Großer Frust – Quickmill Carola & Eureka Specialita Konstanz

Diskutiere Großer Frust – Quickmill Carola & Eureka Specialita Konstanz im Espresso- und Kaffeemaschinen Forum im Bereich Maschinen und Technik; Hallo zusammen, seit Anfang dieses Jahres bin ich Besitzer einer Quickmill Carola sowie einer Eureka Specialita Mühle. Es ist meine erste...

  1. #1 highning, 26.08.2021
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    Hallo zusammen,

    seit Anfang dieses Jahres bin ich Besitzer einer Quickmill Carola sowie einer Eureka Specialita Mühle. Es ist meine erste Siebträgermaschine. Zunehmens stellt sich bei extremer Frust ein, sodass ich fast zugeben muss, die Anschaffung mittlerweile sehr zu bereuen.
    Dass es viel einzustellen, zu messen, zu wiegen usw. gibt, darauf war ich natürlich eingestellt und vorbereitet – habe mich sogar darauf gefreut. Aber dass es quasi nach jedem Bezug wieder hinfällig ist, damit habe ich nicht gerechnet. Es fängt schon damit an, dass ich – wenn mal Besuch da ist – nicht einmal zwei Espressi hintereinander ziehen kann, die zumindest ähnlich sind. Es kommt schon mal vor, dass der erste bei ca. 40g liegt, der zweite bei rund 20g. Oder ich ziehe mir abends einen Espresso, der wunderbar gelingt, morgens der erste ist dann wieder völlig anders. Ich habe keine Ahnung, woran das liegen könnte, meine Vermutung geht allerdings in Richtung Mühle. Alle anderen Handgriffe führe ich so konstant wie möglich aus, die Maschine scheint auch sehr gleichmäßig zu arbeiten (Druck, Wassermenge). Was mich außerdem stutzig macht, ist der Umstand, dass ich manchmal bei 20g Espresso liege, das Einstellrad an der Mühle so wenig ich nur kann in Richtung gröber drehe, anschließend 40g bekomme (bei nachgemessen gleicher Kaffeemenge). Oder ich stelle es etwas feiner und bekomme anschließend sogar mehr Extrakt. Wie auch immer, mittlerweile habe ich schon so viel Bohnen verschwendet, dass es mir keinen Spaß mehr macht.
    Sowohl Mühle als auch Maschine werden selbstverständlich regelmäßig gereinigt, die Mühle habe ich auch schon einige Male komplett aufgeschraubt und intensiv gereinigt. Soweit scheint auch alles normal zu sein.

    Ist das immer so? Ich dachte, dass ich einmal alles einstelle und es dann zumindest ein paar Tage (oder zumindest Bezüge) so bleibt. Oder ist vielleicht etwas defekt? Oder mache ich sonst etwas falsch?

    Ich bin für jeden Ratschlag und Hinweis dankbar!


    Gruß!
     
  2. #2 quick-lu, 26.08.2021
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    Als erstes solltest du uns etwas genauer mitteilen, wie du vorgehst:
    Welches Sieb mit welcher Kaffeemenge befüllt?
    Welcher Kaffee, wie frisch?
    Mahlst du den Totraum (bei dieser Mühle ca. 2-3g) vor dem ersten Bezug heraus?

    Das von einem Tag auf den nächsten Anpassungen vorgenommen werden müssen, also der Mahlgrad nachjustiert werden muss, ist normal. Auch innerhalb eines Tages, nach wenigen Stunden kann es schon vorkommen, das teils deutlich angepasst werden muss.
    Die Mahlgradverstellung bei der Specialita ist indirekt und für manch einen schwieriger zu bedienen als bei anderen Mühlen.
     
  3. #3 highning, 26.08.2021
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    Vielen Dank für die Antwort!
    Ein 18g-VST-Sieb mit 18g Kaffee.
    Den Elbgold Neunbar hier aus Hamburg direkt aus dem Laden, kaufe maximal 2 x 500g, etwa alle 10 bis 14 Tage.
    Du meinst vor dem ersten Bezug nach erneutem Einstellen? Das mache ich.
    Was genau bedeutet indirekt?
     
  4. #4 quick-lu, 26.08.2021
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    Es gibt quasi eine Übersetzung, bei Mazzer z.B. bewegt man direkt die Mahlscheibe.

    Ansonsten gibts wenig zu sagen, alles richtig gemacht. Da fällt es schwer Tipps zu geben.
    Schwankungen sind normal und man muss immer mal wieder gegensteuern.
    Gäbe es die Möglichkeit mit einer zweiten Mühle zu vergleichen, kennst du jemanden, der ebenfalls eine Espressomühle hat?
     
