Home roasting - Mit dem hearthware precision

Diskutiere Home roasting - Mit dem hearthware precision im Vom Rohkaffee zum Selbströster Forum im Bereich Rund um die Bohne; Hallo Heimröster, wir haben seit Mitte Januar den HWP Coffee Roaster. Obwohl wir mittlerweile (wahrscheinlich) recht ordentliche Ergebnisse...

  1. #1 espressofan222, 09.05.2003
    espressofan222

    espressofan222 Gast

    Hallo Heimröster,

    wir haben seit Mitte Januar den HWP Coffee Roaster. Obwohl wir mittlerweile (wahrscheinlich) recht ordentliche Ergebnisse erzielen, haben wir immer noch neu aufkommende Fragen und einige Zweifel.

    Frage 1)

    Das Leistungsvermögen des HWP Rösters ist mit ca. 80-100 gr. angegeben. Horst hatte uns Anfangs mal geraten, dass 100 Gr. den Röster schon überfordern könnten. Im Moment haben wir aber schon bei 80 Gr. den Eindruck, daß selbst 80 Gr. nicht unbedingt mühelos verwirbelt werden. Unter dem Begriff Heißluftröster stellen wir uns vor , daß die Bohnen schneller durcheinandergewirbelt werden sollten und nicht soviele Bohnen solange auf dem heißen Bodenblech aufliegen sollten. Meinen auch, daß das Röstergebnis in einer charge (eine bohnensorte) uneinheitlich ist. Und bei ca. 70-60 Gr. muss man einfach zu viele Durchgänge fahren.

    Da wir sowieso den Röstvogang beobachten und individuell steuern (mit Kühlunterbrechung wie von Stefan empfohlen) haben wir uns heute eine neue Spielart mit 80 Gr. Füllungen ausgedacht .

    Wir nehmen den gesamten Röster in die Hand und schwenken die Bohnen kontinuierlich so, daß die einzelne Bohne weniger Kontakt zum Boden hat und nicht anschmurgeln kann. Haben das heute zum ersten mal probiert und haben eine wesentlich längere Röstdauer erreicht.
    Der optische Eindruck ist gut - probiert haben wir natürlich noch nicht.

    Also Doppelfrage:
    Wie befüllt ihr den Röster.
    :D Wie beurteilt ihr unser Espressofan Home roasting Heißluft Schwenkverfahren
    Gruß
    Espressofans
    Ute, Schnute , Kasimir
     
  2. Host

    Host Mitglied

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    Hallo Espressofan,
    was verstehst du unter schnellem Durcheinanderwirbeln?
    Der HWP pulst ja den Luftstrom, d.h. ein paar Sekunden liegen fast alle Bohnen still auf dem heißem Blech (an den Luftlöchern hüpfen einige ein bischen) - wird der Ventilator wieder hochreguliert, dann werden Bohnen an den Luftlöchern hochgeblasen und über den Metallpilz an die Glaswand geschleudert, dahinter rutschen die anderen Bohnen nach. D.h. zu keiner Zeit wirbeln ALLE Bohnen durch die Luft. Die Pulsung ist ja so eingestellt, daß die auf dem heißen Blech liegenden Bohnen nicht zu viel Hitze abbekommen.

    Normalerweise nehme ich einen gestrichenen Meßlöffel Rohbohnen, - der, der mitgeliefert wurde - der HWP hat diese Menge bisher problemlos geröstet.
    Außer Maragogype Bohnen, die sind einfach einzeln schon so schwer, daß sie unten verbrennen, wenn man nicht aufpasst.
    Welche Bohnensorten benutzt Du denn?

    Zum Schwenken des Rösters:
    Kann man wohl machen, weiß nicht, ob es dem laufendem Motor unbedingt guttut. Aber vor allem braucht man ne gute Kondition bei mehreren Röstungen hintereinander :)

    Wie gesagt, ca. 80gr. auf einmal, - mehr spuckt er leider nicht aus. Wenn man viel Kaffee trinkt, dann läuft der Röster auch ziemlich oft, da kann man nichts machen.

