Gaggia Evo - Druck verändern?

Diskutiere Gaggia Evo - Druck verändern? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo! Da ich seit kurzem eine Demoka M203 mein eigen nennen darf, kann ich nun richtig loslegen. Aber ich komme trotz der Mühle nicht auf die...

  1. Hazel

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    Hallo!

    Da ich seit kurzem eine Demoka M203 mein eigen nennen darf, kann ich nun richtig loslegen. Aber ich komme trotz der Mühle nicht auf die 25 Sekunden Durchlaufzeit. Das Problem besteht darin, dass ich entweder zu grob mahle und dann, logischerweise, zu kurz gebrüht wird, oder dass ich so fein mahle, dass es die Pumpe nicht mehr schafft und es nur noch so tröpfelt. Ich glaube schon, dass die Pumpe einfach zu schwach ist. Kann ich den Druck, den die Pumpe bringt, erhöhen? Ist der irgendwie einstellbar oder mache ich irgendetwas anderes falsch?? Bitte um Hilfe!
     
  2. #2 MichaelV, 09.02.2007
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    Die Feinabstimmung von Mahlgrad, Anpressdruck und überhaupt dem ganzen Prozedere braucht schon eine Weile. Such den Fehler erst einmal nicht bei der Maschine, sondern übe, übe, übe ... Ich habe mit meiner Evo auch gut zwei Monate gebraucht, bis ich das einigermaßen ins Gefühl bekam.

    Ansonsten gibt's schon paar Threads über das Thema Druckeinstellung bei veschiedenen Gaggia-Modellen. Der derzeitige Konsens ist, dass es bei der Evo ohne heftige Eingriffe nicht möglich ist.

    Michael
     
  3. #3 Bubikopf, 09.02.2007
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    Hallo Hazel!
    Du hast doch eine Demoka, die ist stufenlos einstellbar. Bei der einen Einstellung ist die Zeit zu kurz, bei der anderen nur noch tröpfeln. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Pass nur auf das Du die Kaffeemenge konstant hältst, auch die hat einen gravierenden Einfluss auf die Durchlaufzeit. Immer nur einen Parameter verändern. Die Evo ist zwar mit viel Plastik gebaut, die Pumpe ist aber eine 48W Ulka E5, also definitiv nicht zu schwach.
    Gruss Roger
     
  4. #4 Largomops, 09.02.2007
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    Hab auch eine Evo/Demoka Kombination und oft das Problem, dass kein feiner Strahl, sondern riesige Tropfen herausblubbern. Der Geschmack des Espresso und die Crema sind trotzdem sehr gut. Solange die Durchlaufzeit und das Ergebnis stimmen, erscheint mir das als ein kosmetischer Fehler.

    Bei der Bezzera ist das nicht, dort habe ich einen durchgängigen feinen Strahl. In der Bezzera ist eine Ulka EX 5, bei der Evo weiß ich es nicht.

    Gruß aus der Pfalz

    Largomops

    Bezzera BZ99/Gaggia Evolution/2x Demoka M-203
     
  5. #5 unclewoo, 09.02.2007
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    In den Gaggias, die ich bis jetzt in den Händen hatte, waren Eatons verbaut. Wenn die aber neu ist, sollte sie kein Problem darstellen. Wieviel Wasser kommt denn aus der Dampfdüse, wenn du daraus beziehst?
     
  6. emc2

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    Meinst Du mit "Blubbern" Blasen? Dann könnte ein Teil im Weg des Wassers überhitzt sein (bei der Maschine ist Boiler, Heizung und die Brühgruppe ja eine Einheit, alles wird ziemlich heiss) und Wasser wird zu Dampf. Mach mal einen minimalen Leerbezug - 2 Sekunden lang Wasser herauslaufen lassen - bevor Du den Siebträger einsetzt.
     
  7. emc2

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    Wenn die Evo das gleiche Brühgruppenventil wie die Coffee hat (auf der espressoxxl-Zeichnung Teil 37 in der Coffee-Explosionszeichnung), dann kann man den Druck sehr einfach erhöhen, indem man die Mutter des Brühgruppenventils unter der Brühscheibe etwas herausdrehst, z.B. eine Viertelumdrehung. Dadurch wird die Feder entspannt. Das ohne Manometer zu machen, ergibt aber keinen Sinn.
     