  5. #5 plempel, 26.08.2021
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    Versuch doch mal, die Bohnenmenge im Hopper relativ konstant zu halten. Der Mahlgrad ändert sich auch mit der Menge an Bohnen im Hopper. Voller Hopper bedeutet feinerer Mahlgrad, fast leerer Hopper bedeutet gröberer Mahlgrad, trotz unveränderter Einstellung.
     
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  6. #6 highning, 26.08.2021
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    Leider nicht.

    Guter Tipp, Danke!
     
  7. #7 Yoku-San, 26.08.2021
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    Mir fallen ein paar Möglichkeiten ein:

    • Kaffee zu frisch (am besten 14 Tage nach Röstung probieren)
    • VST Sieb ist manchmal tricky, eventuell anderes Sieb nutzen
    • Puck Prep nicht konstant, WDT probieren
     
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  8. #8 Achim_Anders, 26.08.2021
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    Auch ohne morgendliches ausmalen bekomme ich zum Glück viel konstantere Ergebnisse, bei helleren Röstungen.


    Du nutzt keinen Bodenlosen, oder?
    Und du malst direkt in den Siebträger?

    Levelst du das irgendwie?
    Streichen, klopfen, schütteln?
     
  9. Eric00

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    Feinwaage nutzt du, nehme ich an? Bei hinreichend frischem Kaffee und deinem Equipment kann es denke ich nur an Nutzerfehlern oder technischen Fehlern liegen, wobei ich letztere nicht vermute. Ich würde als erstes die Puckpräparation vermuten, vor allem schiefes Tampen. Wie exakt gehst du vor, wenn du einen Shot beziehst?
     
  10. #10 benötigt, 26.08.2021
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    Neben allem, was sich zwischen verschiedenen Tagen unterscheiden kann, sind die massiven Unterschiede zwischen zwei Bezügen bemerkenswert. Denn eigentlich hast Du mindestens einen Teil mit dem alten Mahlgrad immer noch im Auswurf.
    Was ich aus Deinen Beschreibungen nicht lese:
    Hast Du irgendwelche Bezüge, mit denen Du zufrieden warst? Maschine für alle Bezüge immer gut durchgeheizt? Mühle mal aufgehabt und über ein Alignment (Ausrichten) der Scheiben nachgedacht? Hast Du mal mit leerem Siebträger nachgemessen, ob die Flussraten der Bezüge gleich sind?
    Sind alles erstmal nur Punkte, um eventuelle Ursachen einzugrenzen.
     
  11. FRAC42

    FRAC42 Mitglied

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    Bei den 55 mm Scheiben der Specialità?

    Meine Specialità reagiert sehr auf den Hopperfüllgrad - ich hab den Hopper lange immer zu mindestens 1/3 gefüllt gehalten. Seitdem ich einen Bohnenbeschwerer verwende ist Ruhe.

    Wie genau misst du die 18 g? Wenn das mit mit einer Küchenwaage passiert liegt hier der Hund begraben. Ein halbes Gramm mehr oder weniger kann genau die geschilderten Effekte hervorrufen. Ich wiege das Mehl vor jedem Bezug und schaue, daß ich maximal 0,2 g von den gewünschten 18 g weg bleibe.

    Mehrfach am Tag den Mahlgrad nachstellen zu müssen ist bei wechselhaftem Wetter jedoch normal. Ganz so arg Tee bei dir sind es jedoch nicht sein.
     
  12. #12 benötigt, 27.08.2021
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    Die Erfahrungen (nicht nur im verlinkten Thread, sondern auch bei HB) sprechen dafür, dass die positiven Einflüsse nicht von der Scheibengrösse abhängig sind.
    Eureka - Ausrichten der Mahlscheiben

    Dies ist -unabhängig von Deiner absolut korrekten Frage nach der Waage- einfach ein weiterer Ansatzpunkt, dem Grundproblem auf die Spur zu kommen.
    Bei Küchenwaagen ist nicht selten die Messgenauigkeit mit +/- 5 Gramm angegeben. Bei den besseren auch weniger. Dennoch wird da deutlich, wie weit weg man damit von der eigentlich angepeilten Menge für Espresso landen kann.
     
