Filterpapier Frage

Diskutiere Filterpapier Frage im Brühkaffee Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, ich bin noch recht neu im Forum und trinke seit kurzem gebrühten Kaffee von Kleinröstern und bin begeistert. Ich habe mir eine...

  1. #1 imagesfrugales, 15.04.2016
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    Hallo zusammen,

    ich bin noch recht neu im Forum und trinke seit kurzem gebrühten Kaffee von Kleinröstern und bin begeistert. Ich habe mir eine French Press besorgt und wenn Mahlgrad, Menge und Brühzeit zum verwendeten Kaffee passen, schmeckt er mir hervorragend. Da fehlt mir aber noch etwas Erfahrung.

    Ich mag aber auch sehr gerne klassischen Filterkaffee und habe ein Problem mit den Filtertüten. Egal welchen Kaffee (billig bis teuer) ich benutze, egal wie gemahlen (Mahlgrad, selber- oder vorgemahlen), egal welchen Filter oder welche Filtertüte (ich hab sie alle durch), es bleibt immer ein "See" unten im Filter, der einfach nicht ablaufen will.

    Es gibt 2 Ausnahmen: eine zurechtgefaltete Gastro-Filtertüte von Melitta (Pyramidenfilter 202s), reinweiß ohne Porengedöns, und zurechtgefaltetes und passend geschnittenes Küchenpapier(!). Mit beiden erziele ich die besten Ergebnisse und einen Kaffee, der mir hervorragend schmeckt. Der Kaffee läuft gleichmäßig durch, lässt m.E. Öle recht gut durch und es sind trotzdem sehr wenig Schwebeteile im Kaffee. Dies schafft kein im normalen Handel erhältliches Filterpapier. Ich habe direkt bei Melitta nachgefragt. Die Antwort war leider völlig nichtssagend und ging nicht mit einem Wort auf meine Frage ein.

    Nun, ich habe keine Hightech-Tüten für 8 Eur/100 Stück probiert und werde dies auch nicht tun. Auch die Gastro-Tüte ist rel. teuer und passt nicht ohne Gefummel in normale Filter. Aber es kann doch eigentlich nicht sein, dass alle normalen Tüten so abk...en im Vergleich zu Küchenpapier von der Rolle?

    Gruß - if
     
  2. #2 Aeropress, 15.04.2016
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    Dein Problem ist einen Mühle die zu viel fines produziert, was auch egschmacklich negativ ist und eben auch den Filter verstopft. Aufgusstechnik spielt auch eine Rolle. Hast Du mal ein Bild vom Filter nach dem brühen.
     
  3. #3 imagesfrugales, 15.04.2016
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    Vielen Dank, Chris. Die Fines spielen wohl eine Rolle, aber ich habe vorher normalen, gemahlenen Supermarktkaffee gekauft und seit ein paar Jahren das gleiche Problem. Nach meiner Erinnerung hatte ich das Problem mit den einfachen weißen Tüten früher nicht, aber die gibt es ja nun so gut wie nicht mehr. Und die weißen Gastro-Tüten funktionieren ja auch nach wie vor problemlos. Die Markentüten mit dem Porengedöns empfinde ich als einen schlechten Marketing-Gag.

    Hier noch ein Foto von heute nachmittag, mit meiner alten Braun-Mühle gemahlen. Ich bezweifle, dass es zur Erhellung beiträgt. Der Kaffee lief problemlos durch die Küchenpapiertüte wie er soll und war sehr lecker (Ruanda Inzovu).

    also: weiße Gastro-Tüte oder Küchenpapier - alles bestens
    alle anderen Tüten: nicht oder langsam ablaufender See im Filter. Egal welcher Kaffee, egal von wem und wie gemalen.

    [​IMG]
    Kaffeesatzlesen
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  4. #4 Aeropress, 15.04.2016
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    Welchen Filterhalter benutzt Du, schonmal einen anderen probiert, wieviel Pulver auf wieviel Wasser nimmst Du und wie lange läuft das durch. Der Menge nach scheinst Du ne einzelne Tasse zu brühen, schonmal an die Aeropress gedacht. Hario V60 wäre auch ein Filtersystem das durch die große Abflussöffnung und sehr dünne Japanfilter da helfen könnte.
     
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  5. #5 domo, 15.04.2016
    Zuletzt bearbeitet: 15.04.2016
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    "Gastrotüten" haben keine "Aromaporen", sondern sind aus einem durchgängigen Material. Selbes Prinzip gilt AFAIK auch für die Tüten von Hario, Chemex und Kalita.
    Die Idee von diesem Porenmaterial ist, dass durch diese auch größere Verbindungen - wie Lipide - in den Kaffee gelangen können, welche ann den Geschmack beeinflussen.
     
