Gibt es eine Produktübersicht für Kaffeeröster ?

Diskutiere Gibt es eine Produktübersicht für Kaffeeröster ? im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo Freunde, eine Frage, als ich mir vor einigen Jahren meine Siebträger Kaffeemaschine nebst passender Kaffeemühle gekauft habe - Lelit Anna...

  1. #1 Kaffeerookie, 25.02.2024
    Kaffeerookie

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    Hallo Freunde,
    eine Frage, als ich mir vor einigen Jahren meine Siebträger Kaffeemaschine nebst passender Kaffeemühle gekauft habe - Lelit Anna PID und Brezzera 05 - habe ich auch hier im Forum vorab Informationen gezogen und kann beim besten Willen nicht behaupten dies bereut zu haben.
    Jetzt habe ich schon seit einiger Zeit im Sinn auch aus Qualitätssteigerungsgründern insofern dies dabei möglich ist meinen Espresso selbst zu rösten aus Rohkaffee, nur für den eigenen Bedarf, wir sprechen hier vielleicht von einem Kilo im Monat, von daher habe ich mir auch eine Obergrenze gesetzt von vielleicht maximal EUR 300,- die ich für so ein Gerät ausgeben möchte. Da wäre meine Frage gibt es hier im Forum irgendwo eine Produktübersicht, wo vielleicht versierte Kaffeeliebhaber Röster schon einmal probiert haben, wie die Ergebnisse sind etc, ein Administrator kann meinen Beitrag gern auch dorthin schieben falls er hier nicht passt, Meine Frage ist eben ganz einfach die ob es sinnvoll sein könnte mir mit einer kleineren Maschine hier den eigenen Espresso zu rösten, wenn ich dadurch ein noch frischeres und vielleicht noch besseres Ergebnis bekommen kann.
    Ich darf dazu sagen dass es hier bis vor einigen Jahren in der Nähe einen Kaffeeröster gab der einen exzellenten selbstgerösteten Espresso verkaufte, den es leider nicht mehr gibt, gestern war ich dann bei einem anderen Kaffeeröster auch hier in der Nähe, der selbst röstert ich habe von dort einmal 250 Gramm zum Testen mitgenommen da wäre selbst ein allerweltsprodukt für 8 das Kilo besser gewesen als die 250 Gramm für das gleiche Geld. Mir sagte dies dass selber rösten nicht unbedingt ein Garant für einen deutlichen Qualitätssprung ist, weil dieser Espresso wirklich geschmacklich vollkommen fade und langweilig war. Der hatte allein schon vom Geruch her nichts Schönes, sondern genauso belanglos wie das was später in der Tasse war.

    Mich interessiert eben ob selbst rösten jetzt unter Umständen geschmacklich noch mal einen richtigen Hieb nach vorn macht und falls ja was ich dafür ausgeben muss um mein eines Kilo Kaffee im Monat rösten zu können.

    Gern höre ich von Euch

    Viele Grüße

    Golo

    ps. Wenn jemand eine Kaufempfehlung hat wo man richtig guten kräftigen und geschmacklich guten Espresso fertiggeröstet kaufen kann höre ich mir das natürlich auch gerne an.
     
  2. #2 domimü, 25.02.2024
    domimü

    domimü Mitglied

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    Auch beim selber rösten kommt es auf den verwendeten Rohkaffee und auf das Röstprofil an.
    Was
    anbelangt, da hat jeder seinen eigenen Geschmack - die Tipps wirst du nicht brauchen können - und zumindest für mich war es der Grund, selbst zu rösten.
     
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  3. #3 Röstgrad, 25.02.2024
    Röstgrad

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    Einen Qualitätssprung durch "selber rösten" wirst
    Du nur in Bezug auf Industriekaffee hinbekommen.
    Ein Vorteil ist natürlich, immer Kaffee im richtigen
    Zeitfenster zur Verfügung zu haben.
    Schau dich mal wegen Maschinen auf dieser Seite
    um:
    Kaffeeröster
    Im erwähnten Bereich um 300 € wirst Du allerdings
    nichts vernünftiges finden.
     
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  4. #4 silverhour, 25.02.2024
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    Wie so oft hilft hier das Kaffeewiki: Kaffee rösten – KaffeeWiki - die Wissensdatenbank rund um Espresso, Espressomaschinen und Kaffee Zu den einzelnen Geräten kannst Du dann über die SuFu Intormationen hier im Forum finden. Wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn irgendeine arme Seele müsste so eine Liste ja pflegen...

    "Geschmacklich einen richtigen Hieb nach vorne" ... Rösten ist nicht ganz trivial und erfordert Können und Erfahrung, ist aber kein Hexenwerk. Nur will eben eine Lernkurve erklommen werden, mit intensiver Beschäftigung mit der Materie, viel Lesen, Ausprobieren, Austauschen.... Das kostet Zeit, Energie und eine ganze Reihe ehr so mäßigen Chargen an Selstgeröstetem.
    "Max 300€" ist ein sehr schmales Budget, viel mehr als ein gebrauchter Gene wird da kaum drin sein.
     
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  5. cbr-ps

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    Das ist ambitioniert. Ich röste schon eine Weile selbst und komme bei guten Chargen an hochwertige Kaufbohnen von guten kommerziellen Kleinröstern ran. Besser bin ich nicht, habe aber immer mal wieder ausreißer nach unten. Das Erlernen der nötigen Skills ist mühsam und Rohbohnen in Kleinmengen verhältnismäßig teuer.
    Wenn es Dir nur um die Qualität geht, such Dir eine gute Rösterei, die deinen Geschmack trifft und kauf da.
     