    Grüße
    Horst
     
  3. Stefan

    Stefan Mitglied

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    [color=#000000:post_uid14]Nur mal so am Rande - daß der Boden des Rösters aus einem durchgehenden Metallstück ist und nicht nur im Bereich des Lufteinlasses, hat sicher seinen Grund. Durch die nur mittig vorhandene Heißluftzufuhr würde ansonsten eine zu ungleichmäßige Temperatur beim Rösten erreicht werden. Sind die Bohnen nämlich hochgewirbelt, fallen sie nach außen und kühlen dort etwas ab. Durch den Metallboden wird so auch in diesem Bereich Wärme zugeführt - das Röstergebnis wird sicher gleichmäßiger so.

    Gruß
    Stefan[/color:post_uid14]
     
  4. #4 espressofan222, 09.05.2003
    espressofan222

    espressofan222 Gast

    [quote:post_uid0="Host"]Hallo Espressofan,
    was verstehst du unter schnellem Durcheinanderwirbeln?
    Der HWP pulst ja den Luftstrom, d.h. ein paar Sekunden liegen fast alle Bohnen still auf dem heißem Blech (an den Luftlöchern hüpfen einige ein bischen) - wird der Ventilator wieder hochreguliert, dann werden Bohnen an den Luftlöchern hochgeblasen und über den Metallpilz an die Glaswand geschleudert, dahinter rutschen die anderen Bohnen nach. D.h. zu keiner Zeit wirbeln ALLE Bohnen durch die Luft. Die Pulsung ist ja so eingestellt, daß die auf dem heißen Blech liegenden Bohnen nicht zu viel Hitze abbekommen.

    Welche Bohnensorten benutzt Du denn?

    Grüße
    Horst[/quote:post_uid0]
    Hi,
    danke horst und Stefan für die Antworten.

    Horst Deine beschreibungen sind soweit zutreffend. Ich weis nicht ob sich am Gerät schon etwas in der Kraft was verändert oder ob ich da einfach etwas zuviel erwarte. Mir kommt die Verweildauer auf dem heißen Blech (zu) lang vor.

    Das zusammen mit den Überlegungen , dass bei diesem System durch die hohe Hitzezufuhr kürzere Röstzeiten als bei der Trommelröstung entstehen -mit den bekannten Nachteilen- haben ja sicher auch zu Stefans Taktik mit dem Zwischenkühlen geführt (Horst, machst Du das auch?)

    Auf welche Röstzeiten kommt ihr? Bisher bin ich mit zwischenkühlen auf 6-7 Min. bis zum 1.Cr. und auf eine Ges.Zeit von 10-11 min.gekommen.

    Heute mit dem neuen , einzigartigen Schwenkverfahren waren es auch 13-14 (aufgrund der wenigen Versuche noch nicht patentreif)

    Der Motor hat keine verdächtigen Geräusche von sich gegeben.

    Man kann auch ganz gemütlich,mit dem Maschinchen in den Händen auf dem Balkon sitzen. Bisher habe ich das Gerät nur auf dem Balkonboden und davor knieend betrieben :D

    Während der Abkühlphase habe ich dann entspannungsübung und stretching ausgeführt :D

    Ich benutze die normalen Brasil 19, columbia Supr., Guatem.,
    java, sul., äth. sid., kenia

    Gruß
    Kasimir
     
  5. Host

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    Hallo,
    Deine Bohnen sind ja die üblichen Verdächtigen, die röste ich auch und die Röstung klappt damit auch ganz gut.
    Ich laß meinen Röster normal durchlaufen, ohne Zwischenkühlung (wie ging das nochmal?).
    Damit ergeben sich bei vorgeheizter Maschine ca. 4 Min zum 1. Crack und dann 2-3 Min zum 2.Crack, je nach Sorte.
    Man kann die Maschine nach Beginn des ersten Cracks ausschalten, da der erste Crack, einmal angefangen, selbst zum Ende läuft. Danach wieder einschalten (die Aktion geht nur mit Stecker ziehen). Das soll ein wenig ein Trommelröstprofil imitieren.
    Ich mach das aber auch nicht, da es dem Röster auf die Dauer bestimmt nicht guttut, ohne Kühlphase jedes Mal ne Weile zu stehen.