  6. #6 imagesfrugales, 15.04.2016
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    Nochmals danke, Chris. Ich benutze normale Haushaltswaren, so z.B.2 einfache Plastikfilter, einen mit 1, einen mit 2 Löchern. Damit filtere ich direkt in einen Becher 300 ml, bis zu einem Liter in die Thermos. Über die Höhe des Wasserspiegels im Filter kann ich Menge und Durchlaufgeschwindigkeit bestimmen und komme konstant auf ca. 2 1/2 Minuten Brühzeit. Das ergibt mit den Küchenpapier-Filtertüten einen köstlichen, blumigen Kaffee. Ohne ausspülen, ohne vorwärmen, ratzfatz. Ich werde mit dieser für mich gut funktionierenden Improvisation wohl weitermachen.

    Hario et al. sind nicht so mein Ding. Die sind sicher gut, aber ich bin nicht so fürs Esotherische und kaufe fürs Geld lieber guten Kaffee.

    Was mich ärgert ist, dass es die Papierqualität der Gastro-Tüten nicht mehr als normale Tüten gibt. Wenn mein Hirn nicht völlig vermatscht ist, gab es mal jahrzehntelang nichts anderes und die haben super funktioniert. Da hat man kein Brimborium gemacht und es hat funktioniert und geschmeckt. Heute muss es dieser Marketing-Schwachsinn sein, der nicht funktioniert.

    Aeropress: werde vielleicht mal eine ausleihen, aber an Bedienkomfort ist m.E. ein Handfilter nicht zu überbieten. Und morgens vor der Arbeit bin ich für ein Kaffeezeremoniell eh nicht zu haben.
     
  7. #7 imagesfrugales, 15.04.2016
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    PS: ich nehme ca. 60 g/l Kaffee.
     
  8. #8 Aeropress, 15.04.2016
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    Ja das passt soweit alles, nur warum sollte ein Hario was mit Esoterik zu tun haben :), die sind weder teurer als ein Melitta Porzellanfilter und wenn sie Dein Problem lösen hat es realen Nutzen. Die Hariofilter sind viel zarter als etwa Melitta und die große Öffnung sorgt für hohe Fließgeschwindigkeit der man mit feiner mahlen entgegen wirken muss. Dadurch noch bessere Extraktion und je feiner man eh mahlt desto weniger machen sich fines negativ bemerkbar. Das ist alles ganz real und nix mit Esoterik. ;) Die Aeropress hätte widerum den Vorteil der machen fines kaum was aus und man hat trotzdem wenig Prütt in der Tasse, schmecken tut ein Aeropresskaffee auch noch super (wenns die Bohne hergibt) und der Experimentierfreude sind mit dem Teil kaum Grenzen gesetzt, hat auch alles nix mit Esoterik zu tun sondern sind reale Eigenschaften. :)
     
  9. DF3DD

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    Letztlich verstehe ich aber doch die Frage nach vernünftigen Tüten für einen vorhandenen Melitta-Halter. Mir ist es kürzlich selbst so gegangen: Da wollte ich weiße Filtertüten 1x4 holen, und im Supermarkt gab es außer braunen Marken- und No-Name-Tüten nur Melitta „Classic“ mit verschiedenen Porenzonen. Na ja, habe ich dann mal ausprobiert, aber bei diesen Tüten läuft unabhängig von kleinen Variationen im Mahlgrad (mit der Baratza Encore habe ich die Stufen zwischen 16 und 20 (von 40) durchprobiert) das Wasser im unteren Bereich deutlich langsamer durch.

    Mich nervt das, und deshalb würde mich ebenfalls interessieren, welche weißen 1x4-Tüten man außer diesem Porenzonen-Blödsinn bekommt und welche davon empfehlenswert sind. Einen intakten, bisher tadellos funktionierenden Porzellan-Filterhalter gegen eine andere Marke auszutauschen, halte ich jetzt auch nicht für die Ideallösung, da würde ich eher wieder braune Tüten nehmen.
     
  10. #10 imagesfrugales, 17.04.2016
    Zuletzt bearbeitet: 17.04.2016
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    Danke DF3DD,

    ich fühle mich verstanden. Bezeichnenderweise war ja die Antwort des "Porenzonen-Blödsinn"-Machers auf meine Anfrage absolut sinnfrei. Dabei produziert Melitta mit den weißen Gastro-Tüten ganz hervorragendes Papier, wovon ich mich persönlich zuhause mit meinen Methoden überzeugen konnte. Leider nicht mehr in den richtigen Größen für übliche Haushaltsfilter und zu horrenden Preisen. Warum gibt es wohl für den Gastrobereich keine Aromaporen-Filter* sondern nur einfache reinweiße wie sie jahrzehntelang auch für normale Haushalte produziert wurden? *Die würde ein Betrieb nur ein einziges mal ordern und dann nie wieder. Meines Wissens gibt es für haushaltsübliche Filter derzeit leider keine vernünftigen Tüten.
     
