Faemina - Festsitzende Heizelemente

Diskutiere Faemina - Festsitzende Heizelemente im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo. Ich habe eine Faemina von 1960 mit festsitzenden Heizelementen. Der Kessel war medium verkalkt, jedoch mit fiesem dunklen bis schwarzen...

  1. #1 partnerluck, 29.11.2020
    partnerluck

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    Hallo. Ich habe eine Faemina von 1960 mit festsitzenden Heizelementen. Der Kessel war medium verkalkt, jedoch mit fiesem dunklen bis schwarzen Ablagerungen. Ich habe nach mind. 6 Runden entkalken es geschafft den Spalt zwischen Element und Boiler freizulegen und sehe die Dichtung darunter (vermutlich noch die 1.). Trotz der gelösten Mutter und einem WD40 Bad bekomm ich Heizelemente nicht raus. Wie kann ich da weiter vorgehen ohne was zu zerstören?

    Über Tipps oder Erfahrungen bin ich dankbar. Schönen Sonntag.

    Gruß R.
     
  2. #2 Henning S., 29.11.2020
    Henning S.

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    Ich würde die Muttern wieder drauf schrauben, aber einen kleinen Spalt zwischen Muttern und Boden lassen. Dann suchst Du Dir ne Nuss/Rohrstück, welche nur auf der Mutter aufsitzt, aber nicht die Kontakte der Heizung berühren kann. Mit einem Gummihammer löst Du über das Rohr/Nuss die Heizung. Kann sein, dass du da etwas fester klopfen muss. Man hat bei der Faemina recht wenig Platz zum agieren, wenn der Fuß noch dran ist, da kann ein Stück Holz als Verlängerung hilfreich sein.
     
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  3. #3 partnerluck, 29.11.2020
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    Vielen Dank, hat super geklappt. Ein Krieg verläuft leider nie ohne Opfer: Eine der Keramikscheiben ist beim Abschrauben zerbröselt. Gibt es hierfür Ersatz?

    So eine Verkalkung hab ich bis jetzt noch nicht erlebt. So harmlos in seiner Erscheinung und doch so widerspenstig. Die Heizelemente sind immer noch schwarz. Ich frage mich ob die mit irgend etwas beschichtet sind. Das Chrom im Kessel ist noch fast komplett intakt.
     
  4. #4 Henning S., 29.11.2020
    Henning S.

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    Die sind oxidiert. Mit Stahlwolle (superfein) kriegst Du sie wieder glänzend, nach nem halben Jahr sind sie dann wieder schwarz...;)
     
  5. vectis

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    könntest Du mal Fotos davon hier zeigen?
    Ich frage nur weil keine meiner drei Faemina aus allen drei Fertigungsphasen einen innen verchromten Kessel aufweist. Auch bei Francesco Ceccarelli oder sonstwo habe ich soetwas nie gesehen. Die Kessel der Faemina sind aus Bronze gefertigt worden, aber nach meiner Kenntnis eben nie innen verchromt worden. Wozu auch?
    [​IMG]

    siehe vielleicht also auch:
    FAEMA

    Selbst die für Gasbetrieb ausgelegte seltene Variante sieht offenbar nicht danach aus.
     
  6. #6 partnerluck, 29.11.2020
    partnerluck

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    Ich vermute es ist Chrom weil Faema bestimmt nicht beim Verchromen den Kessel ausgespart hat und wenn man lange entkalkt kommt ja auch auch die Bronze feuerrot durch. Aber sicher bin ich mir mit der Behauptung nicht.
     
  7. #7 partnerluck, 29.11.2020
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    Eines hab ich noch entdeckt: Auf der Unterseite vom Kessel ist ein T eingestanzt anstatt der Seriennummer. Gibts dazu Erkentnisse? Die Nr. auf dem Typenschild ist 16.xxx (Eckiges aufgeklebtes Schild mit blauer Schrift)
     
  8. vectis

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    Nun, das ist eben nur eine Vermutung Deinerseits und ich denke, dass dem nicht so ist.

