Ich trinke gerade diesen Espresso....

Diskutiere Ich trinke gerade diesen Espresso.... im Bohnen und Kaffee Forum im Bereich Rund um die Bohne; [ATTACH] [ATTACH] [ATTACH] Name: Cafeina Röster: Father‘s Coffee, Ostrava, Tschechien Bohnen: 100% Arabica, Yellow Catuai & Mundo Novo Röstung:...

  1. #8741 portafilter, 06.10.2022
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    Name
    : Cafeina
    Röster: Father‘s Coffee, Ostrava, Tschechien
    Bohnen: 100% Arabica, Yellow Catuai & Mundo Novo
    Röstung: Medium-Dark
    Herkunft: Brazil, Carmo De Cachoeira, Sul De Minas (900-1100 masl)
    Processing: Natural
    Geschmacksprofil laut Röster: Hazelnut Butter, Sweet Tobacco
    Röstdatum: 12.09.2022

    Brührezept:
    Dose: 16.5g
    Yield: 30g
    ~ Ratio: 1:1.8
    Temperatur: 92 Grad
    Zeit: 28 Sekunden, erste Tropfen ab 10 Sekunden
    Druckprofil: 10 Sekunden Ramp-Up auf 8 Bar, die letzten 7g mit Restdruck

    Maschine: Lelit Mara X (im X Mode, Temp-Stufe 0)
    Mühle: Mazzer Super Jolly, Italmill Burrs
    Sieb: IMS Competition B70-Serie 24.5mm

    Puh also süßer Tabak vielleicht. Aber das ist alles so rostig und verbrannt. Viel kann man nicht schmecken. Ganz entfernt kann man Schokoladen Noten schmecken.

    Guter Körper aber wenig Süße schmeckbar. Die Bitterkeit überlagert alles. Säure ist fast nicht da. Das macht den Kaffee aber unterkomplex.

    Als Ristretto eine gute Basis für ein Milchgetränk.
    Man kann den Kaffee so rösten, ja, aber ich denke man hätte hier auch einfach weniger aggressiv rösten können. Ich finde nicht nur ist der Kaffee nicht nach meinem Geschmack, sondern (fast?) defekt.

    10.70 für 300g ist zu viel, wenn der Kaffee verbrannt ist. Ich schätze den Ansatz einen Dark Roast Specialty Coffee zu machen. Dann aber nicht so. Auch ist das Bohnenbild nicht makellos.

    Wurde eine KVA Spende für meine Eltern. Mit den richtigen Einstellungen kommt da ein ordentliches Milchgetränk raus.

    Ich würde bei Father’s nochmal bestellen. Aber den Cafeina nicht mehr.
     
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  2. #8742 EspressoDoc, 06.10.2022
    EspressoDoc

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    Blackbird Coffee — Treibstoff

    Cupping score: 85

    Röstdatum: 22.09.2022

    Bezugstemperatur: 92 Grad Celsius

    ca. 18g in - ca. 36g out in ca. 35 Sekunden inkl. PI

    LMLM mit Nadelventil — Comandante c40 MK3 (18 Clicks mit RC)

    Nuancen: Schoko, Nougat, Karamell


    Geschmack: Viel Schokolade & Karamell, etwas an Röstaromen und kaum Säure. Langer Nachgeschmack. Ganz klassischer Espresso, sehr solide.

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  3. #8743 Sarah2022, 06.10.2022
    Sarah2022

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    Sieht lecker aus
     
  4. El Edu

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    Name der Rösterei : Coffea Circulor
    Name des Kaffees : Ethiopia Alaka WX
    Producer / Farm : METAD PLC
    Location : Oromia, Hambela, Äthiopien
    Varietät : 74110, 74112
    Elevation :
    2100
    Aufbereitungsprozess : gewaschen
    Ernte: 2021 - 2022
    Geschmacksprofil laut Röster: Aprikose, Honig, Wacholder, Mandarine
    Geröstet: 5.09.22


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    Diesen Varietäten und ihrer Anbauhöhe ist die Größe der Bohnen sehr klein, besonders im Vergleich zu der Java-Sorte, die ich auch zur Zeit verwende.

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    Gemahlen mit : G-Iota mit SSP Red Speed Espresso
    Bezogen mit : ECM Classika II PID
    Sieb : IMS h24

    In : 18
    Out : 40 (2x20)
    Sek. : 29
    Temp. : 93°C

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    Sehr aromatisch. Leichte Creme, etwas spröde (Ich habe eine, die besser aussieht, aber mit diesem Rezept am besten schmeckt). Mittlerer Körper. Sehr gut ausbalancierte Zitronensäure. Eine Bombe aus Blumen und Früchten. Ich finde sehr deutlich Veilchen Noten (in Madrid ist ein Veilchen Bonbon sehr typisch und es erinnert mich an diesen Geschmack aus meiner Kindheit), auch Steinobst und Orange. Der Nachgeschmack animiert dazu, einen weiteren Kaffee zuzubereiten.

