Funktionsweise einer Espressomaschine?

Diskutiere Funktionsweise einer Espressomaschine? im Grundsätzliches Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo Zusammen, ich bin noch relativ neu hier, soeben habe ich meine gute, alte Faema compact renoviert und Dank dieses Forums hier war das...

  1. #1 Franzcoffee, 25.11.2018
    Franzcoffee

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    Hallo Zusammen, ich bin noch relativ neu hier, soeben habe ich meine gute, alte Faema compact renoviert und Dank dieses Forums hier war das überhaupt möglich. Es gibt zwar noch einige Wehwehchen, aber ich bin zuversichtlich, dass ich das auch noch in den Griff bekomme, bis die Gute wieder so richtig gut funktioniert, bzw. zum erstem Mal so richtig gut funktioniert. ;-)
    Auf der Suche nach weiterer Erleuchtung würde ich gerne aber auch einmal grundsätzlich verstehen, wie die ganzen Ventile, Kessel, Fühler, Wasserstandsmesser usw. zusammenarbeiten. Ich habe jetzt zwar eine Maschine komplett zerlegt, gereinigt und wieder zusammengesetzt, aber ich bin technisch einfach viel zu nietenmäßig unterwegs, um das auch zu verstehen, was ich da gemacht habe.
    Ich begreife, dass da ein Festwasseranschluss ist, den ich auf- und zudrehen kann. Von dem geht das Wasser in den Entkalker. Von da läuft es wieder raus und dann in die Pumpe. Von da durch die Vibrationspumpe und von da wieder raus und dann geht es los mit meinen Verständnisproblemen. Ein T-Stück taucht auf und plötzlich wurden aus einer Leitung zwei. ;-) Eine geht über einen Bypass zurück Richtung Pumpe, der zweite läuft in den Ventilblock. Warum ist das alles so? Gibt es hier im Kaffee-Netz einen Thread der die Funktionsweise erklärt? Also, da ist ein Ventil, das macht dies und das. Wenn das Wasser heiß wird, passiert jenes. Da ist ein Magnetventil? Um Gottes Willen.. Und schon verstehe ich nur noch Bahnhof.. :) ;-)
    Ich bin jetzt 50 und Familienvater, ich schäme mich nicht, mich als Dummjan zu outen, der hier Verständnisprobleme hat.. Oder gibt es Literatur, die man empfehlen kann? Ich würde das alles gerne besser verstehen, was in meiner Kaffeemaschine passiert, denn dann würde ich vermutlich auch besser in der Fehlersuche sein, wenn was muckt.
    Wenn es wirklich der Fall sein sollte, dass es eine dementsprechende Grundsatzanleitung über die Funktionsweise einer Espressomaschine hier nicht gibt, wäre ich sehr, sehr dankbar, wenn diese vielleicht einmal entstehen würde. Vielleicht untergliedert nach Einkreisern und Zweikreisern (was ist das schon wieder?) oder in Festwassermaschinen und solchen mit Tank usw. usf...
    Andererseits bin ich mir natürlich bewusst, dass das hier ein Freizeit-, Hobbynetz ist. Freilich hat niemand den Anspruch solche Wünsche auch erfüllt zu bekommen, ich als Neuling erst recht nicht. Deshalb dieses Beitrag bitte nur als Vorschlag und Idee betrachten. Alles gut.. ;-) Ich freue mich jedenfalls über entsprechende Antworten und Hilfe. :)
    Und last, but not least: Ich finde dieses Forum so schon absolut mega!!!
     
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  2. #2 Wrestler, 25.11.2018
    Wrestler

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  3. joost

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    Magste nicht erstmal mit einer Pavoni anfangen? :rolleyes:

    Ich mutmaße mal: Du hast da eine der höherwertigen Maschinen mit einer Druckbegrenzung; Die Pumpe liefert Wasser, das ist ihr Job. Der Druck baut sich dann im Mahlgut auf, und zwar abhängig vom Widerstand im Puck. Deshalb ist ja auch hochwertiges Mahlgut mit guten physikalischen (Widerstands)eigenschaften so wichtig. Die optimale Extraktion der Aromen ist um die 9 bar, d.h. Du musst so mahlen / füllen, dass der Widerstand entsprechend ist. Soweit klar?
    Gut.
    Was passiert, wenn der Widerstand zu hoch ist? Der Druck würde über 9 bar gehen, immer höher soweit die Pumpe es schafft (15 bar ist Standard), dein Puck reisst dann vielleicht; von außen gesehen passiert erstmal gar nix, dann mühsame Tropfen, dann rauscht Plörre durch oder der Puck bleibt so stabil betoniert, dass die Pumpe irgendwann mal aufgibt.
    Und dafür hast Du jetzt ein Überdruckventil zwischengeschaltet. Ab 9 bar geht das Wasser wieder zurück, um die Pumpe zu schonen und dem User vor der Maschine zu sagen: "Alter, viel zu viel / zu feines Pulver - nachbessern bitte" - weils nämlich nur noch müde tropft. Der Hauptanteil des gelieferten Wassers geht wieder zurück zum Absender.
    Hört sich gut an, oder?
    obs passt, weiss ich jetzt nicht mal so genau, ich hab nicht so kompliziertes Zeux :)
     
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  4. #4 S.Bresseau, 26.11.2018
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    Maschinen unterscheiden sich sehr stark, es kommen verschiedene Lösungen zum Einsatz. Beispielsweise kann der Druck über verschiedene Mechanismen geregelt werden.

