Frage Funktionsweise Dualboiler

Diskutiere Frage Funktionsweise Dualboiler im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo die Runde, da hab ich nun gegoogelt, gelesen und geforscht und noch immer Fragen. Vielleicht kann mir ja wer Durchblick verschaffen. Bei...

  1. Wasu

    Wasu Mitglied

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    Hallo die Runde,

    da hab ich nun gegoogelt, gelesen und geforscht und noch immer Fragen.
    Vielleicht kann mir ja wer Durchblick verschaffen.

    Bei einem Dualboiler, wenn der Dampfkessel nachgefüllt wird, drückt ja sozusagen die Pumpe gegen den Dampfdruck Wasser hinein.
    Wie wird gewährleistet dass genau in dem Moment kein Dampf zurück gegen die Pumpe drückt? Ist da ein Rückschlagventil vorgeschaltet? Pumpe läuft, Ventil öffnet und sicherheitshalber wird die Pumpe etwas vor der Ventilöffnung zum Dampfkessel gestartet?

    Frage zum Brühwasserkessel.
    Wenn der Bezug gestartet wird drückt ja die Pumpe das Heißwasser Richtung Siebträger und drückt sozusagen gleich Kaltwasser nach in den Kessel? Ich versteh`s nicht........

    Und die Umschaltung von Wasser Richtung Dampfkessel bzw. beim Bezug zu Brühwasserkessel erfolgt mit einem 3 Wegeventil? Zwei Kessel, eine Pumpe...wie erfolgt die Umschaltung?

    Kann mir das bitte wer erklären? Ach, wie einfach zu verstehen war das bei meiner Quickmill mit dem Thermoblock........

    Danke,
    Wasu
     
  2. sumac

    sumac Mitglied

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    schon nach explosionszeichnung dualboiler geguckt?
     
  3. Wasu

    Wasu Mitglied

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    Guter Hinweis :) ich guck mal.
    Bisher hab ich nur Funktionsweise Dualboiler, Aufbau Dualboiler und Funktionsschema Dualboiler gegoogelt.....
     
  4. #4 silverhour, 21.10.2017
    silverhour

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    Vereinfacht ausgedrückt ist eine Dualboilermaschine ja "nur" eine Einkreisermaschine plus Dampfboiler wie beim Zweikreiser. Entsprechend sind die Aufbauten.

    Zwischen Pumpe und Dampfboiler ist i.d.R. eine Magnetventil gesetzt, so daß der Zugang zum Boiler erst beim Starten der Pumpe geöffnet wird. Der Pumpendruck ist höher als der Druck auf dem Boiler, daher kann kein Dampf bzw. Wasser zur Pumpe zurück laufen. Ein etwaiger kurzer Moment, den die Pumpe zum Druckaufbau braucht, hat praktisch keine Auswirkungen.

    ??? Was gibt es da nicht zu verstehen? Es muß nur in die richtige Reihenfolge gebracht werden: Die Pumpe pumpt Kaltwasser* in den Brühboiler, das "Zuviel" an Boilerwasser wird hierdurch mit dem gleichen Druck in die Brühgruppe und in den Siebträger weiter gedrückt, so daß es zum Bezug kommt. Beim Bezug steht also der gesamte Boiler unter 9bar - 11bar Druck.
    (* bei einigen DB Maschinen läuft das Kaltwasser vorher durch einen HX im Dampfboiler und wird so vorgewärmt).

    Die Umschaltung erfolgt über eine Magnetventil: Beim Kaffeebezug wird der Zugang zum Brühboiler geöffnet, wenn die Wasserstandssonde "Tiefstand" meldet wird der Zugang zum Dampfboiler aufgemacht.
     
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  5. Wasu

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    Vielen Dank erstmal, jetzt wird mir vieles klarer, bis auf folgendes.
    Die Pumpe pumpt Kaltwasser in den Brühboiler usw., soweit versteh ich deine Erklärung. Aber es müsste dann ja sofort auch die Wassertemperatur sinken, da regelt man gradgenau und beim Bezug kommt gleich Kaltwasser nach und zerstört die Temperaturstabilität?
    Wie wird das verhindert? Ist da strömungstechnisch was eingebaut? Abgesehen von den Maschinen die einen HX vom Dampfkessel nutzen........

    Danke!
     
  6. #6 silverhour, 21.10.2017
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    :D Das ist das Kernproblem von Einkreisern und damit auch von Dualboilermaschinen: Rein bauartsbedingt gibt es keine Temperaturstabilität, beim Bezug fällt die Temperatur zwangsläufig ab. Eigentlich. Uneigentlich kann dies durch ein paar Tricks bzw. die Kombination mehrerer Tricks so abgemildert werden, daß praktisch kein erwähnenswerter Temperaturabfall mehr zu spüren ist: Vor allem wären da große Boiler, die kleine Kaltwassermengen "wegtolerieren", vorgewärmtes Wasser aus einem HX und natürlich leistungsstarke Heizungen mit intelligenter Steuerung wie z.B. einem PID.
     
