FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

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  1. pingo

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    Moin!

    Erst heute fiel uns dieser Artikel in der FR auf (letzte Woche erschienen), er greift einen seit langem geführten Konflikt auf welcher typisch für die Geschichte unseres Produktes ist.

    Neumann in Uganda
    Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert


    Ein Kaffeehändler wirbt mit Nachhaltigkeit, aber für eine Plantage in Uganda wurden hunderte von Kleinbauern brutal vertrieben. Jahre später könnten die Bauern doch noch zu ihrem Recht kommen, aber der Widerstand wird gefährlich.


    [​IMG] Bitterer Beigeschmack: Kaffee von Neumann (Symbolbild).
    Foto: Michael Schick

    Kaffee von der ugandischen Kaweri-Plantage wird bei Dallmayr im Premiumsortiment „Grand Cru“ vermarktet. „Das Aroma-Bouquet erinnert an würzigen Zimt und dunkle Schokolade“, so bewirbt der Münchner Delikatessen-Händler die Espresso-Bohne Turaco. Mit ihr komme „die dunkle Seele Afrikas in die Espresso-Tasse“.

    Für viele Kleinbauern der Region Mubende in Zentral-Uganda hat das einen ganz bitteren Beigeschmack. Die Geschichte der 2001 gegründeten Kaweri-Plantage – ein Tochterunternehmen des Hamburger Kaffee-Konzerns Neumann – ist ein dunkles Kapitel ihres kargen Lebens.


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    Die Widersacher
    Die Neumann Kaffee Gruppe (NKG) mit Sitz in Hamburg ist einer der führenden Rohkaffee-Konzerne mit insgesamt 47 Unternehmen in 28 Ländern. Ihr Marktanteil an der globalen Kaffee-Nachfrage liegt nach eigenen Angaben bei zehn Prozent.
    Die Kaweri Coffee Plantation im ugandischen Distrikt Mubende ist Teil der Neumann-Tochter NKG Tropical Farm Management. Für die Kaweri-Plantage ließ Ugandas Regierung 2001 rund 400 Kleinbauern-Familien vertreiben.
    Fian (Food First Informations- und Aktions-Netzwerk) setzt sich dafür ein, dass alle Menschen frei von Hunger leben und sich ernähren können. Die Nicht-Regierungs-Organisation unterstützt die Kleinbauern von Mubende in ihrem Kampf um Entschädigung und finanziert auch die in dieser Woche geplante Landvermessung.


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    Um Platz für die 2500 Hektar große Kaweri-Farm zu schaffen, ließ Ugandas Präsident Yoweri Museveni vor elf Jahren rund 400 Kleinbauern samt Familien vom Militär vertreiben. Die Soldaten knüppelten, zerstörten Hütten wie Felder, damit Konzern-Chef Michael R. Neumann wenige Tage später mit Museveni den Grundstein der Plantage legen konnte.

    Brutaler Fall von Landgrabbing

    Für die Menschenrechtsorganisation Fian, welche die Bauern im Kampf um ihr Recht unterstützt, handelt es sich um einen brutalen Fall von Landgrabbing. Fian beklagt: Bis heute bekamen die etwa 2000 Vertriebenen weder für den Verlust ihres Besitzes noch für die extreme Not, in der sich viele seither befinden, eine Entschädigung.

    Seit 2002 prozessieren die Kleinbauern gegen den ugandischen Staat und das Neumann-Tochterunternehmen Kaweri. Das Verfahren zieht sich hin. Mehrfach wechselten die Richter. Neumann ließ wiederholt Verhandlungstermine platzen.

    Ein neuer Anlauf scheiterte in Kampala erst vergangenen Mittwoch. Die Kaweri-Anwälte lehnten den vom Obersten Gerichtshof Ugandas neu eingesetzten Richter Anup Singh Choudry mit Hinweis auf seine Vergangenheit ab.

    Der Jurist hatte im Jahr 2000 in London wegen Betrugs in Asylverfahren die Zulassung als Anwalt verloren. Choudrys Vorgängerin im Kaweri-Prozess hatte den Fall Ende 2011 mit der Begründung abgegeben, sie fühle sich als Richterin dem Druck nicht gewachsen, den Fian mit der Kampagne für die Kleinbauern erzeuge.

