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Favorite Muehlen

Dieses Thema im Forum "Mühlen" wurde erstellt von helges, 4. Januar 2017.

  1. Jupe

    Jupe Mitglied

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    ich meine nicht.
    Meines wissens sind die olympia Scheiben beide gleich groß, insbesondere bezüglich des Innendurchmessers und sie haben drei Löcher:
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  2. Alexsey

    Alexsey Mitglied

    Diese hier scheinen den ProM Scheiben ähnlicher zu sein. Allerdings auch mit drei Löchern.

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  3. Jupe

    Jupe Mitglied

    Beiträge:
    728
    Die Olympia ist eine schöne und wertige Mühle, aber sie kommt aus der Schweiz und ist deshalb zu teuer, und sie hat die falschen Mahlscheiben. Theoretisch kann man sie umrüsten, aber der Aufwand ist groß. Man muss neue Bohrlöcher bohren und Gewinde schneiden. Machbar für einen Feinmechaniker. Man muss aber bedenken, dass die proM für deutlich unter € 1000,- zu kaufen ist, die Olympia kostet € 1400,-.
    Grüsse
     
  4. Alexsey

    Alexsey Mitglied

    Es ging ja hier nicht, um die Olympia, sondern ob Ihre Scheiben in die Favorite passen. Das scheint so oder so nicht gegeben zu sein. Ist ja auch kein Problem. es gibt Scheiben für die Favorite. Und selbst mit den teuren Scheiben empfinde ich die Favorite immer noch als Schäppchen, für einen elektrischen Singledoser auf eventuell EK43 Niveau.

    Ich muss allerdings auch mal noch schauen. Auch wenn meine Welle soweit ich das sehe sehr sauber läuft, kann ich vielleicht mit dieser Anleitung zum Alignment aber auch noch mehr rausholen. Zumindest bei den gebrauchten Scheiben habe ich einen Bereich von etwa 1/10 Teilstrich (1 Teilstrich = 0,5 Mahlgradstufe), bis die Scheiben voll Schleifen. Wenngleich das auch sehr wenig ist (und nach dem Soundtest von Barista Hustle mein Alignment auch ziemlich gut ist).



     
  5. wiegehtlasanmarco

    wiegehtlasanmarco Mitglied

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    Hildesheim
    Sehr schöne Berichte und Bilder.
    Ich habe noch eine K30 in Gold als Familienerbstück, bei der ich mir die Mahlscheiben noch nicht angeguckt habe.
    So wie ich weiter vorne gelesen habe, hat sie anscheinend 50er Mahlscheiben.

    Wenn ich @mechanist in #33 richtig verstanden habe, gibt es für Serie 0 und 1 keine 50er Mahlscheiben mehr.
    Wie bekomme ich raus was ich für eine Serie habe? Wie viel Serien gab es eigentlich?
    Ich glaube ich sollte mir die Maschine einmal antun.
     
  6. Jupe

    Jupe Mitglied

    Beiträge:
    728
    Ich glaube das nicht. Das fein mahlen mit der EK 43 war nur mit den alten Mahlscheiben ein Problem, mit den neuen Mahlscheiben nicht mehr.
    Wenn es ein Problem mit der Planparallelizät gab, kann man das nicht durch modifizierten Schliff der Mahlscheiben ausgleichen.
    Bei 65 mm Mahlscheiben spielt das gar keine Rolle mehr. Die Mahlscheiben müssen zentriert sein. Das ist wichtig. Und sie müssen plan aufliegen. Das tun sie nicht mehr, wenn man an einer Stelle was unterlegt.
     
  7. Jupe

    Jupe Mitglied

    Beiträge:
    728
    Bitte Fotos einstellen.
     
  8. Alexsey

    Alexsey Mitglied

    Warum müssen sie Plan aufliegen? Es ist doch nur die Parallelität der Scheiben wichtig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Januar 2017
  9. mechanist

    mechanist Mitglied

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    Mit 0 und 1 sind die Typen gemeint. Wenn du eine K30 hast (hinten gibts ein Typenschild), hast Du das Mahlwerk
    aus den 1er Typen drin - mit 50mm Mahlscheiben. Auch erkennbar an dem Wählhebel für den Mahlgrad, der nicht
    die Abdeckung mit dem Skalenausschnitt hat wie die der Hebel der Typ 2. 50mm Mahlscheiben gibt es jede
    Menge, sie haben aber alle drei Löcher womit wir das oben angesprochene Problem haben...
    Entweder man rüstet die Mahlscheibenträger entsprechend um, oder wir eruieren den Bedarf und lassen
    mal passende Scheiben nachfertigen.
     
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  10. wiegehtlasanmarco

    wiegehtlasanmarco Mitglied

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    Hildesheim
    Jau, ich habe gemäß Typenschild eine K30 Solomühle in Gold (aus einem Gemischtwarengeschäft). Sieht eigentlich aus wie oben die Silberne, Fotos folgen noch.

