Gene-Röstprofile für FrenchPress

Diskutiere Gene-Röstprofile für FrenchPress im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo Gene-Experten! Ich bin an einem Austausch an (speziellen) Röstprofilen des Gene-Rösters für FrenchPress-Kaffee interessiert. Ich weiß,...

  1. Kafka

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    Hallo Gene-Experten!

    Ich bin an einem Austausch an (speziellen) Röstprofilen des Gene-Rösters für FrenchPress-Kaffee interessiert. Ich weiß, dass sich solche niemals 1:1 übertragen lassen, da jede neue Bohnen-Charge ja ein "anderer Röster" ist, solche Informationen sollen vielmehr als Ausgangspunkt für eigene Experimente dienen.

    Ich mache mal einen Anfang, schicke aber expressis verbis voraus, dass ich Anfänger bin:

    160°C/3' vorheizen. 150g Bohnen einfüllen und mit der Einstellung 245°C/13' rösten lassen. Starttemperatur liegt bei etwa 130°C, 245°C werden nach knapp 7' erreicht, 1. Crack etwa von 9'40'' bis 11'20''. Extern gekühlt.

    Ausprobiert habe ich das an Guatemala SHB Genuine Antigua, der nach zwei Tagen sein geschmackliches Optimum erreicht zu haben schien (davor eher säurebetont war), sowie an Java Blawan PTP-Estate, den ich aber erst heute Mittag zum erstan Mal geröstet habe.


    Viele Grüße!
    Kafka
     
  2. sumac

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    AW: Gene-Röstprofile für FrenchPress

    zählt zur french press röstung auch normaler filterkaffee?

    wenn ja, dann heute geröstet:

    250 gr. Skybury Australien

    vorgeheizt auf 200° 5 min.
    einganstemperatur 160°
    einstellung 25 min
    die ersten 12 min auf 225° (nach ca. 8 min. temperatur erreicht)
    dann 5 min auf 235°
    danach wieder auf 225° bis 2 min nach dem ersten crack (21te minute)
    und raus und extern abkühlen lassen.. sieht gut aus.. eine helle röstung.
    mal schaun ob der gut ankommt. am dienstag weiß ich mehr.
     
  3. Kafka

    Kafka Mitglied

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    AW: Gene-Röstprofile für FrenchPress

    Hallo Rolf!

    Gibt es jemanden, der dort Unterschiede machen würde? Ich hatte andere Zubereitungsarten nur deshalb ausgeklammert, weil die allein dadurch zustande kommenden Geschmacksunterschiede eine weitere Unbekannte in der "Röstgleichung" bilden würden, die auch so schon komplex genug ist.


    Wie man das wohl auf eine kleinere Röstmenge runterskaliert? Schreib doch morgen bitte, wie du das Ergebnis beurteilst, da bin ich gespannt!
    Ich bekomme in den nächsten Tagen eine Überdosis Yirgacheffe, würdest du den ebenso rösten?


    Generell frage ich mich, wie man die optimale Maximalrösttemperatur ermittelt! Hilft einfach nur probieren, oder kennt jemand ein systematischeres Vorgehen?

    Viele Grüße!
    Kafka
     
  4. sumac

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    AW: Gene-Röstprofile für FrenchPress

    ich glaube, je kleiner die röstmenge, je kürzer die röstdauer, aber ein patentrezepz hab ich noch nicht gefunden... ich habe nur festgestellt, das 200 gr. bis zum maximum das maß für mich ist...

    das ergebnis für den skybury wurde von den filterkaffeetrinkenden freunden als gut bezeichnet.
    ich würde den yirgacheffe nur ca. 30 sec bis 1 min. nach dem ersten crack rösten... hatte den auch mal, aber ist nicht mein kaffee...und er kam auch nicht gut bei den filtertrinkern an.. :lol:
    versuch dein glück, und berichte wie es wurde und welche werte du genommen hast..
     
  5. Kafka

    Kafka Mitglied

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    AW: Gene-Röstprofile für FrenchPress

    Guten Morgen!

    Ich habe am Dienstag zwei interessante Röstungen durchgeführt: Jeweils 150g Yirgacheffe, bei 160°C vorgeheizt. Die erste Ladung blieb bei 235°C 14'40'' im Röster, die andere bei 245°C nur 13'. Die 10°C Differenz, die erst nach etwa 7' zum Tragen kam, macht einen bemerkenswerten Unterschied:

    235°-Röstung: Der 1. Crack (10'20''-12'30'') war relativ verhalten, an den Bohnen selbst ist eine Menge Spreu hängengeblieben und es befinden sich überproportional viele kleine Bohnen im Röstgut.

    245°-Röstung: 1. Crack (etwa 9'24''-11'10'') knackend laut, kaum Spreu an den Bohnen und im Mittel größere Bohnen.

    In beiden Fällen ein recht buntes Röstbild, im Großen und Ganzen aber eher gleiche Färbung.

    In puncto Tassenqualität bin ich etwas irritiert: Die 245er sind sehr intensiv, wenn nicht überladen, die 235er fand ich gesten mild und heute eher flach in der FP. Am auffälligsten war gestern bei beiden das ausgesprochen eigentümliche Aroma, welches ich so nicht kannte. Heute hingegen scheint das schon fast verflogen zu sein - merkwürdig!


    Kafka
     
  6. Kafka

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    Das muss ich revidieren: Eine zweite 235er Tasse war ganz ordentlich, obgleich die Aromenintensität m.E. dennoch nicht an gestern heranreicht. Dass die erste Tasse vermurkst geschmeckt hat, lag an einem zuvor durchgeführten Filterversuch, bei dem ein eher bitteres Gebräu entstanden ist, welches dem Abfluss überantwortet werden musste... (Hilfe, ich kann nicht mehr filtern! :oops:)
     
  7. #7 cafesolo, 16.07.2009
    cafesolo

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    AW: Gene-Röstprofile für FrenchPress

    Hallo,

    der Yirgacheffe war wohl mit 245°C etwas zu heiss geröstet. Afrikaner röstet man besser bei 230-235°C durchgehend bis zum gewünschten Ziel. Ungleichmäßiges Bohnenbild ist dabei nichts ungewöhnliches.

    Gruß Uwe
     
  8. Kafka

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    AW: Gene-Röstprofile für FrenchPress

    Hallo,

    nach erneutem Test ziehe ich den 235er dem 245er klar vor, obwohl ersterer insgesamt 1'40'' länger in der Trommel war.

    Ich frage mich, woher die pauschale Einschätzung, Afrikaner bei maximal 235°C zu rösten, stammt. Immerhin handelt es sich doch um Hochlandbohnen, von denen ich dachte, sie vertrügen hohe Temperaturen. Habe ich irgendetwas missverstanden?

    Wie ich oben geschrieben habe, war die 245er Röstung eigentlich die "schönere": Bohnenbild insgesamt besser und vor allem konnte ich den 1. Crack viel besser hören - für mich ein wichtiger Orientierungspunkt!

    Möglicherweise lässt sich das Beste aus beiden Welten (Geschmack+Röstverhalten) durch einen Kompromiss retten: Röstung bei 240°C und/oder hohe Temperaturen bis zum Anfang oder Ende des 1. Cracks und dann rigorose Drosselung der Energiezufuhr?

    Werde ich einfach mal ausprobieren, das Zeug muss ja weg. :cool:

    Viele Grüße!
    Kafka
     
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