    Grüße
    Horst



    Edited By Host on 1052516853
     
  6. #6 espressofan222, 10.05.2003
    espressofan222

    espressofan222 Gast

    [quote:post_uid0="Host"]ohne Zwischenkühlung (wie ging das nochmal?).

    Damit ergeben sich bei vorgeheizter Maschine ca. 4 Min zum 1. Crack und dann 2-3 Min zum 2.Crack, je nach Sorte.

    Das soll ein wenig ein Trommelröstprofil imitieren.
    Ich mach das aber auch nicht, da es dem Röster auf die Dauer bestimmt nicht guttut, ohne Kühlphase jedes Mal ne Weile zu stehen.

    Grüße
    Horst[/quote:post_uid0]
    Hallo,
    habe gerade nochmal einen Columbia Supremo mit " Heißluft-Schwenkverfahren" :D geröstet:

    - gleichmäßiges schwenken von anfang bis ende
    - nach 3 min. auf "cool" gedrückt und 30 sec. laufen lassen
    - in der 6. Min. beginn des 1. cr.
    - in der 9. Min. nochmals 30 sec. "cool"
    - in der 12 Min. hatten die Bohnen eine mittlere färbung wie auf dem precision karton die bohnen in der Mitte
    - Anfang der 14 Min. beginn des 2. Cr.
    - nach ca. 14,5 Min auf "Cool" umgeschaltet - schwenken eingestellt.
    - dunkle Färbung der Bohnen - sehr gleichmäßig - ca 7 % Abplatzer (die ich nicht unbedingt produzieren wollte).

    kann man das als schonende Langzeitröstung bezeichnen ? :(


    @Horst

    a) Zwischenkühlung , siehe oben


    b) 7 Min. Röstzeit - keine Probleme mit (zuviel) Säure?

    c) Trommelröstprofil imitieren - kann man sich das nicht bei meiner oben beschriebenen Methode ganz gut vorstellen?



    Gruß Kasimir



    Edited By espressofan222 on 1052562264
     
  7. Host

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    moin Kasimir,
    Deine Methode ist bestimmt nicht schlecht, wär aber für mich zu aufwendig - zumal man dabei auch nur 80gr. Bohnen röstet.
    Die Verlängerung der Röstphase zwischen 1. und 2. Crack ist sicher wünschenswert, wenn man die Säure reduzieren will.

    Ich weiß nicht was eine kurze Kühlphase nach 3 min bringt, weil man da ja noch vor dem 1.Crack ist. Allerdings kann ich mir vorstellen, daß eine kurze Kühlphase während des 1. Cracks Sinn macht, da dieser Crack von allein weiterläuft. Anschließendes Wiedereinschalten streckt die Zeit zwischen den beiden Cracks sicher von 3min auf das Doppelte.

    Probleme mit zuviel Säure hab ich machmal, wenn ich beim Bugisu oder Mandheling zu früh bei Beginn des 2. Cracks abgebrochen habe, was ärgerlich ist, denn das sind ja eigentlich Basissorten, die man in einer Espressomischung mit 50%+ einsetzt.
    Leicht vermurkste Kenias, Yirgs oder Yemen Mochas gehen eh nur mit 10% in die Mischung, da kann man das mit einem ordentlichen Schuß Brasil wieder retten. :)

    Grüße
    Horst

    P.S. mit Columbia Supremo hatte ich im Espresso noch kein Glück, - zu sauer. Auf Filterkaffee geröstet und getrunken - mein Favorit.



    Edited By Host on 1052568031
     
  8. #8 espressofan222, 10.05.2003
    espressofan222

    espressofan222 Gast

    [quote:post_uid0="Host"],
    a) Deine Methode , wär aber für mich zu aufwendig -


    b) Ich weiß nicht was eine kurze Kühlphase nach 3 min bringt, weil man da ja noch vor dem 1.Crack ist.

    c) Probleme mit zuviel Säure hab ich machmal, wenn ich beim Bugisu oder Mandheling zu früh bei Beginn des 2. Cracks abgebrochen habe, was ärgerlich ist, denn das sind ja eigentlich Basissorten, die man in einer Espressomischung mit 50%+ einsetzt.


