noch) keine Löcher. Wenn ich die allerdings selbst bohre, dann müsste ich die Haube gar nicht mehr mit Heißluft bearbeiten, dann würde sie passen. Sie liegt im Moment genau auf den Vorsprüngen auf, durch die die Schrauben geführt werden. Davon habe ich an den kurzen Schenkeln je 2 Löcher, am hinteren langen Schenkel ebenfalls 2 Löcher.
    Die Ablaufschale für E61 habe ich gefunden - die Vierkantaussparung im Rahmen ist auch da und im Abdeckblech ist eine runde Aussparung an gleicher Stelle. Führt man das generell nach außen? Ich fänds optisch irgendwie schöner wenn das nicht so wäre... aber ich möchte auch keinen großen Frevel begehen.
     
  19. achmed

    achmed Mitglied

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    Die Schraubenlöcher in der Wanne sind für Senkkopfschrauben geprägt, du musst also deine Bohrungen auch entsprechend senken, die Haube muss auf der gesamten Lämge am Blech anliegen. Du benötigst M4 Messingschlitzschrauben plus Muttern und Scheiben, ca. 10mm lang.
    Ich würde den Ablauf auch nach innen legen. Dekorativ ist er nicht wirklich und sollte, auch ohne Substanz zu verletzen, einzubauen sein. Und wenn du ein von außen nicht sichtbares Loch in den Rahmen z. B. für eine Strebe bohren würdest, wird das den Wert wohl kaum mindern. Geht es um Originalität, stört den Peniblen wohl eher die Haube, die zwar alt ist, aber nicht ganz so wie die Maschine. Sie gehört zur E61, die von der Urania oder auch der ersten President waren zur Front hin nicht so ausladend.
    Gruß
    Achmed
     
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  20. #20 Sansibar99, 29.03.2017
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    Hallo Mathias,
    schön, dass es vorwärts geht.
    Ich hatte ähnliche Probleme mit meiner Haube - @gismo hat mir dann den entscheidenden Tipp gegeben: Lötkolben statt Bohrer!
    In den folgenden Posts meines Urania-Threads kommen dann noch mehr Details dazu, und ein Link zu @CappuHolger , wo Du den Aufbau mit verschiebbarem Zwischenblech erkennen kannst, das bei Dir aber leider auch fehlt.

    Der Ablauf läuft standardmäßig nach aussen, bei den früheren Modellen Marte und Mercurio daür mittig nach vorne...
     
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