  11. #11 imagesfrugales, 17.04.2016
    Zuletzt bearbeitet: 17.04.2016
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    Apropos "esoterisch": damit meine ich nicht das Brühergebnis, sondern die abgehobene und kaum nachvollziehbare Preisgestaltung. Nee, stimmt auch nicht ganz, die Preisgestaltung ist schon nachvollziehbar. Wenn der Marktführer nur marketinggesteuerten Schrott anbietet, kann man ja als Kleinhersteller mit Kultstatus mal das Minimax-Prinzip umsetzen.

    Im Zweifel bleib ich einfach beim umständlichen, aber gut funktionierenden, reinweiß gebleichten Küchenpapier. 204 Blatt - äh Tüten - für 1,39 :p
     
  12. #12 Aeropress, 18.04.2016
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    Lass das doch einfach mal mit der Esoterik :), schau mal der V60 Porzellanhalter (19,90) ist keinen Cent teurer als ein Melitta (original) Porzelanhalter, also wo ist das Esoterik. Was teurer ist sind die Filter, und es ist eben produktionstechnsich auch keine Esoterik ob Du xxl Millionen Filter oder nur ein paar 100 Tausend im Jahr produzíerst. Daß die Großserie da erheblich billiger ist ist doch völlig nachvollziehbar. Und wos ja nun drauf ankommt Du bist ja nicht zufrieden mit der Großserie, also was nützt der günstigere Preis. Alles was Du verlangst erfüllen die V60 Filter bestens und sicher auch besser als Dein Küchenkrepp wo Du nichtmal weißt ob da nicht Stoffe drin sind die Du nicht haben willst. Und die V60 Filter kann man für 7 EUR kaufen (wenn man doof ist) oder auch für knapp 4 EUR 100 Stück. 4 Cent V60 zu 1, irgendwas Cent Melitta pro Kanne besseren Kaffee ist für Dich Esoterik?

    Ansonsten funktionieren bei mir die Melitta Porenfilter auch einwandfrei, ich hab aber auch ne vernünftige Mühle für Filter und man kann sich ja einem Filter auch ein wenig anpassen im Arbeitsablauf, z.B. die Höhe auch mehr ausnutzen wenns oben besser läuft, statt sich nur auf die Mitte zu konzentrieren. ;) Hast Du schonmal die Gourmet mild probiert, die sind etwas dünner als die normalen und haben unten mehr Poren. Ah verstehe zu teuer äh Esoterik. :)

    Aber Deine Sache wenn Du Dich lieber mit schlechten Kompromissen abplagen willst nur weils ein bisschen billiger ist. Finde aber nicht angebracht den Geiz dann als Esoterikallergie zu verkaufen. :)
     
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  13. #13 schraubohne, 18.04.2016
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    finde ich zb sehr erhellend, da du mit der schlagmessermühle nur bei exakt gleicher mahldauer vergleichbares mahlgut bekommst.
    aus dem hier interpretiere ich, daß das nicht gegeben ist.
    dann hättest du mal mehr mal weniger fines und einen weiteren parameter, auf den du achten kannst auf der suche nach dem weg zum persönlich perfekten kaffee.

    und wenn dir die papierrollen ein gutes ergebnis zeitigen, ich finde das hat stil.
    aber überlappen die sich nicht beim einlegen in den filter und extrahieren dann asymmetrisch?
    das ist ein vorteil bei den harios mit ihrer kegelform...

    sofern dann alles gut läuft, kannst du immer noch eine modifikation der filterlöcher in betracht ziehen, aufbohren, welche ergänzen etc.
     
  14. DF3DD

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    Alles richtig, und man lernt ja auch einiges über die Prozesse bei der Kaffeezubereitung, wenn man experimentiert (abgesehen davon, dass es Spaß macht).

    In meinem Fall habe ich das aber schon durch, und durch die genannten Melittafilter hat sich das Ergebnis wieder zum Negativen verschoben. Mir stellt sich das jetzt so dar: Wenn ein bestimmtes Setup bisher funktioniert hat und die gewünschten Resultate brachte, nach Veränderung eines einzigen Faktors (Filtertüte) aber nicht mehr funktioniert, dann ist genau die Stelle identifiziert, an der Korrekturbedarf besteht. Natürlich könnte ich jetzt auch die Aufgusstechnik oder die Wassertemperatur variieren oder in einem noch breiteren Spektrum mit Mahlgraden experimentieren – aber lohnt sich das, um sich einer typischen Ingenieurserfindung wie diesem Mehrzonenfilter anzupassen? Dann verändere ich eher die bereits identifizierte Stellschraube, die ja offenbar einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Geschmack hat – Abnehmer, an die man angebrochene Filtertütenpackungen dieser Größe verschenken kann, finden sich im Umkreis immer, das ist ja auch kein wirklicher Kostenfaktor.
     