    Technische Zusammenhänge werden hier immer wieder mal auf Nachfrage erklärt, aber ich kenne kein umfassendes online-Kompendium. Hier im Forum wäre der falsche Ort. Im Printbereich wird man vermutlich eher fündig.

    Ein guter Einstieg ist das kaffeewiki.de. Da werden verschiedene Maschinenypen zumindest aufgezählt, und für die meisten Begriffe wie Magnetventil gibt es recht ausführliche und meist ziemlich gute Artikel.
     
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  5. #5 Cappu_Tom, 26.11.2018
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    Eben, du bist ohnedies schon mitten drin :)
    Ein 'Kompendium' das alle deine Fragen beantwortet, wird es infolge der Vielfalt wohl kaum geben - aber vielleicht kommen da ja noch Literaturhinweise.

    Ansonsten würde ich sagen:
    Wiki wurde schon genannt, gut für eine grobe Übersicht.
    Ausgehend von deiner Maschine kannst du dich ja schrittweise durch die einzelnen Komponenten arbeiten: KN und andere Foren (z.B. Home Barista) samt den oft hilfreichen weiterführenden Links. Aber auch Threads zur Fehlersuche, Mods oder Restaurierung an ähnlichen Maschinen können hilfreich sein. Zu den Einzelkomponenten gibt es bei den (Fremd)Herstellern neben den Datenblättern oft hilfreiche Hinweise zu Aufbau und Funktion. Bei Maschinenherstellern und Ersatzteillieferanten finden sich Immer wieder Explosionszeichnungen und Schaltpläne.
    Wenn nicht, dann ist es sehr hilfreich für die eigene Maschine den Wasserlaufplan sowie den Schaltplan heraus zu zeichnen und anhand dessen die Funktion der Maschine nachzuvollziehen. So lassen sich auch gewisse elektrotechnische Grundfunktionen erfassen und die eine oder andere Messung durchführen.

    Mit etwas Geduld - Ende nie ;) - nimmt das Puzzle dann doch immer mehr Gestalt an und die Nebel lichten sich, wenn du eben Neugierde und Freude mitbringst. Dennoch wird es immer wieder Überraschungen geben!
    Aber mit den wichtigsten Grundlagen gerüstet wirst du hier bestimmt leichter allfällige Unterstützung finden!
     
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  6. #6 Franzcoffee, 26.11.2018
    Franzcoffee

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    Hallo joost,
    das hört sich verdammt gut an! :) :) Das ist genau die Art Erklärungen, die ich liebe! :) Das ist ungefähr so, wie wenn man Brennholz macht. Da Baum, Holz! Kleinmachen, trocknen, dann Ofen, dann: Warm! Haha..., nein, ganz im Ernst, genauso muss das erklärt sein, dann leuchtet mir das ein. Danke!
    Auch Eure Vorschläge, S.Bresseau und Cappu_Tom, werde ich beherzigen! Auch die "handwerkliche" Methodik, mal was nachzuzeichnen, ist ein sehr guter Hinweis, da wird doch vieles verständlicher.
    Ich bin gespannt, wo mich diese Reise noch hinführt. Ich sehe mich schon in irgendwelche Cafés sitzen und nervös werden, wenn ich künftig ein Geräusch höre, das eine Kaffeemaschine nicht machen sollte... Soll ich dann sitzenbleiben und das Gehörte ausblenden oder aufstehen und das Weite suchen? Oder einfach mal abwarten, was das Personal macht? :) :) :D
     
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  7. joost

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    .. viele Kaffeenetzler werden an dieser Stelle nervös, weil sie sich recht sicher sein können, dass das teure Getränk, das sie gleich bekommen, den eigenen Ansprüchen schon lange nicht mehr genügt :p
     
  8. #8 Melitta, 26.11.2018
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    Den Bypass haben eigentlich alle Maschinen mit Vibrationspumpe. Er schützt die hinter der Pumpe liegenden Bauteile vor zum hohem Druck. Es wäre schließlich nicht so angenehm, wenn da plötzlich was aufreißt und sich das heiße Wasser einen freien Tag nimmt. Bei den normalen Einkreisern geht der Bypass drucklos zurück in den Tank, den es bei Festwasser ja nicht gibt. Der Bypass öffnet auch, wenn man die Einkreiser mit gefülltem und entlüfteten Kessel aufheizt und das Wasser durch termische Expansion den Kessel unter Druck setzt. In dem Zustand kann man recht gut ablesen, auf welchen Druck der Bypass eingestellt ist.
     
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  9. #9 wiegehtlasanmarco, 26.11.2018
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    Die beschreibung von LSM samt Bildern stellt die Funktion gut dar:
    http://up.picr.de/11952533tj.pdf

    Nr. 10 ist Rückschlagventil und Bypass in einem Gehäuse
     
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  10. #10 Franzcoffee, 26.11.2018
    Franzcoffee

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    Hey, was ist das für eine coole Anleitung? Da wird ja richtig viel erklärt... Wenn ich das alles gelesen habe, was ihr hier an Tipps einstellt, kann ich ja bald meinen Espresso-Doktor machen. :)
     
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