    Grüße
    Horst

    e) P.S. mit Columbia Supremo hatte ich im Espresso noch kein Glück, - zu sauer. Auf Filterkaffee geröstet und getrunken - mein Favorit.[/quote:post_uid0]
    Hallo Horst,

    a) aufwendig ohne Ende - einverstanden. Aber alles was wir alle mit unserem espressothema treiben- incl. der Zeit hier im Forum ist (zu) aufwendig. Aber nur das Ergebnis zählt. Andererseits, Tchibo arbeitet wenniger zeitaufwendig - und das Ergebnis ist allseits bekannt. Und von dieser Seite kommt auch mein Zweifel , wenn wir mit unserem Heißluftröster mit diesen kurzen Zeiten arbeiten. (trifft teilweise auch auf b und c zu)

    b) Hab ich erstens von unserem home roasting Altmeister Stefan übernommen.
    Zweitens hab ich irgendwo einmal gelesen (schlag ich nochmal nach) und auch von einer rösterei gehört ( ich frag nochmal nach): "Anfangs bilden sich Säuren , die man später
    auch nicht wieder weg bekommt." Trifft auch auf c) zu.
    Deshalb ist vielleicht die Streckung anfangs interessant.



    c) Zur Säure hast Du wohl mal geschrieben: "Kann man nicht jede Säure wegrösten mit entsprechender Röstdauer? (Das war bei dem columbia supremo esspresso den ich bei
    bazzar gekauft habe - mit 24min. röstdauer. Und das geht sicherlich nur mit entsprechend schonender röstung von Anfang an) auch für e)

    Im Moment versteh ich die Arbeit mit unserm Precision so, daß wenn wir einfach nach hinten raus länger rösten, einfach nur die Bohnen zu sehr verkokeln und einen unangenehmen rauchigen Geschmack (sehr intensive Röstaromen ) bekommen.

    Gruß Kasimir
     
  9. Stefan

    Stefan Mitglied

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    @ Host

    3 Minuten Röstpause halte ich für zu lang - allzusehr sollte der Kaffee dabei nämlich nicht abkühlen. Bisher habe ich die Unterbrechungen nie länger als eine Minute hinausgezögert. Deine Einschätzung zum Columbia Supremo kann ich bestätigen - er verträgt aber durchaus eine dunklere Röstung, wo sich die intensive Säure etwas verliert. Beim HPR bedeutet das bei mir eine Gesamtdauer von 14-16 Minuten.
    Der Bugisu ist mir mittlerweile viel zu schade für Espressoröstungen - er ist wesentlich vollmundiger in einer hellen Röstung für Filterkaffee.
    Im Laufe des Jahres werde ich übrigens dem Trend zum Zweitröster folgen :laugh: , der HPR wird mir zu klein, da ich üblicherweise wenigstens ein ganzes Kilo wegröste. Das ist dann natürlich etwas Arbeit bei der kleinen Charge. Heute habe ich mir den Alpenröst in der aktuellen Version mal näher ansehen können, inklusive Verkostung eines damit gerösteten Java. Trotz des Preises - das Ergebnis überzeugt.

    Gruss
    Stefan
     
  10. #10 deepblue**, 10.05.2003
    deepblue**

    deepblue** Mitglied

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    Für alle dies interessiert..diese Seite hat gute Bilder/Text zum anschauen...Alpenröst


    Gruss---Helmut
    :)
     
  11. Host

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    Stefan,
    ich glaube ich hab mich mißverständlich ausgedrückt:
    Ich meinte, mit dem HWP normal anfangen, bis der 1. Crack in vollem Gange ist, dann den Kühlknopf drücken, 30s-1min kühlen lassen und dann wieder den Röstknopf drücken um weiterzurösten. Kühlen ist eigentlich nicht unbedingt erwünscht, aber wahrscheinlich maschinenschonender und da der 1. Crack ein exothermer Vorgang ist, machen diese Minute den Bohnen wahrscheinlich nichts aus.
    Wie dem auch sei, - hab ich bisher noch nicht gemacht, - hört sich aber gut an, ausprobieren kann nicht schaden.