    Wieder kaufen?: Ja, zweifellos
     
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  5. #8745 züripresso, 06.10.2022
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    Name der Rösterei: Red Code Coffee Roasters, Bensheim
    Name des Kaffees: Daedalus
    Herkunft: Gayo Berge, Indonesien / Berra Xaddicco, Äthiopien / Kerala, Indien
    Produzenten / Kooperativen: Keine Angaben
    Varietäten: 70% Arabica, 30% Robusta
    Verarbeitung: Keine Angaben
    Geschmacksnoten gemäss Röster: Herrenschokolade, Nuss
    Röstdatum: 25.08.2022

    Gemahlen mit: Eureka Mignon Magnifico
    Bezogen mit: Rocket Mozzafiato Evo R
    Sieb: Standard Rocket 2er

    In: 17.4
    Out: 40.9
    Sek.: 22
    Temperatur: 93.6 °C

    Notizen: Beim Öffnen der Tüte schlagen mir unverblümt kräftige Röstnoten entgegen. Die Bohnen weisen eine dunkle Röstfarbe auf und ihr Äusseres ist an einigen Stellen bereits leicht ölig. Der Blend ist unkompliziert und gutmütig in der Puckvorbereitung und beim Bezug. Der Geschmack ist klassisch italienisch und weist sowohl die angepriesene dunkle Schokolade auf als auch Haselnüsse mit starken Röstnoten. Die 30% Robusta leisten nicht nur bei der Crema ihren Anteil, sondern sind vermutlich der Teil des Blends, der für die malzig-holzige Nebennote verantwortlich ist. Ich persönlich finde die Bitternoten und die Röstaromatik ein wenig zu bestimmend in der Tasse.

    Fazit: Wer es gerne sehr klassisch mag, ist beim Daedalus sicher gut aufgehoben. Wer gerne noch eine Spur Restsäure hätte, wird hier nicht fündig.

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  6. #8746 Kahua, 07.10.2022
    Zuletzt bearbeitet: 07.10.2022
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    Ich kaufe in letzter Zeit meine Espressobohnen bei „Freshcoffee“, eine kleine Rösterei bei mir in der Nähe. Die Espressoröstung schmeckt mir sehr gut. Dieses Mal habe ich mich getraut und meine eigene Kaffeeröstung über den Kaffeegeneratur auf der Internetseite der Rösterei kreiert. Mit Hilfe der Beschreibung der Zutaten habe ich die Mischung Schritt für Schritt zusammengestellt. Dafür, dass ich das zum ersten Mal mache und ich nicht so viel Erfahrung mit Zusammensetzung der verschiedenen Bohnen in einem Blend habe, ist mir die Mischung recht gut gelungen. Der Espresso schmeckt wie gewünscht schokoladig nussig mit einem hauch Fruchtnote. In Cappuccino kommt er gut durch.

    Name: Espi (Habe ich selbst vergeben)
    Röster: Freshcoffee, Bad Friedrichshall
    Mischung: Honduras SHG Lempira (20%), Tanzania Bukoba (20%), Ethiopia Djimmah (20%), Ethiopia Sidamo grade 4 (20%), Brasil Euro Dulce (20%)
    Röstung: Medium-Dunkel
    Geschmacksprofil: Schokoladig, Nussig
    Abgang: Karamellig, Würzig
    Aromen: Fruchtig
    Röstdatum: 15.09.2022 (Zwei Tage nach der Bestellung)

    Brührezept:
    Dose: 17g
    Yield: 40g
    Zeit: 30 Sekunden
    20220919_174943.jpg 20221007_182353.jpg IMG-20220917-WA0003.jpg
    Wieder kaufen? Ja, auf jeden Fall. Das Konzept gefällt mir gut und es schmeckt sehr lecker.
     
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  7. #8747 portafilter, 07.10.2022
    Zuletzt bearbeitet: 08.10.2022
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    IMG_7926.jpg IMG_7925.jpg IMG_7924.jpg
    Name
    : Sure Shot
    Röster: Man vs. Machine, München
    Bohnen: 100% Arabica (k.A. zu Varieties)
    Röstung: Light-Medium
    Herkunft: Brasilien, Single Origin
    Processing: Natural
    Geschmacksprofil laut Röster: Sweet, Creamy Cocoa, Nuts
    Röstdatum: 23.09.2022

    Brührezept:
    Dose: 17.5g
    Yield: 37g
    ~ Ratio: 1:2.1
    Temperatur: 94 Grad
    Zeit: 43 Sekunden, erste Tropfen ab 10 Sekunden, richtiger Fluss ab 15 Sekunden
    Druckprofil: 10 Sekunden Ramp-Up auf 8 Bar, die letzten 7g mit Restdruck

    Maschine: Lelit Mara X (im X Mode, Temp-Stufe 1)
    Mühle: DF64 mit SSP MP Burrs
    Sieb: IMS Competition B70-Serie 26.5mm

    Ich hatte schon lange keinen MvsM Espresso mehr auf meiner Mühle. Auch einen richtig guten Natural hatte ich eine Weile nicht mehr.
    Der Sure Shot hat sich mMn deutlich verändert im Vgl. zum letzten Mal, wo ich ihn hatte vor ca. 6 Monaten.
    Er gefällt mir nun deutlich besser und ist bei dem Preis (11.50 Euro / 250g) definitiv ein Kandidat für Öfter.
    Aber alles Schritt für Schritt.