    Neumann spricht von "rechtmäßigem Eigentum"

    Im Streit um die Entschädigung geht es vor allem auch um die Frage von Landrechten. Kleinbauern können zwar oft keine Landtitel vorweisen, besitzen aber, weil sie meist seit vielen Jahren auf ihren Parzellen ackern, ein Gewohnheitsrecht, das nach ugandischem Gesetz sogar vererbbar ist.

    Doch Neumann interessiert offenbar nicht, unter welchen Umständen das Land der Farmer für die Großplantage frei wurde. Das Areal, auf dem Kaweri tätig sei, „ist rechtmäßiges Eigentum der Uganda Investment Authority (UAI) und von dieser für 99 Jahre an Kaweri verpachtet“, teilte der Kaffee-Konzern auf Anfrage der Frankfurter Rundschau mit.

    Die klagenden Kleinbauern aber wollen jetzt beweisen, dass Kaweri sich über diese gepachtete Fläche hinaus in der Nachbarschaft rund 500 Hektar widerrechtlich angeeignet hat. Für einen Teil dieses Landes besitzt die bald 80-jährige Bäuerin Anna Nandyose Katende sogar einen registrierten Landtitel, der der Frankfurter Rundschau vorliegt.

    Eine Vermessung des Geländes, mit der die Kleinbauern ein Ingenieurbüro beauftragt haben, soll in dieser Woche den Landraub dokumentieren. Dafür müssen Grenzsteine lokalisiert und ausgegraben werden. Fian ist besorgt, dass der Konflikt dabei eskalieren könnte. „Es hat Drohungen gegen mich gegeben“, sagte der Sprecher der klagenden Bauern, Peter Kayiira, am Freitag im Gespräch mit dieser Zeitung.

    Er will sich von der Aktion dennoch nicht abhalten lassen. „Ich hoffe, dass die Polizei uns schützt.“ Fian hat vorsorglich die UN-Sonderbeauftragte für Menschenrechtsverteidiger, Margaret Sekaggya, über die Anfeindungen informiert und Neumann schriftlich aufgefordert sicherzustellen, dass Kayiira keine Gewalt angetan wird.

    Reagiert hat der Kaffee-Konzern darauf bislang nicht. Der FR erklärte Neumann lediglich, die Besitzverhältnisse seien eindeutig, ein Betreten der Kaweri-Plantage zur Vermessung des Grundstücks daher nicht erforderlich. Die Nachfrage, ob Kaweri die Sicherheit Kayiiras garantieren könne, blieb unbeantwortet.

    "Nachhaltiges Wirtschaften"

    Ausführlich dagegen schilderte das Hamburger Unternehmen seine Prinzipien „nachhaltigen Wirtschaftens“. Ökologische und soziale Kriterien würden streng beachtet. Die Kaweri-Plantage habe Jobs gebracht, der Zugang zu Elektrizität, medizinischer Versorgung und Schulbildung die Lebensqualität der Menschen erhöht. Zudem beliefere Kaweri zwei Dörfer mit Frischwasser.

    Fian-Expertin Gertrud Falk räumt ein, dass sich die Strom- und Wasserversorgung für einige Menschen verbessert habe. Wenn das Wasser auch nicht stetig fließe. Viele Bauern aber könnten sich seit der Vertreibung nicht mehr richtig ernähren und kein Schulgeld aufbringen.

    Die Zahl der Kinder, die auf weiterführende Schulen gehen, sei stark zurückgegangen. Und die medizinische Versorgung bestehe im Verteilen von Kopfschmerztabletten.

    „Wir werden nicht locker lassen“, sagte Falk. „Die Vertreibung ist durch nichts zu rechtfertigen und ein eklatanter Verstoß gegen Menschenrechte und nationale ugandische Gesetze.“
     
  2. 'Ingo

    'Ingo Mitglied

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Danke für die Infos, mutig sie hier selbst zu kommentieren, wichtig um aufzuklären!
    Hoffe das Thema lebt diesmal länger....
     
  3. kri

    kri Mitglied

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    @pingo

    auch von meiner seite danke.

    habe vor einiger zeit leider auch einen artikel gelesen ( müsste ich suchen), wo dokumentiert wird, auf welch großem fuß mitarbeiter von fair getradeten nahrungsmitteln leben.

    nein, der artikel war nicht von nestle gesponsort.

    gruß

    kri
     
  4. pingo

    pingo Mitglied

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Moin kri!