    Klar wäre ein Trommelröster das Nirwana des gepflegten Kaffeepsychophaten :D , aber das ist im Augenblick für mich finanziell noch nicht drin.

    @Kasimir,
    klar, das Espressohobby ist vom Aufwand her jenseits aller Vernunft, da geb ich Dir Recht. :)

    zu b) ich glaube das stimmt so nicht, - die Säuren sind schon da. (um das zu Verifizieren, müßte man sich mal ne Tasse Kaffee mit Rohbohnen machen :) )
    Wenn man entsprechend lange mit moderater Temperatur röstet, dann bauen sie sich immer mehr ab.
    Der HWP hat da leider das Manko, daß man bei der Temperatur nicht unbeding eingreifen kann, - sie wird immer über der "moderaten" für lange Röstdauer bleiben.

    Grüße
    Horst

    Kommt eigentlich irgendwann der Hottop in D auf den Markt?
     
  12. Host

    Host Mitglied

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    Ach ja, - wie sieht denn der neue Alpenröst aus und was wurde verändert?
    Ich glaube Helmuts Link zeigt noch den alten.

    Grüße
    Horst
     
  13. Stefan

    Stefan Mitglied

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    @ Host
    Der 'neue' Alpenröst sieht genauso aus, hat zusätzlich einen zweiten Temperaturfühler der die Umgebungstemperatur miteinbezieht. Das war bei der ersten Version das größte Manko - er reagierte sehr empfindlich auf Veränderungen der Umgebungstemperatur.
    Auffallend ist die seltsame Abstufung der Röstprogramme - sehr fein, aber ab Nr. 8 wirds dann schon fast ein French Roast. Es gibt wohlgemerkt 15 Programme...
    Mir ist er eigentlich auch zu teuer - Alternativen sind aber derzeit zumindest hierzulande nicht in Sicht, deswegen habe ich die Gelegenheit genutzt ihn mir näher anzusehen. Unter 400 Euro ist er hierzulande bis jetzt nicht zu bekommen, die üblichen Verdächtigen wollen gar eher 500 sehen. Händler bekommen übrigens günstige Konditionen ab einer Abnahme von 60 Stück - das dürfte wohl der Gesamtmenge der in ganz Deutschland zu verkaufenden Exemplare entsprechen... :laugh:

    Gruß
    Stefan
     
  14. #14 espressofan222, 11.05.2003
    espressofan222

    espressofan222 Gast

    [quote:post_uid0="Stefan"]Deine Einschätzung zum Columbia Supremo kann ich bestätigen - er verträgt aber durchaus
    eine dunklere Röstung,
    wo sich die intensive Säure etwas verliert. Beim HPR bedeutet das bei mir eine Gesamtdauer von 14-16 Minuten.[/quote:post_uid0]
    Hallo Stefan,

    wie kommst Du denn auf eine Röstdauer von 14-16 Min. ? - Ohne dass die Bohnen verschmurgelt sind - und ohne einen Großteil an Abplatzern ?

    Gruß Kasimir
     
  15. Stefan

    Stefan Mitglied

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    [color=#000000:post_uid14]Mein HPR ist nach über drei Jahren schon ziemlich 'eingefahren', auch sollte man berücksichtigen, daß man die Geräte nur vage untereinander vergleichen kann was die Röstdauer/Temperatur angeht - da gibts wohl gewisse Fertigungstoleranzen habe ich festgestellt... ???
    Eine eher helle Röstung ist bei mir in 12 Minuten fertig, richtig dunkel wirds ab 16 Minuten aufwärts. Man hätte das Poti für die Zeitsteuerung auch etwas feiner abstufen können, bei mir spielt sich auf der Skala alles zwischen 4 und 5,5 ab.
    Abplatzer sind durchaus vorhanden, aber das liegt wohl weniger am Röster als an der Rohkaffeequalität. Ich werde das am Beispiel Columbia Supremo aber gleich nochmal austesten und bei Bedarf gerne ein Foto einstellen. :;):

    Aktualisierung - die erste Charge mit 14 Minuten ist durch. Mittlerer Röstgrad für meine Verhältnisse - und keine erkennbaren Abplatzer.