    Die Cupping Notes verraten einen sehr klassischen Espresso. Das bekommt man auch, wenn man ihn zu lange zieht. Bei über 50 Sekunden erinnert der Kaffee an (gute!) italienische Röstungen.
    Im Sweet Spot aber, der 7-10 Sekunden in meinem Set-Up früher liegt, kommt deutlich meht Süße raus.
    Das ganze kombiniert mit gebändigter Säure und wenig (für den Röstgrad sehr wenig) Bitterkeit.
    Dieser Sweet Spot ist aber wirklich wirklich spät im Vergleich zu anderen Bohnen. Der Sure Shot hatte bisher die aller ruhigsten Bezüge seit Monaten. Nicht mal im Ansatz war Channelling ein Problem auch wenn man sehr fein mahlt. Ich schätze, der Kaffe erlaubt einfach eine wahnsinnig hohe Extraktion, ohne Kanäle zu bilden.
    Ich bin an den Espresso auch im Rezept (1:2ish) klassisch herangegangen. Die Crema wirkt auch dem entsprechend. Allerdings von wechselnder Schönheit.
    Der Körper ist sehr gut. Unheimlich gut für einen Light Roast. Das erlaubt der Süße der Frucht sich frei zu entfalten.
    Der Kaffee ist sehr schokoladig-kakaoig. Besonders im Milchgetränk sehr geil. Da kommt eine Haselnuss Note durch, die den Geschmack in Richtung Nutella drückt. Orangenschalen schmeckt man im Espresso und Americano.

    Alles was ich beim Father's Cafeina (Ich trinke gerade diesen Espresso....) vermisst habe, hat dieser etwas dunklere Ansatz von Specialty Coffee.
    MMn ist der Sure Shot so gefällig, dass jeder, der sensorisch nicht vollkommen verkümmert ist, ihn mögen wird.
    Auf der anderen Seite ist er kein Kaffee, der bei vielen als Lieblingskaffee bezeichnet werden wird.

    Das einzige, was ich negativ nennen kann ist die fehlende Transparenz bzgl der Bohnen.
    Ich weiß lediglich, dass der Cupping Score wohl >85 ist und dass der Kaffee (wie alles bei MvsM) Direct Trade ist.
    Vielleicht ist natürlich so viel geblendet, dass man keine Varietäten angeben kann. Oder man bemüht sich, den Espresso und das Etikett gleich über die Jahreszeiten zu lassen, so dass man bei dem "Saisonalen Espresso" darauf verzichtet Details zu nennen.
    Der Kaffe ist echt exzellent und das ist kein Beinbruch; Ich hätte es aber schön gefunden.
     
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  8. joost

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    Ich sagte meiner Frau, sie möge ne Notbohne mitbringen, die "Guten" sind alle, die Eigenrüstung noch zu jung.
    Mindesthaltbarkeit nicht früher als 8/24. Halbwegs röstjunger Lavazza oder so, war die Vorgabe.
    Und hier isser:

    .. Minges Cafe Espresso Tradition, MHD 8/24, opulente 10€ / kg. Schonend Langzeit-geröstet, säuselt es verheißungsvoll von der Verpackung.
    upload_2022-10-9_8-31-50.png

    naja, dachte ich mir, Minges war mal ne echte Marke, schauen wir mal...

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    mmmmh! Erlesenster Bohnenbruch, nett teilverbrannt, ein schöne Metapher für alles, was der Mensch der Natur antut, dachte ich mir


    Der Bezug dann:

    upload_2022-10-9_8-48-1.png

    Tropf - Splatter - Plörr
    Glaubt mir, nach ca. 50.000 Bezügen mit der Diva weiss ich, was ich tue. Trotz Eureka, Feldgrind, drinrumstochern, schichtentampern.. die Bohne hält, was sie verspricht. Das hier war der feinstmögliche Mahlgrad vor Blockieren der Mühle. Flow-profiled bei gefühlt 3 bar, mehr war nicht drin. Perfekt.

    Das Ergebnis:

    upload_2022-10-9_8-49-59.png

    Ein Traum in örks. Schmeckt, wie es aussieht, was will man mehr. Wobei mich dann tatsächlich eine fein-schokoladige Bauchnote im Genuß der ganzen Geschmacks-Kakophonie gestört hat. Ja, Minges Familien-Rösterei - da hat man wohl irgendwann die Familie mitgeröstet.

    Mein Fazit: immer gerne wieder - im KVA meiner Schwiegermutter.
     
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  9. #8749 züripresso, 09.10.2022
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    Name der Rösterei: El Imposible Roasters, Horw - Schweiz
    Name des Kaffees: Azur
    Herkunft: Jarama, Nyamasheke, Ruanda
    Farm: Kivubelt
    Varietäten: Red Bourbon
    Verarbeitung: Natural
    Geschmacksnoten gemäss Röster: Keine Angaben
    Röstdatum: 03.10.2022

    Gemahlen mit: Comandante C40 MK3
    Bezogen mit: Rocket Mozzafiato Evo R
    Sieb: Standard Rocket 2er

    In: 17.5
    Out: 45.6
    Sek.: 34
    Temperatur: 93.6 °C

    Notizen: Ich konnte diesen Kaffee am Swiss Coffee Festival am Stand der Rösterei probieren. Er hat mir sofort sehr gut gefallen und er musste gleich mit. Etwas verwirrend ist, dass auf der Webseite der Rösterei einmal steht die Bohnen seien natural und einen Abschnitt später sie seien gewaschen verarbeitet. Aufgrund des dunklen Mittelstegs gehe ich mal von einer trockenen Aufbereitung aus.
    Die so genannte helle Röstung gestaltet sich in der Puckbereitung unkompliziert und die Säure hält sich im dezenten Rahmen. Die dünne Crema verschwindet schnell und der erste Schluck erinnert an den Abrieb einer reifen dunkelgelben Zitrone und hat auch etwas von einem süssen Apfel. Das Mundgefühl möchte ich als samtig weich beschreiben und der Nachgang geht etwas ins Blumige. Der Gesamteindruck ergibt für mich einen runden und ausgewogenen Shot. Ein Aufsteller war die Bohne auch im frühmorgendlichen Flat White.