    Interessiert mich sehr mit der fair trade Abzocke!

    Auch wir begegnen auf unseren Reisen durchaus kritikwürdigen Akteuren des "fairen" Handels...

    ping
     
  5. #5 baumkaffee, 14.04.2012
    baumkaffee

    baumkaffee Mitglied

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    vielen DANK pingo für die informationen !!!
    Gruß
    Hubie
     
  6. #6 haddock69, 19.04.2012
    haddock69

    haddock69 Mitglied

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Schließe mich an - Danke!
    ;-)

    Grüße,

    Gerhard
     
  7. Kahve

    Kahve Mitglied

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  8. pingo

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Danke! In den letzten Tagen wurde in vielen seriösen Zeitungen auch über das diesbezügliche Versagen unseres zuständigen Ministers ausführlich berichtet...
     
  9. jutta

    jutta Mitglied

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Kannst Du mir vielleicht mal helfen, welcher Minister 2001 im Amt war?

    Gruß Karlheinz
     
  10. pingo

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Nö, ich meine auch den aktuellen Minister Niebel und sein diesbezügliches "Engagement"....
     
  11. #11 Dale B. Cooper, 20.08.2013
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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Spannender Bericht! Übel sowas..

    Grüße,
    Dale.

    Ich will gar nicht wissen, wieso "jutta" "Karlheinz" heißt.. :D
     
  12. jutta

    jutta Mitglied

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Dann werde ich mir den Beitrag mal bis zu Ende anhören, damit sich mir das Versagen von Herrn Niebel erschliesst. Auf den ersten Blick dachte ich, der arme Mann hat ja nun wirklich nichts mit den Ereignissen aus 2001/2003 zu tun.

    Prinzipiell könnte man natürlich als "ethisch" korrekter Röster auch auf die Zusammenarbeit mit der Neumann Gruppe verzichten.

    Da ich mir aber unlängst bei der "Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg" (ist bei Caligo Coffee ums Eck) "Landraub" von Stefano Liberti beschafft habe und es dort um ein ähnliches Thema in Äthiopien geht - was dankenswerter Weise nicht Kaffee betrifft - komme ich zu dem Eindruck, dass die Länder teilweise auf die Deviseneinnahmen scharf sind und das Thema "Vertreibung" eher als kollateral Schaden betrachtet wird. Dann ist es natürlich etwas doppelzüngig einerseits vom Investor (der wie im Bericht dargelegt "Land frei von Rechten Dritter" pachten wollte) eine Pacht und eine Entschädigung zu verlangen.

    Was das vermeiden einer Zusammenarbeit mit der Neumann Gruppe betrifft, weiss ich natürlich, das dass nicht so einfach ist. Einerseits sind sie groß, was aber auch Präsenz in den Kaffeeländern und Zugriff auf herausragende Qualitäten bedeutet. Und es gibt das Gerücht, dass Neumann bzw Töchter auch Direct Trade Aktivitäten von kleineren Röstern logistisch unterstützen.

    Damit wir uns richtig verstehen, das soll nicht rechtfertigen was in den Entwicklungsländern geschieht, aber manchmal ist die Welt nicht einfach schwarz/weiß, auch wenn es um Afrika und Europa geht.

    Gruß Karlheinz
     
  13. #13 torrefacto, 23.08.2013
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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Vielleicht funktioniert es in Uganda ähnlich wie in Lateinamerika. Habe einige Freunde die dort Geschäfte machen, und sie sagen mir, dort ist ein Vertrag etwa so viel Wert wie das Papier, auf dem er geschrieben ist.
    Vielleicht ist Neumann auch einfach vom Vorbesitzer und den Ugandischen Politikern über den Tisch gezogen worden. Andererseits weiss eine Firma, welche sich mit Kaffeehandel beschäftigt, über diese Dinge Bescheid, sonst verständen sie ihr Geschäft nicht. Daher sollten sie auch wissen, dass eine schriftliche Bestätigung dass alles i.O. sei gerade in solchen Ländern (wenn überhaupt irgendwo) nichts taugt.
    Nichts ist schwarz/weiss, aber man kann nicht behaupten, dass sie viel unternommen hätten, diese Sauerei zu verhindern.
     
