Gaggia Classic Entkalken und Reparatur

Diskutiere Gaggia Classic Entkalken und Reparatur im Reparatur und Wartung Forum im Bereich Fragen und Tipps; Hallo, ich habe meine Gaggia (altes Modell) vor ca. einem Jahr gebraucht gekauft. Bisher funktionierte sie super. Nun zeigten sich aber einige...

  1. #1 marosch, 29.08.2018
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    Hallo,

    ich habe meine Gaggia (altes Modell) vor ca. einem Jahr gebraucht gekauft. Bisher funktionierte sie super. Nun zeigten sich aber einige Probleme:

    Problem 1:
    Vor einiger Zeit begann sie an der Dampflanze (umgerüstet auf die der Silvia) zu tropfen. Ich dachte erst das wär eine Dichtung, dann habe ich aber festgestellt, dass es aus dem Dampfventil selbst tropf, also da wo der Regler dran ist. Die einzige Info die ich hier dazu gefunden habe ist, dass das Teil neu muss. Stimmt das so oder kann man da noch irgendwas mit Entkalken oder so versuchen?

    Problem 2:
    Beim Bezug kam zu wenig bis gar kein Wasser aus der Brühgruppe. Wasser über die Dampflanze ablassen funktioniert wie gewohnt, also kann es ja nicht an der Pumpe liegen oder? Hierzu habe ich gelesen, dass es entweder am Kalk in Boiler oder Leitungen liegen kann oder am Magnetventil.

    Da es meiner Einschätzung nach eh langsam Zeit für eine Entkalkung war habe ich den Kessel auseinander gebaut und es war schon ziemlich viel Kalk drin, wie man hier sieht:
    [​IMG]

    [​IMG]

    Nun habe ich versucht den Kessel und die Brühgruppe mit Weinsteinsäure zu entkalken. Dafür habe ich 25g in 500ml warmes Wasser gelöst und ca 15min drin gelassen. Am Anfang hats noch richtig gesprudelt aber das hat nach ein par Minuten aufgehört. Die Brühgruppe sah schon etwas besser aus aber der Kessel sah eigentlich so aus wie vorher. Hab es dann noch ein zweites mal probiert mit dem Ergebnis das wieder nichts passiert ist. Dann habe ich versucht vorsichtig mit dem Buttermesser die Schicht runter zu kratzen und dann noch mal ein dritter Durchlauf, was auch wieder nichts gebracht hat. Nun sieht das ganze so aus:

    [​IMG]

    [​IMG]

    Ich bin nun etwas mit meinem Latein am Ende, da ich das vom Wasserkocher so kenne, dass eigentlich kein Kalk übrig bleibt. Mache ich das etwas falsch oder geht das nicht besser mit der Weinsteinsäure?

    Lag das mit dem nicht vorhandenem Wasserdurchfluss beim Bezug nun wahrscheinich am Kalk oder muss ich mir das Magnetventil auch noch mal vornehmen? Sollte ich sonst noch irgendetwas Entkalken oder reinigen was nicht eh beim normalem Rückspülen mit Fettlöser passiert (also Duschsieb und -platte)?

    Weiterhin waren die Schrauben die den Kessel zusammenhalten schon gut vergnaddelt und rostig. Kann man da beim wiedereinbau was machen damit das perspektivisch besser ist, Fett oder so?

    Und sollte man bei der Gelegenheit noch irgendwelche Dichtungen tauschen? die vom Kessel und vom Siebträger sehen eigentlich noch ganz gut aus.

    Puh, das waren jetzt ganz schön viele Fragen aber ich hoffe das dieses wirklich tolle Forum mir ein weiteres Mal weiterhelfen wird. In diesem Sinne schon mal ein Dickes Danke im voraus.
     
  2. #2 S.Bresseau, 29.08.2018
    Zuletzt bearbeitet: 30.08.2018
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    Und wieder ein "Zerlegen-und-Weisteinsäure"-Opfer :)

    Kalk:
    Sieht doch super aus. Eine dünne Kalkschicht hilft auch gegen Aluphobie :)
    Probier mal Amidosulfonsäure (und nichts anderes). Wesentlich effektiver als Weinsteinsäure und bei normaler Einwirkdauer auch nicht aggressiv zu Alu. Das putzt dir vermutlich auch das verstopfte Magnetventil frei. Such mal nach "Powerentkalkung", hat schon vielen geholfen.