    Fazit: Ein guter Kauf! Gerne wieder. Ob wohl die anderen Bohnen der Rösterei ähnlich gut sind?

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  10. #8750 Kaffee_Eumel, 09.10.2022
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    Name der Rösterei: Machhörndl
    Name des Kaffees: Ruanda - Kilimbi
    Varietät:
    Red Bourbon; Honey
    Herkunftsland: Ruanda (Western Province, Nymasheke), 750 Kleinbauern, Kilimbi Washing Station von Joseph Ntarindwa, 1650-1850 m.ü.M.
    Equiqment: 1Zpresso JX-Pro, Ascaso Steel Duo PID (93 °C, keine PI, IMS 16-18 g Sieb (B702TFH24))
    Ratio: 19 g In & 39 g Out in 33 Sekunden (ab Pumpenstart)
    Geschmack: Der Röster sagt Himbeere, Rooibos und Aprikose. Der Tee zeigt sich vorallem prägnant in der Nase, erstaunlich würzig riechen Mahlgut und Espresso. Im Mund dann ein mittlerer Körper mit viel Süße und beeriger Säure. Ob es nun Himbeere, Brombeere oder doch eher Stachelbeere ist, ist für mich schwer zu differenzieren. Rooibos ist in den Hintergrund gerückt.
    Nach dem Abkühlen ändert sich das Geschmacksbild deutlich, eindeutig Pfirischeistee einer abzulehnenden Großmarke, sehr aromatisch und süß, fast parfümiert.
    Ein weiteres Beispiel für den großen Einfluss der Trinktemperatur auf den Geschmack.

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  11. #8751 züripresso, 09.10.2022
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    Keine Bohnen die ich mir kaufe, ich habe sie am Swiss Coffee Festival von der so unbeliebten wie sagenhaften Marke geschenkt bekommen. Wie bereits hier versprochen, kommt jetzt meine Rückmeldung.

    Name der Rösterei: Unbekannt
    Name des Kaffees: Third Wave Speciality Coffee
    Herkunft: Unbekannt
    Produzenten: Unbekannt
    Varietäten: Keine Angaben
    Verarbeitung: Keine Angaben
    Geschmacksnoten gemäss Röster: Keine Angaben
    MHD: 26.09.2023

    Gemahlen mit: 1Zpresso J-Max
    Bezogen mit: Rocket Mozzafiato Evo R
    Sieb: Standard Rocket 2er

    In: 18
    Out: 42.1
    Sek.: 22
    Temperatur: 93.6 °C

    Notizen: Die Bohnen sind nicht nur ölig dunkel geröstet, ich musste sie auch portionenweise sortieren um nicht den allergrössten Schrott durch die Handmühle zu drehen. Es findet sich zu genüge unförmiges, angefressenes, zerbrochenes, abgeplatztes an den Spitzen schwarzes und so weiter Bohnenmaterial. Die Bohnen riechen nicht röstig, sondern rauchig und brandig. Sie sind so porös und mürbe, dass sie sich fast von selbst mahlen. Rein optisch würde ich sagen mindestens so viel Robusta wie Arabica, die Crema scheint das zu bestätigen.
    Ich hatte Glück und der erste Shot war bereits wunderbar im von mir angepeilten Fenster von Zeit gegenüber Ratio. Weniger Glück hatte ich beim Degustieren. Unglaublich bitter, unglaublich verbrannt. Wenn ich es wohlwollend ausdrücken wollte, würde ich sagen verbrannte Haselnüsse.

    Fazit: Eine schlechtere Supermarktqualität. Kaffee kann so grausam sein. Davon kommt alles in die Biotonne, da wird bei uns in Zürich Kompogas draus gemacht, so sind die Bohnen zumindest für etwas gut.
    Unglaublich finde ich die Etikette der Tüte. «Third Wave Speciality Coffee» Die Bohnen werden kaum 80+ Punkte beim Cupping erzielt haben.

    Anmerkung: Das erste Bohnenbild zeigt Bohnen die ich für den Shot verwendet habe, nachdem ich alles noch schlechtere aussortiert habe. Das zweite Bohnenbild ist der Schrott den ich aus etwa 30g herausgenommen habe.

    Ich gehe jetzt mal die Mühle gründlich reinigen….

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  12. #8752 EspressoDoc, 10.10.2022
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    KAWA — Las Flores — Yellow Bourbon

    Cupping Score: 88+


    Röstdatum: 07.09.2022

    Bezugstemperatur: 94 Grad Celsius

    ca. 18,5g in - ca. 40g out in ca. 35 Sekunden inkl. PI

    LMLM mit Nadelventil — MK EK43s SSP HU

    Nuancen: Lemongrass, Caramel, (A spicy Colombian Yellow Bourbon coffee with an intense aroma, medium body and notes of cardamom and honey)

    Geschmack: nach mehreren Durchgängen ist das obige Rezept am besten. Der Espresso hat eine prägnante Würze und Säure, aber auch Süße. Ich schmecke Kardamon und gar Muskat. Die Säure erinnert an taufrisches Zitronengrass, gefolgt von einer durchdringenden, starken Süße. Die Bohnen halten alles ein was sie versprechen. In ersten Durchgängen war er noch unterextrahiert (18,5g - 45g/ 0:23 min) und mir gar etwas zu säuerlich, da war quasi nur Zitronengrass und Honig in der Tasse, keine Würze. Mit deutlich feinerem Mahlgrad dann ein sehr gelungener, ausgeglichener, runder Shot. Kein Espresso für jeden Tag, da etwas anspruchsvoll und zickig im Bezug, aber auch empfehlenswert für den Liebhaber heller Röstungen.