  14. #14 UriStefan, 02.09.2013
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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Ist ja bald Wahl und man hat die Gelegenheit, endlich mal nicht eine der Blockparteien zu wählen in der Hoffnung daß es besser wird. Gibt allerdings auch nur eine Alternative...
    Na möge jeder sich gut informieren (wegen der Kritik an unserem Landwirtschaftsminister) und die richtige Wahl treffen!

    Dann noch fair gehandelten Kaffee mit nachvollziehbarem Weg zu uns kaufen und am besten selber rösten ((-:

    Man kann schon was tun!

    Gruß

    Stefan
     
  15. #15 dharbott, 04.09.2013
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    Danke.
     
  16. jutta

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    AW: FR-Artikel: Wie ein deutscher Kaffee-Konzern Landraub ignoriert

    Da ich da nicht so bewandert bin, kannst Du mir mal die "Blockparteien" benennen. So wie ich die Lage sehe, gibt es den "Block" SPD/Grüne und den anderen CDU/CSU/FDP

    Das wird dann als Einzige mit Chancen auf den nächsten Bundestag "Die Linke" sein, die ja nun gerade aus der Blockpartei SED hervorgegangen ist. Du siehst mich ratlos.

    Bisher war es ja der "Entwicklungshilfeminister", wobei ich da nicht verstanden habe warum Niebel geprügelt wird, wo das Ganze durch unter einer SPD Ministerin stattfand. Aber wieso jetzt der deutsche Landwirtschaftsminister schon für Afrika zuständig ist? War vor 70 Jahren vielleicht der Plan, hat glücklicherweise nicht funktioniert.

    Die Frage ist doch, warum Fairgehandelt so teuer ist, die Pflanzer bekommen einen Aufschlag von 20 UScents/lb bei einem Minimum Preis von 140 UScents/lb. Das bedeutet aktuell 23 UScents/lb oder knapp 0,4 €/kg (roh) oder 0,45 €/kg geröstet. Da der Kaffee im Laden meist ca. 1 €/500g teurer verkauft wird, gibt es eine Menge Fragen, wo das Geld bleibt.



    Nun sind bei diesem Thema sicher die wirtschaftlichen Verhältnisse recht ungleich (Neumann gegen mittellosen Bauer ohne Land), gleichwohl glaube ich, dass man mit der schwarz/weiß Betrachtung nicht weiterkommt. Als wir letztes Jahr in Tanzania waren, hatte ein Bekannter einen Verkehrsunfall. Über die Schuldfrage hatte er sich keine Gedanken gemacht - der Weiße.

    Dass der Staat Uganda sich nicht verantwortlich fühlt und bei ihm keine nennenswerte Entschädigung zu holen ist, kann einen Richter dort schon dazu verleiten, den der Nutzen aus dem Land zieht, mit in die Verantwortung einzubeziehen.

    Trotzdem sehe ich beim besten Willen nicht, warum dieser Bericht meine Wahlentscheidung beeinflussen soll. Keine SPD wählen? weil die zuständige Ministerin (die wahrscheinlich mit dem Thema nicht befasst war), nicht intervenierte.

    Wäre aber nett, wenn das Ergebnis wäre, dass die Menschen wieder auf ihr Land dürften und der Vertrag mit Neumann rückabgewickelt wird und Neumann für seine Investitionen und erwarteten Gewinne entschädigt würde. Stellt sich dann die Frage von der Regierung Ugandas oder aus dem Etat von Herrn Niebel?

    Gruß Karlheinz
     
  17. #17 UriStefan, 05.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.2013
    UriStefan

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    Gelöscht
     
  18. #18 domimü, 05.09.2013
    domimü

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    Jetzt geht es also mit Guerilla-Marketing für eine politische Splittergruppe los. Zum Kotzen!
     
  19. #19 cafePaul, 06.09.2013
    cafePaul

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    das wäre ja noch nicht einmal das schlimmste.
    die grösste ironie besteht darin, dass in einem thread, in dem es um benachteiligte geht, eine rechte partei als lösung suggeriert wird.
    was rattenfänger aus diesem spektrum tatsächlich verursachen, konnte man schon oft genug beobachten.
     
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