    Dampfventil:
    Die Undichtigkeit ist schwieriger. Wenn es nach dem Durchlauf-Entkalken und dabei mehrfachem Auf-Und-Zudrehen (nicht zu fest!) immer noch tröpfelt, musst du entweder ein neues kaufen oder das alte auseinandernehmen, indem du den "Kragen" wegdremelst. Dann kannst du das Ventil neu einschleifen. Es gibt einen eigenen Thread dafür: [ANLEITUNG] Gaggia Dampfventilmod, kein undichtes tropfendes Dampfventil mehr!


    Kesselschrauben:
    Weiß nicht, ob Einfetten hilft oder ob es schaden kann. Vielleicht Hahnfett?

    Dichtungen:
    Wenn der Kessel dicht ist und kein Wasser neben dem ST vorbeispritzt, muss nix erneuert werden.

    Keine Sorge, alles nicht so wild, das Ding läuft bald wieder :)
     
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  3. #3 marosch, 30.08.2018
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    okay, vielen Dank für die Hinweise, dann ist da die Weinsteinsäure scheinbar nicht so ganz das richtige, hat für mich auch schon so gewirkt.

    Sollte man sich die Amidosulfonsäure so ganz rein beim Chmiehandel besorgen? Ich hab mal bei dem durgol-Zeug geguckt und da gibt es auch was speziell für Kaffeemaschinen, das nur aus Sulfaminsäure besteht. Ist das das gleiche?
    Würdest du dann empfehlen den Kessel erstmal noch so offen mit dem neuen Zeug zu Entkalken und dann erst zusammenbauen Durchlaufentkalkung? Und soll ich die Durchlaufentkalkung nach Gebrauchsanweisung eher kalt oder die heiße "Power-Entkalkung" machen? Und was wäre die "normale" Einwirkdauer?

    Mit dem Dampfventil schauen ich dann noch mal wie es nach der Durchlaufentalkung aussieht...
     
  4. #4 S.Bresseau, 30.08.2018
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    Durgol ist gut aber teuer. Amidosulfonsäure gibt es als billiges Pulver, ich nehm Mr Muscle von z. B. Real, drei Päckchen für 1 Euro, 1 Päckchen auf 0.5-1 l einfach im Tank einrühren. Hitze ist anders als bei Zitronensäure problemlos, im Gegenteil, die erhöht wohl die Wirksamkeit.

    Ich würde den Bereich um die Kesseldichtung und die Dichtung vor dem Zusammenbau kalkfrei machen. Vorsicht mit Nässe im Bereich der Heizungsklemmen, wenn da Wasser eindringt, fliegt der FI und der Kessel muss z. B. im Backofen durchgetrocknet werden.

    Ich mach das, was ich hier mal "Kreislaufentkalkung" genannt habe. Vielleicht mal danach suchen. Funktioniert für mich und andere perfekt, ich lasse das Wasser ein paar Minuten zirkulieren. Ich kann aber keine Garantie bzgk etwaiger Schäden geben. Davon ist nichts bekannt, aber hier sind ein paar Oberlehrer und Besserwisser unterwegs, die daheim vermutlich mit dem Schutzhelm auf der Couch sitzen :)
     
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  5. #5 marosch, 01.09.2018
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    So, ich hab mal mit dem Mr Muscle Zeugs den offenen Kessel entkalkt und damit auch so gut wie alles raus bekommen. Das hat auf jeden Fall noch munter weiter gesprudelt, als bei der Weinsteinsäure schon längst Feierabend war. Dann alles wieder zusammen gebaut und eine Durchlaufentkalkung auf Kaffee-Temperatur gemacht und schwupps war das Magnetventil wieder frei.. Das läuft also schon mal...
    Dann habe ich dem Dampfventil noch ein Bad in Zitonensäure spendiert. Das hat zwar auch gut gesprudelt aber das Tropfen aus der Spindel auch nicht behoben. Ich werde mich dann wohl die Tage noch mal an diesen Mod wagen müssen und gucken ob ich das so wieder hin bekomme.

    An dieser Stelle aber schon mal tausend Dank für die Unterstützung. Ich freue mich, dass ich mich da ran gewagt habe. Wenn man sein Maschinchen mal komplett zerlegt und wieder zusammen gebaut hat, bekommt diese Beziehung auf jeden Fall eine neue Tiefe :D
     
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  6. #6 Zockbrecht, 26.11.2018
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    Moin Moin. Ich schreibe mal hier rein, da es "Entkalken und Reparatur" heißt. Threads dazu über das Modell und dem Thema gibts einige.