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  13. #8753 portafilter, 10.10.2022
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    IMG_7985.jpg IMG_7984.jpg IMG_7989.jpg
    Name
    : Kenya Ngandu
    Röster: The Naughty Dog, Jílové u Prahy, Tschechien
    Bohnen: 100% Arabica, SL28 & SL34
    Röstung: Light Omniroast
    Herkunft: Kenya, Karation, Nyeri, Ngandu AB - Rutuma Farmers Coop Society (1700-1800masl)
    Processing: Washed
    Geschmacksprofil laut Röster: Red Currant, Lime, Maple Syrup
    Röstdatum: 17.08.2022

    Brührezept:
    Dose: 16.5g
    Yield: 42g
    ~ Ratio: 1:2.5
    Temperatur: 94 Grad
    Zeit: 36 Sekunden, erste Tropfen ab 10 Sekunden
    Druckprofil: 10 Sekunden Ramp-Up auf 8 Bar, die letzten 5g mit Restdruck

    Maschine: Lelit Mara X (im X Mode, Temp-Stufe 1)
    Mühle: DF64 mit SSP MP Burrs
    Sieb: IMS Competition B70-Serie 24.5mm

    Ein wirklich kompaktes Aroma. Da auf der Packung die Varietäten oder Cupping Notes nicht zu finden waren sondern nur online, war das erste Testen nicht suggestiv. Die Blaubeernote war aber so deutlich, dass ich mir sofort sicher war, dass hier SL Varieties drinnen sein müssen. Was bei einem Kenyaner auch nicht weiter verwundert. Darüber hinaus erinnert der Espresso an Cuba Libre: leicht rauchige Töne von Rum mit verschiedenen Gewürzen und einer ganz leichten Säure von der Limette und etwas zuckrig. Das ganze ist aber relativ subtil und zart.

    Das ganze ist sehr sehr klar. Ich denke einen so klaren Espresso verdanke ich den SSP MP Burrs.

    Als Espresso ist der Kaffee auch wirklich fantastisch. Im Milchgetränk gehen die tollen Aromen unter. Der Körper ist nämlich zwar vorhanden. Die Süße ist aber eher prickelnd und kommt nicht aus dem viskosen Nektar. Als Espresso (und Filter!) aber doch sehr viel Süße da. Milch dünnt den Espresso zu sehr aus. Der Kaffee hat wenig Bitterkeit und erstaunlich wenig Säure. Die Säure erinnert zwar an Limette (s.o.). Sie wirkt aber mehr vermischt mit einem weniger sauren Getränk wie eben Cola, das eine zuckrig-klebrige Süße stiftet.
    Das Cupping Profil ist gar nicht so unähnlich von dem, was ich da so zusammengedeutet habe.

    Der Espresso ist relativ leicht zuzubereiten und macht keine Zicken. 95 Grad funktioniert auch noch. Genau wie 93 Grad. Man betont dann eben andere Aromen mehr oder weniger. Bei 93 Grad ist er dann deutlich fruchtiger. Vielen vermutlich zu fruchtig.
    Ich fand den Kaffee im Filter aber noch besser. Einfach das James Hoffmann Standard V60 Rezept hat hier super gepasst. Bei frischeren Bohnen würde ich vermutlich hier zwei Mal 30 Sekunden bloomen.

    Der zweite sehr geile Kaffee von Naughty Dog. Die Rösterei gefällt mir sehr gut. Nie zu bitter und alle Kaffees relativ hell für Espresso, relativ dunkel für Filter. Gute Omniroasts.
    Preislich auch ok mit 10 Euro auf 200g. Die 200g Verpackung finde ich einzig etwas unglücklich. Ich würde mir generell eher ein Mü mehr als 250g wünschen; 10oz Packungen mit 283g fände ich auch in Europa perfekt. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Gekauft auf Kofio.co
     
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  14. #8754 portafilter, 12.10.2022
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    Name: Luis Carlos de Souza
    Röster: Café Blá / Vits, München
    Bohnen: 100% Arabica, Catuaí
    Röstung: Omniroast
    Herkunft: Sítio São Luís, Inhapim, Minas Gerais, Brazil (501masl)
    Processing: Anaerobic
    Geschmacksprofil laut Röster: Honeydew Melon, Candied Almonds, Juicy
    Röstdatum: 22.09.2022

    Brührezept:
    Dose: 17.5g
    Yield: 40g
    ~ Ratio: 1:2.3
    Temperatur: 94 Grad
    Zeit: 30 Sekunden, erste Tropfen ab 5 Sekunden
    Druckprofil: 10 Sekunden Ramp-Up auf 8 Bar, die letzten 8g mit Restdruck

    Maschine: Lelit Mara X (im X Mode, Temp-Stufe 1)
    Mühle: DF64 mit SSP MP Burrs
    Sieb: IMS Competition B70-Serie 26.5mm