  8. #8 Largomops, 09.02.2007
    Largomops

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    Leerbezug mach ich immer, weil ich weiß, dass das Teil sehr heiß wird. Es scheint lediglich kein ständiger Fluß zu sein, da der Espresso nicht verbrannt schmeckt.

    Mops
     
  9. #9 MichaelV, 09.02.2007
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    Hast du das mal so gemacht? Denn wenn das wirklich auf diese Weise funktioniert, sollte man die entsprechende Anleitung unbedingt irgendwo festmachen (Kaffeewiki z. B.). Zum Tunen von Gaggias, Evos im Besonderen, wird hier immer viel gepostet, leider aber auch viel spekuliert. Ein verlässliches How-To wäre fein.

    Michael
     
  10. #10 unclewoo, 09.02.2007
    unclewoo

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    Mir ist bislang noch keine Gaggia untergekommen, die neu einen höheren Brühdruck brauchte. Ein Ergebnis deines Verfahrens würde mich aber auch interessieren.
     
  11. emc2

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    Ja. Da das ST-Manometer für meine Coffee knapp 9 bar anzeigt (was bedeuten sollte, dass der Druck bei Bezug auf ~8.3 bar fallen könnte), wollte ich mal 10 bar ausprobieren. Das konnte man auf diese Weise problemlos einstellen.
     
  12. carus

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    finde, dass der Druck bei den Gaggias eher zu hoch eingestellt ist. Nachdem ich den Druck um ca. 1 bar nach steffenk's Anleitung verringert habe, schmeckt der Espresso runder, weicher.

    carus
     
  13. emc2

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    Du redest von der Classic, die hat ein völlig anderes System zur Druckregulierung (Expansionsventil im kalten Teil).
     
  14. #14 Bubikopf, 09.02.2007
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    Hallo Carus!
    Du hast ja auch eine CC mit Expansionsventil und Magnetventil, ist brühdruckmässig nicht mit der Evo zu vergleichen. Die hat ein Brühgruppenventil welches den Brühdruck etwas reduziert. Der Brühdruck entspricht bei 2ml/sek dem mit ST-Manometer gemessenen abzüglich ca. 2,5 Bar (siehe Ulka-E5 Druckkennlinie unter Ulka.it ).
    Gruss Roger
     
  15. emc2

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    Und bei einem normalen 30ml-Esspreso in 25 Sekunden (72 ml/min) hat man 1.5 bar Abfall anzunehmen, bei einem 25ml-Espresso in 30 Sekunden etwa 0,9 bar, bei einem Ristretto etwa 0,7 bar. Eine Druckerhöhung über das Entspannen dieses Ventil könnte deshalb je nach Trinkgewohnheit vieleicht doch Sinn machen.

    (Quelle: http://www.ulka.it/eng/e5_gra.htm)
     
  16. #16 DierdreDipstick, 10.02.2007
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    Jetzt komm' ich irgendwie nicht mehr so ganz mit. Kann mir mal jemand den Unterschied zwischen der Druckregelung der Evo und der CC näher erklären. Druckregelventil ist zunächst mal Druckregelventil, oder? Ich meine: Es gibt eine Pumpe, die fördert rein, es gibt einen Kaffeepuck, der lässt raus und es gibt ein Druckregelventil, das regelt Druck, oder?

    Gruß, Andreas
     
  17. emc2

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    Meine Theorie:

    Die Coffee hat ein Brühventil am Boilerausgang, dadurch fliesst das heisse Wasser in den Siebträger. Dieses Ventil kann nur durchleiten aber keinen Druck umleiten. Über dieses Ventil fällt eine feste Druckdifferenz ab, statisch gemessen sind es bei mir ~5 bar. Das Ventil ist so eingestellt, dass sich ein vernünftiger maximaler Brühdruck ergibt, aber der ist nicht konstant: wenn die Pumpe mehr Druck macht, weil sie weniger fördert, steigt der maximal mögliche Druck im Siebträger, weil das Ventil weiterhin konstant 5 bar "vernichtet".