    Die zweite Runde bei 15 Minuten - die Bohnen sind dunkel, aber noch deutlich von schwarz entfernt, sehr ölig - auch diesmal keine erkennbaren Abplatzer. Ich würde jetzt glatt vermuten, daß Dein HPR etwas zu hitzig zu Werke geht... :(
    Gruß
    Stefan[/color:post_uid14]



    Edited By Stefan on 1052669594
     
  16. #16 espressofan222, 11.05.2003
    espressofan222

    espressofan222 Gast

    [quote:post_uid0="Stefan"]Eine eher helle Röstung ist bei mir in 12 Minuten fertig, richtig dunkel wirds ab 16 Minuten aufwärts. Man hätte das Poti für die Zeitsteuerung auch etwas feiner abstufen können, bei mir spielt sich auf der Skala alles zwischen 4 und 5,5 ab.
    Aktualisierung - die erste Charge mit 14 Minuten ist durch. Mittlerer Röstgrad für meine Verhältnisse - und keine erkennbaren Abplatzer.

    Die zweite Runde bei 15 Minuten - die Bohnen sind dunkel, aber noch deutlich von schwarz entfernt, sehr ölig - auch diesmal keine erkennbaren Abplatzer. Ich würde jetzt glatt vermuten, daß Dein HPR etwas zu hitzig zu Werke geht... :(
    Gruß
    Stefan[/quote:post_uid0]
    Hi,
    mit Kühlen zwischendurch, ja ? - probier ich morgen aus.



    GrußKasimir
     
  17. Stefan

    Stefan Mitglied

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    Oh, sorry - ich vergaß. In der Tat mit einer halben Minute 'Pause' direkt nach dem ersten Crack.
     
  18. #18 Claudia, 12.05.2003
    Claudia

    Claudia Gast

    Ja, ich kann das Gestöne hören, hier einen Beitrag von mir sehen zu müssen.

    Aber einige Punkte machen mich doch nachdenklich,

    Eingangs habe ich irhgendwo gelesen, dass die Bohnen einige Zeit unbewegt auf der Bohnenplatte liegen. Das ist sicher nicht das Prinzip einer Heißluftröstung. Da die Bohnen allseitig gleichmässig von gleich heißer Luft durchströmt werden sollen. Manchmal spricht man auch von Fluidized Bed. Eine unbewegte Bohne entspricht sicher nicht der Vorstellung und wird sicher zu einem unheitlichen Bohnenbild führen. Man kann das vielleicht durch eine verlängerte Röstzeit heilen, die Aromabildung wird aber eher weniger reproduzierbar.

    Zum Thema "unterbrochene Röstung" habe ich schonmal auf Söhn hingewiesen. (Söhn, Gerhart: Kleine Kaffee - Kunde, Hamburg 1956, S. 116 f) Ich hoffe das war nun eine wissenschaftlich korrekte Quellenangabe. "Nachteil der unterbrochenen Röstung ist ein gewisser Säureverlust." Ich denke 1956 ging es Söhn eher nicht um Espresso. Ergebnis der unterbrochenen Röstung ist auch ein besseres Bohnenbild, speziell bei ostafrikanischen Kaffees. Für alle die nicht direkt nachlesen wollen, die Idee ist im Stadium der Gelbfärbung abzubrechen, auf Außentemperatur abzukühlen und dann "in üblicher Form"fortzusetzen, was immer das heißen soll. Ich habe keine Ahnung, ob man ihn theoretisch fragen könnte, aber das können ja die NRW Vertreter eruieren.

    Ach so, dann noch unter Röstern, gilt es als Nachteil die Bohnen während des Röstvorgangs abzukühlen (Idee ist rösten durch stetig ansteigende Produkttemperatur). Anders wrden sie dumpf/flach. Ich weiß nicht, ob mit den beschrieben Verfahren, das geschieht.