    Die ersten wahrnembaren Noten sind Nelken und Bitterschokolade. Vor allem die Bitterschokolade finde ich dann aber beim Trinken nicht mehr so leicht, weil erdige Noten geschmacklich gar nicht nicht da sind.
    Pomelo-Aromen würde ich da hinein verorten (Grapefruit in weniger sauer). Aber nicht so trocken und flach wie die Früchte, die man in Deutschland bekommt. Sondern sehr vollmundig.
    Die prägnante Bitterkeit dieses Kaffees (neben der Pomelo) kenne ich sonst nur von Wermut. Das ist im Filterkaffee aber nochmal deutlich betonter. Das ist richtig richtig schön.
    Der Wermut rührt vermutlich nicht nur durch diese spezielle Bitterkeit, sondern eine leicht alkoholische Note. Im Abkühlen erinnert er an Amaretto.
    Als Filter haben wir ihn zu viert (alle Erfahrene Kaffeetrinker) getrunken. Da fielen noch zusätzlich Honigmelone (wie beschrieben), Wein und Bier.

    Der Körper ist gut, die Süße sehr prominent. Bitterkeit ist vorwiegend präsent in Form der kräuterigen Wermut Noten. Die Säure ist betont, ist aber klasse eingebunden. Die Fermentierung schmeckt man deutlich. Fast so funky wie ein Parade-Natural.

    Zusammenfassend meine Cupping Notes:
    Pomelo, Wermut, Amaretto, Nelken, Funky

    Im Espresso sind die Noten sehr klar. Der Kaffee wirkt aber eher wie ein sehr gut entwickelter Natural aus Afrika oder Mittelamerika. Im Filter und Milchgetränk schmeckt man diese spezielle wermutige Bitterkeit aber so intensiv, dass man hier vermuten kann, dass der Kaffee anaerob ist.

    Der Kaffee hat wenig Tendenz Kanäle zu bilden. Bereits ein wenig Channeling führt aber direkt zu leichten verbrannten Noten, die man aber nur im Espresso schmecken kann. Und da zerstören sie das Getränk auch nicht direkt. Die Bohnen sind ziemlich porös. Die Bezüge sehen aus wie bei Decaf: relativ früh beginnt der Flow aber dieser ist relativ schwach über den gesamten Bezug. Ich habe auch (zum ersten Mal bei Blá) Bohnenbruch in der Packung gefunden. Ich vermute aber, dass ein low altitude intensiv ge-processter Kaffee, den man auch noch ein bisschen länger geröstet hat als man für Filter gemusst hätte, anfällig für sowas ist. Da sich das sensorisch nicht bemerkbar macht, gehe ich davon aus, dass es beim / nach dem Rösten passiert ist und kreide das der Rösterei nicht an.
    Der Kaffee braucht im Espresso weniger Kontaktzeit, im Filter deutlich mehr Kontaktzeit (V60 >4min) als der Durchschnitt. Ich finde diesen Gegensatz interessant.

    Klasse Kaffee. Er wirkt ein bisschen wie die Cocktails, die ich gerne trinke. Deutlich bitterer als man bei einem Light Roast erwarten würde. Aber die Bitterkeit ist eben eine andere, sehr angenehme. Sie ist eher wie in einem Negroni. Sie stört überhaupt nicht.
    Für 15.50 / 250g muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Aber der low-altitude Brasilianer ist auf jeden Fall etwas besonderes und definitiv der beste Brasilianer, den ich je hatte.
    Als Espresso besonders und funky. Als Milchgetränk aufregend. Als Filter außergewöhnlich.
    Zusammen mit dem Milky Cake das Spannendste, was ich dieses Jahr getrunken habe.
    IMG_8054.jpg IMG_8055.jpg IMG_8057.jpg IMG_8056.jpg

    Noch für den Index: Cafe Bla, Catuai, Sitio Sao Luis
     
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  15. Mucca

    Mucca Mitglied

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    Name der Rösterei:
    APOGEO Cafe
    Name des Kaffees: Bourbon Papayo
    Herkunft: Huila (Kolumbien)
    Farm: El Diviso
    Varietäten: Bourbon Papayo
    Verarbeitung: gewaschen
    Geschmacksnoten gemäss Röster: Kaffeeblüte, Orange, Pfeffer, brauner Zucker
    Röstdatum: 25.08.2022

    Gemahlen mit: Mignon XL
    Bezogen mit: Bezzera Duo DE
    Sieb: Standard Bezzera

    In: 17.5
    Out: 38, erster Tropfen nach 9, 2 PI
    Sek.: 28
    Temperatur: 95 °C

    Notizen: Ich konnte diesen Kaffee beim Zeltfestival Ruhr direkt beim Röster erwerben. Die Geschichte etc. waren mir sehr sympathisch. Da ich fast mein ganzes Handgeld vertrunken hatte, bekam ich einen Sonderpreis, was natürlich nochmals Pluspunkte machte. Die beiden Röster sind noch relativ frisch am Markt (ich glaube erst 1 1/2 Jahre) - mal sehen, wie sie sich halten.

    Die dunkle Arabica Bohne lässt sich unkompliziert im Sieb verarbeiten. In der Tasse hält sich die Säure dezent zurück, allerdings ist sie sehr angenehm orangig wahrzunehmen. Der Gesamteindruck lässt sich als rund, leicht süß und ausgewogenen beschreiben.

    Fazit: Ein sehr guter Kauf! Vermutlich nicht wieder, da für mich zu expensive. Die anderen Sorten werden noch probiert. Support your locals.
     