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  6. #6 bajuware, 25.02.2024
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    Der günstigste Röster, mit dem man qualitativ gut rösten kann, ist der Gene.
    Mit Dimmer und Artisananschluss kostet das min. 600€. Gebraucht dann vielleicht 300-400€.

    Du schreibst Du, benötigst 1kg Kaffee pro Monat.
    Jetzt kann man mal ganz konservativ rechnen, dass das Selbströsten den Preis halbiert.
    Dann ist das Preissegment, in dem Du Kaffee trinkst entscheidend für Deine Amortisationszeit.
    Bei 30€ pro kg dauerts halt länger als bei 50€ - die Lehre daraus - besseren Kaffee trinken und rösten.

    Ich denke, bei Allerweltsbrasilianern lohnt das Selberrösten nicht, wenn es keine Leidenschaft ist.
    Im 50€ Segment bei Dir schon nach 2 Jahren.

    Ich habe jetzt über 70kg mit meinem Gene durch und freue mich mehrfach am Tag auf Spitzenkaffees.
    Der Kaffeetrinker sucht nach Röstern, der Röster nach Rohbohnen.
    Die Rohbohne macht min. 90% des Geschmacks.

    Neben Röstfehlern bestimmt ja auch der eigene Geschmack, was gut oder nicht so gut ist.
    Wenn Du selber röstest, kannst Du Körper, Fruchtigkeit, Säure usw. in Grenzen selber einstellen
    und bist nicht abhängig vom Geschmack anderer, auch ein Vorteil.

    Die Frische ist bei mir kein Vorteil sondern Gegner - immer dieses Warten, DAS ist wirklich schwierig.;)
     
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  7. cbr-ps

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    Dieser Vorteil ist aber auch eine enorme Herausforderung. Der Weg dahin ist weit und zumindest bei mir auch mit Rückschlägen verbunden. Allein die passenden Rohbohnen zu finden bei wenig Durchsatz ist schwierig. Eine Rösterei zu finden, die meinen Geschmack trifft, fand ich einfacher und deren Qualität erreiche ich auch heute noch nicht immer.
    Ich bin allerdings auch sehr selbstkritisch und Morten Münchow meinte in einem SCA Röstkurs zu meinen Zweifeln „perhaps you‘re just biased“, also negativ voreingenommen bzgl. der eigenen Leistung…
     
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  8. #8 Röstgrad, 25.02.2024
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    @cbr-ps
    Welche Mengen (pro Röstung) röstest Du im Bullet?
     
  9. cbr-ps

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    zwischen 600g und 1Kg
     
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  10. #10 Kaffeerookie, 26.02.2024
    Kaffeerookie

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    Hallo ihr lieben,

    herzlichen Dank für eure zahlreichen Antworten, die für mich auch sehr ausschlussreich sind, gern kann ein Admin diesen Thread dann auch schließen, denn :
    Der von mir angenommene klare Vorteil beim Selberrösten ist dahin, ich habe jetzt schon verstanden dass dies wohl in allererster Linie für die interessant sind, Die sich noch intensiver mit der Gesamtthematik Kaffee auseinandersetzen möchten komma und eben - und damit bin ich komplett draussen - wohl sehr zeitintensiv ist.
    Ich habe größten Respekt für alle, die sich so intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen, ich haber aber die Zeit nicht, Und Ausführungen wie " Dass man nur Steigerungen im Vergleich zu Industriecafe bekommen kann,"oder" Dass man bei diesen Probierphasen auch durchaus schlechte Chargen sich selber rösten kann" Haben da meinen Entschluss gestärkt sich dort nicht zu engagieren, viel mehr suche ich dann wirklich hier im Sauerland einen guten Röster, vielleicht hat er auch jemand eine Empfehlung Komma wo man dann Sommertag schön das Dach auf mal hinfahren kann und sich einen richtig guten Espresso abholen kann.
    Vielen Dank und Grüße
    Golo
    ps. Dieses Forum war wieder einmal hilfreich, denn wenn man im Anschluss weiß was man nicht will ist man auch schon einen ganzen Schritt weiter :)
     
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  11. Khaz

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    So schlimm ist es mit Gene und Behmor absolut nicht. Die automatischen Programme des Behmor und die einfache Handhabung sowie Einsicht auf die Bohnen beim Gene machen das Rösten relativ unkompliziert. Ich kann einen der beiden zum Start wärmstens empfehlen. Man kriegt sie mit Glück gebraucht auch in deinem Preisbereich. Meist so unter 400 EUR.

    Meinen Gene-Röster nutze ich bereits etliche Jahre. Bin zufrieden mit meinen Ergebnissen. Ich mag besonders helle Röstungen der Äthiopischen Sorten für Brew-Kaffee. Helle kriegt man nicht so häufig. Außerdem ist Rohkaffee hier im Forum auch oft günstig zu kriegen.

    Man setz sich bei Zeit in die Küche, heizt den Gene vor, wiegt die Rohbohnen ein, startet bei geringerer Temperatur bis die Bohnen gelb werden, gibt dann volle Hitze, wartet bis zum ersten Knacken und geht dann wieder ein Stück runter und wartet bis zum zweiten oder holt sie sofort raus. Das ist eigentlich bei mir schon der "Ich röste einfach drauflos"-Ablauf. Die Bohnen kommen in einen externen Kühler, der Chaff-Auffänger wird gewechselt und eine neue Charge gleich reingeschmissen. Alles beginnt wieder von vorne, bis zum gewünschten Ergebnis.

    Wenn du dann Spaß am Rösten findest, kannst du weiter in die Thematik eintauchen und dir Bücher lesen sowie Erfahrungsberichte hier im Forum ansehen. Dann kannst du bestimmte Sorten auch nach Temperaturprofilen versuchen zu replizieren. Irgendwann wirst du dann vllt auch auf einen 1 kg Röster upgraden.
     
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