    Gruß Claudia
     
  19. Host

    Host Mitglied

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    moin Claudia,
    der HWP ist ja ein Hobbyröster, d.h. einen "echten" Fluid-bed Röster zu konstruieren wäre sicher zu teuer geworden.
    Insofern ist er wahrscheinich ein Mischung aus Trommel- und Heißluftröster, mit einer Betonung auf Heißluftröstung. Wie gesagt, die Bohnen liegen nur einige Sekunden auf dem heißen Blech, wohl zu kurz um ein uneinheitlich Röstbild zu erzeugen. Sie werden ziemlich uniformfarbig schon kurz nach dem ersten Crack (obwohl ich bei sehr hellen Röstungen schon auch "Tipping", - ein Zeichen von Kontaktwärme, sehen kann).

    Zu dumpf/flach gerösteten Bohnen:
    Dieser Effekt tritt wohl auf, wenn der Temperaturanstieg zu langsam war, z.B. die Bohnen sich über lange Zeit in einem Temperaturbereich unterhalb der wirklichen Rösttemperatur befanden (kenn jetzt keine °C Angaben).
    Die Idee der Kühlung während der Röstung bezieht sich aber auf den Zeitraum, in dem die Bohnen von sich aus Wärme produzieren - Prozesse während des ersten Cracks sind exotherm. Hier kann man problemlos die Wärmequelle wegnehmen. Die Temperaturkurve flacht für diese Zeit etwas ab, allerding nur kurz. Der „Back“-Prozess wird dadurch noch nicht eigeleitet.

    @Stefan,
    dann bleiben aber einige konstruktive Schwächen bestehen (Hab den Alpenröst mal bei einem Röster gesehen und mir erklären lassen)
    1.Man kann den Röstprozess nicht visuell verfolgen. Kein Schauglas und keine Probenentnahmemöglichkeit. Öffnet man den halbzylindrischen Deckel, dann entweicht ein Gutteil der Wärme und nichts ists mehr mit Weiterrösten. Gerade wenn man viel unterschiedliche Sorten röstet, will man ja nicht immer ein halbes Kilo Bohnen für die Test-Vorröstung verballern bis man die optimale Einstellung gefunden hat.
    2.Röster, die 200-300gr. rösten geben ja einiges an Rauch/Gestank von sich. Beim Alpenröst wird dies aber noch verstärkt. Die Heizspirale befindet sich unter der Trommel. Bohnenhäutchen und kleinere Bohnen fallen durch die Perforation in der Trommel nach unten, - direkt auf die Heizspirale und rauchen dort ab. Warum hat man die Heizquelle nicht seitlich angebracht?
    3.Der Antrieb der Trommel über zwei Metallrädchen, auf denen die Trommel aufliegt soll im Röstbetrieb erbärmlich laut quietschen.

    Weiß nicht,- für knapp 500 € sind das irgendwie zu viele Nachteile, die man in Kauf nehmen muß.


    Grüße
    Horst
     
  20. #20 espressofan222, 12.05.2003
    espressofan222

    espressofan222 Gast

    Hallo Stefan und Horst,
    Kühlpause n a c h dem 1. Cr. scheint jetzt einheitliche Meinung bei Euch zu sein.
    Habe heute 2 Durchgänge wie von Stefan beschrieben mit Col.Supr. gefahren. 13/14 Min. aber mit vielen Abplatzern. Das das am Rohkaffee liegen soll mag ich nicht glauben, da auch Horst früher schon mal das Thema Abplatzer zur Sprache gebracht hat. Auch kommt das bei unterschiedlichen Sorten vor - wenn sie denn solange geröstet werden.
    Allerdings ist mir auch schon mal früher aufgefallen, dass Horst bei etwas zu viel Röstdauer von Abpl. sprach - Stefan aber von sehr dunkler Röstung ohne Abpl. berichtet.

    Wenn unsere Maschine auf z.b. 5 (Stefan) oder auf 10 (Horst) eingestellt wird - ändert sich dadurch nur die Gesamtlaufzeit(sofern man nicht eingreift) oder ändert sich auch der gesamte Temperatur- und Zyklusverlauf?

    Gruß Kasimir



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