  13. #13 yoshi005, 27.08.2021
    yoshi005

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    Ich persönlich würde, bevor ich das Thema Alignment angehen würde, darauf achten, dass immer auf 0,1 Gramm exakt die gleiche Kaffeemenge ins Sieb kommt und dass der Puck immer schön gleichmäßig prepariert ist. Ein Zahnstocher zum Durchmischen des Pulvers im Sieb kann da Wunder wirken. Der Tipp mit dem Füllstand des Hoppers ist ebenfalls wichtig.
     
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  14. CT2003

    CT2003 Mitglied

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    Außerdem solltest Du die Mahlgradverstellung, insbesondere grob -> fein nur während des Mahlens vornehmen. Dabei ist aber dann klar, dass Du einen Moment warten (mahlen) musst bevor wirklich der neue gewünschte Mahlgrad im Siebträger landet.
     
  15. #15 GenießeDenTag, 28.08.2021
    Zuletzt bearbeitet: 28.08.2021
    GenießeDenTag

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    Mmh, eigentlich klingt es danach, dass es normal laufen müsste. Zum Tampern hast du nicht viel geschrieben, das könnte ggf. ein Punkt sein, wie auch bereits angesprochen hier. Wichtig ist waagerechtes Tampern und gleichmäßige und ausreichende Befüllung des ST. Ich selbst gebe mir an dieser Stelle immer Mühe, allerdings ohne großen Zirkus - nur lass ich das Kaffeemehl nicht direkt in den ST, sondern in ein VA-Kännchen aus der Mühle laufen und nach einem kurzen Schütteln verteile ich das Kaffeemehl in den ST. Dazu gibt es ja verschiedenste Methoden und Vorlieben, aber eine gleichmäßige und gute Vorgehensweise, die einem liegt, sollte möglichst das Ziel für einen guten "Lauf" des Espresso sein. Wenn der Druck immer gleichmäßig ist, wird die Vorbereitung wohl gut gewesen sein.
    Welchen Druckbereich/Gleichmäßigkeit stellst du denn bei deiner Maschine fest?
    Üblicherweise zeigt meine Maschine etwa 8,5 bar (+/- 0,5 bar) an und der Zeiger bewegt sich nur am Ende des Bezugs ganz leicht nach unten. Wenn ich 7,0 bar angezeigt bekomme, habe ich nicht korrekt gearbeitet und der Espresso läuft zu schnell durch. Ist auch noch durchaus trinkbar, aber die Brührate stimmt dann für meinen Geschmack schon nicht mehr.
    Für mich passt es nicht zusammen, dass du solch große Schwankungen in der Tasse hast, aber der Druck der verschiedenen Bezüge gleichmäßig ist.

    Der ST ist ausreichend befüllt? Grobe Orientierung: Beim Glätten der Oberfläche sollte das Mehl bis zum Rand des ST gefüllt sein - also vorm (ggf. Schütteln/Klopfen des ST) Tampern.

    Ich habe bis kürzlich immer mit einer Eureka mit 50er-Scheiben gemahlen und hatte auch mit dieser Mühle (Casa 50) nach Einarbeitung gleichmäßige Bezüge. Morgens lief der Espresso nicht ganz "perfekt" aus dem ST, aber war immer noch für mich sehr gut und die Parameter (wie Druck, Mengen) waren i. O.. Ich musste auch kaum nachjustieren und habe auch morgens nicht das Mehl vom Vortag abgelassen. Wenn ich erst einmal eine Einstellung von Mühle und Espressomaschine gefunden habe, justiere ich so wenig wie möglich nach. Bei Wetteränderungen kann es auch in kurzer Zeit mal erforderlich sein, aber das mache ich immer vorsichtig und moderat. Wenn es passt, justiere ich eher an der Mahldauer nach. Die Mahlgradverstellung der "kleinen" Eurekas ist nicht wirklich gut gelöst und kleine Änderungen des Mahlgrads nach der Skala können u. U. doch größere Auswirkungen haben und auch erst nach einigen Mahlvorgängen. An deiner Mühle wird es nach meiner Einschätzung eher nicht liegen.

    Wenn die Bohnen zu frisch sind, gibts auch Probleme, wie hier schon genannt. Die Bohnen sollten möglichst nicht älter als 3 Monate sein und ca. 2 Wochen Ruhezeit haben.

    Vielleicht lohnt sich auch ein Kurs bei einem guten Barista? Wenn du deine und gleichmäßige Arbeitsweise gefunden hast, dann wird es bestimmt klappen mit den Espressi. Oder deine Maschinen funktionieren nicht korrekt - das weißt du dann nach dem Kurs ;)
     
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