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  16. Cairns

    Cairns Mitglied

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    Name der Rösterei:
    Van Gülpen
    Name der Röstung:
    Bullitt
    Anbaugebiet :
    Keine Angabe
    Varietät:
    Keine Angabe
    geröstet am:
    10.10.22
    MHD:
    Keine Angabe
    Gemahlen mit :Baratza Sette Wi
    Bezogen mit : XENIA

    In:15.5
    Out:38 (1:2.5)
    Sek. :25

    Eigenschaften: Samtig, cremig ,süß, würzig.
    Etwas fruchtiges am Anfang.herb, Blockschokolade im Abgang . Hinterlässt irgendwas pelziges auf der Zunge, nicht extrem aber vorhanden ,finde ich.

    Wieder kaufen? Gelegentlich
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  17. #8757 portafilter, 14.10.2022
    Zuletzt bearbeitet: 14.10.2022
    portafilter

    portafilter Mitglied

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    Name
    : Milky Cake — Espresso
    Röster: DAK, Amsterdam, Niederlande
    Bohnen: 100% Arabica, Castillo
    Röstung: Dunklerer Omniroast
    Herkunft: Colombia, Cauca (1730 masl), Samuel Diego Bermudez
    Processing: Thermal Shock Washed (anaerobic)
    Geschmacksprofil laut Röster: Cardamom, Pistachio, Vanilla Cake, Honey
    Röstdatum: 26.09.2022

    Brührezept:
    Dose: 14.5g
    Yield: 36.5g
    ~ Ratio: 1:2.5
    Temperatur: 93 Grad (laut Hersteller)
    Zeit: 40 Sekunden, erste Tropfen ab 10 Sekunden

    Maschine: Sage Duo Temp Pro (nicht meine Maschine)
    Mühle: Baratza Sette 270
    Sieb: IMS Competition BV-Serie 24mm

    Als Filterröstung habe ich den Milky Cake schon auf meiner Lelit Mara bezogen. Für mich einer der besten Kaffees seit langem.
    Siehe: Ich trinke gerade diesen Espresso....
    Jetzt habe ich sowohl Filter als auch Espressoroast bestellt.
    Der Review macht also sehr viele Bezüge zum Filterroast.

    Zwar ist der Espresso dunkler als der Filterroast, man kann aber den Filter auch leicht als Espresso (das geht mMn sowieso oft, außer der Kaffee ist unterentwickelt) oder den Espressoroast als Filter zubereiten.
    Der Filterroast wäre aber zu schwierig geworden für die Sage DTP. Der Espressoroast passt aber sehr gut hier.
    Die dunklere Röstung erlaubt eine geringere Temperatur. Die habe ich aber durch eine längere Kontaktzeit ein wenig relativiert. Der Ratio ist ein wenig kleiner als beim Filterroast.

    Der Kaffe überzeugt sehr. Zwar schmecke ich leider keine Pistazie mehr. Ein intensiver kammiliger Duft gesellt sich zur Vanille und Zimt. Die Kamille war auch schon beim Filter da. Nur weniger präsent. Ein wenig gebrannte Mandel erscheint im Abgang. Generell ist das Getränk weniger intensiv als die Filterröstung. Das Geschmackserlebnis bleibt sehr sehr toll.
    Er ist auch ein wenig weniger klar als meine Espressi aus dem Filterroast. Da habe ich aber auch eine DF64 mit SSP Mahlscheiben gehabt. Zu einem gewissen Grade ist also vermutlich die Mühle hier ein Faktor.

    Der Körper ist erneut überraschend gut. Viel Süße ist da bei geringer Bitterkeit und erstaunlich reduzierter Säure. An der Mara hätte ich mit einem Grad mehr vermutlich die Säure sehr in den Hintergrund drücken können. Die 93 Grad an der DTP bescheren mir aber für diesen Kaffee das Maß an Säure, was ich gut finde.
    Bei der Filterröstung brauchte ich fast 3 Grad mehr dafür.

    Der Kaffee ist weniger zickig als die Filterröstung und ist verhältnismäßig schnell eingestellt.

    Die Filterröstung ist noch spannender. Aber die Espressoröstung gelingt auch auf "schlechterem" Equipment sehr sehr gut. Der Kaffee ist schon bei 93 Grad nicht mehr wirklich sauer. Ich kann mir vorstellen, dass man, wenn man mit Säure in Kaffees auf dem Kriegsfuß steht, man mit ein paar Grad mehr ein -- für einen selbst -- super Resultat erzielt. Wenn man helle Espressi mag, ist das o.g. Rezept ziemlich sinnvoll.

    Ich werde den Milky Cake definitiv wieder bestellen. Gerne wieder als Filter und Espresso Roast. Ich bestelle den, bis sie ihn einstampfen.
     