    Der von mir erwähnte Francesco Ceccarelli bietet regelmäßig von ihm aufgearbeitete Faeminas an und auch diese sind, selbst nach durch ihn in Auftrag gegebener Neuverchromung nie innen im Kessel verchromt.
    Dazu - und auch zu Deiner Frage des eingestanzten Buchstaben - empfehle ich nochmals das Ansehen der entsprechenden Rubrik seiner Homepage.
    Man findet kaum mehr Informationen zur Geschichte der Faemina als dort; vor allem was Fotos und Detailansichten betrifft.
    FAEMA
    Bei Francesco gibts übrigens auch komplette Dichtungssätze und dabei sind dann auch die Dichtringe für die Heizungselemente. Diese sollte es ggf. aber auch einzeln bei TSE geben.

    Ungeachtet dessen wäre ein Foto des Inneren des Kessels Deiner Faemina nach wie vor interessant.
    Vielleicht ist diese ja durch einen früheren Besitzer "vollverchromt" worden.
     
  9. #9 partnerluck, 29.11.2020
    partnerluck

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    Ja ich kenne die Seite bzw. Francesco habe aber nichts gefunden wegen dem T.

    Ich denke weil die Innenseite vom Kessel spiegelt (natürlich nicht Hochglanz weil sie ja nach dem Guss nicht poliert wurde).
    Wenn ich es hinbekomme lade ich mal ein Bild hoch. Sieht aber bei meiner genauso aus wie der Kessel von dieser aus Francescos Website:
    faemina
    Oben am Rand sieht man die Galvanik ja in den Kessel laufen.
     
  10. #10 turriga, 29.11.2020
    Zuletzt bearbeitet: 29.11.2020
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    Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass die Heizungen unten am Kesselboden hängen, sei es durch einen letzten Kalkrand, der doch noch stehen geblieben ist oder auch durch das Verbacken der alten Dichtungen (oben/unten). Was möglich ist, dass man die Muttern bis ganz an den unteren Rand schraubt, die Maschine auf den Kopf stellt (zwingend mit Aussparung für das mittige Rohr zu Befestigung des Kesseldeckels), und unter Zuhilfenahme eines geeigneten Holzstückes (etwa Hammerstiel) durch den Standfußboden (ohne montierte Bodenplatte) dann leichte Schläge auf die Heizungsenden (mit Muttern) gibt.
    Nicht ganz ohne Risiko der Beschädigung, aber meist wirksam, nur mit den oben liegenden Heizungen auch beginnen (zuvor markieren).
    Wenn du dies Risiko scheust, mess die Heizungen einfach durch und sollten die Widerstände in Ordnung sein, dann nimm sie halt so in Betrieb. Ich möchte das alte Dichtungszeug immer raus haben, auch könnte es passieren, dass bei Verbleib am Ende diese doch nicht mehr ganz abdichtet und an dieser stromführenden Stelle ist so eine Undichtigkeit der denkbar blödste Ort, fängst dann nochmal fast von vorne an.
     
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  11. #11 partnerluck, 29.11.2020
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    Ja ich habe die Heizungen entfernt und werde sie in einer Schale nochmal weiter entkalken. Danke für die beiden hilfreichen Tipps.
    Die Heizungen funktionieren beide. Hab die Maschine vor dem Zerlegen mal gestartet.

    Ich sehe das mit den alten Dichtungen genauso. Bei meiner Pavoni hatte ich die Heizungsdichtung nicht getauscht und eines Morgens ist die Sicherung rausgeflogen rausgeflogen weil Feuchtigkeit im Gehäuse war. Die alte Graphitdichtung konnte ich in der Sandstrahlbox mit Walnuss Strahlgut rausblasen und die Heizung gleich mit entkalken. Bei der Faemina wollte ich den Fehler nicht wiederholen.

    Jetzt ist noch die Kolbenbuchse dran. Ansonsten ist schon alles zerlegt und wartet auf neue Dichtungen und eine "leichte" Politur.
    Die Maschine hab ich übers Internet gekauft und die Verchromung hat doch einige Putzspuren von den Vorbesitzern die ich versuche etwas aufzuarbeiten.
    Aber ist mir auch lieber als ein Frankenstein oder eine mit neuem Chrom.
     
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