    Ich meine auf den Bildern gesehen zu haben, dass die Mahlscheiben bei diesen Mühlen anscheinend nur mit zwei gegenüberliegenden Schrauben befestigt werden, auch wenn die Scheiben 4 Bohrungen haben.
    Als ich oben eruieren gelesen habe kam mir der Gedanke an "erodieren". Wenn tatsächlich nur zwei Löcher benötigt werden und die Mahlscheiben auf dem Markt den passenden Durchmesser des Befestigungskreises hätten, dann bräuchte man doch nur eine zweite Bohrung erodieren lassen. Ist garantiert günstiger als komplette Scheiben zu fertigen.
     
  11. mechanist

    mechanist Mitglied

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    Die Scheiben mit den 4 Bohrungen sind neuere Scheiben aus der MK Produktion, die glücklicherweise passen,
    aber eben nur bei den Typ 2 Mahlwerken. Die Originalscheiben von Favorite hatten meines Wissens immer zwei Löcher. Und natürlich kann man in den Träger bohren und ein Gewinde schneiden,
    das muss halt sehr präzise gemacht werden, ich habe das bis jetzt vermieden. Für Single Dosing ist die K30 eh schwierig, weil man anders als bei den Typen 1 und 2 den Nachfluss der Bohnen nicht stoppen kann, zumindest
    nicht ohne grössere Umbauten an der Mühle.
     
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  12. wiegehtlasanmarco

    wiegehtlasanmarco Mitglied

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    Hildesheim
    Den Vorschlag, den Träger mit den Löchern und Gewinden für anderweitige Scheiben mit 3 Bohrungen zu versehen, habe ich verstanden.
    Als gelerntem Metaller ist mir der Aufwand klar.

    Mein Vorschlag ist es, mittels Erodierverfahren (das geht auch bei gehärtetem Material) in die derzeit lieferbaren Mahlscheiben ein (oder zwei) zusätzliche Löcher nachträglich einzuarbeiten. Wenn der Lochkreis der Favorite Scheiben und der gewählten Scheiben gleich ist, braucht man ja nur ein Loch zusätzlich einbringen.
     
  13. mechanist

    mechanist Mitglied

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    Dann hast Du ein Loch, Du brauchst aber dann noch den Sitz der Schraube, der für die genau Position der
    Scheibe auf dem Träger zuständig ist. Und Du hast durch ungleich verteilte, ungenutzte Löcher ungleich
    verteilte Masse, sprich Unwucht, die irgendwann auf die Welle bzw. Lager schlägt.
     
  14. Sansibar99

    Sansibar99 Mitglied

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    Schöner Thread zu den alten Zwanger-Mühlen!

    Ich hab vor Jahren auch mal eine Favorite geschenkt bekommen:

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    Aber sie steht in der Ecke, nachdem ich die Drehgeschwindigkeit auf dem Typenschild gelesen habe: 6000 U/min !!! :eek:

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    [​IMG]

    Ich hatte sie nur mal kurz eingesteckt: Turbinensound wie bei der EC135 :D

    Aufgeschraubt oder ausprobiert habe ich sie dann nie. Habt ihr ne Idee, was da für Scheiben drin sind?
    Gelegentlich schau ich mal nach...
     
  15. mechanist

    mechanist Mitglied

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    Scheiben: 50mm. Jetzt haben wir ja fast alle (gängigen) Typen:
    Typ 0 war wohl für Privathaushalte gedacht, dann gab es Typ 1 (mache ich demnächst mal Fotos) und Typ 2.
    Das waren die Ladenmühlen mit 50 (1) und 65 (2)mm Scheiben jeweils mit niedrigem Gehäuse und Blech-
    behälter für Mahlgut, sowie mit hohem Gehäuse für die Tüten. Beide gab es auch als Kaffee-Doppelmühlen und
    in der Kombination mit Käsereibe, Giwürzmühle oder Rührwerk. Und dann gab es noch den Typ 3, das
    ging in der Mahlleistung schon Richtung Industriemühle, auch diesen gab es als Doppelmühle bzw.
    Kombination mit Käsereibe oder Gewürzmühle. Die K30 war wohl als Nachfolger des Typ 1 gedacht,
    die Technik ist jedenfalls gleich, die K60 als Nachfolger des Typ 2 - beide K-Typen waren wiederum
    als Doppelmühlen mit den o.g. Kombinationen erhältlich, aber nicht mehr als Kaffee-Doppelmühle.
     