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  18. #8758 portafilter, 15.10.2022
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    Name: Brazil Cerrado Patrocinio
    Röster: HAYB, Warschau, Polen
    Bohnen: 100% Arabica, lokale Varietäten
    Röstung: Medium Roast
    Herkunft: Brazil, Minas Gerais, Cerrado, Patrocinio (ca. 900 masl), verschiedene Kleinbauern
    Processing: Natural
    Geschmacksprofil laut Röster: Caramel, Chocolate, Nougat
    Röstdatum: 26.09.2022

    Brührezept:
    Dose: 16g
    Yield: 36g
    ~ Ratio: 1:2.2
    Temperatur: 93 Grad
    Zeit: 27 Sekunden, davon 5 Sekunden PI

    Maschine: Lelit Grace (57mm)
    Mühle: Ceado Life
    Sieb: IMS Competition 57mm, 14-16g

    Den Kaffee habe ich für einen Freund als seinen ersten Specialty Coffee besorgt. Zuvor hatte er schon eher sehr dunkle Bohnen.
    Der Kaffee hat ihn aber überzeugt. Mich auch.
    Außerdem hat mich sein neues Equipment sehr überzeugt.
    Die Extraktion hat er gemacht.
    Ähnlich wie der Sure Shot ist der Cerrado Patrocinio ein relativ günstiger und dunkler Approach an Specialty Kaffee. Ich habe ein wenig mehr bezahlt aber man bekommt ihn teilweise schon für 7 Euro auf 250g.
    Dafür bekommt man einiges:
    Man schmeckt gebrannte Mandeln und eine leichte Mandarinen Note. Der Kaffee hat einen klasse Körper und viel Süße. Säure unterstützt den Geschmack. Der Freund, der sonst nur dunkle Röstungen kannte, fand die Säure aber auch sehr sehr passend und angenehm. Merkliche Bitterkeit nur im Abgang. Erinnert an Bitterschokolade. Hinten heraus schmeckt man eine leichte Heu-Note.
    In Summe ist der Espresso sehr balanciert. Der Kaffee sollte jedem zusagen, der Kaffee mag.

    Toller Kaffee. Zu dem Preis bestelle ich sicher nochmal. Er ist zwar nicht das aufregendste Kaffee aber sehr leicht zubereitet und das Resultat macht Spaß.
    Ich kann optisch (mangels fehlenden bodenlosen Siebträger) nichts zum Channeling sagen. Geschmacklich würde ich aber vermuten, dass es kein Thema war.
    Geschmacklich gefällt er mir gleich gut wie der Sure Shot von MvsM, der die gleichen Geschmäcker anspricht. Er ist aber eben deutlich günstiger.
    Beide sind aber dunklere Specialties par excellence.
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  19. quick-lu

    quick-lu Mitglied

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    Mokaflor Oro - Golden Blend 80/20

    Beschreibung von Mokaflor:
    Beschreibung
    Eine hochwertige Mischung, die das feine Aroma der gewaschenen mittelamerikanischen Arabicasorten der hohen Lagen mit dem vollen Geschmack der brasilianischen Sorten Minas Gerais vereint und dabei auch den typisch cremigen Schaum bildet, durch den sich erlesene indische Robustasorten auszeichnen.

    Verkostung
    Dieser Kaffee wurde in Espresso bei einer Temperatur von 92 ° C für 25 ml in 26 Sekunden probiert. Die Entgasung der Bohnen hat 60 Stunden lang stattgefunden. Der Geschmack ist würzig und intensiv, mit einem außergewöhnlichen und ausgewogenen Körper. Der Duft ist von Biskuit, Vanille und Kakao.

    Die Mühle, die immer noch keinen Namen trägt (aber dafür eine Skala mit Zahlen) - Ascaso Dream PID
    18g VST ridgeless - LSS
    15g - 32g - 92°C - 5 sec. Pseudo-PI - 24 sec. Bezug - ph 6,2 - 130 ppm


    [​IMG]
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    Auf der Tüte steht 48 Std. ausgasen lassen, schlecht wenn der Besuch quasi vor der Tür steht, kurz nachdem man die Tüte aufgerissen hat.
    Gut wenn der Espresso trotzdem sauber läuft und so schmeckt, wie man das von einem klassisch gerösteten italienischen 80/20 Bar-Espresso erwartet.
    Auch gut, dass er erst im September geröstet wurde.
     
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  20. cappufan

    cappufan Mitglied

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    Und hier noch meine Eindrücke zum

    Carroux Espresso

    aus der namensgebenden Rösterei in Hamburg-Blankenese.

    Geröstet ist dieser Blend aus 80% Arabica und 20% Robusta (im Kilobeutel) m. E. relativ dunkel (laut Röster: Medium-Dark/klassisch norditalienisch). Die Internetrecherche fördert zutage: Der Arabica Anteil enthält Yirgacheffe aus Äthiopien, außerdem Mittelamerikanische und brasilianische Bohnen. Die Robustabohnen kommen (alle?) aus Indien.

    Die Crema ist vergleichsweise dunkel - Oscars Brühtemperatur ist nicht zu hoch (der Kesseldruck wurde heute leicht gesenkt).

    Ich würde den Kaffee als körperreich beschreiben und das Aroma ungefähr so: zunächst dunkle Schokolade, dann eine fruchtige Note (ich empfinde irgendwo nicht greifbare Brombeere, die sich aber wieder verflüchtigt), dann deutlich Marzipan, schließlich Nuss. Erst nach einiger Zeit wird der leicht aschige (röstbedingt, nehme ich an) Abgang/Nachgeschmack deutlicher. Der Duft ist "heller" als die Crema vermuten läßt. Diese ist jetzt nicht dunkel, aber doch brauner als z.B. beim Manaresi Oro (Florenz).

    Bei den Einstellungen gibt es eigentlich eine Bandbreite, bei der dieser Kaffee schmeckt. 18g im Simonelli Doppelsieb als doppio ristretto laufen problemlos.

    Sorry für die Bildgröße über picr

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