Gaggia: brauche hilfe - Was ist schlecht an alu-boiler?

Diskutiere Gaggia: brauche hilfe - Was ist schlecht an alu-boiler? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo, nochmal der etwas unwissende italiano... Bin heute den ganzen Tag durchs Internet geiirt. Bin mir ziemlich sicher geworden, dass ich...

  1. #1 italiano, 14.03.2004
    italiano

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    Hallo,

    nochmal der etwas unwissende italiano...

    Bin heute den ganzen Tag durchs Internet geiirt. Bin mir ziemlich sicher geworden, dass ich nun eine Gaggia haben möchte...

    allerdings gibt - zumindest für mich - die Herstellerseite nicht viel informationen her :cool:

    Darum ein paar Fragen:

    So wie ich das hier im Forum gelesen habe, sind die Maschinen ja alle vom Innenleben recht baugleich.

    Haben alle aktuellen den großen Messing-Siebträger?

    Zum Thema Boiler habe ich nichts gefunden auf der Herstellerseite.

    Haben alle diesen Alu-Boiler, oder haben manche schon einen hochwertigeren?
    Ist durch einen Alu-Boiler ein großer Qualitätsunterschied zu Maschinen mit Edelstahlboiler erkennbar?

    Wie sieht es mit Wartung und Haltbarkeit aus? Halten Alu-Boiler?

    Vielen Dank!!!
     
  2. #2 Gaggia_User, 14.03.2004
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    also italiano alle Gaggia siebträgermaschinen ausser der Ts
    haben die Gleiche Brühgruppe und somit auch die gleichen Siebträger und den 140ml Aluboiler. Der Aluboiler ist aussen beiheizt was die richtige Temperatur ein wenig zum Glückspiel macht da auch die Termostaten aussen in das Aluminium geschraubt sind. Alu hat den nachteil das die Passiviserung
    zwar gegen Ph neutrale Elemte als Korrosionsschutz ausreicht aber bei Säuren wie z.b. Zitronensäure Entkalker kann es zu Korrosion kommen also sollte die Maschine auf jeden Fall mit einem Wasserfilter betrieben werden um ihr häufiges Entkalken zu ersparen. Zweiten hat aluminum leider im Gegensatz zu Kupfer keine Toxische Wirkung daher sollte der Boiler von zeit zu zeit auf dampftemperatur erhitzt werden um einer Verkeimung vorzubeugen. Das Dampfventil der Gaggias ist von sehr billiger Statur und tröpfelt in der Regel schon als Neuteil vor sich hin und die Gaggias sind mit 1450Watt ein echter Stromfresser aber für Vibrationspumpen Maschinen recht leise
     
  3. #3 Alex_xpress, 14.03.2004
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    Hallo,

    also wenn man sich die beiden Gaggia-hp anschaut: gaggia.de und gaggia.it(ist informativer), fällt auf daß z.b. die TS nur in Germany zu den Haushaltsmaschinen zählt und in Italien zu der Kommerziellen Linie.
    In Italien würde sich kaum jemand so ein Teil in die eigene Küche stellen... :D
    Wer es schon gesehen hat, es gibt eine nette kleine Handhebelmaschine ! Soll allerdings miserabel verarbeitet sein.

    Kupfer bzw. verbindungen sind nur in größeren Mengen toxisch.Eher könnte man von einer Gesundheitsschädigung durch Aluminium aussgehen. IMHO sind auch hier die Mengen extrem gering.
    Schlimm sehen oftmals ältere bzw. verkalkte Alu-Kessel aus, diese sind im Gegensatz zu Kupfer/Messingkesseln nicht für die Ewigkeit gebaut.
    Nutze ab+an eine 11 Jährige Gaggia CC. Dies läuft immer noch einwandfrei, hat im Vergleich zu den neueren 200 Watt weniger und ist einfach nicht totzukriegen.
    "Daß man einer Verkeimung vorbeugen soll "???Der Heißwasser-thermostat geht zumindest bis 107 C.

    Leider haben einige der gaggias am Siebträger einen 2-er "KunststoffAuslauf" und auch sonst recht viel Kunstoffteile.

    Ein Manko ist der kleine kessel und wenn du öfter Cappuchino trinkst , lohnt sich eine 2-Kreismaschine oder ein separater Cappucinatore.
    Leider ist die Gaggia CC mit einem Neupreis von 360 Euros, recht teuer geworden, im Vergleich zu anderen 1-Kreisern geht dies aber immer noch.
    Alex



    Edited By Alex_xpress on 1079293738
     
  4. #4 Gaggia_User, 14.03.2004
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    ich habe auch alte mit 1250Watt die ist bis auf die Tatsache das sie Gaggia-typsich rostet nicht tod zu kriegen......
    die toxische Wirkung bezog sich auf Algen und Mikroorganismen ich finde die Gaggia Classic Coffee für 360€ viel zu teuer aber für ab und zu einen Espresso ausreichend
     
  5. Elbe

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    Algen und Mikroorganismen im Boiler? Wie soll das denn bei einer Maschine, die regelmäßig betrieben wird, angehen?