    Es sind jetzt rund 15 Jahre her dass ich mich hier angemeldet habe und nachdem ich Probleme hatte ist die Maschine aus Zeitmangel im Keller verschwunden. Da stand sie jetzt auch über 10 Jahre. Lange genug habe ich jetzt miesen Kaffee getrunken. Deswegen habe ich die Maschine gestern aus dem Keller geholt und aufgemacht, da die ich dachte das hier mal eine Revision am offenen Herzen nach der Zeit besser ist.

    Kalkprobleme haben wir bei uns in der Region nicht. Wasserkocher zeigen trotz jahrelangem Gebrauch keinen Kalk.
    Die Schrauben vom Boiler waren schon stramm, aber gingen dennoch gut auf. Auf dem Bild sieht man auch im Grunde keinen Kalk, bzw. sehr wenig. Ich meine irgendwie dass das weiße größtenteils Alu-Korrossion sein müsste, oder ?
    Werde trotzdem mal mit der Amidosulfonsäure entkalken. Aber...

    ich leide definitiv an "Aluphobie". Die schwarzen Schatten am Alu würde ich mal darauf schieben, dass da jemand falsch oder mit falschen Mitteln oder beides, entkalkt hat. Weis noch nicht mal ob ich das selbst war oder der Vorbesitzer.

    Wie würdet Ihr den Zustand des Kessels werten, bzw. was tun ?

    Gruß
    Andreas
     

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  7. #7 S.Bresseau, 26.11.2018
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    Mir sieht das eher nach Zitrat aus, als Folge von Entkalken mit Zitronensäure und unter Hitze. Kann das MV verstopfen. Einfach mechanisch reinigen und alles wieder zusammenbauen. Fürs Entkalken zwischendrin (wenn notwendig) Weinsteinsäure nehmen, die bildet keine Rückstände. Bei Problemen Amidosulfonsäure.
     
  8. #8 Zockbrecht, 26.11.2018
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    Kann man das mechanisch reinigen oder irgendwie testen ?

    Ich werde mir mal dieses Mr.Muscle - Zeug kaufen. Kostet ja wirklich nix. Und mal noch etwas mit einer Bürste reinigen.
     
  9. #9 kojotystar, 26.11.2018
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    Die Spule am Magnetventil lässt sich entfernen indem du den Schlauch oben entfernst und die Mutter runter drehst... dann kann sie Spule nach oben abgenommen werden (Vorher die Maschine vom Netz trennen sollte klar sein. ) dann kannst du das Magnetventil von der Brühgruppe wegschrauben. Die beiden Dichtungsringe nicht verlieren.

    Das abgeschraubte MV kann man bei verdacht auf Verstopfung auch mal zum Entkalken einlegen.
    Alternativ sollte es sich auch am Sechskant aufschrauben lassen zum weiter zerlegen.
     
  10. #10 Zockbrecht, 27.11.2018
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    Moin. Ok. Das MV schaue ich mir dann mal an.
    Gestern habe ich den Mr. mal die Musceln spielen lassen. Hatte den Boiler im Ofen erwärmt und die Lösung mit wenig kaltem Wasser angesetzt und mit heißem aufgegossen. Dann in den Boiler und bestimmt 20 Minuten einwirken lassen. Rausgeschüttet, gespült und mit einem Radierschwamm ausgerubbelt. Dann das gleiche nochmal. Allerdings dann ca. 30 Minuten ziehen lassen. Das was meiner Meinung nach wirklich Kalk war, ganz oben, also auf dem Bild unten, ist immer noch drin. Das schwarze ging nicht weg und das weiße ist immer noch da. Ich bin mir ganz sicher, dass das Alu-Korrossion ist
    Aktuell sieht der Boiler so aus. Irgendwie immer noch nicht so, als dass man darin sein Kaffewasser aufbrühen möchte meine ich.
     

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  11. #11 cantonada, 02.12.2018
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    Durch das Entkalken sieht dein Kessel nie wieder aus wie neu. Du kannst jetzt noch einige Entkalkungs- und Reinigungsgänge machen, aber besser wird es wahrscheinlich nicht mehr. Wenn du Vorbehalte hast, wäre es vielleicht am besten einen neuen Kessel zu kaufen. Dann ist erst mal Ruhe und wenn wieder eine Entkalkung ansteht dann mit Aminosulfidsäure eine Powerentkalkung machen.
     