    Die Classic hat ein Expansionsventil, das am Boiler angeflanscht ist (durch das das kalte Wasser der Pumpe in den Boiler gelangt). Dieses Ventil besitzt, anders als das Brühventil, zwei Ausgänge: in den Boiler und in den Tank. Der Druck der Pumpe wird dadurch begrenzt, dass der Überdruck in den Tank abgeleitet wird. Diese Umleitung macht beispielsweise bei 9 bar auf. Das Expansionsventil vernichtet nicht eine konstante Druckdifferenz, sondern liefert dem Boiler einen konstanten Druck - und damit letztlich auch dem Siebträger.

    Vieleicht kann man die Coffee auf Expanionsventil umbauen: das Expansionsventil statt dem L-Stück am Tank anflanschen (Voraussetzung ist, dass die Bohrungen passen), Pumpen-Sicherheitsventil lassen, wie es ist, Ventil am Dampfhahn lassen wie es ist. Das Brühventil muss man entschärfen, damit man Spieltaum zum Einstellen des Expansionsventils hat, d.h. am Brühventil darf nicht der ganze überschüssige Druck vernichtet werden. Vieleicht reicht partielles Herausdrehen, sonst müsste man die Feder tauschen (ganz heraus ist keine Option, sonst dampft es vorne heraus; es muss soweit verschliessen, dass es weiterhin durch das Ventil am Dampfhahn herausdampft).

    PS: Möglicherweise könnte die beobachtete Neigung der Coffee zum Blubbern und ungleichmässiger Förderung (s.o) etwas mit dem Ventil am Boilerausgang zu tun haben. Wo eine Feder ist, ist ein schwingfähiges System.
     
  18. #18 unclewoo, 10.02.2007
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    Kann denn ein Federventil konstant 5 bar Druck mindern und wohin geht der Überschuss? Würde das bedeuten, wenn ich 25 sec einen Espresso mit der Evo beziehe, wird er anfangs beispielsweise mit 12, dann mit 11, 10 und am Ende mit 9 bar gebrüht?
    Jedenfalls: Ich denke, es sollte mal überdacht werden, die Evo hier immer als Super-Einsteigerkiste zu empfehlen, der CC innen gleichwertig, abgesehen vom Magnetventil. Ich persönlich habe aus allen Gaggias bis jetzt erst nach der Einstellung des Expansionsventils vernünftige Ergebnisse produziert.
     
  19. emc2

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    Wenn ich die Erklärug eines Anderen hier richtig verstanden habe gilt: Auf der Eingangsseite des Ventils gibt es den Druck pE, die Feder des Ventils baut den Gegendruck pF auf, auf der Ausgangsseite herrscht der Druck pA. Dann gilt: pE = pF + pA (Kräftegleichgewicht), die Druckminderung (pA - pE) ist mithin -pF.
     
  20. #20 Bubikopf, 10.02.2007
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    Hallo Unclewoo!
    Ich habe in früheren Threads immer schon vertreten, das die CC einen besseren Kaffee macht als die Coffee ( innen fast baugleich EVO ). Die Evo hat aber durch "Ausverkaufspreise" im Internet preislich in einer anderen Liga gespielt ( 99€ ) und hatte daher ein sensationelles P-L-Verhältnis. Zum regulären Kurs gibt es da zahlreiche Alternativen. Das Brühgruppenventil führt tatsachlich zu einer Absenkung des Brühdrucks, nach meinen Messungen aber bei weitem nicht so stark wie von emc2 an einer Coffee gemessen, sodass der Brühdruck bei normalem Bezug im unkritischen Bereich liegen dürfte. Das Expansionsventil + Magnetventil stellt da sicher die bessere aber eben auch teurere Lösung dar. Im Übrigen werden praktisch alle Einkreiser ohne Magnetventil mit so einem "druckfressenden" Brühgruppenventil ausgestattet. Ohne dieses Forum wäre Brühdruckoptimierung wahrscheinlich gar kein Thema, die Hersteller von Haushaltespressomaschinen stellen offensichtlich ihre ( wenn vorhanden ) Expansionsventile meist auf ca 12 Bar ein und überlassen die Brühdruckeinstellung dem Mahlgrad und Tampen, was aber wg. der Druck- Förderkennlinie der verbauten Vibrationspumpen nicht optimal funktionieren kann.
    Gruss Roger
     
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