    Man kann es mit der Paranoia auch übertreiben! Daß Enthärtungsfilter Brutstätten für Keime sind und bereits nach kurzer Zeit total versifft sind, das scheint hingegen keinen der Filterpropagandisten zu stören.

    Martin
     
  6. #6 knurrfrosch, 15.03.2004
    knurrfrosch

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    Hi!

    @Elbe
    Wenn du mal einen alten, schlecht gewarteten Gaggia-Boiler aufmachst, wirst du die Paranoia verstehen. Die Dinger werden von innen irgendwann graugrün und sehen aus wie ein umgekippter Teich. Kann mir aber trotzdem nicht vorstellen, dass da irgendetwas überlebt, was der Gesundheit abträglich ist, zumal die Kisten ja ständig extrem heiß werden.

    Gaggias sind, eben wegen ihres Aluboilers, etwas anspruchsvoller bei Wartung und Pflege. Also Entkalken mit Zitronensäure ist nicht drin, weil sie das Material angreift. Und gelöste Aluminiumteilchen im Kaffee müssen nicht sein. Aber entkalken und reinigen musst du ne Gaggia schon recht oft, meine gebrauchte war jahrelang ungewartet und das hat sich nach kurzer Zeit gerächt. Nur dass du dafür eben den originalen Gaggia-Entkalker oder etwas inhaltsgleiches nehmen solltest.
    Gewartet und gepflegt allerdings sind die Dinger nicht totzukriegen, und die meißten Verschleißreparaturen kann man selbst machen, zumal die Teile nicht sehr teuer sind.
    Ich würd als Einsteigermodell jederzeit wieder ne Gaggia empfehlen, wobei ich auf die kleineren Modelle setzen würd. Metallgehäuse und Magnetventil rechtfertigen m.E. nicht den Aufpreis der CC z.B. gegenüber der Evolution.

    Gruß
    Frank
     
  7. Elbe

    Elbe Mitglied

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    Daß sich im Inneren des Aluminiumboilers im Lauf der Zeit eine Mischung aus Hydroxidschicht und Kalkablagerungen bildet, ist mir klar. Auch wenn ich es nicht gesehen habe, kann ich mir schon lebhaft vorstellen, daß das eklig aussieht. Aber: Das sind *anorganische* Reaktionen!

    Daß der Aluboiler an sich unschön ist, gebe ich auch zu, und mir ist das auch nicht sehr lieb, daß Gaggia die verbaut. Haltbarkeit generell recht gering, Widerstand gegen Säure gering, gegen Lauge gleich Null.

    Aber es hieß in diesem Thread, man müsse des öfteren auf Dampf hochfahren, da ansonsten Leben in den Kessel käme. Und das ist nun wirklich Mumpitz und Paranoia. Und dann im gleichen Atemzug die Keimschleuder Wasserfilter empfehlen, deren wichtigste Eigenschaft darin besteht, aus keimfreien Wasser stark keimhaltiges zu machen! Nochmal: Auch ohne auf Dampftemperatur hochzuheizen überleben keine Keime, Algen oder sonstige Lebewesen die Boilertemperaturen.

    Wie oft man entkalken muß, ist von der Karbonathärte abhängig, da ich hier in Wolfsburg extrem weiches Wasser habe, dürfte das Jahre dauern, bis eine Entkalkung fällig wird. Wer weniger gut dran ist, für den ist ein Aluboiler schon ein größeres Problem.

    Deine Ausführungen zur Preispolitik sehe ich ähnlich.

    Martin
     
  8. #8 knurrfrosch, 16.03.2004
    knurrfrosch

    knurrfrosch Mitglied

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    Hi Elbe,
    so hatte ich das auch gemeint. Es ist mir schon klar, dass aus dem Aluminium keine Kleinstlebewesen schlüpfen. Ich meinte nur, dass man, wenn man einen geöffneten alten Gaggia Boiler sieht, durchaus in die Versuchung kommt, den nicht sehr appetitlichen Anblick zu erklären. Und es sieht wirklich aus wie eine Algenpest, auch wenn es, schon wegen der dauerhaft herrschenden Temperaturen, keine sein kann.
    Auch ist klar, dass die Häufigkeit des Entkalkens von der Wasserhärte abhängt. Aber erstens neigt der Aluboiler stärker zum Verkalken als andere Materialien, zumindest ist das die subjektive Erfahrung, die ich gemacht habe, und zum anderen nimmt eine Gaggia ausbleibenden Service sehr schnell übel. Eben weil, genau wie du schon geschrieben hast, der Aluboiler zur eher empfindlichen Sorte gehört.

    Gruß
    Frank
     
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