Gaggia America Mühle

Diskutiere Gaggia America Mühle im Restaurierungen und Raritäten Forum im Bereich Maschinen und Technik; Ich bin gerade dabei, eine Gaggia America Mühle zu reinigen, die mich diese Woche erreicht hat. Die Mühle ist nicht ganz vollständig: die...

  1. kafin

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    Ich bin gerade dabei, eine Gaggia America Mühle zu reinigen, die mich diese Woche erreicht hat. Die Mühle ist nicht ganz vollständig: die Siebträgergabel fehlt leider, der Bohnenbehälter auch und der Tamper ist verbogen. Aber auch so ein Mühlenfragment sieht ganz nett aus. Unschlüssig bin ich beim Lack. Eigentlich wollte ich ihn erhalten. Aber er hat schon viele Fehlstellen. Was meinen die Vertreter des Erhalts der Patina dazu?

    [​IMG]

    Ganz sicher bin ich nicht, ob der Lack original ist. Den Farbton würde ich als bronzefarbenen Hammerschlaglack bezeichnen. Ich kenne Fotos anderer Mühlen, wo der Farbton mehr ins goldene geht und ohne Hammerschlageffekt. Gab es da unterschiedliche Varianten?

    Welches Werkzeug benötigt man, um den eingepressten Mitnehmerstift aus der Welle zu pressen?

    [​IMG]

    Wenn es sein muss, bleibt er drinnen. Dann wird der Motor eben nicht demontiert. So schlecht wirken die Lager nicht, wenn man die Welle von Hand dreht, dass man sie unbedingt tauschen müsste.

    Ist es ratsam, zu versuchen, den lädierten Tamper gerade zu biegen oder ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man damit den Zustand verschlimmbessert?

    [​IMG]
     
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  2. TimTom

    TimTom Mitglied

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    Ach du hast sie also ;)! Glückwunsch!

    Also ich hab mich bisher erfolgreich dagegen verweigert die Lackierung zu erneuern obwohl es bei meiner Mühle an manchen Stellen auch böse aussieht.
    Der Tamper ist amüsanter Weise ebenso verbogen wie deiner, evtl soll das ja so :D

    Ich bin der Meinung dass es eher die original Farbe ist, die intensiveren Goldtöne sind da vermutlich die neu lackierten, sieht eben auch toll aus!

    Beim Bolzen kann ich dir nicht helfen, meine schnurrt und da guck ich dann lieber gar nicht erst rein - zumal sie damals zum neu Wickeln beim Fachmann war.
     
  3. #3 mechanist, 27.11.2018
    mechanist

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    Auch ich würde die Lackierung lassen, es ist ziemlich schwer, diese alten Hammerschlaglackierungen im Farbton und in der Optik beim Neulackieren zu
    treffen.
    Die Lager wurden mit Sicherheit schon mal gewechselt, es ist offensichtlich ein vollgekapseltes Lager und der Beschriftung nach neueren Datums.
    Wenn es keine Geräusche macht, würde ich es drin lassen. Der Stift könnte auch mit einem Gewinde eingeschraubt sein.
     
  4. kafin

    kafin Mitglied

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    Ich habe mich am Wochenende ebenfalls dazu entschlossen, die Lackierung zu erhalten. Die Verchromung des Wellblechmantels und des Dosers ist in einem, wie ich finde, sehr guten Zustand. Trotz der angeschlagenen Lackoberfläche ist der Gesamteindruck der Mühle gut. Inzwischen habe ich das Puzzle weitgehend wieder zusammengesetzt. Vorhin habe ich den Schalter zerlegt, geputzt und die metallischen Kontakte mit Stahlwolle etwas gereinigt.


    Wer weiß. Die Quote der Gaggia-Mühlen mit verbogenem Tamper liegt bei mir bei 66,7 %, also zwei von drei Mühlen.

    Ich habe mir das Teil nochmal angesehen und befürchte, dass man es kaum hinbekommt, den Tamper wieder gerade zu biegen, so dass dies gut aussieht. Auf der Seite mit dem Stehlbolzen hat man keine Möglichkeit, den Tamper vernünftig zu klemmen, weil das Teil unten geschwungen ist. Den Stehbolzen könnte man natürlich nehmen. Der hat das ja schon mal ausgehalten. Irgendwie ist mir das aber unsympatisch.

    Hmm. Nach meinem Verständnis muss der Bolzen raus, wenn man den Motor bzw. den Rotor ausbauen will, sonst kann man das obere Kugellager doch gar nicht von der Welle abziehen. Den Rotor müsste man nach unten aus dem Stator ziehen. Das oberer Kugellager sieht so aus, als wäre es von oben eingebaut. Mir ist nicht klar, ob es in einer geschlossen Lagerschale sitzt oder ob die Bohrung für das Lager nach unten offen ist und man den Rotor samt oberen Kugellager nach unten abziehen könnte. In diesem Fall würde der Bolzen tatsächlich nicht stören, wenn man den Rotor ausbauen will, weil das Lager dann auf der Welle bleiben könnte. Akademische Gedanken. Ausbauen wollte ich den Rotor ja nur, um die Lager zu tauschen und dafür müsste der Bolzen auf jeden Fall raus.
     
  5. kafin

    kafin Mitglied

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    Ein gekapseltes Lager zu finden, hat mich auch etwas gewundert. Aber ich habe keine Ahnung, wie lange es so etwas schon am Markt gibt.
     
  6. #6 ezlbaak, 28.11.2018
    ezlbaak

    ezlbaak Mitglied

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    Von den Macdobars bspw. kenn ichs so, dass der ganze Karsumpel einfach mit einem Gummihammer nach unten ausgeschlagen werden kann. Also ganz ohne Abzieher oder irgendwas. Der Stift müsst dann natürlich raus. Meist eigentlich nur ein Konus, den du mit einem passenden Ausschlag prima rauskriegst (ich würd ausserdem das äussere Stiftende vorher mit Nagellack markieren, dann weisst du nachher gleich wieder, wie der Stift reinkommt). Ein Mensch hält die Mühle, der andere schlägt mit Gefühl auf die Welle, geht ruckzuck. Bevor ich's vergess: Müsstest natürlich zuallererst auch die Muttern bei den Stiftschrauben lösen, mit denen der untere und obere Gehäuseteil zusammengehalten werden. Sonst geht gar nichts. Vorausgesetzt, ich hab das von den Fotos her richtig interpretiert (sonst gerne mehr Fotos vom Ganzen, damit man ein wenig mehr sieht).
     
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