Graef ES702 Pivalla... so schlecht?

Diskutiere Graef ES702 Pivalla... so schlecht? im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hi, meine alte Saeco Nina, die ich vor ca. 10 Jahren für ca. 40 Euro gebraucht erstanden habe, und die mir bisher zusammen mit einem...

  1. postal

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    Hi,

    meine alte Saeco Nina, die ich vor ca. 10 Jahren für ca. 40 Euro gebraucht erstanden habe, und die mir bisher zusammen mit einem Edelstahl-Siebträger und einer vernünftigen Mühle sehr gute Dienste geleistet hat, hat gestern den Geist aufgegeben. Ich kann sie wahrscheinlich relativ leicht reparieren, allerdings haben sich mit der Zeit auch Nachteile ergeben, die für mich hinderlich sind. So z.B. die für eine Kesselmaschine normale sehr lange Aufheizzeit. Da ich jeden Morgen um 6 Uhr raus muss und so schon nur wenig schlafe, macht sich dieser Umstand beim täglichen Morgen-Espresso immer mehr als hinderlich bzw. störend bemerkbar, denn ich bleibe gerne nochmal 20 Minuten länger liegen und dann wird es schon knapp. Nun hat sie also das Zeitliche gesegnet.

    Für mich sind aufgrund des o.g. Nachteils vor allem die Maschinen mit Thermoblock-System interessant. Zur Information: ich bin kein Espresso-Trinker, der auch den letzten Hauch von Aroma noch in der Tasse haben möchte. Ich verwende seit 4 Jahren den guten alten Aachener Plum's als Espressoröstung - diesen allerdings nicht älter als 2 Wochen. Kostet 15€ das Kilo und wird aufgrund des Morgen- und Abendkonsums auch nur in der 500g-Packung gekauft, sodass er schneller aufgebraucht ist. Das reicht mir.

    Aus diesem Grund ist mir die Graef ES702 ins Auge gefallen, auch weil sie 58mm-Siebe verwendet (wobei ich gehört habe, dass es sich hier bei der Höhe um ein Sondermaß handelt und die Siebe der NINA alias Gaggia wahrscheinlich nicht einrasten werden), ich müsste also deswegen nicht auch noch einen neuen Tamper kaufen. Weiterhin ist der Siebträger aus Edelstahl. Als Alternative stand die EC685 von Delonghi zur Auswahl. Billiger, aber es gibt grundsätzlich nur diese schrecklichen Crema-Siebe (die modifiziert werden müssen), der Siebträger ist aus Aluguss (nicht sonderlich temperaturstabil) und weiterhin werden nur 51mm-Tamper genommen.

    Die ES702EU kostet derzeit ca. 220€, bei der EC685 sind es ca. 140... plus Edelstahlsiebträger ca. 40€ plus neuer Tamper noch einmal mindestens 20€, also preislich nach allen Extras auf dem gleichen Niveau.

    Ihr werdet mir natürlich sagen, warum ich nach 10 Jahren mit einer Low-Budget-Maschine nun wieder eine LowBudget-Maschine haben will... ganz einfach, bei den Thermoblock-Systemen ist der Sprung von ca. 250 Euro auf direkt 550-600 Euro mit einer Quickmill oder LaPavoni doch ein ordentlicher Batzen Geld. Man bekommt zwar maximale Flexibilität und ein Gerät dieser Hersteller übersteht wahrscheinlich sogar einen nuklearen Erstschlag, aber wenn ich mir ansehe, wie lange die NINA gehalten hat (mit der ich nach Anschaffung einer alten Graef CM80 regelmäßig Ergebnisse hinbekommen habe, bei denen mich selbst meine Kollegen aus Italien gefragt haben, wie so ein Espresso möglich ist, wenn man nicht eine 5000€-Maschine aus der Bar zuhause stehen hat), tue ich mir ehrlich gesagt schwer, finanziell so in die Vollen zu gehen.

    Stichwort Haltbarkeit (und um endlich zum Thema zu kommen): Über die ES702 gibt es sehr viele Negativberichte - plötzlicher Ausfall und keine Wiederbelebung möglich, Undichtigkeit etc. Ist diese Maschine wirklich so eine Katastrophe? Weiterhin ist mir dieses Spiel mit den Modellnummern vollkommen unklar. Es gibt:
    - ES702EU
    - ES702EU01
    - ES702EU1 (wahrscheinlich wegen dem Nespresso-Murks)
    - ES702EU04 (derselbe Quatsch, nur DolceGusto)
    ... und noch viele weitere, wobei die beiden letzten definitiv nicht in Frage kommen. Wurde bei den beiden ersten etwas technisch verändert? Die Maschine wird scheinbar so wenig genutzt und auch so wenig getestet, dass es kaum verlässliche Informationen gibt.

    Sollte das alles nichts nützen, höre ich mir auch gerne Alternativ-Vorschläge an. Aber wie gesagt, die Geld-Schmerzgrenze von maximal 300€ ist leider schnell erreicht. Und gebrauchte Quickmill und LaPavoni sind leider auch nicht wirklich so viel billiger als die neuen, wie festgestellt habe.
     
  2. #2 furkist, 22.07.2019
    furkist

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    Eine mögliche Alternative: Lelit PL41em. Die gibts für 300.
    Boilermaschine, braucht mindestens 5, besser 10 Minuten zum Aufheizen.
     
  3. #3 Sekem, 23.07.2019
    Zuletzt bearbeitet: 23.07.2019
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    Ne gebrauchte kleine Quickmill: nahezu unverwüstlich, wäre (natürlich) meine Wahl.
     
  4. postal

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    Guten Morgen, und vielen Dank für das Feedback... Tja, ich hatte das fast vermutet. Ich denke, ich werde dann doch nach einer Gebrauchten aus dem höherpreisigen Segment Ausschau halten. Dennoch würde mich interessieren, warum die ES702 so wahnsinnig besch... sein soll, rein aus Interesse.
     
  5. #5 ergojuer, 23.07.2019
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    Die Pivalla wird laut Graef Website mit doppelwandigen Sieben ausgeliefert. Du müsstest also in jedem Fall noch die passenden einwandigen Siebe dazu kaufen.
     
  6. trezzi

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    Ähm, doch? Ne neue Pavoni kostet wie viel? Um die 600€? Eine sehr gute gebrauchte 250€, ab und zu findet man richtige Schnapperl von frustrierten Käufern für unter 200€!

    Also falls in die Frage käme? Dann kannst auch länger schlafen und es reicht trotzdem.

    Viele lösen dieses Problem übrigens mit einer WLAN Zeitschaltuhr. Benutze ich auch, funktioniert einwandfrei.
     
  7. Sekem

    Sekem Mitglied

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    Meine 0820 hat (23 Jahre alt) 150 Euro in der Bucht gekostet, das ist weniger als die Hälfte!
     
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