  12. #12 Zockbrecht, 03.12.2018
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    Mahlzeit. Bin die Tage jetzt nicht wirklich weiter gekommen. Vermutlich werde ich die Tage die Möglichkeit habe den Kessel innen Glasstrahlen zu lassen. Dann sollte der sauber sein.
    Aber wenn das doch nicht klappt.. habe hier schon viel gelesen bezüglich dem Thema entkalken, besser gesagt Kesselreinigung. Es geht mir ja weniger um den Kalk, sondern um die Oxidation im Kessel.
    • Zitronensäure würde ich jetzt mal ausschließen. Wird abgeraten. Zu viele Nachteile und es gibt besseres.
    • da wäre wie hier beschrieben die Amidosulfonsäure. Hilft wohl bei Kalk, aber nicht bei diesem weißen Oxidationszeug was bei mir im Kessel noch drin ist. Das bisschen Kalk ganz unten juckt mich nicht.
    • Im Inet habe ich gelesen, dass man Oxid mit der Beiz-Methode wegbekommt:
    Aluminium beizen » Warum und wie macht man das?
    • Schwefelsäure (Batteriesäure) bekäme man im Baumarkt.
    • Natronlauge Natronlauge – Wikipedia (NaOH - Pulver habe ich sogar zu Hause
    Diese 3 Säuren und die Natronlauge sollen wohl die Oxidation lösen. Wobei ich mir sicher bin, dass bei der Lauge danach alles Schwarz wird. Aber...mit der Schwefelsäure müsste das schwarze wieder verschwinden. Sieht man z.B. auch hier:

    Reinschütten und Wirkung abwarten ist ja eins. Aber es handelt sich hier ja um chemische Reaktionen und wer weiß was man damit produziert. Chrom und Salzsäure würde ich z.B. mal nicht aufeinander bringen.

    Kann hier jemand eine fundierte Aussage treffen ?

    Gruß
    Andreas
     
  13. #13 cantonada, 03.12.2018
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    Das muss dir richtig Spaß machen, weil der Aufwand und die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Kauf eines neuen Kessels. Es geht nicht um den Kessel einer E61 o.Ä., sondern von einer Gaggia Classic für 50€..
    Ganz abgesehen von dem Herumhantieren mit Säuren und Laugen. Kannst du dir dann beim Espresso danach sicher sein, dass du ihn genießt und nicht eher zweifelst, ob alles wirklich verträglich ist?
     
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  14. #14 Rakäthe, 03.02.2019
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    Moin,

    Vielleicht kann mir jemand bei diesem typischen Problem helfen, dass schon in vielen Fällen in Foren hier behandelt wurde, bei mir aber wieder ein bischen anders ausfällt als in den ganzen beschriebenen Threads, die ich schon durchforstet habe:



    Problem 1: Nach Entkalkung kam kaum noch Wasser aus der Brühgruppe (noch weniger als vorher). Zeitweise garnichts mehr. Ich hatte einen kleinen Löffel Amidosulfon in den Wassertank gegeben und normal gespült. Dann zwei mal den Kessel über den Dampfschalter erhitzt, Dampfschalter wieder aus und wieder Druck und Wasser über den Bezugsschalter abgelassen. Ich dachte das sei die „Powerentkalkung“. Jedenfalls scheine ich damit etwas zerstört oder verstopft zu haben. Denn nach dem zweiten Mal kam garkein Wasser mehr. Auch aus der Dampflanze kommt kein Wasser mehr. Wobei dieses Problem auch schon vorher bestand (Wir nutzen die Maschine nur für Espresso und haben es dann nicht für dringlich befunden dem Problem nachzugehen). Inzwischen nach Ausbauen und Reinigen des MV und EV tröpfelt es wieder ein klein wenig aus der Brühgruppe (inklusive kleiner dunkler Krümel im Wasser).

    Die Pumpe macht normale Pumpgeräusche und scheint zu funktionieren, wenn auch mit scheinbar wenig Druck. Ich habe hier irgendwo gelesen man könnte die Pumpe testen indem man sie laufen lässt, den Schlauch der zum Expansionsventil läuft aber in ein Glas hält und schaut ob sie Wasser Pumpt. Ich habe das kurz versucht, es kam kein Wasser aus der Pumpe sondern aus der freiliegenden Öffnung des Expansionsventils. Dann habe ich das schnell wieder sein lassen.