  15. Cognac

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  16. #16 schraubohne, 18.04.2016
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    es lohnt sich immer, seinen kaffee zu verbessern. nur hat jeder mensch seine grenzen, welcher aufwand dafür akzeptabel ist.
    muß man bei filterkaffee nicht auch bei jeder neuen bohnenmischung oder sorte die parameter anpassen und verfeinern?
     
  17. DF3DD

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    Klar, verbessern lohnt sich immer, da rennst Du bei mir offene Türen ein. Die Anpassung an neue Bohnensorten macht auch immer Freude.

    Aber mit ungewissem Ausgang einem billigen Zubehör hinterherarbeiten, das erst einmal für Verschlechterung gesorgt hat? Meine Motivation hält sich in Grenzen.
     
  18. #18 schraubohne, 18.04.2016
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    dem zubehör ist nichts zu schwör. dann ändert oder verändert man es, bis es zu einer verbesserung führt, klar.
    wäre mir jetzt mal wieder interessant, was threadersteller @imagesfrugales dazu meint.
     
  19. #19 imagesfrugales, 19.04.2016
    Zuletzt bearbeitet: 19.04.2016
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    Danke für den ganzen Input, nun auf einer breiteren Basis. Dass ich nicht innerhalb weniger Tage von grundlegenden Neuigkeiten berichten kann, hat ganz profane Gründe. Ich kann schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht in ein paar Tagen 5 verschiedene Mühlen oder anderes Zubehör beliebig ausprobieren. Die Portokasse gibt das einfach nicht her. Wer 100 Hario-Tüten für 4 Ocken (Versand inkl.?) bezieht, darf gerne eine "Unterhaltung" anfangen, wenn er/sie/es die Bezugsquelle nicht öffentlich posten möchte. Ich habe aber auch kein Problem damit, "dumm" zu sterben. Es gibt ja immer noch Küchenpapier.

    Meine alte Braun-Mühle ist übrigens eine mit Kegelmahlwerk, aber meine kleine Noname-Handmühle (wohl einer der vielen Hario-Klone) mahlt schon besser, sprich homogener. Dafür mahlt man sich für Filterkaffee einen Ast ab mit dem Ding. Eine wahrscheinlich gut erhaltene "Omamühle" ist im Zulauf, bin ja mal gespannt. Früher war alles besser? Bestimmt nicht, aber bei diesem Thema bin ich mir unsicher.

    Das soll alles nicht zu negativ klingen, ganz im Gegenteil. Ich habe bisher hier im KN viel gelesen und - hoffentlich - auch ein bisschen was gelernt, was guten Kaffee angeht. Danke dafür. Selbst die "billigste" SaoPaulo-Mischung vom örtlichen Kleinröster (sehr lecker) im Küchenpapierfilter ist um Welten besser als jeder Kaffee im Melitta-Filter. Ich werde aber das Gefühl nicht los, dass früher mal guter Filterkaffee einfacher war, als der Marktführer noch ordentliche Tüten anbot. Das er das im Gastrobereich noch heute tut, die Qualität aber dem normalen Verbraucher aus offensichtlichen Marketinggründen nicht mehr anbietet, erzürnt mich immer mehr. Und die alten Branchenriesen hatten wohl auch mal deutlich besseren Kaffee im Angebot. Und Foren wie dieses haben ja auch eine Blitzableiterfunktion. Manchmal tut es gut, sich einfach mal auszukotzen. Da muss sich keiner auf die Füße getreten fühlen. Außer unfähigen Marktführern.

    Wir werden alle täglich so oft verarscht, aber ich mag es überhaupt nicht, wenn es mir auffällt.
     
  20. #20 Aeropress, 19.04.2016
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    Hier gibts die Filter http://woytonroastinc.de/zubehoer/hario-filterpapier/ z.B., Versand incl. wäre da wohl ein bisschen viel verlangt auch für Nichtesoteriker :), aber man braucht ja auch mal Kaffee. Und nur zur Sicherheit ohne V60 Dripper nützen dir die allein natürlich noch nichts, in Melitta Filterhalter passen die nicht, die könnten mangels großer Öffnung deren Vorteile auch eh nicht nützen..
     
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Filterpapier Frage

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