  16. mechanist

    mechanist Mitglied

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    Hatte ich noch vergessen: Es gab bei einigen Typen im Lauf der Jahre noch unterschiedliche Bauformen der
    Gehäuse. Die bisher hier gezeigten Mühlen haben alle die "Urform" aus den fünfziger Jahren. Vom Typ 1 und 2 gab
    es später eine Serie mit anderem Gehäuse, ähnlich der EK23 von MK. Von der K30 und K60 gab es ebenfalls
    noch eine spätere Serie mit deutlich eckigerem Gehäuse.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2017
  17. mechanist

    mechanist Mitglied

    Beiträge:
    67
    Nachdem unser Sohn mich heute wieder in die Werkstatt gescheucht hat und es am aktuellen Projekt nichts zu tun gab (warten auf Teile), habe ich mir mal eine Favorit Typ 1 aus dem Lager geholt, die ich mal irgendwann als
    Teileträger erworben habe. Ich nehme sie mal als Beispiel für die Handhabung alter (Favorite)Mühlen.
    Es ist ein frühes Modell, erkennbar an dem Doppelschalter - die Typen 1 und 2 mit 220Volt haben einen bürstenlosen Wechselstrommotor mit zwei Wicklungen. Zum Starten werden beide Wicklungen gebraucht,
    zum Betrieb nur die Hauptwicklung. Die Hilfswicklung zum Starten wird bei sehr frühen Modellen manuell
    beim Erreichen der Nenndrehzahl abgeschaltet, bei späteren Modell passiert dies automatisch durch
    einen fliehkraftgesteuerten Schalter - diese Modelle haben keinen Doppelschalter mehr.
    [​IMG]
    Ich halte wenig davon, eine eben erworbene Mühle auszupacken und in Betrieb zu nehmen. Eine Begutachtung
    der Mahlscheiben alleine reicht nicht, um sich über den Zustand klar zu werden. Deshalb gehe ich in der Regel
    so vor:

    Zuerst schraube ich die Bodenplatte ab und sehe mir die Verkabelung an. Meinstens sieht das so aus:
    [​IMG]
    Zuleitung hat mal jemand erneuert, der Rest grenzwertig.

    Dann öffne ich das Mahlwerk und nehme den Pertinax-Mitnehmer raus, sofern vorhanden:
    [​IMG]

    Im besten Falle, wie hier, lässt sich dann der Mahlscheibenträger mit Vorbrecher von Hand rausziehen.
    Oft aber ist er fest, ich weiche ihn dann erstmal mit Caramba ein.
    [​IMG]
    Jetzt kann man den Zustand der Mahlscheiben und des Vorbrechers begutachten und einen ersten
    Test zum Zustand der Lager machen: Man dreht die jetzt freistehende Welle mit zwei Fingern an - läuft sie leichtgängig, geräuschlos und hat einen Nachlauf, sind die Lager wahrscheinlich noch brauchbar.
    Hier gab es keinen Nachlauf und ein Lagerrauschen - da wartet also Arbeit.
    Als nächstes nehme ich den Chromdeckel an der Motor-Rückseite ab und schraube die vier Schlitzschrauben
    ab, die den darunterliegenden Lagerkäfig mit dem Gussgehäuse verbinden.
    [​IMG]
    Dann klopfe ich vorsichtig mit einem Kunststoffhammer auf das Wellenende der Mahlwerksseite -
    dadurch wird die Welle samt Rotor und hinterem Lagerkäfig schrittweise aus dem Gehäuse getrieben.
    [​IMG]
    Wie vermutet und jetzt deutlich spürbar, sind beide Lager verschlissen. Der Rotor hat infolge längerer
    feuchter Aufbewahrung Flugrost angesetzt (auf dem Foto schon nicht mehr zu sehen, da hatte ich ihn
    schon mit einer Messingbürste gereinigt). Auch im Gehäuseinneren findet sich Flugrost und der nette
    Kaffeestaub der Jahrzehnte.
    [​IMG]
    Nimmt man eine solche Mühle ungeprüft in Betrieb, fliegt die Flugrost-Kaffeepartikelmischung im Inneren
    umher und verursacht irgendwann wohlriechende Kurzschlüsse.
    Übrigens ist Gewaltanwendung bei diesen Mühlen zu vermeiden, ich benutze nach Möglichkeit nicht
    einmal einen Metallhammer, da die Gussteile der Mühle sehr empfindlich sind.
    Wies weitergeht und wie man die Lager wechselt, kommt in der Fortsetzung...
     
    cup29, Alexsey, helges und 3 anderen gefällt das.
  18. Jupe

    Jupe Mitglied

    Beiträge:
    728
    @mechanist ich glaube, dass Du ein Mechanist bist. Danke!
    Grüsse
    Jürgen
     
  19. Grosser

    Grosser Mitglied

    Beiträge:
    658
    Gibts denn nun irgendein Modell, das mit den passenden Mahlscheiben (MK Kenia?) ausgerüstet für Brühkaffee geeignet ist und evtl eine Verbesserung zur MK Guatemala darstellt?
    Letztere besitze ich, aber der WAF (women acceptance factor) ist nicht sonderlich hoch ;)

    Gesendet von meinem Redmi Note 3 mit Tapatalk
     
  20. Jupe

    Jupe Mitglied

    Beiträge:
    728
    Die Guatemala hat bimodale Mahlscheiben, also für Brühkaffee nicht optimal.
    Alle Favorites mit 65er Mahlscheiben mahlen unimodal, so wie auch die Kenia Mahlscheiben, die ja in der Guatemala lab verbaut sind und in die Favorites reinpassen.
     

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