  7. Wasu

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    Dann hoff ich mal, dass meine neue Maschine einen HX hat, leistungsstark und intelligent ist. :D
    Vielen Dank für die Erklärungen, soweit ist mir alles klar! :cool:

    Jetzt mach ich mich mal auf die Suche im Netz ob in der Synchronika ein HX verbaut ist......
     
  8. #8 higgs_muc, 21.10.2017
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    Durch Masse, Volumen und oder Einleiten des Kaltwassers an der richtigen Stelle (nicht gerade da, wo das Wasser Richtung Brühgruppe fließt...
     
  9. #9 Kaspar Hauser, 21.10.2017
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    Je nach Kesselgröße tut sie das auch. Deshalb ist ein großer Kessel mit besser für die Temperaturstabilität.
     
  10. #10 higgs_muc, 21.10.2017
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    Soweit ich weiß, hat die Synchronika keinen HX zum vorwärmen. Klassischer Dualboiler mit E61-Gruppe. Wenn es um Intrashotstabilität geht, sollte bei der Maschine die massive Brühgruppe das wegbügeln.

    Warum machst Du Dir eigentlich so einen Kopf um die theoretische Betrachtung. Du hast doch die Synchronika und wenn der Espresso schmeckt, ist doch alles gut
     
  11. #11 Aeropress, 21.10.2017
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    Idealerweise ist Zulauf und Ablauf möglichst weit auseinander, so daß das was abläuft kaum durch das was zuläuft beeinträchtigt wird. Zudem ermitteln die Hersteller einen Offset der ausgleichend wirkt und wenn gut gemacht auch stimmt. D.h. das was dir das PID anzeigt ist nicht die wahre Kesseltemperatur sondern eine korrigierte die die Abkühlung des Wassers auf dem Weg von Kessel zur Brühgruppe schon miteinbezieht und idealerweise dann am Ausgang der Gruppe genau die Temperatur hat die das PID auch anzeigt. Was auch in der Regel näherungsweise stimmt, ein paar Zehntel Grad Abweichung auch je nach Außentemperatur kann es schon haben hat aber keine Relevanz, nicht von der Größenordnung und erst Recht nicht wenn das Verhalten im Tagesabblauf immer gleich ist, die Reproduzierbarkeit macht es aus nicht ob die Temperatur aufs Zehntel Grad genau stimmt. Solange Du weißt was welche Temperatur bewirkt reicht das, ob die nun tatsächlich die angezeigten 93° oder áuch mal nur 92° sind hat da eher nur statistischen Wert.

    Von was man sich aber eben nicht irritieren lassen darf ist daß während des Bezugs durch das nachlaufende Kaltwasser das PID deutlichen Temperaturabfall anzeigt jenachdem wo im kessel der Sensor sitzzt mehr oder weniger stark, die stimmen in dem Moment aber nicht mehr mit dem überein was vorne gerade rauskommt, das Wasser das in dem Moment aus der Brühgruppe kommt (dort sitze kein Temp. sensor) stammt noch vom voll aufgeheizten Wasser das rausgedrückt wird. Die PID Werte samt Offset stimmen nur (näherungsweise) bei aufgeheiztem Kessel VOR dem Bezug aber nicht mehr während. Ist natürlich trotzdem klar bei Winzkesseln bricht die Bezugstemepratur schon mit Länge des Bezuges eher und mehr ein als bei etwas großzügiger dimensionierten, gleichzeitig sollte es auch nicht zu groß sein sondern dem Trinkverhalten angepasst, ich sag mal wenigstens einmal am Tag sollte man den Kesselinhalt auch umsetzen können um nicht ständig mit Altwasser zu brühen, insbesondere wenn man Kupfer oder Messingkessel hat.
     
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  12. Wasu

    Wasu Mitglied

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    Vielen Dank, darauf zielte meine Frage auch ab, ein Temperaturabfall ist mir nämlich aufgefallen.

    Der Espresso schmeckt, die Bezüge sind gleichmäßig, alles gut also.
    Trotzdem will ich die Technik dahinter verstehen, ist vermutlich eine Berufskrankheit von mir....... ;)

    Danke nochmal für die tollen Antworten!
     
  13. hawi

    hawi Gast

    Wie die Technik im Prinzip funktioniert, kann man schön in dem Schaubild einer Expobar Brewtus sehen, das ich bei home-barista.com geklaut und um die Dampfausgabe erweitert habe:
    [​IMG]
    Der rote Punkt an der Verzweigung hinter der Pumpe ist das oben schon erwähnte Magnetventil. Damit wird das Wasser beim Bezug Richtung Brühwasserkessel und Brühgruppe geleitet, und wenn der Dampfkessel nachgefüllt werden muss, dann eben dort hin. Im Dampfkessel ist der Wärmetauscher zu sehen, mit dem bei der Brewtus das Frischwasser vorgewärmt wird, bevor es in den Brühboiler geleitet wird. Das führt dazu, dass der PID max. 1°K Temperaturdifferenz beim Bezug anzeigt. Bei Maschinen ohne diesen Wärmetauscher, bei denen das kalte Frischwasser direkt in den Brühboiler geleitet wird, werden das dann natürlich ein paar °K mehr sein, je nach Kesselgröße.
     
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  14. Wasu

    Wasu Mitglied

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    Vielen Dank für die Erklärung!
     
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