    Und da es ja nun wieder tröpfelt beim Kaffeebezug vermute ich dass das Problem nicht bei der Pumpe liegt, sondern im Kessel oder beim Zugang zur Dampflanze oder zur Brühgruppe. Was meint ihr?



    Damit bin ich beim nächsten Problem:

    Problem 2: Der Kessel ist völlig verlottert und ich bekomme ihn nicht auf (WD-40, auf die Schraube klopfen, Gewalt, hat nichts geholfen). Ich habe das Teil noch nie versucht zu öffnen, weil das unmachbar scheint. Ich habe die Maschine gebraucht bekommen und der Kessel sah schon damals ziemlich leidend aus: Hier ein Foto:

    upload_2019-2-3_19-54-13.jpeg upload_2019-2-3_19-54-13.jpeg

    Mein ihr es lohnt sich jetzt hier diese kaputten Schrauben aufzubohren? Kriegt man den Kessel auch anders sauber, z.B. über die Öffnung zur Dampflanze oben? Oder meint ihr das Problem liegt eh woanders?
    Danke schonmal für eure Einschätzungen.
     
  15. #15 Rakäthe, 18.02.2019
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    weiß keiner was?
     
  16. #16 S.Bresseau, 18.02.2019
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    such mal nach Kreislaufentkalkung, die hat schon vielen geholfen. (Duschplatte abschrauben, BG reinigen und Tank unter die BG vorziehen, und dann Amidosulfonsäure zirkulieren lassen)

    Allerdings ist der Kessel anscheinend undicht, dem vielen Kalk nach zu urteilen. Entweder ist die Dichtung hin oder er hat einen Riss. Genaueres weiß man erst, wenn man ihn auseinandernimmt.
    (Könnte aich an der fehlenden Schaube liegen, war die immer schon abgerissen?)

    Die Imbusschrauben lassen sich leicht aufbohren, bis der Kopf weg ist. Die Stummel kann man mit einer Gripzange rausdrehen.

    Deinen Pumpentest habe ich nicht verstanden... Du kannst den Schlauch beim Kessel abschrauben und (vermutlich) bei offenem Gehäuse über die Trichteröffnung über dem Tank in den Tank stecken, dann sollte sie quasi endlos pumpen. Ich hab aber nie selbst ausprobiert, ob das von der Länge her passt.
     
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  17. #17 Rakäthe, 20.02.2019
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    Ich werde denke ich als erstes den Pumpentest nochmal versuchen.Die Erklärung warum kein Wasser aus der Dampflanze kommt, müsste doch am ehesten bei der Pumpe liegen. Oder kann da im Kessel selbst etwas so stark verstopfen? Ich habe schon so viel Zeit mit Auseinanderbauen und Entkalken verbracht, dass ich das Kessel-Aufbohren noch vor mir her schiebe. Die Schraube links war schon den Vorbesitzern abgebrochen. Hier fehlt nur der Kopf, der Rest steckt noch bombenfest und rostig drin. Dass der Kessel undicht ist, ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Werde ich mal beobachten.
    Den letzten Pumpentest habe ich einfach nach ein paar Sekunden abgebrochen, weil recht viel Wasser aus dem Expansionsventil lief (vermutlich irgend ein Rückfluss aus dem Kessel?) Wie lange dauert es denn bis Wasser aus dem Pumpenschlauch spritzt? Ich hatte das Ding schon so 8-10 Sekunden laufen ohne dass Wasser kam. Andererseits dachte ich mir, dass die Pumpe ja nicht defekt sein kann, da ja immernoch ein wenig Wasser aus der Dusche kommt- und weil ich mir nicht vorstellen kann, dass ich mit einer Entkalkung die Pumpe beschädigt habe. :confused:o_O
     
  18. #18 S.Bresseau, 20.02.2019
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    Welches Modell genau hast du? Wenn der Pumpen- Schlauch vom OPV abgeschraubt wird, kann kein Wasser über das OPV zurücklaufen.

    Die Undichtigkeit sieht man an den Kalkspuren.

    Ich bin sonst nicht der Freund des Komplett-Demontierens, aber in deinem Fall scheint mir das angebracht.
    Schrauben durch welche aus Edelstahl ersetzen.
     
  19. #19 Rakäthe, 20.02.2019
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    Hm Komisch. Es war sogar recht viel Wasser. Ein älteres Modell der Gaggia Classic: IMG_5004.PNG
     
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Gaggia Classic Entkalken und Reparatur

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